DE296096C - - Google Patents

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DE296096C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B1/00General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
    • D05B1/08General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making multi-thread seams
    • D05B1/14Combined or alternative chain-stitch and lock-stitch seams
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B73/00Casings
    • D05B73/005Doors or covers for accessing inner parts of the machine; Security devices therefor
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2303/00Applied objects or articles
    • D05D2303/12Rigid objects

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 296096 KLASSE 52 a. GRUPPE
THE SINGER MANUFACTURING COMPANY in ELIZABETH, New Jersey, V. St. A.
Mehrnadelnähmaschine.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. August 1915 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Nähmaschinen und betrifft'im besonderen eine Maschine, welche in einem einzigen Arbeitsgang gleichzeitig Doppelsteppstich- und Kettenstichnähte erzeugen kann. Zur Veranschaulichung der Erfindung ist in der nachstehenden. Beschreibung und den Zeichnungen eine Nahtgruppe gezeigt, die besonders bei der Herstellung von Korsetts verwendbar ist, und die aus drei getrennten parallelen Nähten besteht, von denen die beiden äußeren aus Doppelsteppstichen und die innere aus Kettenstichen besteht.
Um drei oder mehrere parallele Doppelsteppstichnähte in einem einzigen Arbeitsgang mit einer Maschine wie bisher zu erzeugen, waren bei den bekannten Maschinenkonstruktionen gewisse Nachteile unvermeidlich, wodurch die Herstellungskosten des Fabrikats erhöht und die Lage der herstellbaren Nähte beschränkt wurde, da jede der drei Nähte einen Unterfadenvorrat in Form einer kleinen Spule voraussetzte, welche häufig ausgewechselt werden mußten. Die Möglichkeit des Auswechselns brachte eine verwickelte Bauart mit sich.
Bei Nähmaschinen zur Ausführung von drei oder mehreren parallelen Doppelsteppstichnähten in einem einzigen Arbeitsgang' ist die Stichbildungsvorrichtung auf die Benutzung von Greifern beschränkt, die in einer gemeinsamen Ebene betätigt werden. Nach der vorliegenden Erfindung kann man die Greifer ebenso anordnen, es ist aber vorzuziehen, Greifer zu wählen, die bei zwei vollständigen Betätigungen auf einen vollständigen Stichbildungsvorgang der Nadelstange ihre Bewegungen in Ebenen ausführen, . welche eine Auswechselung der Spulen ohne Komplikation oder Behinderung durch die Einrichtung zur Bildung der mittleren (inneren) Näht ermöglichen.
Die vorliegende Maschine kann vorteilhaft für alle solche Arbeiten benutzt werden, bei denen der zu nähende Gegenstand mit Ketten-Stichen und Steppstichen benäht werden darf, und es wird so die kostspieligere, nur für Steppstiche eingerichtete Dreinadelkonstruktion vermieden. Weiter kann die vorliegende Maschine mit einer Geschwindigkeit betrieben werden, die doppelt so groß ist als die der bisher in den Handel gekommenen Dreinadel-Steppstichmaschinen.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Maschine beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist eine vordere Seitenansicht, teilweise im Schnitt;
Fig. 2 ist eine Ansicht der Maschine nach Fig. ι von unten;
Fig. 3 ist ein Grundriß des vorderen Endteiles der Grundplatte;
Fig. 3 a zeigt den Stoffschieber;
Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie x-x von Fig. 3 ;
Fig. 5 ist die Darstellung eines genähten Arbeitsstückes, zu dessen Herstellung die Maschine besonders geeignet ist;
Fig. 6 zeigt die Fadengeberanordnung.
ι ist die Grundplatte der Maschine, 2 der Maschinenständer mit dem Maschinenarm 3. 4 ist die Maschinenantriebswelle mit dem Schwungrad 5. Die Welle 4 ist mit der Greiferantriebswelle 6 durch das Gestänge 7 verbunden. Die Vorschubvorrichtung ist von bekannter Bauart und bedarf keiner besonderen Beschreibung. Die Nadeln 21 führen Vorschubbewegungen aus,, deren Schwingweite den A^orschubbewegungen des Stoffschiebers 12 entspricht.
31 und 32 sind die rechts und links gelegenen Doppelsteppstichgreifer, deren jeder mit einem feststehenden Spulengehäuse 33 verse-
*5 hen ist, das wiederum die Spule 34 umschließt. Die Spulengehäuse werden gegen Drehung durch Ansätze 35 gehalten (von denen einer nur in Fig. 4 zu sehen ist), die von der Unterseite der Stichplatte 36 abwärts führen und in die Aussparungen 25 der Spulengehäuse eingreifen. 37 und 38 sind die Greiferwellen der Greifer 31 und 32. Die Greiferwellen sind in den Böcken 39 bzw. 40 gelagert, deren einer Arm mittels der Klemmverbindung 41 auf den Buchsen 42 sitzt.. Der andere Arm der Böcke ist gegen zufällige Verschiebung durch in die Grundplatte 1 eingeschraubte Schrauben 45 gesichert.
Die Greiferwellen 37 und 38 sind mit der Greiferantriebswelle 6 durch die Schraubenräder 46 und 47 verbunden, die von der Greiferantriebswelle 6 getragen werden und mit den Schraubenrädern 48 und 49 auf den entsprechenden Greiferwellen 37 und 38 in Eingriff stehen. Die Übersetzung der Schraubenräder ist wie 1:2, so daß jeder Greifer zwei Umdrehungen auf einen vollständigen Auf- und Abwärtsgang der Nadelstange ausführt.
50 ist ein von der Greiferantriebswelle 6 - getragenes Exzenter, das von einem Exzenterbügel 51 umfaßt wird, der mit einem Lager 52 versehen ist, das gegen die Drehungsebene des Exzenters geneigt ist. In diesem Lager ist
4S eine Stange 53 gelagert, die den fadenführen-, den Kettenstichgreifer 54 trägt. Das andere Ende der Stange ist mittels der Schraubenzapfen 55 an gabelförmigen Lappen 56 der Gleitbuchse 57 befestigt, welche auf dem Zapfen 58 sitzt, der von einem Hängebock 59 getragen wird, welcher mittels Schrauben 60 an einem ortsfesten Teil des Nähmaschinenrahmens befestigt ist. Der fadenführende Kettenstichgreifer 54 besitzt ein Blatt mit der üblichen Fadenöse an der Spitze, während sein anderes Ende mit dem Fadenführer 61 versehen ist, durch den der Kettenstichgreiferfaden zur Fadenöse geführt ist. Der Exzenterbügel 51 ist zwischen den Flanschen 62 angeordnet, die von dem Exzenter 50 getragen werden.
63 ist ein Nadelfadenschleifenschutz (Fig. 3), der von dem Kettenstichgreifer 54 getragen wird;. zwischen diesem und dem Fadenschutz geht die Nadel bei der Bildung der Nadelfadenschleife aufwärts, wobei der Fadenschutz dazu dient, die Bildung der Schleife an der dem Greifer 54 zunächst liegenden Seite der Nadel zu sichern.
Aus dem Vorhergehenden ist zu ersehen, daß das Exzenter 50 auf den Greifer 54 Bewegungen zwecks Erfassens" und Abwerf ens der Nadelfadenschleife in Richtungen überträgt, die quer zur Welle 6 liegen, und daß das im Winkel liegende Lager 52 auf die Stange 53 derart einwirkt, daß seitliche Ausweichbewegungen des Greifers 54 in Richtungen entsprechend der Längsrichtung der Welle 6 entstehen.
Nahezu alle, wenn nicht alle Kettenstich-Stichbildungsvorrichtungen benutzen einen Nadelfadengeber, um die Fadenlockerung nach Eintritt des Greifers in die Fadenschleife und bis zur Vollendung des Aufwärtsganges der Nadel zu regeln. Bei der vorliegenden Vorrichtung wird die Regelung des Nadelfadens für die Kettenstichnaht durch die Arbeitsbewegung des Hebels 68 ausgeführt, der bei seiner Aufwärtsbewegung die Fadenlockerung für die Doppelsteppstichnähte regelt und bei Vollendung der Aufwärtsbewegung die Doppelsteppstiche festsetzt.
Beim Einfädeln der Nadeln werden die beiden Steppstichnadelfäden von der Fadenquelle zu ihren Fadenklemmen 64, Spannungsvorrichtungen 65, Fadenregelungsvorrichtungen 66, Fadenöhr 67 des Fadengebers 68, Fadenführungen 69, Fadenklemmen 70, Nadelöffnungen 71 in den Ansätzen 22 und durch die entsprechenden Nadelöhre der äußeren beiden Nadeln 21 geführt. Der mittlere Nadelfaden 72 wird von der Fadenquelle durch das Fadenöhr 73, die Spannvorrichtung 74, die Fadenführung 75, die in dem mittels Schrauben Jj verstellbar auf dem die Spannungsscheiben tragenden Ansatz 78 befestigten Arm 76 ausgebildet ist, unterhalb des Fadengebers 68, durch die Fadenöffnung 79, die Fadenklemme 80 und die Nadelöffnung 81 geführt, von welcher er durch das öhr der mitt- no leren Nadel hindurchgeht. Der Kettenstichunterfaden 82 wird zuerst durch die Fadenspannung 83 und die Klemme 83' zum unteren Fadengeber 84, dann durch die rohrförmige öffnung 85 zu dem von dem Kettenstichgreif er 54 getragenen Fadenführer 61 und dann durch das Fadenöhr 86 des Greifers 54 geführt.
Die vorliegende Greiferantriebsvorrichtung läßt sich für Greifer mit oder ohne Fadenöhr benutzen, je nachdem ein einfacher oder ein Doppelkettenstich gewünscht wird.
Wie aus Fig. 5 hervorgeht, werden die Taschen 87 für die Korsettstangen 88 durch Annähen des Streifens 89 an den Hauptstoffteil 90 mittels dreier paralleler Nähte erhalten, die in einem einzigen Arbeitsgang ausgeführt werden. Bisher waren die Nähte entweder aus Steppstichen oder aus Kettenstichen gebildet, die letzteren wurden bei einfacheren, billigeren Korsetts benutzt, die ersteren bei der Herstellung der besseren Sorten. Bei den letzteren war die Anwendung von drei Steppstichnähten eine Notwendigkeit, da bisher keine Maschinen bekannt waren, die die innere Kettenstichnaht α in Verbindung mit den äußeren Steppstichnähten b und c in einem Arbeitsgang ausführen konnten. Es ist ersichtlich, daß eine Kettenstichnaht, die so liegt, daß die ■hervortretenden Teile des Fadens gegen starken Verschleiß geschützt sind, wie dies bei der Kettenstichnaht α durch die Taschen 87 und die Stangen 88 der Fall ist, ebenso dauerhaft wie die Steppstichnaht und in bezug auf die Herstellungskosten und die Bequemlichkeit beim Arbeiten vorzuziehen ist; demgemäß werden bei der Anwendung der vorbeschriebenen Gruppe, bestehend aus einer Kettenstich- und zwei Steppstichnähten, die Kosten erheblich verringert, und es wird die Näharbeit vereinfacht.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Mehrnadelnähmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere umlaufende Doppelsteppstichgreifer mit entsprechenden Nadeln zusammenarbeiten, um eine oder mehrere Doppelsteppstichnähte herzustellen, und gleichzeitig ein Kettenstichgreifer mit einer besonderen Nadel zusammenarbeitet, um eine Kettenstichnaht herzustellen.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger Fadengeber (Hebel 68) die durch seine Ösen gezogenen Nadelfäden für die Ausführung der Steppstichnähte und gleichzeitig bei seinem Abwärtsgang den unter ihm hindurchgeführten Nadelfaden für die Bildung der Kettenstichnaht beeinflußt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT296096D 1915-08-04 Active DE296096C (de)

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GB191511252T 1915-08-04

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