DE29557C - Einrichtungen zur Ausübung von Druck auf Kohlen, welche in horizontalen Koksöfen mit intermittirendem Betriebe verkokt werden sollen - Google Patents

Einrichtungen zur Ausübung von Druck auf Kohlen, welche in horizontalen Koksöfen mit intermittirendem Betriebe verkokt werden sollen

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DE29557C
DE29557C DENDAT29557D DE29557DA DE29557C DE 29557 C DE29557 C DE 29557C DE NDAT29557 D DENDAT29557 D DE NDAT29557D DE 29557D A DE29557D A DE 29557DA DE 29557 C DE29557 C DE 29557C
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fritz W. lürmann in Osnabrück
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B47/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion
    • C10B47/02Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion with stationary charge
    • C10B47/12Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion with stationary charge in which the charge is subjected to mechanical pressures during coking
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B13/00Coke ovens with means for bringing and keeping the charge under mechanical pressure

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
FRITZ W. LÜRMANN in OSNABRÜCK.
Zusatz - Patent zu No. 18693 vom 22. November 1881.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juni 1884 ab. Längste Dauer: 21. November 1896.
-Wenn bei vorhandenen oder neu erbauten horizontalen Koksöfen mit intermittirendem Betriebe Druck auf die Kohlen oder Kohlenmischungen ausgeübt werden soll, so ist das ohne besondere Einrichtungen unmöglich, und diese Einrichtungen müssen auch derart sein, dafs über den Kohlen nach der Pressung und Einfüllung derselben noch der zum Abzug der Gase nöthige Raum bleibt.
Um beide Zwecke zu erreichen, werden folgende Einrichtungen getroffen:
i. Man legt das Gewölbe, Fig. 1 und 2, allein an dem Thürende, von welchem aus der Druck auf die Kohlen durch die Druckvorrichtung I mn ausgeübt wird, eventuell auch an beiden Thürenden des Ofens, wenn der Druck (wie im Patent No. 18693 vorgesehen) von beiden Seiten durch die Druckvorrichtungen Im η und /' ml n' ausgeübt werden soll, bis auf eine gewisse Länge in den Ofen, Fig. 1, oder im Ganzen, Fig. 2, höher, als es bisher lag. Es bildete bei dem Ofen Fig. 1 die Linie a-b das vorhandene Gewölbe. Nach der Umänderung bildet die Linie a-c-g-h-d-e-g^-h^-f-b die Gewölbelinie und etwa c-d-e-f die Oberkante der geprefsten Kohlenfüllung, so dafs auf der Länge der Linien g-h und g'-h1 die Gase abgezogen werden können,
In Fig. 2 bildete die Linie a-b das vorhandene Gewölbe. Nach der Umänderung bildete die Linie g-kl die Gewölbelinie' und etwa c-k-g1-/ die Oberkante der geprefsten Kohlenfüllung, so dafs auf der Länge der Linien^- h und ^1 -A1 die Gase abgezogen werden können.
2. Es wird das vorhandene Gewölbe ab, Fig. 4, allein an dem Thürende, von welchem aus der Druck durch die Druckvorrichtung auf die Kohlen ausgeübt wird, also eventuell an beiden Thürenden des Ofens, bis auf eine gewisse Länge c d und ef in den Ofen oder im Ganzen niedriger gelegt, oder es wird bei vorhandenen Oefen ein Gewölbe α c dg unter diesem an einer Seite oder an beiden Seiten angebracht, wodurch im Anfang ein Steigen der Kohlen verhindert und ein gröfserer Druck auf dieselben veranlafst wird bezw. ausgeübt werden kann.
Die Oberfläche der geprefsten Kohlenausfüllung wird etwa durch die Linie c-d-e-f bezeichnet und können die Gase auf der Länge der Linie g-h abgezogen werden.
3. Man übt in Oefen, bei welchen die Gewölbelage α b, Fig. 3, keine Aenderung erlitten hat, den im Patent No. 18693 von oben vorgesehenen Druck dadurch auf die Kohlen beim Einpressen aus, dafs man an dem oberen Theil des Schildes der Druckvorrichtung Im η und, wenn von beiden Seiten geprefst wird, auch bei P;»' nx ein entsprechend langes, passend geformtes, eisernes Horn op und ολfil, Fig. 3, dauernd oder nur während des Eindrückens
befestigt, so dafs, wenn das Schild m η und ηιΛ nl der Druckvorrichtung von vorn auf die Kohle drückt, dieses z. B. fischbauchförmig gestaltete Horn op und olpl den Druck von oben auf die Kohlen ausübt und den'Raum für den Abzug der Gase über den geprefsten Kohlen herstellt.
Man kann das Horn auch verschiebbar einrichten, so dafs der Druck ausübende Theil desselben op und ö 1^1, durch die Länge 0 q und ox ql oder einen Theil dieser Länge vergröfsert werden kann, wenn dies nöthig wird.
4. Es wird das Gewölbe ab, Fig. 5, in seiner bisherigen Lage belassen und beim Beschicken des Ofens. von einer oder von beiden Seiten in denselben ein z. B. fischbauchförmiger , eiserner Raumaussparungskörper α c d e und bc1d1el eingeführt und an der Thür oder
.den Thüren und durch die Füllöffnungen dicht unter dem Gewölbe ab des Ofens befestigt oder aufgehängt und die Kohle beim Beschicken gegen diesen Körper geprefst. Sobald nun der Ofen mit geprefsten Kohlen gefüllt ist, wird dieser fischbauchförmige Körper α c d e oder die Körper α c de und b cx d1 e\ deren eines Ende ae und be1 einen gröfseren Querschnitt hat als das andere cd und cl dx, in der Richtung des, ersteren aus dem Ofen herausgezogen und bleibt so der Kohlenkörper, von allen Seiten geprefst, im Ofen stehen, während die Gase aus dem ausgesparten Raum abgezogen werden können. Die Form und das Material dieser Raumaussparungskörper ist übrigens unwesentlich und verschieden zu wählen.
5. Man prefst die Kohlen von einer oder von beiden Seiten durch die Druckvorrichtung Imn und I1 m* η1, Fig. 1, in den Ofen und übt den im Patent No. 18693 von oben vorgesehenen Druck durch geeignete Werkzeuge, als Kratzen, Platten, Walzen oder dergleichen, aus, indem man mit denselben über die Oberfläche der durch die Druckvorrichtung eingeprefsten Kohlen ■ hin- und herfährt und so zugleich in der ganzen Länge des Ofens unter dem Gewölbe Raum zum Abzug der Gase schafft.
6. Man trifft mehrere dieser Einrichtungen zugleich, um die beabsichtigten Zwecke zu erreichen.

Claims (6)

.', ,,.Patent-Anspruch: Bei dem unter No. 18693 patentirten Verfahren der Herstellung geprefster Koks bei Anwendung horizontaler Koksöfen die Beschaffung von Raum zum Abzug der Gase:
1. durch Höherlegung gewisser Theile des Ofengewölbes an dem Thürende oder an beiden Thürenden, wo der Druck ausgeübt wird (cgh'd und eg1 A1/ in Fig. 1), oder in der Mitte (cgk'fin Fig. 2);
2. durch Niedrigerlegung gewisser Theile des Ofengewölbes an dem Thürende oder an beiden Thürenden,. Fig. 4;
3. durch Anbringung eines Homes q of, Fig. 3, an der Druckvorrichtung;
4. durch Anwendung eines Raumersparungskörpers (ac de, Fig. 5) beim Beschicken des Ofens; ' .
5. durch Ausübung von Druck auf die Oberfläche der Kohlen während der Anwendung der in Fig. 1 dargestellten Druckvorrichtungen, so dafs in der ganzen Länge des Ofens Raum über der Beschickung bleibt;
6. durch gleichzeitige Anwendung mehrerer der vorgenannten Einrichtungen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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