DE296096C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B1/00—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
- D05B1/08—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making multi-thread seams
- D05B1/14—Combined or alternative chain-stitch and lock-stitch seams
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B73/00—Casings
- D05B73/005—Doors or covers for accessing inner parts of the machine; Security devices therefor
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05D—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
- D05D2303/00—Applied objects or articles
- D05D2303/12—Rigid objects
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 296096 KLASSE 52 a. GRUPPE
THE SINGER MANUFACTURING COMPANY in ELIZABETH, New Jersey, V. St. A.
Mehrnadelnähmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf Nähmaschinen und betrifft'im besonderen eine Maschine,
welche in einem einzigen Arbeitsgang gleichzeitig Doppelsteppstich- und Kettenstichnähte
erzeugen kann. Zur Veranschaulichung der Erfindung ist in der nachstehenden. Beschreibung
und den Zeichnungen eine Nahtgruppe gezeigt, die besonders bei der Herstellung von Korsetts verwendbar ist, und die aus drei
getrennten parallelen Nähten besteht, von denen die beiden äußeren aus Doppelsteppstichen
und die innere aus Kettenstichen besteht.
Um drei oder mehrere parallele Doppelsteppstichnähte
in einem einzigen Arbeitsgang mit einer Maschine wie bisher zu erzeugen, waren bei den bekannten Maschinenkonstruktionen
gewisse Nachteile unvermeidlich, wodurch die Herstellungskosten des Fabrikats erhöht und die Lage der herstellbaren
Nähte beschränkt wurde, da jede der drei Nähte einen Unterfadenvorrat in Form einer
kleinen Spule voraussetzte, welche häufig ausgewechselt werden mußten. Die Möglichkeit
des Auswechselns brachte eine verwickelte Bauart mit sich.
Bei Nähmaschinen zur Ausführung von drei oder mehreren parallelen Doppelsteppstichnähten
in einem einzigen Arbeitsgang' ist die Stichbildungsvorrichtung auf die Benutzung
von Greifern beschränkt, die in einer gemeinsamen Ebene betätigt werden. Nach der vorliegenden
Erfindung kann man die Greifer ebenso anordnen, es ist aber vorzuziehen, Greifer zu wählen, die bei zwei vollständigen
Betätigungen auf einen vollständigen Stichbildungsvorgang der Nadelstange ihre Bewegungen
in Ebenen ausführen, . welche eine Auswechselung der Spulen ohne Komplikation oder Behinderung durch die Einrichtung zur
Bildung der mittleren (inneren) Näht ermöglichen.
Die vorliegende Maschine kann vorteilhaft für alle solche Arbeiten benutzt werden, bei
denen der zu nähende Gegenstand mit Ketten-Stichen und Steppstichen benäht werden darf,
und es wird so die kostspieligere, nur für Steppstiche eingerichtete Dreinadelkonstruktion
vermieden. Weiter kann die vorliegende Maschine mit einer Geschwindigkeit betrieben
werden, die doppelt so groß ist als die der bisher in den Handel gekommenen Dreinadel-Steppstichmaschinen.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Maschine beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist eine vordere Seitenansicht, teilweise
im Schnitt;
Fig. 2 ist eine Ansicht der Maschine nach Fig. ι von unten;
Fig. 3 ist ein Grundriß des vorderen Endteiles der Grundplatte;
Fig. 3 a zeigt den Stoffschieber;
Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie x-x von Fig. 3 ;
Fig. 5 ist die Darstellung eines genähten Arbeitsstückes, zu dessen Herstellung die Maschine
besonders geeignet ist;
Fig. 6 zeigt die Fadengeberanordnung.
ι ist die Grundplatte der Maschine, 2 der Maschinenständer mit dem Maschinenarm 3.
4 ist die Maschinenantriebswelle mit dem Schwungrad 5. Die Welle 4 ist mit der
Greiferantriebswelle 6 durch das Gestänge 7 verbunden. Die Vorschubvorrichtung ist von
bekannter Bauart und bedarf keiner besonderen Beschreibung. Die Nadeln 21 führen
Vorschubbewegungen aus,, deren Schwingweite den A^orschubbewegungen des Stoffschiebers
12 entspricht.
31 und 32 sind die rechts und links gelegenen Doppelsteppstichgreifer, deren jeder mit
einem feststehenden Spulengehäuse 33 verse-
*5 hen ist, das wiederum die Spule 34 umschließt.
Die Spulengehäuse werden gegen Drehung durch Ansätze 35 gehalten (von denen einer
nur in Fig. 4 zu sehen ist), die von der Unterseite der Stichplatte 36 abwärts führen und in
die Aussparungen 25 der Spulengehäuse eingreifen. 37 und 38 sind die Greiferwellen
der Greifer 31 und 32. Die Greiferwellen sind in den Böcken 39 bzw. 40 gelagert,
deren einer Arm mittels der Klemmverbindung 41 auf den Buchsen 42 sitzt.. Der andere
Arm der Böcke ist gegen zufällige Verschiebung durch in die Grundplatte 1 eingeschraubte
Schrauben 45 gesichert.
Die Greiferwellen 37 und 38 sind mit der Greiferantriebswelle 6 durch die Schraubenräder
46 und 47 verbunden, die von der Greiferantriebswelle 6 getragen werden und mit den Schraubenrädern 48 und 49 auf den entsprechenden
Greiferwellen 37 und 38 in Eingriff stehen. Die Übersetzung der Schraubenräder
ist wie 1:2, so daß jeder Greifer zwei Umdrehungen auf einen vollständigen
Auf- und Abwärtsgang der Nadelstange ausführt.
50 ist ein von der Greiferantriebswelle 6 - getragenes Exzenter, das von einem Exzenterbügel
51 umfaßt wird, der mit einem Lager 52 versehen ist, das gegen die Drehungsebene des
Exzenters geneigt ist. In diesem Lager ist
4S eine Stange 53 gelagert, die den fadenführen-,
den Kettenstichgreifer 54 trägt. Das andere Ende der Stange ist mittels der Schraubenzapfen
55 an gabelförmigen Lappen 56 der Gleitbuchse 57 befestigt, welche auf dem Zapfen
58 sitzt, der von einem Hängebock 59 getragen wird, welcher mittels Schrauben 60
an einem ortsfesten Teil des Nähmaschinenrahmens befestigt ist. Der fadenführende
Kettenstichgreifer 54 besitzt ein Blatt mit der üblichen Fadenöse an der Spitze, während
sein anderes Ende mit dem Fadenführer 61 versehen ist, durch den der Kettenstichgreiferfaden
zur Fadenöse geführt ist. Der Exzenterbügel 51 ist zwischen den Flanschen 62
angeordnet, die von dem Exzenter 50 getragen werden.
63 ist ein Nadelfadenschleifenschutz (Fig. 3), der von dem Kettenstichgreifer 54
getragen wird;. zwischen diesem und dem Fadenschutz geht die Nadel bei der Bildung
der Nadelfadenschleife aufwärts, wobei der Fadenschutz dazu dient, die Bildung der
Schleife an der dem Greifer 54 zunächst liegenden Seite der Nadel zu sichern.
Aus dem Vorhergehenden ist zu ersehen, daß das Exzenter 50 auf den Greifer 54 Bewegungen
zwecks Erfassens" und Abwerf ens der Nadelfadenschleife in Richtungen überträgt,
die quer zur Welle 6 liegen, und daß das im Winkel liegende Lager 52 auf die Stange 53 derart einwirkt, daß seitliche Ausweichbewegungen
des Greifers 54 in Richtungen entsprechend der Längsrichtung der Welle 6 entstehen.
Nahezu alle, wenn nicht alle Kettenstich-Stichbildungsvorrichtungen
benutzen einen Nadelfadengeber, um die Fadenlockerung nach Eintritt des Greifers in die Fadenschleife und
bis zur Vollendung des Aufwärtsganges der Nadel zu regeln. Bei der vorliegenden Vorrichtung
wird die Regelung des Nadelfadens für die Kettenstichnaht durch die Arbeitsbewegung
des Hebels 68 ausgeführt, der bei seiner Aufwärtsbewegung die Fadenlockerung für die Doppelsteppstichnähte regelt und bei
Vollendung der Aufwärtsbewegung die Doppelsteppstiche festsetzt.
Beim Einfädeln der Nadeln werden die beiden Steppstichnadelfäden von der Fadenquelle
zu ihren Fadenklemmen 64, Spannungsvorrichtungen 65, Fadenregelungsvorrichtungen
66, Fadenöhr 67 des Fadengebers 68, Fadenführungen 69, Fadenklemmen 70, Nadelöffnungen
71 in den Ansätzen 22 und durch die entsprechenden Nadelöhre der äußeren beiden
Nadeln 21 geführt. Der mittlere Nadelfaden 72 wird von der Fadenquelle durch das
Fadenöhr 73, die Spannvorrichtung 74, die Fadenführung 75, die in dem mittels Schrauben
Jj verstellbar auf dem die Spannungsscheiben
tragenden Ansatz 78 befestigten Arm 76 ausgebildet ist, unterhalb des Fadengebers
68, durch die Fadenöffnung 79, die Fadenklemme 80 und die Nadelöffnung 81 geführt,
von welcher er durch das öhr der mitt- no
leren Nadel hindurchgeht. Der Kettenstichunterfaden 82 wird zuerst durch die Fadenspannung
83 und die Klemme 83' zum unteren Fadengeber 84, dann durch die rohrförmige
öffnung 85 zu dem von dem Kettenstichgreif er 54 getragenen Fadenführer 61 und
dann durch das Fadenöhr 86 des Greifers 54 geführt.
Die vorliegende Greiferantriebsvorrichtung läßt sich für Greifer mit oder ohne Fadenöhr
benutzen, je nachdem ein einfacher oder ein Doppelkettenstich gewünscht wird.
Wie aus Fig. 5 hervorgeht, werden die Taschen 87 für die Korsettstangen 88 durch
Annähen des Streifens 89 an den Hauptstoffteil 90 mittels dreier paralleler Nähte erhalten,
die in einem einzigen Arbeitsgang ausgeführt werden. Bisher waren die Nähte entweder
aus Steppstichen oder aus Kettenstichen gebildet, die letzteren wurden bei einfacheren,
billigeren Korsetts benutzt, die ersteren bei der Herstellung der besseren Sorten. Bei den
letzteren war die Anwendung von drei Steppstichnähten eine Notwendigkeit, da bisher
keine Maschinen bekannt waren, die die innere Kettenstichnaht α in Verbindung mit den äußeren
Steppstichnähten b und c in einem Arbeitsgang ausführen konnten. Es ist ersichtlich,
daß eine Kettenstichnaht, die so liegt, daß die ■hervortretenden Teile des Fadens gegen
starken Verschleiß geschützt sind, wie dies bei der Kettenstichnaht α durch die Taschen 87
und die Stangen 88 der Fall ist, ebenso dauerhaft wie die Steppstichnaht und in bezug auf
die Herstellungskosten und die Bequemlichkeit beim Arbeiten vorzuziehen ist; demgemäß
werden bei der Anwendung der vorbeschriebenen Gruppe, bestehend aus einer Kettenstich-
und zwei Steppstichnähten, die Kosten erheblich verringert, und es wird die Näharbeit vereinfacht.
Claims (2)
1. Mehrnadelnähmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere umlaufende
Doppelsteppstichgreifer mit entsprechenden Nadeln zusammenarbeiten, um eine oder mehrere Doppelsteppstichnähte
herzustellen, und gleichzeitig ein Kettenstichgreifer mit einer besonderen Nadel zusammenarbeitet, um eine Kettenstichnaht
herzustellen.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger
Fadengeber (Hebel 68) die durch seine Ösen gezogenen Nadelfäden für die Ausführung
der Steppstichnähte und gleichzeitig bei seinem Abwärtsgang den unter ihm hindurchgeführten Nadelfaden für die
Bildung der Kettenstichnaht beeinflußt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB191511252T | 1915-08-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=32675943
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT296096D Active DE296096C (de) | 1915-08-04 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE296096C (de) |
| GB (1) | GB191511252A (de) |
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-
1915
- 1915-08-04 GB GB191511252D patent/GB191511252A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB191511252A (en) | 1916-01-13 |
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