DE2944684C2 - Vorrichtung zum Bearbeiten der Anschlußdrähte von elektrischen Bauelementen - Google Patents

Vorrichtung zum Bearbeiten der Anschlußdrähte von elektrischen Bauelementen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten der Anschlußdrähte elektrischer Bauelemente, mit einer gegenüber einer Grundplatte ortsfesten und mit einem Führungsschlitz, durch den die Anschlußdrähte nach unten in den Arbeitsbereich der Werkzeuge ragen, versehenen Gleitführung für die Bauelemente, mit einem der Gleitführung zugeordneten und durch einen Antriebsmotor betätigbaren Werkzeu?,satz aus zwei an je einem Werkzeugträger angeordneten, gegeneinander arbeitenden und die Ansclülußdrähte zwischen sich verformenden Werkzeugen und mit einem in einer zum Führungsschlitz parallelen Arbeitsbewegung hin- und herbewegbaren Schlitten, auf dem die Werkzeuge in einer zum Führungsschlitz senkrechten und mit der Arbeitsbewegung synchronen Schließbewegung gegeneinander verschiebbar angeordnet sind.
Elektrische Bauelemente verlassen die Fertigung in der Regel mit mehr oder minder geraden Anschlußdrählen, die für Verdrahtung und elektrischen Anschluß gebogen und mit sogenannten Sicken versehen sowie in der Regel abgelängt werden müssen. Dies läßt sich verhältnismäßig einfach bei zylindrischen Bauelementen durchführen, bei denen die Anschlußdrähte an den gegenüberliegenden Stirnseiten aus dem Bauelementkörper austreten, da diese Anschlußdrähte in der Regel nach einer Richtung hin abgebogen und mit gleichartigen Sicken versehen werden. Dazu sind Vorrichtungen bekannt (vgl. DE-OS 24 00 30/). bei denen die Bauelemente an beiden Anschlußdrähten in den Zahnlücken von paarweise ungeordneten, üahnradartigen Transporträdern aulgenommen werden. Mittels dieser Transporträder werden die Bauelemente an den Verformtings- und Schneidwerkzeugen vorbeieeführt.
Demgegenüber bezieht die Erfindung sich auf die Bearbeitung von Bauelementen, deren Anschlußdrähte nicht koaxial an entgegengesetzten Seiten des Bauelementkörpers austreten, sondern nebeneinander an einer
Seile des Baucleniemkorpers austreten oder bereits zu einer Seite des Bauelementkörpers hin gebogen sind. Aufgrund ihres unsymmeiTischen Aufbaus lassen solche Bauelemente sich nicht ohne weiteres kontinuierlich transportieren und Bearbeitungsstationen zuführen. Außerdem müssen die Anschlußdrähte in verschiedene Richtungen abgebogen und gesickt werden.
Eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung ist Gegenstand einer älteren, nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung (P 29 20 059.7). Bei dieser Vorrichtung werden die Bauelemente aus einem Vorratsbehälter, beispielsweise einem üblichen Vibrationsförderer, der Gleitführung aufgegeben und durch diese den Werkzeugen zugeführt, wobei die Gleitführung im Arbeitsbereich der Werkzeuge endet Die Werkzeuge führen gleichzeitig eine zum Führungsschlitz der Gleitführung senkrechte Werkzeugbewegung und eine in Richtung des Führungsschlitzes verlaufende Arbeitsbewegung aus. Werkzeugbewegung bezeichnet das Schließen und Öffnen der Werkzeuge, Arbeitsbewegung eine Bewegung von Werkzeugschlitten und damit ein gewisses Fördern der Bauelemente über eine kurze Strecke, während des Angre;rens der Bauelemente. Schließ- und Arbeitsbewegung laufen zueinander synchron als periodische Hin- und Herbewegung ab. Im Zuge der Schließbewegung werden die Anschlußdrähte der Bauelemente von den Werkzeugen erfaßt, bearbeitet und wieder freigegeben, und die Arbeitsbewegung bewirkt, daß die Bauelemente aus der Gleitführung entnommen und zu einer Abgabestelle überführt werden, wobei die Bearbeitung der Anschlußdrähte auf diesem Vorwärtshub der Arbeitsbewegung erfolgt. Der Antrieb des Schlittens gemäß der Arbeitsbewegung erfolgt durch Exzenter und Pleuel, durch eme Arbeitskurvenscheibe mit zugeordneter, am Schlitten angeordneter Rolle od. dgl. vom Antriebsmotor. Die Schließbewegung der Werkzeuge wird bei dieser Vorrichtung, von der die Erfindung ausgeht, von der Arbeitsbewegung abgeleitet, und /war dadurch, daß mit dem Werkzeugträger verbundene Steuerfinger in je einer kulissenaMigen Kurvenscheibe geführt sind.
Diese gattungsgemäße Vorrichtung hat sich an sich vorzüglich bewährt. Es ;:eigt sich in der Praxis jedoch, daß die Ableitung der Schließ- von der Arbeilsbewegung noch gewisse Unzuträglichkeiten verursacht. Einerseits ist eine sehr genaue Abstimmung und Einjustierung notwendig, damit dit Steuerung der Werkzeugträger einwandfrei und ohne Stöße erfolgt. Andererseits ist es im praktischen Einsatz derartiger Vorrichtungen notwendig, die Schließbewegung hinsichtlich Hub und Mittcnlage der Werkzeuge in Schließstellung genau einzujustieren. Eine solche Einjustierung ist beispielsweise zur genauen Einstellung der angestrebten Sickenform, bei einem Werkzeugwechsel zum Übergang zu anderen Bearbeitungsaufgaben usw. notwendig. Diese Einjustierung der Schließbewegung gestaltet sich bei der eingangs beschriebenen Vorrichtung, von der die Erfindung ausgehl, noch verhältnismäßig umständlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung so weiterzubilden, daß die Schließbewegung der Werkzeug." unter allen Umständen einwandfrei ohne Stöße oder Unstetigkeiten des Bewegungsablaufes erfolgt und daß sie sich in einfacher Weise genau einjustieren läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder Werkzeugträger eine zur Arbeitsbewegung parallele Steuerfläche aufw ,ist, deren Länge mindestens
dem Hub der Arbeitsbewegung entspricht, naß an den Steuerflächen je ein an der Grundplatte schwenkbar gelagerter Steuerhebel angreift und daß die Steuerhebel durch mindestens eine vom Antriebsmotor antreibbare Steuerkurvenscheibe betätigbar sind. Die Steuerhebel können sowohl als ein- als auch als zweiarmige Hebel ausgebildet sein und greifen vorzugsweise sowohl an den Steuerflächen als auch an der bzw. den Schließkurvenscheiben mittels Rollen (beispielsweise in Form des Außenrings eines Wälzlagers) an.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß Werkzeug und Arbeitsbewegung zwar von ein- und demselben Antriebsmotor abgeleitet werden, kinematisch jedoch voneinander separiert sind. Der Antriebsmotor erteilt in geeigneter, vorstehend erläuterter Weise dem Schlitten die Arbeitsbewegung. Der gleichzeitige Antrieb der Steuerkurvenseheibe durch den Antriebsmotor gewährleistet die notwendige Synchronisation von Arbeiis- und Werkzeugbewegung. Durch die Anordnung von Werkzeugkurvenscheibe(n) und Steuerhebeln wird erreicht, daß der Ablauf der Werkzeugbewepung unabhängig von der Arbeitsbewegung optimier·; und einjustiert werden kann. Der zeilliche Ablauf der W>;rkzeugbewegung in bezug auf die Arbeitsbewegung läßt sich durch entsprechende Formgebung der Kurven von ArbHts- und Steuerkurvenscheiben sowie der Steuerflächen an den Werkzeugträgern in weitem Maße nach Belieben gestalten. Eine genaue und unabhängige Einjustierung der Werkzeuge hinsichtlich Hub und Mittenlage in Schließstellung kann in einfacher Weise dadurch erfolyen, daß der Angriff der Steuerhebel an Steuerkurvenseheibe und/oder Steuerfläche verändert wird.
Der Antriebsmotor ist im allgemeinen, jedoch nicht notwendig für einen Drehantrieb ausgelegt. Es besteht ohne weiteres auch die Möglichkeit, die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Linearmotor anzutreiben, etwa in Form einer Zylinderkolbenanordnung, bei der die Steuerkurvenscheiben beispielsweise mit der Kolbenstange verbunden werden können.
Die Steuerflächen können einander und dem Führungsschlitz zugewandt angeordnet sein, wobei die Werk7eugträger durch eine Schließfeder zusammengehalten werden, die zugleich die Kraft für die Bearbeitung der Anschlußdrähte aufbringen muß. Zu bevorzugen ist daher, daß die Steuerflächen dem Führungsschlitz abgewandt sind und üdü ein*; die Werkzeugträger gegen die Steuerhebel auseinander haltende Öffnungsfeder vorgesehen ist. Es besteht aber auch die Möglichkeit einer Zwangsführung derart, daß die Werkzeugträger sowohl beim Öffnungs- als auch beim Schließvorgang zwangsläufig durch die Steuerhebel geführt werden. In jedem Fall ist zu bevorzugen eine Anordnung, bei der die Werkzeugträger in je einer zur Arbeitsbewegung senkrechten Schlittenführung geführt sind.
Für die Betätigung der beiden Steuerhebel durch oen Antriebsmotor bestehen verschiedene Möglichkeiten, wobei nachfolgend insbesondere von einem Drehantrieb ausgegangen wird. So kann vorteilhafterweise eine gemeinsame Steuer!.urvenscheibe von zweizähliger Drehsymmetre vorgesehen sein, die die Steuerhebel derart betätigen kann, daß je Umdrehun? der Steuerkurvenseheibe zwei Hübe der Arbehsbewegung erfolgen. Die Arbeitskurvenscheibe kann dazu entweder gleichfalls zweizählig drehsymmetrisch ausgebildet und koaxial mit der S'.euerkurvenscheibe angeordnet oder aber über ein entsprechendes Übersetzungsgetriebe angetrieben werden. Eine andere bevorzugte
Möglichkeit besteht darin, daß zur Betätigung jedes Steuerhebels eine eigene Steuerkurvenscheibe vorgesehen ist und daß die Steuerkurvenscheiben untereinander und zu einer den Schlitten antreibenden Arbeitskurvenscheibe koaxial mit der Abtriebswelle des Antriebsmotors verbunden sind.
Zur Einjustierung der Werkzeugbewegung hinsichtlich Hub und Mittenstellung unter dem Führungsschlitz bei geschlossenen Werkzeugen empfiehlt es sich, die Angriffsstellen der Steuerhebel an den Steuerflächen und/oder Steuerkurvenscheiben diesen gegenüber einstellbar einzurichten — beispielsweise dadurch, daß die Steuerhebel über entsprechende Justierscnrauben angreifen. Solche an den Steuerhebeln angeordnete Justierschrauben sind jedoch verhältnismäßig schwer von außen zugänglich. Zu bevorzugen ist daher eine ortsfeste und leicht zugängliche Justiermöglichkeit, die gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch geschaffen wird, daß die Steuerhebel an je einem an der Grundplatte schwenkeinstellbar gelagerten Lagerhebel gelagert sind. Eine Verschwenkung der Lagerhebel führt dabei zu einer entsprechenden Verschiebung der Lagerpunkte der Steuerhebel und damit zu einer Verstellung der Angriffspunkte der Steuerhebel an Steuerflächen bzw. Steuerkurvenscheiben. Die Betätigung der Lagerhebel kann in einfacher Weise mittels an Widerlagern angreifender Stellschrauben erfolgen. Besondere Maßnahmen zur Einhaltung der Stellung der Lagerhebel (durch den Stellschrauben zugeordnete Federn, Konterschrauben od. dgl.) sind möglich, in der Regel aber nicht notwendig, weil die Lagerhebel durch die an den Werkzeugträgern angreifende Schließ- bzw. Öffnungsfeder in ihrer Lage gehalten werden.
Bei der Bearbeitung der Anschlußdrähte durch Biegen und Sicken besteht ohne besondere Maßnahmen die Gefahr, daß die Anschlußdrähte durch Zugbeanspruchung im Bauelementkörper gelockert werden. Dem kann durch eine Zugentlastung der Anschlußdrähte bei der Bearbeitung begegnet werden. Dazu werden oberhalb der beiden Werkzeuge je ein die Anschlußdrähte unmittelbar unterhalb des Bauelementkörpers zwischen sich klemmender Halter bzw. Gegenhalter angeordnet, die am entsprechenden Werkzeug bzw. Werkzeugträger begrenzt beweglich gelagert und durch je eine Feder abgestützt sind, und zwar so, daß die Werkzeuge zunächst nur soweit geschlossen werden, daß Halter und Gegenhalter unter Einklemmen der Anschlußdrähte aneinander anliegen, und erst anschließend die Werkzeuge in die endgültige Schließlage bewegt werden, indem die Steuerkurvenscheiben so ausgebildet werdertdaß im der Gleitführung zugewandten (oberen) Totpunkt der Arbeitsbewegung die Werkzeugbewegung bis zur Schließung der Zugentlastungsglieder, das heißt von Halter und Gegenhalter, und die Schließung der Werkzeuge erst nach Entnahme der Bauelemente aus der Gleitführung erfolgt. Das impliziert zugleich, daß die Arbeitsbewegung sich in Durchlaufrichtung der Bauelemente über die Gleitführung hinaus erstreckt
Die Grundplatte, auf der Antriebsmotor und Schlittenführung angeordnet sind, ist vorzugsweise gegenüber der Gleitführung in Richtung der Arbeitsbewegung verstellbar am Maschinengestell gelagert. Damit besteht die Möglichkeit, den oberen Totpunkt der Arbeitsbewegung, in dem die Bauelemente von den Werkzeugen ergriffen werden, genau auf die Übergabestelle einzujustieren. Das jeweils vorderste, zu übergebende Bauelement wird beispielsweise durch eine Feder
kraftschlüssig in der Gleitführung gehalten, so daß es bis zur Übernahme durch die Werkzeuge zuverlässig gehalten ist. In der Gleitführung wird vorteilhafterweise ein Trennschieber vorgesehen, der hinter dem jeweils vordersten Bauelement eingreift und durch einen deWerkzeugträger vor Erreichen des oberen Totpunkts der Arbeitsbewegung mittels eines elastisch nachgiebigen Stellgliedes in die Gleitführung einrückbar ist. Dadurch werden eindeutige Verhältnisse bei der Übergabe geschaffen. Der Trennschieber kann durch eine Feder selbsttätig zurückgestellt werden, sobald die Werkzeuge sich nach der Übergabe aus dem Bereich der Gleitführung herausbewegen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden an der Gleitführung Führungsschienen befestigt, die sich beiderseits der Verlängerung des Führungsschlitzes und oberhalb der Werkzeuge bzw. Zugentlastungsglieder in den Bereich der Arbeitsbewegung der Werkzeuge erstrecken. Die Führungsschienen bilden zunächst eine seitliche Führung für die Bauelementkörper und wirken zugleich als Auswerfer, durch die die Bauelemente nach dem Biegen und Sicken beim öffnen der Werkzeuge aus diesen entfernt werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Bearbeiten der Anschlußdr^hte elektrischer Bauelemente in Seitenansicht.
F i g. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in Aufsicht.
Die in den F i g. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung zum Bearbeiten, wie Biegen, Sicken und Ablängen der Anschlußdrähte elektrischer Bauelemente, weist zunächst ein Maschinengestell t auf, an dem eine Gleitführung 2 in Form eines geschlossenen Kanals befestigt ist. In der Gleitführung 2 werden aus einem (nicht dargestellten) Vibrationsförderer Transistoren 3 in der Durchlaufrichtung 4 zugeführt. An der Unterseite der Gleitführung 2 ist ein Führungsschuh 5 vorgesehen, durch den die Anschlußdrähte 6 der Transistoren 3 nach unten herausragen. Die Montageebene des Maschinengestells 1 und die Gleitführung 2 sind zueinander parallel und in Durchlaufrichtung 4 nach unten geneigt, so daß die Transistoren 3 durch Schwerkraftwirkung an den Auslaß der Gleitführung 2 gelangen, wo sie durch eine an der Oberseite 2 angeordnete Feder 7 durch Reibung kraftschlüssig festgehalten werden.
An der Oberseite des Maschinengestells 1 ist eine Grundplatte 8 angeordnet und durch Haltebacken 9 seitlich geführt, so daß sie in Durchlaufrichtung 4 gegenüber dem Maschinengestell 1 und damit gegenüber der Gleitführung 2 verschiebbar ist. Am unt.ren. d. h. in Durchlaufrichtung vorderen Ende des Maschinengestells 1 ist eine Stellschraube 10 angeordnet, mit der die Position der Grundplatte 8 gegenüber der Gleitführung 2 einjustiert werden kann. Die Grundplatte 8 liegt durch Schwerkraftwirkung an der Stellschraube 10 an. An der Unterseite der Grundplatte 8 ist ein Antriebsmotor 11 angeflanscht, der durch eine entsprechende Öffnung im Maschinengestell 1 nach unten ragt und eine Antriebswelle 12 drehend antreibt.
An der Oberseite der Grundplatte 8 ist mittels Kugelgeradfühningen 13 ein Schlitten 14 in zur Durchlaufrichtung 4 paralleler Richtung verschiebbar geführt Die Hin- und Herbewegung des Schlittens 14 in Richtung der Führungen 13 wird im Rahmen der Erfindung als Arbeitsbewegung 15 bezeichnet. An der Oberseite des Schlittens 14 sind beiderseits der Verlängerung des Führungsschlitzes 5 Werkzeugträger
16 ungeordnet, die mittels Kugelgeradführungen 17 in zur Durchlaufrichtung 4 senkrechter Richtung verschiebbar geführt sind. Die Hin- und Herbewegung der Werkzeugträger >6 in Richtung der Führungen 17 zum Schließen und öffnen der Werkzeuge wird im Rahmen der Erfindung als Werkzeug^ewegung 18 bezeichnet. An den einander zugewandten Seiten der Werkzeugträger 16 sind Werkzeuge 19 befestigt, die. wenn sie geschlossen werden, zwischen sich die Anschlußdrahte 6 der Transistoren 3 in die vorgesehene Form biegen und mit einer sogenannten Sicke versehen. Außerdem sind (in den Figuren nicht dargestellte) Schneidwerkzeuge vorgesehen, mit denen die Anschlußdrähte 6 auf die vorgesehene Lange abgelängt werden. Die Schneidwerkzeuge sind unterhalb der Werkzeuge 19 und so angeordnet, daß sie erst nach dem Biegen und Sicken wirksam werden, so daß keine nachträgliche Verkürzung durch den Biege- und Sickvorgang eintritt. Oberhalb der Werkzeuge 19 ist je ein Zugentlastungsglied 20 in Form eines Halters und eines zugeordneten Gegenhalters angeordnet. Die Zugentlastungsglieder 20 sind am entsprechenden Werkzeug begrenzt, d. h. mit einem Leerweg, beweglich gelagert und durch je eine (nicht dargestellte) Feder am Werkzeug 19 bzw. am Werkzeugträger 16 abgestützt und so ausgebildet, daß :i sie die Anschlußdrähte 6 zwischen sich einklemmen, bevor die Werkzeuge 16 geschlossen werden. Zwischen den Werkzeugträgern 16 sind zwei Druckfedern 21 angeordnet, die die Werkzeugträger 16 nach außen drücken.
An rter in Durchlaufrichtung 4 vorderen, d. h der Abtriebswelle 12 zugewandten Seite ist am Schlitten 14 eine Verlängerung 22 angebracht, die eine Steuerrolle 22 tragt, die durch den Außenring eines Kugellagers gebildet ist. Die Steuerrolle 22 liegt unter Schwerkraftwirkung an einer mit der Abtriebswelle 12 drehfest verbundenen Arbeitskurvenscheibe 23 an. die bei Drehung durch den Antriebsmotor 11 dem Schlitten 14 die Arbeitsbewegung IS erteilt.
An der Oberseite der Grundplatte 8 sind ferner zwei ίο zweiarmige Steuerhebel 24 schwenkbar gelagert, die jeweils an beiden Enden Steuerrollen 25 tragen, die gleichfalls durch die Außenringe von Kugellagern gebildet sind. Die Steuerhebel 24 greifen einerseits im Ausführungsbeispiel mit den oberen Armen über die Steuerrollen 25 an Steuerflächen 26 an, die an den der Gleitführung 2 abgewandten Außenseiten der Werkzeugträger 16 vorgesehen sind. Die Steuerflächen 26 sind mit solcher Länge ausgebildet und so angeordnet, daß in jeder Phase der Arbeitsbewegung 15 die Steuerrollen 25 an den Steuerflächen 26 anliegen. Im Ausführungsbeispiel sind die Steuerflächen 26 eben und parallel zur Durchlaufrichtung 4. Die Steuerhebel 24 greifen mit den am anderen Ende angeordneten Steuerrollen 25 an je einer Steuerkurvenscheibe 27 an, die gleichfalls drehfest mit der Abtriebswelle 12 des Antriebsmotors 11 verbunden ist Durch die Steuerkurvenscheiben 27 wird bei Drehung der Abtriebswelle 12 den Werkzeugträgern 16 die mit der Arbeitsbewegung 15 synchronisierte Arbeitsbewegung 18 erteilt.
Die Steuerhebel 24 sind nicht unmittelbar an der Grundplatte 8, sondern gelenkig an je einem Lagerhebel Λ gelagert. Die Lagerhebel 28 sind bei 29 schwenkbar an der Grundplatte 8 befestigt und schwenkeinstellbar mittels je einer Stellschraube 30, die an einem mit der Grundplatte 8 fest verbundenen Widerlager 31 angreift. Im Betrieb werden die Lagerhebel 28 mit den Stellschrauben 30 durch die Wirkung der Druckfedern 21 gegen die Widerlager 31 gedruckt. Durch Betätigung der Stellschrauben 30 können die Lagerstellen der Steuerhebel 24 und damit die Schließbewegung 18 der Werkzeugträger 16 voneinander und von der Arbeitsbewegung 15 unabhängig so eingestellt werden, daß die Werkzeuge 19 genau mittig unter dem Führungsschlitz 5 und auf ein einstellbares Maß geschlossen werden.
Abweichend von der in den F i g. I und 2 dargestellten Ausführungsform kann anstelle von zwei je einem Steuerhebel 24 zugeordneten Steuerkurvenscheiben 27 auch eine einzige Steuerkurvenscheibe von zweizähliger Drehsymmetrie eingesetzt werden, deren Kontur beispielsweise der Umhüllenden der beiden in Fig. 2 dargestellten Steuerkurvenscheiben 27 entspricht. In diesem Fall führt jeder Schlitten während einer Umdrehung der Abtriebswelle 12 zwei vollständige Werkzeugbewegungen aus, so daß entsprechend die Arbeitskurvenscheibe 23 gleichfalls zweizahlig clrehsymmetrisch ausgebildet oder mit entsprechender Übersetzung angetrieben werden muß.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: In der in Fig. 1 dargestellten Funktionsstellung befinden der Schlitten 14 und damit die Werkzeuge 19 sich im oberen Totpunkt der Arbeitsbewegung 15. Aufgrund der Ausbildung der Arbeitskurvenscheibe 23 bleibt der Schlitten 14 in dieser Stellung, während die Werkzeugträger 16 mit den Werkzeugen
19 durch Steuerkurvenscheiben 27 und Steuerhebel 24 aufeinander zu bewegt werden. Durch entsprechende Einstellung der Stellschraube 10 ist dafür gesorgt, daß die Werkzeuge 19 beim Schließen genau den vordersten in der Gleitführung 2 angeordneten Transistor 3 ergreifen. Aufgrund der Formgebung der Steuerkurvenscheiben 27 werden die Werkzeugträger 16 zunächst nur soweit angenähert, daß die Zugentlastungsgliedcr
20 die Anschlußdrähte 6 des Transistors 3 zwischen sich einklemmen. In dieser Stellung bleiben die Werkzeugträger 16 aufgrund der Formgebung der Steuerkurvenscheiben 27, während der Schlitten 14 nun in Durchlaufrichtung 4 vorwärts bewegt wird. Dabei wird der Transistor 3, der durch die Feder 7 nur leicht festgehalten ist, aus der Gleitführung 2 entnommen. Nach der Entnahme des Transistors 3 aus der Gleitführung 2 werden während des Vorwärtshubes des Schlittens 14 die Werkzeuge 19 einander weiter angenähert, so daß die Anschlußdrähte 6 zunächst gebogen und mit je einer Sicke versehen und anschließend durch die (nicht dargestellten) Schneidwerkzeuge abgelängt werden. Diese weitere Annäherung der Werkzeuge 19 wird durch entsprechende Nasen 32 der Schließkurvenscheibe 27 gesteuert. Diese Annäherung kann selbstverständlich auch dadurch erreicht werden, daß an den Steuerflächen 26 der Werkzeugträger 16 entsprechende Nasen vorgesehen werden, was in den Figuren nicht dargestellt ist. Am Ende des Vorwärtshubes der Arbeitsbewegung 15 werden die Werkzeugträger 16 von den Steuerhebeln 24 freigegeben und durch die Druckfedern 21 auseinandergedrückt, so daß die Anschlußdrähte 6 freigegeben werden und der einbaufertige Transistor 3 nach unten in einen (nicht dargestellten) Auffangbehälter fällt Das Auswerfen der Transistoren 3 wird durch Führungsschienen 36 unterstützt die am Ende der Gleitführung 2 befestigt sind und sich beiderseits der Verlängerung des Führungsschlitzes 5 oberhalb der ZugentiastungsgÜeder 20 in den Bereich der Arbeitsbewegung 15 erstrecken. Anschließend wird der Schlitten im Rückhub der Arbeitsbewegung 15 zurückgeführt, so
daß die Werkzeuge 19 in geöffneter Stellung wieder an die Übergabestelle am Ende der Gleitführung 2 gelangen. Diese Bewegungsphase ist in Fig. 2 dargestellt. Wenn der Schlitten 14 den oberen Totpunkt der Arbeitsbewegung 15 erreicht hat, beginnt der beschriebene Ablauf von neuem.
In Fi g. 2 ist ein Trennschieber 33 dargestellt, der an der Gleitführung 2 schwenkbar gelagert ist und hinter dem vordersten, jeweils zu übergebenden Transistor 3 in die Gleitführung 2 eingreift. Der Trennschieber 33 ist mit einem an der Gleitführung 2 gelagerten Hebel 34 verbunden, an den ein entgegen der Kraft einer (nicht
dargestellten) Feder nach hinten, das heißt entgegen der Durchlaufrichtung * schwenkbares Stellglied 35 angeschlossen ist. Bei Annäherung des Schlittens 14 an den oberen Totpunkt wird das Stellglied 35 durch den Werkzeugträger 16 betätigt, so daß der Trennschiebe.· 33 in die Gleitführung 2 eingerückt wird, und zwar entgegen der Wirkung einer (gleichfalls nicht dargestellten) Feder, durch die der Trennschieber 33 nach Freigabe des Stellgliedes 35 beim Vorwärtshub des Schlittens 14 wieder aus der Gleitführung 2 herausgedrückt wird, so daß ein weiterer Transistor 3 durch Schwerkraftwirkung in die Überga.beposition vorrückt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Bearbeiten der Anschlußdrähte elektrischer Bauelemente, mit einer gegenüber einer Grundplatte ortsfesten und mit einem Führungsschlitz, durch den die Anschlußdrähte nach unten in den Arbeitsbereich der Werkzeuge ragen, versehenen Gleitführung für die Bauelemente, mit einem der Gleitführung zugeordneten und durch einen Antriebsmotor betätigbaren Werkzeugsatz aus zwei an je einem Werkzeugträger angeordneten, gegeneinander arbeitenden und die Anschlußdrähte zwischen sich verformenden Werkzeugen und mit einem in einer zum Führungsschlitz parallelen Arbeitsbewegung hin- und herbewegbaren Schlitten, auf dem die Werkzeuge in einer zum Führungsschlitz senkrechten und mit der Arbeitsbewegung synchronen Schließbewegung gegeneinander verschiebbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Werkzeugträger (16) eine zur Arbeitsbev^egung (15) parallele Steuerfläche (26) aufweist, deren Länge mindestens dem Hub der Arbeitsbewegung (15) entspricht, daß an den Steuerflächen (26) je ein an der Grundplatte (8) schwenkbar gelagerter Steuerhebel (24) angreift und daß die Steuerhebel (24) durch mindestens eine vom Antriebsmotor (11) antreibbare iiteuerkurvenscheibe (27) betätigbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerflächen (26) dem Führungsschlitz (5) abgewandt sind und daß eine die Werkzeugträger (16) gegen die Steuerhebel (24) auseinander haltende OCrnungsr--der (21) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch » ader 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeugträger (16) in je einer zur Arbeitsbewegung (15) senkrechten Schlittenführung (17) geführt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine gemeinsame Steuerkurvenscheibe (27) von zweizähliger Drehsymmetrie, die die Steuerhebel (24) derart betätigen kann, daß je Umdrehung der Steuerkurvenscheibe (27) zwei Hübe der Arbeitsbewegung (15) erfolgen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung jedes Steuerhebels (24) eine eigene Steuerkurvenscheibe (27) vorgesehen ist und daß die Steuerkurvenscheiben (27) untereinander und zu einer den Schlitten (14) antreibenden Arbeitskurvenscheibe (23) koaxial mit der Abtriebswelle (12) des Antriebsmotors (11) verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß die Angriffsstellen der Steuerhebel (24) an den Steuerflächen (26) gegenüber den Steuerflächen (26) einstellbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerhebel (24) an je einem an der Grundplatte (4) schwenkeinstellbar gelagerten Lagerhebel (28) gelagert sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche ί bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Werkzeuge Zugentlastungsglieder in Form von Halter und Gegenhalter angeordnet sind, die am entsprechenden Werkzeug begrenzt beweglich gelagert und durch je eine Feder abgestützt sind, und daß die Steuerkurvenscheiben (27) so ausgebildet sind, daß im der Gleitführung (2) zugewandten (oberen)
Totpunkt der Arbeitsbewegung (15) die Werkzeugbewegung (18) bis zur Schließung der Zugentlastungsglieder (20) und die Schließung der Werkzeuge (19) erst nach Entnahme der Bauelemente (3) aus der Gleitführung (2) erfolgt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (8) gegenüber der Gleitführung (2) in Richtung der Arbeitsbewegung (15) verstellbar am Maschinengestell (1) gelagert ist
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gleitführung (2) ein Trennschieber (33) vorgesehen ist, der hinter dem jeweils vordersten Bauelement (3) eingreift, und daß der Trennschieber (33) durch einen der Werkzeugträger(16) vor Erreichen des derGleitführung (2) zugewandten (oberen) Totpunkts der Arbeitsbewegung (15) mittels eines elastisch nachgiebigen Stellglieds (35) in die Gleitführung (2) einrückbar ist
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch an der Gleitführung (2) befestigte Führungsschienen (36), die sich beiderseits der Verlängerung des Führungsschlitzes (5) und oberhalb der Werkzeuge (19) bzw. Zugentlastungsglieder (20) in den Bereich der Arbeitsbewegung (15) der Werkzeuge (191 erstrecken.
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