DE2926570C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
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- B41F13/00—Common details of rotary presses or machines
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- B41F13/20—Supports for bearings or supports for forme, offset, or impression cylinders
- B41F13/21—Bearer rings
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum gegenseitigen
Abstützen von miteinander in Berührung stehenden Zylindern
eines Druckwerkes einer Rotationsdruckmaschine gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Bekannteste und allgemein angewendete Maßnahme ist die
Anordnung sogenannter Schmitz- oder Laufringe an den
Stirnflächen der Zylinder, die unter Vorspannung umlaufen
(US-PS 23 62 069). Sie halten innerhalb der Seitengestelle
die Zylinder parallel auf richtigem Abstand, verhindern in
druckfreien Räumen ein Durchfallen der Zylinder gemäß aller
Spiele von Zylinderlagerung und Lagerbuchsen und sorgen so
für ein vibrationsfreies Abrollen. Ohne die Schmitzringe
tritt bei Hochdruckmaschinen leicht ein sogenannter
Kantenschmitz auf, weil sich der Zylinderabstand zwischen
Druck- und Plattenzylinder druckkraftabhängig geringfügig
ändert. Mit Schmitzringkontakt unter Vorspannung findet
lediglich ein Kräfteausgleich zwischen Druckformkräften und
Schmitzringkräften statt, so daß die Zapfen- und
Hauptlagerbelastung unabhängig von der Druckform annähernd
konstant ist. Aus ähnlichen Gründen ist bei den noch
empfindlicheren Offsetmaschinen ein einwandfreier,
punktscharfer Druck ohne sogenanntes Dublieren am
leichtesten zu erreichen, wenn alle Gummituch- und
Plattenzylinder unter Schmitzringkontakt mit Vorspannung
abrollen.
Einziger - allerdings gravierender - wirtschaftlicher
Nachteil
der sonst alle Wünsche erfüllenden Schmitzringmethode zur
Zylinderabstützung ist die Reparaturfrage. Die äußerst
präzise rundlaufenden und kräftigen Schmitzringe aus
Spezialstahl bedingen beim Austausch den Ausbau der
Zylinder und deshalb unerträglich lange Stillstandszeiten
der Maschinen. Versuche mit geteilten Schmitzringen sind
aus Belastungs- und Genauigkeitsgründen bisher
gescheitert.
Zur Behebung dieser Nachteile werden nach der
DE-AS 12 53 282 die mit den Zylindern umlaufenden
Schmitzringe durch Wälzlager ersetzt, die in Stützkörpern
eingesetzt sind und sich aufeinander abstützen, so daß die
Verschleiß- und Beschädigungsfrage entschärft wird, aber
sonst gleiche Vorspannkräfte wie bei echtem
Schmitzringbetrieb erreicht werden. Dieser Vorschlag fand
keinen Eingang in die Praxis - vermutlich, da nach den
Erkenntnissen, die jetzt zum erfindungsgemäßen Vorschlag
führen, wesentliche Komponenten fehlen, um ein
einwandfreies Druckbild zu erzeugen.
Durch die nachveröffentlichte DE-OS 28 02 153 ist es
bekannt, Laufringe (Schmitzringe) außerhalb der
Seitengestelle auf den Zylinderzapfen anzuordnen, wobei die
Laufringe zweier benachbarter Zylinder unter Pressung
aufeinander abrollen.
Die DE-PS 27 01 670 zeigt innenliegende Schmitzringe mit
einem stoßdämpfenden Belag, um den Schmitzringverschleiß zu
vermindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abstützung
für die Zylinder eines Druckwerkes zu schaffen, mit der
eine dem Schmitz- oder Laufringbetrieb entsprechende
Funktion erreicht wird, ohne jedoch die nachteiligen Folgen
bei notwendigen Reparaturen in Kauf nehmen zu müssen.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Anspruches 1 gelöst.
Die Laufringe aus verschleißfestem Material können entweder
nur an einer Seite und im Ölkasten oder trocken umlaufend
oder auch zweiseitig, d. h. doppelt angeordnet sein.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die
Schmitzringe mindestens zwei ganz verschiedene Funktionen
ausüben: Erstens erzeugen sie eine Vorspannung, halten die
Zylinder auf exaktem Abstand und sorgen innerhalb der
Seitengestelle
für einen Kräfteausgleich zwischen Druckform- und
Schmitzringkräften, so daß Zapfendurchbiegungen und
Hauptlagerbelastungen etwa konstant bleiben. Diese
Forderung kann aber auch mit der Anordnung einer
feststehenden Abstützung mit eingebauten Wälz- oder
Gleitlagern erfüllt werden, so daß dann der Schmitzring-
(= Laufring-)Verschleiß und die Gefahr der
Oberflächenbeschädigung bei Papierwicklern entfällt.
Zweitens müssen die Zylinder zusätzlich von einem unter
Vorspannung abrollenden, sehr genauen Rollrad-Antrieb
angetrieben werden, der mit erheblichen Umfangskräften die
Zylinder präzise antreibt und gleichzeitig eine starke
Bremsung bzw. Dämpfung von Vibrationen bewirkt.
Erfindungsgemäß besteht die reparaturfreundliche
Zylinderabstützung aus einer Kombination aus innerhalb der
Seitengestelle in an sich bekannter Weise nicht umlaufenden
Abstützringen und außerhalb der Seitengestelle umlaufenden
Laufringen. Dabei übernehmen innerhalb der Seitengestelle
die vorzugsweise auf kräftigen Wälzlagern nahe den
Zylinderstirnflächen liegenden Abstützringe die Funktion
der Zylindervorspannung in der gleichen Richtung wie die
auftretenden Druckkräfte, während die außerhalb der
Seitengestelle befindlichen Laufringe die Funktion des
präzisen Rollrad-Antriebes bzw. der Vibrationsdämpfung
übernehmen.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen
insbesondere darin, die bisherigen vorteilhaften Funktionen
der Schmitzringe alter Bauart zu erhalten - nämlich
einerseits Abstützung und Kräfteausgleich - und
andererseits Präzisionsantrieb und Vibrationsbremse für
Fehler im Antrieb. Der verschleißanfällige Rollrad-Antrieb
befindet sich jedoch nunmehr getrennt und bequem zugänglich
außerhalb der Seitengestelle, so daß ein notwendiger
Austausch in kurzer Zeit an Ort und Stelle erfolgen kann.
Der aufwendige Ausbau der Zylinder, der Versand und die
Reparatur in der Fabrik des Maschinenherstellers und damit
bedingte Stillstandszeiten der Druckmaschine entfallen. Die
Erfindung ist damit von weitreichender wirtschaftlicher
Bedeutung und entschärft auch die latente Gefahr des
jetzigen Schmitzringbetriebes für Kunden und Hersteller.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es
zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Ausführung der Abstützung
der Zylinder eines Druckwerkes, beispielhaft
dargestellt an einem Form- und einem
Gummituchzylinder.
Im Ausführungsbeispiel (Fig. 1) wird das voll ausgebaute
System gezeigt, das durch Weglassen eines Laufringpaares
auf einer Seite oder der Abstützringe innen auch die
anderen erwähnten Möglichkeiten beinhaltet.
Ein Zylinderpaar 1, 2, z. B. ein Formzylinder 1 und ein
Gummituchzylinder 2, ist mit Hauptlagern 3 in zugehörigen
zentrischen Lagerbohrungen 4 und exzentrischen Lagerbüchsen
5 zur Druck-An- und Abstellung sowie Druckverstellung in
Seitengestellen 6, 7 gelagert. Jeder Formzylinder 1 trägt
nahe seiner Stirnflächen 16, 17 innerhalb der
Seitengestelle 6, 7 als Stützlager einen Abstützring 8 mit
einer Lauffläche 20, der mit schweren Wälzlagern 10 auf den
Zylinderzapfen 12, 13 schmutzgekapselt gelagert ist und
gegen einen Abstützring 9 des Gegenzylinders unter Berührung
der Laufflächen 20, 21 unter Vorspannung anliegt. Jeder
Gegenzylinder, z. B. Gummituchzylinder 2, trägt nahe seiner
Stirnflächen 18, 19 innerhalb der Seitengestelle 6, 7 als
Stützlager ebenfalls den Abstützring 9 mit der Lauffläche
21, der mit schweren Wälzlagern 11 auf den Zylinderzapfen
14, 15 gelagert ist. Durch mehr oder weniger Drehung der
exzentrischen Lagerbüchsen 5 und Fixierung der Endlagen kann
die gewünschte Vorspannkraft eingestellt werden. Der Abstand
beider Zylinder 1, 2 wird
durch die als Stützlager wirkenden Abstützringe 8, 9
bestimmt und kann gegebenenfalls durch Beilagen oder andere
fixe Ringarbeitsstellung bei verschiedenen Ringhöhen im
Umfang gewählt werden. Dadurch kann die Vorspannkraft
verändert werden. Außerhalb der Seitengestelle 6, 7
befinden sich Hauptantriebszahnräder 22, 23, die auf die
Zylinderzapfen 12 und 14 aufgekeilt sind. Ihre Naben 24, 25
sind so ausgebildet, daß sie auch als Zentrierung für außen
liegende Laufringe 26, 27 dienen, die mittels Schrauben mit
den Hauptantriebsrädern 22, 23 fest verbunden sind. Auf die
durch das Seitengestell 7 hinausragenden Zylinderzapfen 13
und 15 sind Naben 32, 33 aufgekeilt, die zur Zentrierung
der außen liegenden Laufringe 30, 31 dienen. Die Laufringe
30, 31 sind an der Nabe 32, 33 angeschraubt. Die Laufringe
26, 27, 30, 31 rollen auf ihren Laufflächen 28, 29, 34, 35
unter Pressung an.
Im Schadensfall oder bei anderen Zylinderabständen, z. B.
wegen geänderter Platten- oder Drucktuchhöhen, können
die Laufringe 26, 27, 30, 31 rasch ausgewechselt werden.
Es sind andere Bauarten denkbar, z. B. mit dicht am Seiten
gestell 6 liegenden Laufringen 26, 27 und außen liegenden
Zahnrädern 22, 23 zwecks Verminderung der Zapfendurchbie
gung, oder die Benutzung von Laufringen 26, 27 nur auf
einer Seite, oder bei kräftiger Zapfenausbildung Entfall
der Abstützringe 8. Die Laufringe 26, 27, 30, 31 können aus
Spezialstahl mit gehärteter und geschliffener Lauffläche
28, 29, 34, 35 gefertigt sein. Die Laufringe 26, 27, 30, 31
können aber auch zwecks Verminderung der Anpreßkraft mit
bekannten
Reibbelägen für Reibrad-Antriebe oder in sonstiger
zweckmäßiger Form ausgestattet sein.
Im übrigen werden Abstützringe 8, 9 nicht kreisförmigen
Querschnitts durch geeignete Maßnahmen wie gestellfeste
Bolzen 36, welche in Nuten 37 der Abstützringe 8, 9
eingreifen, oder Federn, Bremsen oder dergl. am Mitlaufen
gehindert.
- Teileliste
1 Formzylinder
2 Gummituchzylinder
3 Hauptlager
4 Lagerbohrung
5 Exzenterbüchse
6 Seitengestell
7 Seitengestell
8 Abstützring
9 Abstützring
10 Wälzlager
11 Wälzlager
12 Zylinderzapfen
13 Zylinderzapfen
14 Zylinderzapfen
15 Zylinderzapfen
16 Stirnfläche
17 Stirnfläche
18 Stirnfläche
19 Stirnfläche
20 Lauffläche
21 Lauffläche
22 Hauptantriebszahnrad
23 Hauptantriebszahnrad
24 Nabe
25 Nabe
26 Laufring
27 Laufring
28 Lauffläche
29 Lauffläche
30 Laufring
31 Laufring
32 Nabe
33 Nabe
34 Lauffläche
35 Lauffläche
36 Bolzen
37 Nut
Claims (6)
1. Anordnung zum gegenseitigen Abstützen von miteinander
in Berührung stehenden Zylindern eines Druckwerkes von
Rotationsdruckmaschinen unter Verwendung von zwischen
Seitengestell und Zylinder auf den Zylinderzapfen ge
lagerten, nicht umlaufenden, vom Seitengestell unab
hängigen Stützkörpern, die sich gegenseitig aufein
ander abstützen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die
Zylinderzapfen (12, 13, 14, 15) der Druckwerkszylinder
(1, 2) und mit diesen formschlüssig verbunden, außer
halb der Seitengestelle (6, 7) Laufringe (26, 27, 30, 31)
angeordnet sind, daß jeweils die Laufringe (26, 27, 30,
31) zweier benachbarter Zylinder (1, 2) unter Pressung
aufeinander abrollen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Laufringe (26, 27) nur jeweils einseitig auf einem Zylinder
zapfen (12, 14) der Druckwerkszylinder (1, 2) außerhalb
der Seitengestelle (6, 7) angeordnet sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Laufringe (26, 27, 30, 31) jeweils auf beiden Zylinder
zapfen (12, 13, 14, 15) der Druckwerkszylinder (1, 2)
außerhalb beider Seitengestelle (6, 7) angeordnet
sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Laufringe (26, 27, 30, 31) aus gehärtetem
Spezialstahl mit einer glatten, geschliffenen Lauffläche
(28, 29, 34, 35) bestehen.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Laufflächen (28, 29, 34, 35) der Laufringe (26,
27, 30, 31) mit Reibbelägen versehen sind.
6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Laufringe (27, 28, 30, 31) auf Naben (24, 25,
32, 33) auswechselbar angeordnet sind, wobei die Naben
(24, 25, 32, 33) auf die Zylinderzapfen (12, 13, 14, 15)
aufgekeilt sind.
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