DE2931653C2 - Profilschließzylinder - Google Patents

Profilschließzylinder

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DE2931653C2
DE2931653C2 DE2931653A DE2931653A DE2931653C2 DE 2931653 C2 DE2931653 C2 DE 2931653C2 DE 2931653 A DE2931653 A DE 2931653A DE 2931653 A DE2931653 A DE 2931653A DE 2931653 C2 DE2931653 C2 DE 2931653C2
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Description

a) die die Gehäusestift- und Kernstiftbohrungen (50,52; 54,56) der einzelnen Reihen enthaltenden Längsebenen (E, F) sind unter einem gegen die Schlüsselschmalseite hin konvergierenden spitzen W.iKel (λ) gegeneinander geneigt, dessen Scheitel annähernd <ά\\ der Achse (O) des Schließzylinders zusammenfällt und dessen Winkelhalbierende annähernd -nit der durch die Achse (O) verlaufenden Symmetrieebene (S) des Schließzylinders zusammenfällt
b) das Querschnittsprofil des Flachschlüssels (26) ist an der Schmalseite unter Bildung einer Längsausnehmung (42) verzweigt und der Schließzylinderkern (20) weist eine in die Längsausnehmung (42) zwischen den Profilzweigen eingreifende Füllrippe (44) auf.
c) die Steuerflächen (68c, 70ς) der Schlüsselkerben (68, 70) an dem jeweiligen Profilzweig sind durch ein spanabhebendes Werkzeug (Scheibenfräser 74, Prisma 72) gebildet, dessen Bewegung im wirksamen Arbeitsbereich im wesentlichen senkrecht zu der jeweiligen Längsebene (E, F) gerichtet ist, wobei zumindest bei der Bildung eines Teils dieser ^o Steuerflächen (68c, 70c) gleichzeitig Blindkerben in dem jeweils anderen Profilzweig des Flachschlüssels (26) gebildet werden.
2. Profilschließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsebenen (E, F) miteinander einen Winkel (α) von weniger als 40°, vorzugsweise weniger als 30°, einschließen.
3. Profilschließzylinder nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flachschlüssel (26) in einem achsnormalen Querschnitt betrachtet in einem der Schmalseite (38) nahen Bereich (40) durch zu der Schmalseite (38) hin divergierende Seitenflächenbereiche (32a, 34a^ verdickt und der Schlüsselkanal (22) dementsprechend erweitert ist.
4. Profilschließzylinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die divergierenden Seitenflächenbereiche (32a, Ma) annähernd parallel zu den zugehörigen Längsebenen (E, F) sind.
5. Profilschließzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich der der Schmalseite (38) nahe Bereich (40) der Verdickung über höchstens 30%, vorzugsweise höchstens 20% der Breite der Schlüsselseitenflächen (32,34) erstreckt
6. Profüschließzyünder nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale Verdickung des Flachschlüssels (26) höchstens 35%, vorzugsweise 30% gegenüber der Dicke des Einhüllrechtecks des Flachschlüssels in seinem nicht verdickten Bereich beträgt
7. Profilschließzylinder nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsflächen (46, 48) der Längsausnehmung (42) zu den jeweils zugehörigen divergierenden Seitenflächenbereichen (32a, 34a,) des Flachschlüssels im wesentlichen parallel sind.
Die Erfindung betrifft einen Profilschließzylinder umfassend ein Schließzylindergehäuse mit Hahn-Profil und einen in einer Bohrung des Schließzylindergehäuses drehbar gelagerten ScvJießzylinderkern mit einem für die Aufnahme eines Flachschlüssels ausgebildeten Schlüsselkanal, wobei in dem Profilsack des Schließzylindergehäuses und in dem Schließzylinderkern in zwei benachbarten Längsebenen jeweils in einer Reihe hintereinander auf die Schmalseite des Schlüsselkanals hin gerichtete Gehäusestift- und Kernstiftbohrungen für die Aufnahme von federbelasteten Zuhaltungsstiftpaaren vorgesehen sind, deren Kernstifte an ihren radial inneren Enden mit zwei in benachbarten Schmalseitenbereichen des Flachschlüssels angeordneten Kerbreihen zusammenwirken, wobei weiter die Zuhaltungsstiftbohrungen der beiden Reihen in Längsrichtung des Schließzylinderkerns gegeneinander versetzt sind und wobei schließlich die Steuerflächer der Kerben des Flachschlüssels im wesentlichen senkrecht zu der jeweiligen, die Zuhaltungsstiftpaare aufnehmenden Längsebene stehen.
Unter einem »Flachschlüssel« soll insbesondere ein Schlüssel verstanden werden, bei dem das Breite: Dicke-Verhältnis des achsnormalen Schlüsselschafteinhüllquerschnitts von etwa 2,5 :1 bis etwa 3,2 :1 ist (siehe auch Hron »Schloßkonstruktionen«, Rudolf Bohmann, Industrie und Fachverlag, Heidelberg, Wien, 1952, Seite 104, zweiter Absatz).
Ε·η solcher Profilschließzylinder ist aus der deutschen Auslegeschrift 25 33 494 bekannt Dabei sind die die Gehäusestift- und Kernstiftbohrungen der einzelnen Reihen enthaltenden Längsebenen zueinander und zu einer die Achse des Schließzylinders enthaltenden Symmetrieebene des Schließzylinders parallel. Die Steuerflächen des Flachschlüssels werden in Kopierfräsverfahren mit von beiden Seiten des Flachschlüssel arbeitenden Fingerfräser mit planer Stirnfläche und quer zur Schlüsselflachseite liegender Fräserwelle erzeugt, welche die entsprechenden Kerben beidseitig in den massiv ausgebildeten Schlüsselschaft einfräsen. Diese Art der Herstellung der Steuerflächen ist für den befugten Ersthersteller der Schlüssel aufwendig. Für den unbefugten Nachahmer ist die Herstellung der Schlüssel zwar erschwert aber praktisch doch möglich, weil es bei der Einzelnachahmung der Schlüssel durch
Unbefugte bekanntlich auf ein besonders rationelles Arbeiten nicht im gleichen Maße ankommt, wie bei der serienmäßigen Schlüsselfabrikation des Erstherstellers.
Weiterhin ist es bei der bekannten Ausführungsform unschwer möglich aus der Lage der Schlüsselkerben Rückschlüsse auf die Lage der Zuhaltungsstiftpaare im SchlieBzylinder zu ziehen etwa dann, wenn bei einer Schließanlage ein Unbefugter sich anhand eines untergeordneten Schlüssels Zugang zu einem übergeordneten SclJießzylinder verschaffen will, der nur durch einen zugehörigen übergeordneten, dem Unbefugten nicht zur Verfügung stehenden Schlüssel sperrbar ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen ProFilschließzylinder der vorausgesetzten Gattung so auszubilden, daß unter Erhaltung erheblicher Schwierigkeiten bei unbefugter Nachahmung des Schlüssels dieser fabrikmäßig leichter hergestellt werden kann und die Ziehung von Rückschlüssen aus der Lage der Schlüsselkerben am Schlüssel auf die Lage der Zuhaltungsstiftpaare im Schließzylindsr erschwert ist
Zur Lösung dieser Aufgabe dient die Kombination folgender Merkmale:
a) Die die Gehäusestift- und Kernstiftbohrungen der einzelnen Reihen enthaltenden Längsebenen sind unter einem gegen die Schlüsselschmalseite hin konvergierenden spitzen Winkel gegeneinander geneigt, dessen Scheitel annähernd mit der Achse des Schließzylinders zusammenfällt und dessen Winkelhalbierende annähernd mit der durch die Achse verlaufenden Symmetrieebene des Schließzylinders zusammenfällt
b) Das Querschnittsprofil des Flachschlüssels ist an der Schmalseite unter Bildung einer Längsausnehmung verzweigt und der Schließzylinderkern weist eine in die Längsausnehmung zwischen den Profilzweigen eingreifende Füllrippe auf.
c) Die Steuerfläche der Schlüsselkerben an dem jeweiligen Profilzweig sind durch ein spanabhebendes Wenczeug (Scheibenfräser, Prisma) gebildet, dessen Bewegung im wirksamen Arbeitsbereich im wesentlichen senkrecht zu der jeweilige,! Längsebene gerichtet ist wobei zumindest bei der Bildung eines Teils dieser Steuerflächen gleichzeitig Blindkerben in dem jeweils anderen Profilzweig des Flachschlüssels gebildet werden.
Bei der erfindungsgemäCen Ausbildungsform ist die Herstellung der Steuerflächen der Schlüsselkerben für den fabrikmäßigen Ersthersteller der Schlüssel bei entsprechender maschineller Einrichtung mit relativ unempfindlichen und lange Standzeiten aufweisenden Werkzeugen wie Scheibenfräsern sowie Räum-, Hobeloder Feilwerkzeug^ verhältnismäßig einfach. Gleichwohl stehen Einrichtungen dieser Art, bei denen dis Werkzeuge in durch die Lage der Längsebene definierten besonderen Stellungen und Einstellwinkeln einjustiert werden müssen, der Massf potentieller unbefugter Nachahmer nicht ohne weiteres zur Verfügung. Die Erzeugung der Blindkerben erleichtert dabei die fabrikmäßige Herstellung, weil die Größe der Werkzeuge und ggf. deren Hub nicht durch den Zwäng zur Vermeidung von Einschnitten in den jeweils anderen Profilzweig beschränkt sind. Andererseits ergeben die Blindkerben zwischen den steuernden Kerben in dem jeweiligen Profilzweig ein Verwirrendes Bild, welches das Ziehen von Rückschlüssen auf die Lage der Zuhaltungsstiftpaare im Schloß erschwert
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Profilschließzylinders ist darin zu sehen, daß die zur Bohrung der Gehäusestiftbohrungen eingesetzten Bohrnadeln annähernd senkrecht auf der Außenumfangsfläche des Schließzylindergehäuses angesetzt werden können, da ja die diese Gehäusestiff.bohrungen enthaltenden Längsebenen durch die Achse des Schließzylinders gehen.
Durch die Anordnung der Längsebenen in der Weise, daß die Winkelhalbierende des von ihnen eingeschlossenen spitzen Winkels annähernd mit der durch die Achse des Schließzylinders verlaufenden Symmetrieebene zusammenfällt läßt sich der Neigungswinkel der Längsebenen trotz der Gehäusegestaltung mit Hahn-Profil verhältnismäßig groß gestalten, ohne daß die Gehäusestiftbohrungen die Begrenzungsflächen des Profilsacks anschneiden oder übermäßig schwächen. Die Größe dieses Winkels ist bestimmend für die Größe des Abstands der Kerbenreihen in den beiden Profilzweigen. Diesen Abstand gr-S zu halten ist erwünscht irr. Hinblick auf eine verringerte gegenseitige Beeinflussung von steuernden Kerben und Blindkerben im jeweiligen Profilzweig bei gegebenem Abstand der Zuhaltungsstiftpaare in Richtung der Achse des Schließzylinders. Man kann deshalb den Abstand der Zuhaltungsstiftpaare in den einzelnen Längsebenen ohne Gefahr der störenden gegenseitigen Beeinflussung von steuernden Kerben und Blindkerben gering halten, was wiederum erwünscht ist um bei gegebener Länge des Profiischließzylinders eine möglichst grjße Anzahl von Zuhaltungsstiftpaaren in jeder Längsebene unterbringen zu können. Die im Hinblick auf die Füllrippe notwendige Längsausnehmung in der Schmalseite des Flachschlüssels bereitet in der fabrikmäßigen Schlü—elherstellung keine Schwierigkeiten, erschwert aber die unbefugte Schlüsselnachfertigung erheblich.
Aus der britischen Patentschrift 5 17 655 ist es bekannt, bei einem Profilschließzylinder den flachschlüssel mit einer oder zwei zusätzlichen Profilzweigen seitlich der Hauptkerbenreihe auszuführen und die ggf. gekt.ibten Profilzweige zur Steuerung zusätzlicher Zuhaltungsstiftpaare zu verwenden, welche in entsprechend der Neigung der Profilzweige gelegton Längsebenen angeordnet sind. Dabei wird aber darauf geachtet, beim Einschneiden der Haüptkerben ein Anschneiden des bzw. der Profilzweige gerade zu vermeiden, so daß zum einen die fabrikmäßige Herstellung der Schlüssel durch Einschränkung des Scheibenfräserdurchmessers erschwert ist und andererseits das Bild der Kerbenreihen nicht durch Blindkerben verzerrt und damit unübersichtlich wird. Die Erschwerung der Rückschlußmnglichkeit auf die Lage der Zuhal'jr.gsstiftpaare im Schließzylinder, welcher erfindungsgemäß angestrebt wird, wird also hier nicht erreicht, offenbat weil man von den 3iJndkerben Störungen in der Steuerung der Zuhaltungsstiftpaare erwartet hat und vermeiden wollte. Zwischen der Hauptkerbenreihi und den Profilzweigen ergibt sich auch bei dieser Ausführungsform eine Längsausnehmung, in welche eine Füllrippe des Schließzylinderkerns eingreift Indessen besteht bei dieser Ausführungsform im Hinblick auf eine gättungsfremde Gestalt des Schließzylindergehäuses nicht das Problem der Unterbringung von Zuhaltungsstiftpaaren in einem räumlich beengten Profilsack, so daß diese Schrift auch keine Anregung zu der symmetrischen Anordnung der Längsebenen in bezug auf die Symmetrieebene des
• ι-ί
• Schließzylinders geben konnte.
Aus der deutschen Gebrauchsmüsterschrift 78 18 276 ist es bei einem Rundzylinder bekannt, Zuhaltungsstiftpaarc, welche in bezüglich der Symmetrieebene symmetrisch angeordneten Längsebenen untergebracht s sind, durch Ausnehmungen in einer nicht verzweigten Schlüsselschmalseite eines Flachschlüssels zu steuern, wobei aber Weder eine Längsausnehmung mit komplex mentärer Füllrippe noch Blindkerben vorgesehen sind. Im übrigen ist es aus der deutschen Patentschrift to 3 73 825 schon sehr lange bekannt, bei Profilschließzylindern mit Rundschlüsseln Zuhaltungsstiftpaare in einer Mehrzahl von gegeneinander geneigten und symmetrisch in bezug auf eine Symmetri<*ebene angeordneten Längsebene anzuordnen.
Aus der schweizerischen Patentschrift 1 62 691 ist es zum Aufbau von Schließanlagen aus Schließzylindern mit !CreizEchiüsse! bekannt, ühergeordnete und untergeordnete Schlüssel mit Kerben unterschiedlicher Kerbentiefe auszuführen, wobei beim untergeordneten Schließzylinder das dieser Kerbe zugeordnete Zuhaltungsstiftpaar entfällt, so daß die dem entfallenen Zuhaltungsstiftpaar entsprechende Kerbe am untergeordneten Schlüssel als »Bündkerbe« angesprochen werden kann.
Aus der schweizerischen Patentschrift 2 60 517 ist ein Schließzylinder bekannt, bei dem in den Seitenflächen eines Flachschlüssels in Achsrichtung des Flachschlüssels längliche Kerben zur Steuerung von Zuhaltungsstiftpaaren angeordnet sind. Die Länge der Kerben übersteigt das zur Steuerung der Zuhaltungsstiftpaare erforderliche Maß erheblich, so daß es nicht möglich ist, aus der Lage der Kerben am Schlüssel Rückschlüsse auf die Lage der Zuhaltungsstiftpaare im Schließzylinder zu ziehen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Untersnaprüchen. Die im Anspruch 2 angegebenen Winkelmaße tragen dem Wunsche Rechnung, daß die in den Längsebenen angeordneten Gehäusestiftbohrungen die Seitenwände des Profilsacks weder anschneiden noch übermäßig schwächen.
Durch die Maßnahme des Anspruchs 3 wird unter Erhaltung geringer Masse des Flachschlüssels den Profilzweigen mehr »Fleisch« vermittelt so daß die Steuerflächen verbreitert und deren Abnutzung im Gebrauch reduziert wird. Überdies wird die unbefugte Nachahmung des Schlüssels durch diese von üblichen Flachschlüsseln abweichende Form weiter erschwert
Auch die Maßnahme des Anspruchs 4 dient dem Ziele, für die Erdung der Steuerfläche in den so Profilzweigen ausreichendes Fleisch am Flachschlüssel zur Verfügung zu stellen.
Die Maßnahmen der Ansprüche 5 und 6 ziehen darauf ab, eine handliche Schlüsselform zu erhalten, die sich zum Tragen in Kleidungstaschen ohne Druck auf die angrenzenden Körperteile des Trägers eignet Weiter wird durch die Maßnahme des Anspruchs 5 erreicht, daß in den parallel bleibenden Bereichen der Schlüsselseitenflächen ausreichend Platz für herkömmliche Führungs- und/oder Sperrippen zur Verfugung steht
Die Maßnahme des Anspruchs 7 ist vorteilhaft im Hinblick auf eine Optimierung mit dem Ziele ausreichender Breite der Steuerflächen und ausreichender Größe der Längsausnehmung bei gegebener Gesamtabmessung des Schlüsselschaftquerschnitts und geforderter Mindeststabilität des Schlüssels.
Die Figuren erläutern die Erfindung anhand eines Ausfuhrungsbeispiels. Es stellt dar
Fig. 1 einen achsnormalen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Profilschließzylinder längs Linie 1-1 der F ig. 3;
Fig.2 einen achsnormalen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Profilschließzylindef längs Linie II-ilderFig.3;
Fig.3 einen achsparallelcn Schnitt durch den erfindürigsgemäßen Profilschließzylinder längs Linie iii-iiiderFig.ti
Fig.4 eine Seitenansicht eines Flachschlüssels für den Profilschließzylinder gemäß F i g. 1 bis 3 in Pfeilrichtung IV der F i g. 6;
F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der F i g. 4; F i g. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der F i g. 4 und
Fig.7 einen Scheibenfräser zum Einfräsen von Kerben im Schlüssel gemäß F i g. 4 bis 6.
In F i g. 1 erkennt man einen Profilschließzylinder mit einem Zylindergehäuse 10, welches als Hahn-Profil ausgebildet ist Das in F i g. 1 dargestellte Hahn-Profil mit dem zylindrischen Profilteil 12 und dem Profilsack 14 ist maßstabgetreu dargestellt Das Schließzylindergehäuse 10 weist eine Gehäusebohrung 16 mit einer Innenumfangsfläche 18 auf. In die Gehäusebohrung 16 ist ein Schließzylinderkern 20 drehbar eingesetzt Der Schließzylinderkern 20 weist einen Schlüsselkanal 22 auf. In diesem Schlüsselkanal 22 ist der Schaft 24 eines Flachschlüssels 26 eingesetzt Der nachschlüssel 26 ist im Einzelnen in F i g. 4 bis 6 dargestellt Der Schaft 24 ist wie aus den F i g. 4 bis 6 zu ersehen mit längsverlaufenden Sperr- und Führungsrippen 28 und dazwischen verlaufenden Sperr- und Führungsnuten 30 versehen. Die eine Seitenfläche des Flachschlüssels 24 ist mit 32, die andere mit 34 bezeichnet Die Seitenflächen 32 und 34 sind durch eine Rückenfläche 36 und durch eine Schlüsselschmalseite 38 miteinander verbunden. Die Flächen 36 und 38 sind wie aus F i g. 5 und 6 zu ersehen schmäler als die Seitenflächen 32 und 34, so daß von einem Flachschlüssel gesprochen werden kann. Der Flachschlüssel weist angrenzend an die Schlüsselschmalseite 38 einen schmalseitennahen Bereich 40 auf, welcher durch Seitenflächenbereiche 32a und 34a definiert ist Die Breite des schmalseitennahen Bereichs 40 entspricht etwa 20% der Gesamtbreite der Schlüsselseitenflächen 32 und 34. Die schmalseitennahen Seitenflächenbereiche 32a und 34a schließen miteinander einen Winkel « von ca. 30° ein. Zwischen den schmalseitennahen Seitenflächenbereichen 32a und 34a ist in die Schmalseite 38 des Schlüsselschafts 24 eine V-förmige Längsausnehmung 42 eingelassen. Dadurch ist im schmalseitennahen Bereich 40 ein V-förf:ges Verzweigungsprofil gebildet
Wie man aus Fig.2 ersieht, greift in die V-förmige Längsausnehmung 42 des Schlosselschafts 24 eine Füllrippe 44 ein, welche aus dem den Schlüsselkanal 22 begrenzenden Material des Zylinderkerns 20 gebildet ist Diese Füllrippe 44 ist komplementär zu der Längsausnehmung 42 des Schlüsselschafts 24 gemäß den F i g. 5 und 6. Die Begrenzungsflächen 46 und 48 der Längsausnehmung 42 sind parallel zu den Seitenflächenbereichen 32a bzw. 34a. Die maximale Dicke des Schlüsselschafts ist wie aus Fig.5 und 6 zu ersehen, im schmalseitennahen Bereich 40 nicht größer als die Dicke des Schlüsselgriffs und etwa um 30% größer als die maximale Dicke des Schlüsselschafts 24 außerhalb des schmalseitennahen Bereichs 4ö.
Wie aus F i g. 1 zu ersehen, sind in dem Profilsack 14 Gehäusestiftbohrungen 50, 52 vorgesehen. Zu den Gehäusestiftbohrungen 50 gehören Kernstiftbohrungen
54; zu den Gehäusestiftbohrungen 52 gehören Kernstiftbohrungen 56. in der Ruhestellung bei abgezogenem Schlüssel fluchten die Gehäusestiftbohrungen 50,52 mit den Kernstiftbohrungen 54, 56 unter Bildung von Zuhaitungsstiftbohrungen. Die Gehäusestiftböhrungen S 50,52 enthalten Gehäusestifte 58, 60, die Kernstiftbohrungen 54, 56 enthalten Kernstifte 62, 64. Die Gehäüaestifte 58 und die Kernstifte 62 bilden zusammen je ein Zuhaltungsstiftpaai" 58, 62; die Gehäusestifte 60 und die Kernstifte 64 bilden zusammen je ein Zuhaltungsstiftpaar 60, 64. In Fig.! betrachtet liegen eine Mehrzahl von Zuhaltungsstiftpaaren 58 und 62 und eine Mehrzahl von Zuhaltungsstiftpaaren 60, 64 senkrecht zur Zeichenebene hintereinander. Die Zuhallungsstiftpaare 58, 62 liegen in einer Längsebene E; die Zuhaltungsstiftpaare 60, 64 liegen in einer Längsebene F. Die beiden Längsebenen Fund Fschneiden sich in der Zylinderkernachse O. die auch als Längsachse des ProilischiieBzyiinders zu versienen isL Die Ebenen L und Fsind symmetrisch beiderseits der Symmetrieebene 5 des Profilzylinderschlosses angeordnet und schließen miteinander einen Winkel α ein. Dieser Winkel λ ist ebenso groß wie der in den F i g. 2 und 6 eingezeichnete Winkel, den dort die Seitenflächenbereiche 32a und 34a sowie die Begrenzungsflächen 46 und 48 miteinander einschließen.
Wie man aus F i g. 3 erkennen kann, sind die Kernstiftbohrungen 54 und 56 in Achsrichtung des Profilschließzylinders gegeneinander versetzt, wobei die Kernstiftbohrungen 56 jeweils in der Mitte zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kernstiftbohrungen 54 sind. Den Zuhaltungsstiftpaaren 58, 62 sind, wie aus den F i g. 1,4,5 und 6 zu ersehen, Kerben 68 zugeordnet; den Zuhaltungsstiftpaaren 60, 64 sind, wie aus F i g. 4 und 5 zu ersehen, Kerben 70 zugeordnet In F i g. 1 erkennt man den Eingriff eines Kernstifts 62 eines Zuhaltungsstiftpaares 58,62 in eine Kerbe 68.
Die Kerben 68 sind, wie aus Fi g. 4 ersichtlich, durch Kerbenbegrenzungsflächen 68a, 686, 68c definiert, von denen man in F i g. 1 und 6 eine Kerbenbegrenzungsfläehe 686 erkennt Die Kerben 70 sind durch Kerbenbegrenzungsflächen 70a, 706 und 70c definiert, von denen man in F i g. 5 die Kerbenbegrenzungsfläche 706 erkennt Die Kerbenbegrenzungsflächen 68a, 686, 68c stehen senkrecht auf der Ebene E; die Kerbenbegrenzungsflächen 70a, 706, 70c stehen senkrecht auf der Ebene F. Die Ebenen Eund Fsind um dies deutlich zu machen, auch in den F i g. 5 und 6 eingezeichnet unter der Voraussetzung, daß der in den F i g. 5 und 6 nicht eingezeichnete Profilschließzylinder relativ zum Schlüsselschaft die gleiche Stellung einnimmt, wie in F i g. 1 dargestellt Die Kerbenbegrenzungsflächen 68c, 70c sind Steuerflächen und dienen der Kernstiftsteuerung.
Wie aus F i g. 5 und 6 ersichtlich, erstrecken sich die Kerben 68 und 70 durch beide Profilzweige des V-förmigen Verzweigungsprofils, wobei sie in jeweils einem Profilzweig eine steuernde Kerbe und in dem ' jeweils anderen Profilzweig eine Blindkerbe darstellen. Bei entsprechend geringer Kerbentiefe ist es denkbar, daß auch einmal eine Kerbe in dem einen Profilzweig den gegenüberliegenden Profilzweig des V-förmigen Verzweigungsprofils nicht anschneidet
In F i g. 5 ist durch ein in die Kerbe 70 eingelegtes Prisma 72 deutlich gemacht, daß die Kerbe 70 in DurchbHcksrichtung senkrecht zur Längsebene F beidendig offen ist, d.h. nicht durch Material des Schlüssels begrenzt ist
In F i g. 6 ist dargestellt, wie die Kerbe 68 durch einen Scheibenfräser 74 erzeugt werden kann; die Achse 76 des Scheibenffäsers 74 liegt in der Längsebene E und steht in Fig.6 senkrecht zur Zeichenebene, d.h. sie verläuft parallel zur Schlüssellängsrichtung, oder bei eingestecktem Schlüssel in F i g, 1 betrachtet, parallel zur Längsachse Ö des Profilschließzylinders. Das Profil des Scheibenfräsers zur Erzeugung der Kerbe 68 ist in F i g. 7 dargestellt. Der Radius des Scheibenfräsers 74 ist wie aus F i g. 6 und 7 ersichtlich, groß gegen die Tiefe der Kerbe 68 und gegen die Dicke des Flachschlüsselschafts 24, so daß die durch den Scheibenfräser oder eine Schleifscheibe 74 erzeugte Kerbe 68 durch ein Prisma angenähert werden kann, entsprechend dem in F i g. 5 eingezeichneten Prisma 72.
Wenn der richtige Schlüssel eingesteckt ist, so sind sämtliche Zuhaltungsstiftpaare 58, 62 und 60, 64 durch die ihnen zugehörigen Kerben 68 bzw. 70 in einer Stellung gehalten, in welcher die Trennebenen 59,61 der Zuhaliungssiiftpaarc 55, 62, 60, 54 mit dsr !nnenumfangsfläche 18 der Gehäusebohrung 16 zusammenfallen, so daß der Zylinderkern durch den eingesteckten Schlüssel gedreht werden kann. Die radial inneren Enden 63 der Kernstifte 62 sind konisch und im Spitzenbereich gewölbt, in Anpassung an die zwischen den Kerbenbegrenzungsflächen 68a, 686 definierten Winkel; entsprechendes gilt natürlich für die Spitzen der Kernstifte 64. Die radial äußeren Endflächen 65 der Kernstifte 62 sind rotationssymmetrische Kuppeln um die Kernstiftachse und haben einen Krümmungsradius der geringfügig kleiner ist, als der Radius der Innenumfangsfläche 18 der Gehäusebohrung 16.
Die Gehäusestifte 58 und 60 sind durch Schraubendruckfedern 51 und 53 radial einwärts vorgespannt.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, sind in dem Zylinderkern 20 in Bohrungen, die in einer Ebene Z und in Ebenen zwischen den Zuhaltungsstiftpaaren 58, 62 und 60, 64 liegen, pilzförmige, federlose Zusatzzuhaltestifte 78, 80 angeordnet, die mit angepaßten Ausnehmungen 82 in der Schlüsselseitenfläche 32 und mit Ausnehmungen 84 in der Innenumfangsfläche 18 der Gehäusebohrung 16 zusammenwirken.
Differenzierungen von Profilschließzylinder zu Profilschließzylinder sind möglich durch Veränderung der Führungs- und Sperrippen 28 und der Führungs- und Sperrnuten 30 sowie der Längsausnehmung 42 und der zugehörigen Füllrippe. Weitere Differenzierungen von Schloß zu Schloß sind möglich durch unterschiedliche Länge, Lage und Zahl der Gehäusestifte 58 und der Kernstifte 62 und entsprechend unterschiedliche Tiefe der Kerben 68. Das Prinzip der Besetzung nur einzelner Gehäusestiftbohrungen 50 und Kernstiftbohrungen 54 mit Zuhaltungsstiftpaaren zum Zwecke der Differenzierung von Schloß zu Schloß kann natürlich auch angewandt werden. Weiterhin können die Differenzierung einzelner Schlösser untereinander ein oder mehrere Plättchen zwischen die Gehäusestifte 58 und die Kernstifte 62 eingelegt werden. Auch die Positionen der Zusatzzuhaltestifte 78,80 können variiert werden.
Profilschließzylinder mit der erfindungsgemäßen Ausbildung sind für Schließanlagen geeignet
Man erkennt ohne weiteres, daß die Kerben 68 und 70 auf herkömmlichen Schlüsselfräsmaschinen nicht ohne weiteres gefräst werden können, was die Sicherheit der erfindungsgemäßen Profilzylinderschlösser gegen Schlüsselnachahmung durch Unbefugte erhöht Man erkennt aber auch aus den Fig.6 und 7, daß die Herstellung der Kerben 68 und 70 im Fabrikbetrieb mit entsprechender Spezialeinrichtung au? einfache und
rationelle Weise vorgenommen werden kann.
Die Gesamtzahl der unterzubringenden Zuhaltungsstiftpaare 58, 62 und 60, 64 ist größer, als wenn die Zuhaltungsstiftpaare in einer einzigen Reihe angeordnet wären, wie dies bei den klassischen Schließzylindern der Fall ist Unter ungünstigen Bedingungen können möglicherweise nicht so viele Zuhkltungsstiftpaare untergebracht werden (mit Rücksicht auf gegenseitige Beeinflussung der Steuerkerben und der Blindkerben), wie dies bei Anordnung von Zühaltüiigsstiftpaaren in zwei zueinander parallelen Reihen möglich wäre. Diese Einschränkung wird aber durch die übrigen, der Erfindung inhärenten Vorteile aufgewogen und ist jedenfalls dann völlig unbeachtlich, wenn die zusätzlichen Schließungsvariationen durch die zusätzlichen Zuhaltestifte 78 und 80 zur Verfügung stehen.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, ist in dem Schlüsselkanal 22 eine Rippe 67 vorgesehen, welche sich über die Länge des Schiüsseikanais erstreckt und weiche die Einwärtsbewegung der Kernstifte 62,64 bei gezogenem Schlüssel in den Schlüsselkanal verhindert
Charakteristisch für die Schlüssel der erfindungsgemäßen Schließzylinder sind die »Blindkerben«. Dieses charakteristische Erscheinungsbild ergibt sich insbesondere dann, wenn das Herstellungsverfahren gemäß den F i g. 6 und 7 angewandt wird, welches im Hinblick auf eine rationelle, fabrikmäßige Fertigung von großer Bedeutung ist Natürlich kann anstelle der rotierenden Scheibe auch ein hin* und hergehendes Bearbeitungswerkzeug verwendet werden, welches ähnlich aufge- baut sein könnte, wie das Prisma 72 in Fig.5 und welches in Prismenlängsrichtung hin* und hergehen müßte, um die Kerbe 70 zu räumen, zu hobeln oder zu feilen.
Wenn nicht alle Kerben der einen kerbenreihe entsprechende Blindkerben in dem jeweils anderen Profilzweig ergeben, so liegt dies daran, daß bei der Herstellung extrem seichter Kerben in der einen Kerbenreihe das Herstellungswerkzeug unter Umständen nic-ht mehr in der. jeweils anderen Profilzweig einschneidet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Profilschließzylinder umfassend ein Schließzylindergehäuse mit Hahn-Profil und einen in einer Bohrung des Schließzylindergehäuses drehbar gelagerten Schließzylinderkern mit einem für die Aufnahme eines Flachschlüssels ausgebildeten Schlüsselkanal, wobei in dem Profilsack des Schließzylindergehäuses und in dem Schließzylinderkern in zwei benachbarten Längsebenen jeweils in einer Reihe hintereinander auf die Schmalseite des Schlüsselkanals hin gerichtete Gehäusestift- und Kernstiftbohrungen für die Aufnahme von federbelasteten Zuhaltungsstiftpaaren vorgesehen sind, deren Kernstifte an ihren radial inneren Enden mit zwei in benachbarten Schmalseitenbereichen des Flachschlüssels angeordneten Kerbreihen zusammenwirken, wobei weiter die Zuhaltungsstiftbohrungen der beiden Reihen in Längsrichtung des Schließzylinder «ems gegeneinander versetzt sind und wobei schließlich die Steuerflächen der Kerben des Flachschlüssels im wesentlichen senkrecht zu der jeweiligen, die Zuhaltungsstiftpaare aufnehmenden Längsebene stehen, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
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