DE291817C - - Google Patents

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DE291817C
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C5/00Pavings made of prefabricated single units

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

KAISERLICHES
Es sind bereits Deckschichten, besonders für
Straßen, bekannt, bei denen meist gleiche, plat-
;]_ tenförmige Eisenkörper so auf der Bettung verlegt werden, daß sie an ihren Rändern mit Nuten und Ansätzen ineinandergreifen. Bei ihnen wird zweifellos erreicht, daß an jeder Trennungsfuge die beiden Ränder zweier Nachbarkörper stets gleich hoch liegen. Bei diesen Anordnungen wird aber nicht erreicht.
ίο daß ein Körper auf seine Nachbarkörper nennenswerte Querkräfte überträgt. Das kommt daher, weil die einzelnen Körper in der Hauptsache rechteckig gestaltet sind und stets in Reihen verlegt werden, wie es beim gewöhnliehen Granitwürfelpflaster üblich ist. Diese Reihen stehen miteinander' nur durch die erwähnten Ansätze und Nuten in Verbindung, die zusammen wie ein durchlaufendes Gelenk wirken. Somit wird von einer Reihe auf die andere kein Moment übergeleitet. Das heißt aber nichts anderes, als der Körper, auf dem gerade eine Radlast steht, muß fast die ganze Last allein auf die Bettung übertragen. Und daraus folgt ohne weiteres, daß eine gute, also auch teure Bettung bei der Reihenanordnung unerläßlich ist, -und daß, wenn die Bettung trotzdem an einer Stelle einsackt, die dort befindlichen Einzelkörper mitsinken. Im letzteren Falle sichern zwar die Ansätze und Nuten den Zusammenhang der Nachbarträger, aber sie können nicht verhindern, daß sich in der Straßenoberfläche scharfkantige Löcher oder . Mulden bilden.
Will man die eingangs vorausgesetzte einfache Verbindung der Einzelkörper beibehalten und die eben geschilderten Nachteile vermeiden, so kann man dies durch Verwendung eines noch neuen, statisch bestimmten Trag- , Werkes erreichen.
Dieses neue Tragwerk entsteht, wenn man mit kurzen Trägern einen beliebig gestalteten größeren Raum abdeckt und dabei die Anordnung so trifft, daß sich jeder Träger entweder mit seinen beiden Enden auf benachbarte Träger oder nur mit einem Ende auf Nachbarträger und mit dem anderenEnde auf einen festen Punkt stützt. In diesen Trägerlagen kommt als'o kein Träger vor, der sich mit seinen beiden· Enden auf feste Punkte, z. B. auf die Umfassungsmauern des abzudeckenden Raumes stützt. Solche Traggebilde sind stets statisch bestimmt, und mit dem Einbau des letzten Trägers wird die erzeugte Trägerlage starr. Es ist dabei gleichgültig, \velcher Träger als letzter eingebaut wird. Wird ein ,beliebiger Träger entfernt, dann muß die sonst starre Fläche einstürzen. Zur Übertragung einer Last werden stets alle Träger herangezogen.
An Stelle von kurzen Trägern kann man auch kleine biegungsfeste Scheiben verwenden, die dann immer in drei Punkten frei auflagern, aber so, daß entweder alle drei Lagerpunkte auf Nachbarscheiben liegen oder nur zwei Lagerpunkte auf Nachbarscheiben und einer auf einer festen Stütze oder nur ein Lagerpunkt auf Nachbarscheiben und zwei auf festen Stützen liegen. Eine Scheibe, die in drei Punkten auf festen Stützen lagert, kommt bei diesen Traggebilden nicht vor.
Diese Scheibenlagen und Trägerlagen sind
statisch keine wesentlich verschiedene Gebilde, da man in den Trägerlagen.·, .stets drei Träger zu einer starren Scheiße zusammenfassen kann, oder umgekehrt auch jede Scheibe durch drei Träger ersetzen kann.
Bei der Erfindung- werden nun solche Tragflächen aus Einzelkörpern ohne Zwischenlage im Erdkoffer verlegt.
Die Fig. ι bis 4 der Zeichnung geben Beispiele der Gesamtanordnung. Die Fig. 5 bis 9 zeigen Beispiele der zugehörigen Einzelkörper.
Diese unmittelbar im Erdkoffer verlegten
Tragflächen haben nun die Eigenschaft, daß, wenn einer ihrer Einzelkörper belastet wird und durch diese Last in den Erdboden eingedrückt werden soll, dieser belastete Einzelkörper nicht nur die angrenzenden Ränder der Nachbarträger, sondern alle Körper in seiner Umgebung zwingt, mit einzusinken. Mit anderen Worten, diese neuen Tragflächen verteilen große Einzellasten nach allen ,Richtungen der Straßenoberfläche. DeshjÄ» kann an keiner Stelle eine große Druckverteilung auf den Erdboden stattfinden, E)£r* Brdkoffer braucht keine besonders gjro'ße Tragfähigkeit zu besitzen, und die vorheriglflEmbringung eines besonderen Unterbaues,'**^. B. einer Packlage. ist daher nicht notwendig.
Die neuen Tragflächen verhalten sich unter einer Einzellast ähnlich wie eine biegungsfeste - Platte, die überall auf dem Erdboden frei aufliegt. _
Tritt im Laufe der Zeit an irgendeiner Stelle eine Sackung im Erdkoffer ein, dann bleibt die Straßenfläche trotzdem eben, denn über dem im Erdkoffer entstandenen Loch tragen sich die Einzelkörper vermöge ihres eigenartigen Zusammenbaues frei. Jeder Einzelkörper wird hierbei nur als statisch bestimmter.
frei aufliegender Balken oder Scheibe beansprucht, wodurch jede Art von Zwängungsspannung oder Nebenspannung ausgeschlossen ist. Auch die. Temperatur kann keine Zusatzspannung erzeugen, weil eben die Einzelkörper frei aufeinanderliegen, also nur senkrechte Drücke an den Auflagerpunkten aufeinander ausüben und sich deswegen die einzelnen Teile um kleine Befrage gegeneinander verschieben können, ohne daß sich die statisch bestimmte und starre Tragweise der Gesamtanordnung ändert. AVeiter folgt noch, daß der neue Oberbau einer einfachen, statisch bestimmten Berechnungsweise zugänglich ist. Für den Festigkeitsnachweis des Einzelkörpers genügt nämlieh fast immer die einfache Erfahrungsregel, daß jeder Einzelkörper imstande sein muß, den doppelt genommenen größten Raddruck auf seine Stützpunkte zu übertragen.
Eine besondere Beachtung verdienen noch die am Rande des Verkehrsweges liegenden Einzelkörper, die sich nicht in allen Lagerpunkten auf Nachbarkörper stützen. Für diese Körper gibt es zwei Möglichkeiten; entweder sieht man besondere Randauflager vor, wie dies in Fig. 1 geschehen ist, wo beispielsweise zwei I-Träger den Verkehrsweg säumen, oder man ■ läßt die Randkörper frei im Erdreich lagern. Im ersteren Falle ist ohne weiteres klar, daß, solange die Randträger unveränderlich fest liegen und die Einzelkörper genügend starke Abmessungen aufweisen, die Oberfläche unveränderlich eben bleiben muß. Das gilt selbst dann, wenn sich die gesamte Erdkofferoberfläche gesetzt hat, denn die Einzelkörper bilden eben dann eine starre Tragfläche, die einen Raum abdeckt. Im zweiten Falle folgen die Randkörper einer etwaigen Sackung, wodurch am Rande des Verkehrsweges allerdings eine Unebenheit eintritt.
Die Unterhaltung des neuen Oberbaues ist einfach, da meist nur eine Sorte von Einzelkörpern angewendet wird.
Beim Bau des Verkehrsweges braucht man die Körper nicht einzeln zu verlegen. .Man kann vielmehr ganze Felder auf einmal verlegen. Dies ist in Fig. ι gezeigt. Durch Zusammenschieben schließen sich die Felder und bilden eine einheitliche ebene Oberfläche.
Die Anordnung nach der Fig. 1 zeigt das Beispiel einer Trägerlage, die Fig. 5 den zügehörigen Einzelkörper. Bei diesem wie bei den in den Fig. 6,. 7, 8 und 9 dargestellten Körpern sind mit 1 immer die Punkte bezeichnet, in denen die Einzelkörper auf den Nachbarkörpern aufruhen, mit 2 die Punkte, in denen der Einzelkörper die Auflagerdrücke der Nachbarträger übernimmt. Die Fig. 2 zeigt eine Scheibenlage. Wird hierzu der Körper Fig. 6 verwendet, dann entsteht eine dichte Oberfläche, wird der Körper Fig. 7 verwendet, eine durchbrochene Oberfläche. Die gestrichelten Dreiecke in der Fig. 2 erleichtern die Erkenntnis der statischen Wirkungsweise. Die Fig. 3 zeigt wieder eine Trägcrlage. Bei Verwendung des Körpers Fig. 8 entsteht eine dichte, bei Verwendung des Körpers Fig. 9 eine .durchbrochene Oberfläche des Verkehrsweges. Auch in der Fig. 3 lassen gestrichelte Linien das Tragwerk leicht erkennen. Für die Einzelkörper kann man auch viele andere geeignete Formen finden.
In der Fig. 4 ist die Anwendung der Erfindung auf den Eisenbahnoberbau angedeutet Die mit α bezeichneten Striche geben die Lage von druckverteilenden Körpern an, welche die Wirkungsweise der Schwellen des gewöhnlichen Oberbaues übernehmen. Für die Schienen kann man ebenfalls kurze Einzelkörper verwenden. Die Auflagerpunkte der Einzelkörper kann man leicht so gestalten, daß besondere Verbindungsteile, wie Bolzen und Laschen, nicht notwendig sind. Für Feldbah-
η en mit starken Krümmungen und fehlender Bettung dürfte eine solche Oberbauanordnung von \-rorteil sein.
Der Fortschritt und die Eigenart der Erfindung beruht somit in der statisch bestimmten . Grundanordnung, wodurch eine hohe Wirtschaftlichkeit, eine leichte Bauweise, eine bequeme und billige Unterhaltung, eine Gewähr für eine ebene Oberfläche, die A^ermeidung von ίο Zwängungsspannungen an den Verbindungsslellen und die Ausschaltung jedes schädlichen Wärmeeinflusses erzielt wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Befestigung für Verkehrswege, dadurch gekennzeichnet, daß eine nach allen Richtungen biegungsfeste Tragfläche aus allgemein gleichen, unmittelbar auf dem Erdkoffer verlegten Einzelteilen zusammengesetzt ist, und bei Verwendung von kurzen Trägern als Einzelteile jeder Trä* ger mit seinen beiden Enden auf Nachbarträgern frei auflagert, mit Ausnahme der Randträger, die nur mit einem Ende auf. Nachbarträgern auflagern, und bei Verwendung von biegungsfesten Scheiben als Einzelteile jede Scheibe in drei Punkten auf Nachbarscheiben frei auflagert, mit Ausnahme der Scheiben am Rande des Verkehrsweges,' welche nur in zwei oder nur in einem Punkt auf Nachbarscheiben frei auflagern.
  2. 2. Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelträger entweder als geradlinig begrenzte (Fig..5) oder als krummlinig begrenzte (Fig. 8), oder als teils geradlinig, teils krummlinig begrenzte Körper (Fig. 9) ausgeführt sind.
  3. 3. Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelscheiben entweder als krummlinig begrenzte (Fig. 6) oder als geradlinig begrenzte Körper (Fig. 7) ausgeführt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3090163A (en) * 1957-07-15 1963-05-21 Erwin F Hauer Light diffusing walls and the like
EP0218537A1 (de) * 1985-08-27 1987-04-15 Paul Borg Verbundpflasterstein
FR2755983A1 (fr) * 1996-11-15 1998-05-22 Hekpazo Denis Pave, en beton ou analogue, pour la realisation d'un revetement de voie par emboitement reciproque de paves adjacents

Cited By (4)

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WO1998022657A3 (fr) * 1996-11-15 2002-09-26 Denis Hekpazo Pave en beton ou analogue, pour la realisation d'un revetement de voie par emboitement reciproque de paves adjacents

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