DE294103C - - Google Patents

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DE294103C
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track
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tracks
wagons
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L13/00Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 294103 KLASSE 201 GRUPPE
Firma ERNST HESE in BEUTHEN5 O.-S.
Wechselseitige Gleissperrvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1915 ab.
Es ist bekannt, von fahrenden Wagen Streckenoder Gleisanschläge zu bewegen. Diese Bewegung von Streckenanschlägen wird gemäß der vorliegenden Erfindung für wechselseitige Gleissperr Vorrichtungen nutzbar gemacht, wobei zwei Gleise nebeneinander liegen und nach einem gemeinschaftlichen Gleise führen.
Dadurch ist es bei Gleisanlagen, wo zwei Gleise in ein gemeinschaftliches Gleis zusammenlaufen, wie es ganz besonders im Grubenbetriebe sehr oft der Fall ist, nicht mehr möglich, daß die führerlosen Wagen aneinanderfahren und so zur Entgleisung kommen. Wenn zwei Gleise unter irgendeinem Winkel gegeneinander geneigt sind, und auf beiden Gleisen gleichzeitig Wagen ein und demselben Ziele zustreben, dann müssen die Wagen am Winkelschnittpunkte aufeinanderstoßen und naturnotwendig zur Entgleisung kommen. Um dies zu verhüten, war daher bis jetzt ein Gleiswächter unerläßlich, da derselbe die Wagen des einen oder des anderen Gleises abbremsen bzw. so lange festhalten mußte, bis die Entgleisungsgefahr ausgeschaltet war. Es können nur Wagen des einen Gleises auf das gemeinschaftliche Gleis gelangen, während das andere Gleis gesperrt ist. Das gleiche ist auch bei Gleiskreuzungen der Fall. Um nun das Abbremsen und Anhalten der Wagen durch eine Person zu erübrigen, dient die wechselseitige Gleissperrvorrichtung. Selbige arbeitet vollständig selbsttätig, indem durch die Vorrichtung das eine Gleis so lange gesperrt ist, als auf dem anderen Gleis über eine bestimmte Stelle Wagen in beliebiger Anzahl abrollen, und es wird das gesperrte Gleis sofort frei, nachdem der letzte Wagen, oder wenn nur ein Wagen abläuft, dieser Wagen die Sicherungsstelle passiert hat, sodaß dann Wagen des anderen Gleises nach dem gemeinschaftlichen Gleis ablaufen können, da dann das vorher frei gewesene Gleis gesperrt wird. Zur Erreichung des angestrebten Zweckes sind Gleisanschläge angeordnet, welche von den passierenden Wagen niedergedrückt werden und dabei Hebel umlegen, die auf eine Keilfläche wirken und dadurch eine Stangenverschiebung herbeiführen, welch letztere die Sperrung des Streckenanschlages des anderen Gleises bewirkt. Die Streckenanschläge der beiden Gleise sind zweckmäßig um eine geringe Entfernung voneinander versetzt, damit, wenn Wagen gleichzeitig und gleichmäßig auf beiden Gleisen abrollen, der eine Wagen den Streckenanschlag seines Gleises früher trifft als der Wagen beim anderen Gleise, so daß dadurch in jedem Falle die sichere Blockierung des Gleises, auf welchem Wagen nicht abrollen sollen, gewährleistet ist. Die Zurückführung der Sperrstangen erfolgt zweckmäßig durch Federn oder Gegengewichte, damit, sobald der Streckenanschlag in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt, was zweckmäßig durch Gegengewichte erfolgt, sofort ein selbsttätiges Zurückkehren der Sperrstangen oder Sperrschienen in die Ursprungslage gesichert ist. Letztere erhalten daher eine geeignete Führung.
Die Sperrstange kann in eine Öffnung des gesperrten Streckenanschlages eindringen, oder es dient ein Schuh oder ein sonstiges Mittel zum Festhalten.
Die Neuerung ist in Fig. 1, 2 und 3 dar-
gestellt. Fig. 3 zeigt im Grundriß die beiden Gleise, in deren Pfeilrichtung die Wagen ankommen, sowie die Draufsicht der Anordnung. Fig. 2 zeigt den eigentlichen Mechanismus.
Fig. ι zeigt die Ausführung des Streckenanschlages.
Derselbe besteht aus den Hebeln α und δ, welehe, wie hier angedeutet, auf Wellenstümpfen sitzen können. An diesen Hebeln sitzen die Keile m und m1( so daß bei Schwingung des einen Streckenanschlages die eine oder andere Schubstange e oder f in die Bohrung w oder W1 des anderen Streckenanschlages gelangt. Die Gewichte g führen den Streckenanschlag wieder in die ursprüngliche Lage. Die beiden Hebelverbindungsstangen k und I dienen dazu, daß der Wagen nicht eher die zweite Seite freigibt, bis er die ganze Stange passiert hat.
Der Vorgang ist nun folgender: Kommt ein Wagen auf Gleis 1, so trifft er den Hebel a an der oberen Rolle und legt diese soweit um, daß die Wagenachse passieren kann. Durch dieses Umlegen des Hebels tritt der Keil m in Wirkung und verschiebt die Stange f nach der anderen Seite in die Bohrung η des anderen, aus miteinander verbundenen Hebeln gebildeten Streckenanschlages so lange, als der Wagen die Stange k nicht verlassen hat. Verläßt er die Stange k, so geht der Streckenanschlag wieder in die ursprüngliche Lage zurück und die Schubstange f ebenfalls durch die Feder i.
Dieser Vorgang wechselt, wenn der Streckenanschlag des Gleises 2 in Bewegung kommt. Auf diese Weise wird erreicht, daß Wagen stets nur entweder Gleis 1 oder Gleis 2 passieren können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Wechselseitige Gleissperrvorrichtung für ' zwei nebeneinander liegende Gleise mit in den Gleisen befindlichen Streckenanschlägen, dadurch.gekennzeichnet, daß der eine Hebelverbindung bildende Streckenanschlag des einen Gleises bei der Hebelschwingung ein Keilstück nebst Schubstange verschiebt und letztere den Streckenanschlag des änderen Gleises festlegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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