DE295353C - - Google Patents

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DE295353C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F31/00Making meshed-ring network from wire

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ295353 KLASSE 7d. GRUPPE
EDUARD HEUSCH in BARCELONA, Spanien.
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Drahtringgeflecht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1913 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Drahtringgeflecht, wobei die einzelnen Glieder die von ihnen eingenommene Lage bis zur Fertigstellung des Geflechtes behalten, um das Löten der Ringe einfacher, schneller und sicherer auszuführen.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß man das Geflecht in einem Tragblatt aus
ίο leicht zu durchstechendem Material fertig herstellt und es dann beseitigt. Infolge des Einsteckens der Ringe in das Halteblatt bleibt die von ihnen eingenommene Stellung bis zur Fertigstellung des Geflechtes gesichert. Sie können auf dem Blatt leicht zugeschweißt oder gelötet werden. Besteht das Blatt aus Isoliermaterial, so ist damit noch der besondere Vorteil verbunden, daß die ineinandergeflochtenen Ringe, ohne sich zu berühren, isoliert voneinander gehalten und infolgedessen durch elektrische Schweißung geschlossen wer*- den können.
Um die zur Bildung der einzelnen Ringe dienenden U-förmigen Drahtstücke aus einem fortlaufenden Draht zu bilden, die Drahtstücke durch vorher gebildete Ringe hindurchzustecken und sie der Reihe nach zu schließen, kann man die bekannten Vorrichtungen zur Herstellung von Drahtringgeflecht verwenden.
Man braucht sie nur mit Mitteln zu versehen, um das Tragblatt zwischen den Werkzeugen zu halten, die die Drahtstücke in das Blatt einstecken und. schließen, und um dem Tragblatt bzw. den Werkzeugen die erforderlichen Stellungen und Bewegungen mitzuteilen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der allgemeinen Anordnung dieser Mittel dargestellt.
Fig. ι zeigt den Aufriß,'
Fig. 2 den Grundriß,
Fig. 3 einen Teil eines Geflechtes auf dem Tragblatt in vergrößertem Maßstabe.
Von dem fortlaufenden Metalldraht 1, der absatzweise vorbewegt wird, schneidet das Messer 5 die Drahtstücke ab. Das abgeschnittene Drahtstück wird mittels Stangen 6 und des Stempels 7, dessen Ende eine Nut enthält, die als Umhüllungsfläche der äußeren Ringfläche angepaßt ist, hier also halbkreisförmig ist und den Durchmesser der zu bildenden Ringe besitzt, gegen den entsprechend gestalteten Dorn 11 U-förmig umgebogen, worauf er sich von dem Drahtstück löst und zurückzieht. Der Stempel 7 drückt dann das U-förmige Drahtstück in das Tragblatt 15. Gegenüber dem Stempel 7 ist auf der anderen Seite des Blattes 15 ein beweglicher Stempel 13 angeordnet, dessen Ende eine Nut 14 besitzt, die der des Stempels 7 gleichgestaltet ist, um die U-förmigen Drahtstücke zu schließen.
Zwischen den gegenüberliegenden Werkzeugen geht das Tragblatt 15 hindurch, das in einem Rahmen 16 befestigt ist. Er ist verschiebbar zwischen den Wangen eines Rahmens 17 eingesetzt, der'mittels Zapfen 18 in einem Support 19 schwenkbar gelagert ist. Die Zapfen stehen senkrecht zur Bewegungsrichtung der Stempel 7 und 13.
Der Support 19 kann unbeweglich angeordnet sein; in diesem Falle sind die Supporte
der Werkzeuge 6, 7, 11, 13 parallel zur Achse der Zapfen 18 verschiebbar. Umgekehrt können auch die Supporte der Werkzeuge feststehen und die Supporte 19 verschiebbar angeordnet sein. Statt den das Tragblatt aufnehmenden Support um den Zapfen 18 drehbar zu gestalten, ist es unter Umständen angebracht, die zur Aufnahme der Werkzeuge 5, 6, 7, 11 und 13 dienenden Supporte um eine Achse drehbar anzuordnen, wenn beispielsweise die Größe des Ringgeflechtes der fortwährenden Verstellung seines Supportes Schwierigkeiten oder zu großen Zeitverlust bereitet, die gewünschte Verstellbarkeit der Werkzeugsupporte dagegen die Herstellung vereinfachen oder beschleunigen würde.
Der Arbeitsgang ist folgender:
Wenn der Rahmen 17 in der in der Zeichnung dargestellten schrägen Stellung gehalten, die Werkzeuge auseinanderstehend angenommen werden und der fortlaufende Draht 1 vorgeschoben und ein der Ringlänge entsprechendes Drahtstück durch das Messer 5 abgeschnitten ist, so gehen die Stangen 6, wenn das Drahtstück zwischen Stempel 7 und Dorn 11 eingeklemmt ist, vor und biegen das Drahtstück um den Dorn, wie es in Fig. 2 bei α punktiert angedeutet ist. Dann gehen die Werkzeuge 6, 7, 11 zusammen mit dem Drahtstück bis an das Tragblatt 15, worauf die Stangen 6 stehen bleiben, während die Stange 7, indem sie weiter vordringt, das Drahtstück, wie bei b gezeichnet, in das Blatt einstößt. Der Stempel 13, der sich in entgegengesetzter Richtung vorbewegt hat, legt die Enden des Drahtstückes nach innen um, so daß es die Form eines geschlossenen Ringes annimmt. Dann gehen die Werkzeuge wieder in ihre Ruhelage zurück, während sie den Ring in dem Blatt befestigt zurücklassen.
Hierauf werden die Werkzeuge oder der Support des Tragblattes 15 in der Achsenrichtung des Zapfens 18, z. B. im Sinne des Pfeiles A verschoben, so daß bei dem folgenden Arbeitsgang ein neuer Ring auf das Blatt gebracht wird, und zwar in der gleichen senkrechten oder wagerechten Ebene wie der vorhergehende und in geeignetem Abstande der Ringteilung voneinander, bis eine Ringreihe fertiggestellt ist.
Der Rahmen 17 wird dann so um die Achse 18 verstellt, daß er eine entgegengesetzte Schrägstellung einnimmt, wie es punktiert in Fig. ι angedeutet ist, und der Rahmen 16 wird um eine Ringhöhe gehoben. Dann wird der Support des Tragblattes 15 um eine halbe j Ringteilung in dem Pfeile entgegengesetzter Richtung verschoben. Die wieder in Tätigkeit gesetzten Werkzeuge stellen dann eine neue Reihe von Ringen c her, die im entgegengesetzten Sinne geneigt sind und alle in die vorhergehenden Ringe eingeflochten sind.
Nach Herstellung der zweiten Reihe wird das Tragblatt 15 umgeschwenkt, und nachdem die relative Verschiebung wieder in Richtung des Pfeiles A stattgefunden hat, erfolgt die Bildung der dritten Reihe, deren Ringe durch die der zweiten Reihe gehen und parallel zu denen der ersten angeordnet werden.
Bei Ausführung der vierten Reihe werden die Ringe gleichzeitig mit denen der ersten und mit denen der dritten Reihe verflochten. In dieser Weise wird das Ringgeflecht vollendet.
Die Herstellung der Ringgeflechte kann auch in der Weise erfolgen, daß das Tragblatt erst nach Fertigstellung sämtlicher Reihen gleichgerichteter Drahtstücke bzw. Ringe geschwenkt wird und darauf die sämtlichen mit den ersten Reihen von Ringen sich kreuzenden und unter sich gleichgerichteten Drahtstücke bzw. Ringe am Tragblatt befestigt werden.
Das Schweißen der Ringe kann nachher entweder in gebräuchlicher Weise oder mit Hilfe eines Lötrohres oder des elektrischen Stromes "erfolgen. Das letzte Verfahren ist anwendbar, wenn das Tragblatt 15 aus Isoliermaterial, wie Papier, feuerfestem Gewebe o. dgl., besteht. Der einzelne Ring kann geschweißt werden, sobald die Werkzeuge sich nach der Ringherstellung voneinander getrennt haben, oder es kann auch eine ganze Reihe von Ringen gleichzeitig geschweißt werden.
Nach Schweißung der Ringe wird das Tragblatt zerstört.
Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform bezieht sich auf Ringgeflechte von beschränkter Länge. Ebenso leicht wäre es, ein fortlaufendes Band herzustellen, indem man ein bandförmiges Tragblatt benutzt und dieses oder einen Teil desselben auf einen schwingenden Support führt, z. B. mittels Rollen. Die Ränder des Bandes wären, um seinen Vorschub zu sichern, zu durchlochen.
Das Verfahren ist unabhängig von den Vorrichtungen, die das zur Herstellung des Ringgeflechtes nötige Zusammenwirken der einzelnen Werkzeuge und des Tragblattes sichern.

Claims (3)

110 Patent-An Sprüche;
1. Verfahren zur Herstellung von Drahtringgeflecht aus U-förmigen Drahtstücken, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit ihren offenen Enden von einer Seite aus durch ein Tragblatt (15) gestoßen und auf der entgegengesetzten Seite des Tragblattes geschlossen werden, so daß das Geflecht fest in dem Tragblatt sitzt, das durch Zerstörung beseitigt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 zum Einführen
der in sich kreuzenden Richtungen ineinandergreifenden Ringe, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragblatt (15) zwischen den gliederbildenden Werkzeugen (7, 13) um-eine feste Achse (18) geschwenkt wird.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragblatt (15) aus elektrisch isolierendem Material hergestellt ist, so daß das Schweißen der fest im Tragblatt steckenden, sich nicht berührenden Ringe auf elektrischem Wege erfolgen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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