DE296935C - - Google Patents

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DE296935C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/28Cartridge cases characterised by the material used, e.g. coatings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Packaging Of Annular Or Rod-Shaped Articles, Wearing Apparel, Cassettes, Or The Like (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 30. NOVEMBER 1920
Die Verpackung derjenigen Sprengstoffe, die gegen Wasser und Feuchtigkeit empfindlich sind, wie z. B. die Ammonnitratsprengstoffe, erfolgte bisher am einfachsten durch Eintauchen der fertigen Patrone in geschmolzenes Paraffin, welches nach dem Erstarren eine etwas plastische Kruste bildete, die für Wasser und Feuchtigkeit undurchdringlich war.
Für petioleumhaltige Sprengstoffe ist Paraffln, wie überhaupt alle Fett- und Wachsarten, unbrauchbar, weil das Pet oleum mit diesen Stoffen sich in jedem Verhältnisse zu einer Lösung vermischt und auf diese Weise durch sie hindurch an die Obe fläche tritt, wo es frei verdunstet, während neue Petroleummengen von innen durch das Paraffin nach außen hindurch diffundieren. Ein solcher Paraffin Überzug schützt daher vor Feuchtigkeit und Wasser, nicht aber vor dem Ver-
ao dunsten des Petroleums. Praktisch gibt es nur ein billiges Imprägnierungsmittel, welches für Wasser und Petroleum gleich undurchläss:g ist, dabei dem Hülsenpapier keine unerwünschten Eigenschaften, wie Brüchigkeit und Steifheit, verleiht, nämlich Leinölfirnis. Nach dem Trocknen bekommt im Gegenteil das Papier eine größere Festigkeit und Elastizität gegenüber dem Naturpapier; nur in einer Hinsicht wirkt er ungünstig, nämlich auf die Herstellung der Hülsen mittels Kleben. Der Leim haftet nicht oder nur schlecht auf der glatten Fläche des imprägnierten Pap'ers, in welches er nicht eindringt; in Grubenfeuchtigkeit oder im Wasser weicht er leicht auf, und die Hülsen rollen sich an der Längsnaht und am Boden auf; aus der Sprengpatrone wird eine formlose Masse des Sprengstoffes, der dann praktisch unverwendbar wird.
Vorliegende Erfindung bezweckt eine solche Herstellung der Hülsen für petroleumhaltige Sprengstoffe, daß ihr Mate ial für Wasser und Petroleum gleich undurchlässig ist und ferner die gegen Feuchtigkeit empfindlichsten Teile der Hülse, näm'ich die Längsnaht und der Boden, in einer Weise hergestellt werden, welche jede sei ädliche Einwirkung der Grubenluft oder des Wassers im Bohrloche ausschließt.
Zu dem Zwecke vermeidet man vor allem das Kleben; man vereinigt vielmehr beide Ränder des Papierstreifens zu einer Längsnaht nach Art der Zigarettenhülsen durch Pressen zwischen zwei Rändel ädchen, zwischen welchen man die zwei ineinandergefalzten Papierränder hindurchzieht. Man nimmt hierzu das Papier in nichtimprägnertem Zustande; die Fasern des Papers verfilzen sich durch den Druck ineinander und vereinigen sich an der Naht zu einem einzigen, nur dickeren Streifen.
In ähnlicher Weise wird der Boden hergestellt, indem man das Ende der Hülse mittels geeigneter Vorrichtung sternförmig oder in eine andere passende Form faltet und die übereinandergelegten Papierlappen durch starken Druck verdichtet. Hierauf wird der Beden, um ihm eine genügende Steifheit zu geben, mit konzentrierter Ch omleimlösung bestrichen, belichtet (um ihn unlöslich zu machen) und getrocknet und darauf die ganze Hülse in
Leinölfirnis getaucht. Der Firnis bedeckt nach dem Trocknen den Boden und die Naht mit einem undurchdringlichen Überzug, der selbst nach mehrtägigem Liegen,, ,direkt unter Wasser nicht beschädigt wird. Diese Hülse ist vorzugsweise für Sprengpatronen Sprengelscher Type bestimmt, d.h. für solche Sprengpatronen, die vor dem Gebrauch in eine brennbare Flüssigkeit, wie z. B. Petroleum, getaucht werden müssen. Sie besitzt dann einen um einige Millimeter größeren Durchmesser als die innere eigentliche Sprengstoffhülse, die aus du chlochtem Papier besteht, zu dem Zweck des leichteren Aufsaugens der Flüssigkeit durch die Patrone. Auf diese Weise kann man leicht die Patrone samt der inneren Hül.e für die Operation des Tränkens herausnehmen und nach beendeter Sättigung die Patrone wieder in die undurchlässige Hülse hineinstecken.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Undurchlässige Patronenhülse für petroleumhaltige Sprengstoffe, gekennzeichnet durch eine nach Art der Zigarettenhülsen durch Pressen zwischen zwei Rändelrädchen hergestellte Längsnaht, einen gefalteten und mittels starker Leimlösung versteiften Boden sowie durch nachträgliche Imprägnierung der fertigen Hülse mittels Leinölfirnisses.
2. Eine Hülse gemäß Anspruch ι in Verbindung mit einer inneren, perforierten Hülse von etwas geringerem Durchmesser.
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