DE296236C - - Google Patents

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DE296236C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L7/00—Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements
    • F01L7/08—Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements with conically or frusto-conically shaped valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cylinder Crankcases Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Steuerung für Explosionsmotoren mit kegelstumpfförmigen Drehschiebern, von denen je einer zwei paarweise angeordnete Zylinder des Motors steuert, und die in ihrem Innera Kanäle aufweisen, welche in geeignetem Augenblick jeden einzelnen Zylinder mit der Eintritts- oder Saugleitung bzw. mit der Austritts- oder Auspuffleitung verbinden.
Steuerungsvorrichtungen der genannten Art sind bekannt, doch haben die bekannten Vorrichtungen infolge der Ausbildung und Anordnung der Drehschieber den Nachteil, daß zwischen ihnen und den Zylindern verhältnismäßig lange Durchgangskanäle erforderlich sind, welche die gute Wirkung des Motors beeinträchtigen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die genannten Nachteile zu vermeiden, und zwar wird dies dadurch erreicht, daß jedes Steuerorgan aus zwei mit ihrer größeren Grundfläche zusammenstoßenden, tangential zu den ■ inneren· Zylinderflächen und in direkter Verbindung mit dem Zylinderinnern angeordneten Kegelstümpfen besteht, von denen je einer einem Zylinder entspricht und je zwei Öffnungen und zwei volle Wandteile hat, wobei die Öffnungen den Saug- und Auspufftakten und die vollen Wandteile den Kompressions- und Explosionstakten des zugehörigen Zylinders entsprechen. Die Kegelstümpfe sind an ihrer gemeinsamen Basis darch eine Wandung getrennt und in ihrem Innern mit einer rohrförmigen Leitung verbunden, die ebenfalls durch die gemeinsame Bodenwandung der zwei Kegel quer in zwei Hälften geteilt ist und von welcher das eine Ende mit der Saugleitung und das andere Ende mit dem Auspuff in Verbindung steht. Zwischen den Kegeloberflächen und der röhrenförmigen Leitung sind radiale Wandungen angebracht, während sowohl die röhrenförmige Leitung wie auch die mittlere Querwand des Steuerorganes die nötigen Öffnungen besitzen, um den Durchgang der Gase von der Saugleitung zu den Zylindem und von diesen zur Austrittsleitung zu gestatten.
Bei Vierzylindermotoren, welches die gebräuchlichsten sind, werden die vier Zylinder in zwei paarweise angeordnete Zylinder verteilt, so daß jedem Zylinderpaar je ein Steuerungsorgan entspricht. Die Vorrichtung zur Übertragung der Drehbewegung auf die Achse der Steuerungsorgane wird zwischen den zwei Zylinderpaaren angeordnet, und zwar in einem Gestell oder Gehäuse, welches an den Gehäusen der beiden Zylinderpaare und dem Rahmen des Motors befestigt ist, so daß also die ganze Übertragungsvorrichtung leicht weggenommen werden kann, wodurch dieser Teil
des Motors leicht freigelegt werden kann, um eine Störung im Betriebe leicht beseitigen zu können.
Die gekröpfte Welle des Motors ist in zwei Hälften hergestellt, welche beide in je einer Kupplungsscheibe endigen, um sie vereinigen * und vermittels Schrauben befestigen zu können; die hier gewählte Anordnung zeigt hierbei die Eigentümlichkeit, daß zwischen den
ίο zwei Kupplungsscheiben ein Transmissionsrad angebracht ist, welches entweder durch zwischen Rad und Scheiben angeordnete Fugen oder durch die die Scheiben verbindenden Schrauben befestigt ist.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand an einem Viertakt-Explosionsmotor mit vier Zylindern beispielsweise dargestellt, und zwar ist
Fig. ι ein Aufriß des Motors in teilweisem Schnitt, um die Antriebsvorrichtung der Steuerorgane erkennen zu können,
Fig. 2 ein wagerechter Schnitt nach der i Linie II-II der Fig. 1, welcher die Steuer- j organe im ersten Takt zeigt. |
Fig. 3, 4 und 5 sind schematische Schnitte bzw. Ansichten, welche die Stellung der Steuerorgane im zweiten, dritten und vierten Takt zeigen.
Fig. 6 ist die schaubildliche Ansicht eines Steuerorganes,
Fig. 7 eine schaubildliche Ansicht eines zum vierten Teil nach der Ebene VI-VIII der Fig. 6 abgebrochenen Steuerorganes, und Fig. 8 eine schematische Ansicht eines zur Hälfte abgebrochenen Steuerorganes.
Zu dem Zylinderpaar 1, 2 gehört das Steuerorgan 5 und zu dem Zylinderpaar 3, 4 das Steuerorgan 6. Mitten zwischen beiden Zylinderpaaren ist das Gehäuse 35 angebracht, welches die Antriebsvorrichtung enthält, die die Bewegung von der gekröpften Welle auf die Welle 20 überträgt. Diese Welle 20 treibt sowohl die Pumpe 21 für den Wasserumlauf als auch den Magneten 22 an.
Jedes Steuerorgan wird aus zwei kegelstumpfförmigen Oberflächen 7,8 gebildet, welche mit ihrer Basis aneinanderstoßen. Im Innern des durch diese kegelförmigen Oberflächen begrenzien Körpers befindet sich ein zylindrischer Hohlkörper 9, dessen Durchmesser dem der kleineren Grundflächen der zwei Kegelstümpfe entspricht und welcher mit seinem Ende 11 mit der Auspuffleitung und mit dem anderen Ende 12 mit der Saugleitung in Verbindung steht.' Eine der gemeinsamen großen Basis der beiden Kegelstümpfe entsprechende Querwand 10 trennt diese beiden voneinander und teilt auch die innere röhrenförmige Le'itung 9 in zwei Hälften. Zwischen den Kegeloberflächen 7, 8 und der röhrenförmigen Leitung 9 sind Wände 13 angebracht, welche zusammen mit Öffnungen in der röhrenförmigen Leitung 9 und der Querwand 10 Kanäle bilden, die den Durchgang der Gase von der Saugleitung zu den Zylindern und von diesen zur Auspuffleitung gestatten. Zu diesem Zweck ist jede der Kegeloberflächen des Steuerorganes mit zwei Öffnungen versehen, welche ungefähr den vierten Teil der Oberfläche einnehmen und je den Saug- und Auspufftakten des zugehörigen Zylinders entsprechen, während die vollen Flächen jeder Kegeloberfläche den Kompressions- und Explosionstakten entsprechen; jeder Zylinder zeigt hierbei an der dem Steuerorgan zugekehrten Seite einen Schlitz 39, durch welchen der Ein- und Austritt der Gase stattfindet.
Jedes der Steuerorgane 5, 6 dreht sich im Innern eines Sitzes oder Gehäuses, welches teilweise von dem Zylinderpaar, dem das Steuerorgan entspricht, und teilweise von einem Deckel 38 gebildet wird, welcher mittels Schrauben am Gehäuse der zugehörigen Zylindergruppe befestigt ist. Die Drehachse 14 jedes Steuerorganes endigt in einem vierkantigen Zapfen 34. Die gemeinsame Antriebswelle 15 der Steuerorgane ist an ihren beiden Enden je mit einer Muffe 40 versehen, die mittels eines Stiftes daran befestigt und mit einem Einschnitt oder einer Kerbe versehen ist, in welche der Zapfen 37- eingreift, so daß die Welle 15 bei ihrer Drehbewegung die Achsen 14 der Steuerorgane mitnimmt. Diese Anordnung ermöglicht es, falls es durch irgendeinen Umstand erforderlich sein sollte, jedes Steuerorgan einzeln herausnehmen zu können, indem man den entsprechenden Deckel 38 abnimmt.
Die gekröpfte Motorwelle 34 ist in zwei Hälften geteilt, welche zu ihrer gegenseitigen Vereinigung je mit einer Kupplungsscheibe 31 versehen sind; zwischen den Scheiben 31 ist ein Kettenrad 33 angeordnet, welches mit den Scheiben entweder durch Fugen zwischen diesen und dem Rad oder durch dieselben Schrauben, welche die Scheiben zusammenhalten, fest vereinigt ist.
Dieses Rad 33 überträgt mittels einer Kette 30 die Drehbewegung auf das auf der Welle 24 befestigte Rad 23. Auf dieser Welle 24 sitzt ein anderes Kettenrad i8, welches mittels der Kette 17 die Bewegung auf die Räder 16, 19 überträgt, von denen das erstere auf der Welle 15 der Steuerorgane und das zweite auf der die Pumpe 21 für den Wasserumlauf und den Magneten 22 antreibenden Welle 20 befestigt ist.
Diese ganze Übertragungsvorrichtung ist in dem Kasten oder Gehäuse 35 eingeschlossen, welches an den Zylindergehäusen und dem Rahmen des Motors vermittels Schrauben 36 so befestigt ist, daß, falls es zwecks Reini-

Claims (1)

  1. gung, Reparaturen oder aus sonst einem Grunde erforderlich ist, das Gehäuse 35 mitsamt der ganzen Übertragungsvorrichtung weggenommen werden kann, indem man einfach die Schrauben 36 löst.
    Die Welle 15 der drehbaren Steuerorgane macht bei je vier Takten eine Drehung, wobei also die Steuerorgane nacheinander die vier in Fig. 2 bis 5 dargestellten Stellungen einnehmen:
    Beim ersten Takt (Fig. 2) steht der Zylin der ι auf Saugung und der Zylinder 2 auf Auspuff, wobei die Gase durch das Innere der Steuerorgane 5 die durch Pfeile angedeuteten Wege durchlaufen. Die Zylinder 3 und 4 stehen indessen auf Kompression bzw. Explosion, zu welchem Zweck ihnen das Steuerorgan 6 seine vollen Flächen darbietet, welche die Öffnungen 39 verschließen.
    Beim zweiten Takt (Fig. 3) steht der Zylinder ι auf Kompression, und die Eintrittsöffnung 39 ist daher geschlossen, während für den auf Saugung stehenden Zylinder 2 die Gase den durch den Pfeil angedeuteten Weg
    .25 einschlagen. Der auf Explosion stehende Zylinder 3 ist ebenfalls geschlossen, während aus dem Zylinder 4 die Gase entweichen, indem sie dem durch den Pfeil bezeichneten Weg folgen.
    Beim dritten Takt (Fig. 4) ist die Stellung des Steuerorganes 5, 6 umgekehrt wie in Fig. 2 dargestellt, d. h. die Zylinder 1 und 2 stehen je auf Explosion und Kompression und sind daher geschlossen, während die Zylinder 3 und 4 auf Auspuff und Saugung stehen, so daß also den Gasen der Durchgang freigegeben ist.
    Beim vierten Takt (Fig. 5) endlich ist die Stellung der Steuerorgane 5, 6 umgekehrt wie die nach Fig. 3, die den zweiten Takt darstellt, denn die Zylinder 1 und 2 stehen nun je auf Auspuff und Explosion, die Zylinder 3 und 4 dagegen je auf Ansaugen und Kompression.
    45 Pate nt-An s ρ such:
    Steuerungsvorrichtung für Explosionsmotoren mit paarweise angeordneten Zylindern, die durch kegelstumpfförmige Drehschieber gesteuert werden, die in ihrem Innern Kanäle aufweisen, die im geeigneten Augenblick jeden der beiden Zylinder mit den Ein- und Austrittsöffnungen verbinden, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Steuerorgan durch eine Querwand in zwei Hälften geteilt und jede Hälfte je einen mit der größeren Grundfläche zusammenstoßenden, tangential zum Zylindermantel in direkter Verbindung mit dem Zylinderinnern angeordneten Kegelstumpf bildet, wobei jede Hälfte des Steuerorganes je einen der Zylinder steuert.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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