DE291053C - - Google Patents

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DE291053C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B31/00Charging devices
    • C10B31/02Charging devices for charging vertically
    • C10B31/04Charging devices for charging vertically coke ovens with horizontal chambers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases
    • C10B27/04Arrangements for withdrawal of the distillation gases during the charging operation of the oven
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B5/00Coke ovens with horizontal chambers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Von den vielen zur Absaugung der bei der Koks- und Gaserzeugung entstehenden Füllgase in Anwendung genommenen Einrichtungen hat sich keine so recht bewährt, da die Bewältigung der großen, plötzlich entstehenden Gasmengen auf Schwierigkeiten stößt und auch die Explosionsgefahr sich nicht hat in dem Maße beseitigen lassen, wie dies für einen einwandfreien Betrieb erforderlich ist. Ganz besonders schwierig liegen die Verhältnisse bei den Gasanstalten mit Großkammeröfen, da diese, meist
. in den Städten selbst oder in deren unmittelbarer Nachbarschaft erbaut, ganz besondere Rücksichten auf die Vermeidung von Belästigungen nehmen müssen, während andererseits der Umstand, daß zur Leuchtgaserzeugung trockene Kohlen benutzt werden, die oben gerügten Erscheinungen noch viel. schlimmer macht. Auf den Kokereien, wo die Kammern mit nasser Kohle, so wie sie von der Wäsche kommen, beschickt werden, wird einmal eine allzu plötzliche Temperatursteigerung durch das Wasser hintangehalten, wie ferner durch den sich mit Macht entwickelnden Dampf die Bedingungen für das Brennen der Füllgase von vornherein verschlechtert werden. Bei der Leuchtgaserzeugung jedoch entstehen von Anfang an gewaltige Gasmengen von hoher Temperatur, so daß mit Hinzutreten von Luft regelmäßig eine gewaltige Flammenerscheinung durch Selbstentzündung im Ofen eintritt, die nicht nur die Arbeiterschaft belästigt, sondern auch die eisernen Armaturen auf die Dauer angreift.
Die Erfindung betrifft eine derartige, hauptsächlich für Leuchtgasanstalten bestimmte Einrichtung zur Beseitigung dieser Füllgase, durch die einerseits die Bedingungen für deren Entstehung mindestens stark beeinträchtigt werden sollen, andererseits die unvermeidlich dennoch entstehenden Mengen gefahrlos abgeführt werden sollen. Dazu wird zunächst die Beschickung des. Ofens bei Anschluß der Ofenkammer an die Vorlage derart vorgenommen, daß ohne Einplanieren, d. h. also bei geschlossenem Planierloch, die Gesamtmenge der Beschickung in die Ofenkammer eingefüllt werden kann, und zwar aus ebenfalls geschlossenen und gegen die Ofenkammer nach Möglichkeit abgedichteten Füllwagen. Zu diesem Zwecke wird die Ofenkammer erforderlichenfalls einmal mit einer größeren Anzahl von Füllöchern, statt 3 bis 4 etwa 4 bis 6, versehen, und diese Füllöcher selbst erhalten nach unten eine so starke konische Erweiterung, daß jedenfalls ohne Einebnen die gesamte zur Füllung einer Kammer erforderliehe Beschickung in der Kammer und den anschließenden Füllöchern in Form der bekannten Schüttkegel Platz findet. Auf diese Weise ist dann zunächst die Kammerfüllung ohne Zutritt von Luft ermöglicht, wobei die erzeugten Gase unmittelbar in die Vorlage hinübergesaugt werden können; eine Explosionsgefahr ist hier wegen Mangel an Luft vollständig ausgeschlossen.
Bei geschlossenem Planierlochdeckel und ebenso abgedichteten Schiebern für die Fülllöcher wird nun zunächst die erste Stufe stürr mischer Gasentwicklung abgewartet, worauf
dann der Planierdeckel geöffnet und die Kohle eingeebnet wird. Da nun hierbei, im Gegensatz zu früher, das Planierloch die einzige öffnung der Ofenkammer darstellt, so kann mit Hilfe einer geeigneten Zugregelung, beispielsweise einer an sich bekannten, im Steigrohr angebrachten, strahlsaugeartig wirkenden Dampfdüse der Druck am Planierloch leicht so auf +_ ο eingeregelt werden, daß weder Gas aus- noch
ίο Luft eintritt. Etwa sich dennoch bildende brennbare Gemische werden einmal durch den Dampf verdünnt und gelangen andererseits in der Vorlage in eine die Verbrennung nicht unterhaltende Atmosphäre, so daß die Gefahr einer Explosion hierdurch behoben ist.
Da der Füllwagen ebenfalls abgeschlossen sein soll, so müßte bei Herausstürzen der Kohle sich der leer werdende Raum durch unvermeidliche Undichtheiten mit Luft anfüllen oder aus dem Ofen her mit Gas, womit in beiden Fällen eine Explosionsgefahr bedingt ist. Um die Entstehung derartiger explosibler Mischungen zu vermeiden, werden nun die Kammern des Füllwagens mit Anschlußleitungen versehen, durch die indifferente Gase, beispielsweise die Rauchgase einer Feuerung, eingeführt werden können, und zwar unter einem entsprechenden Überdruck, unter dem sie gegebenenfalls sogar mit der Kohle in die Ofenkammer eintreten können, so daß jedenfalls der Austritt von Destillationsgas nach Möglichkeit ausgeschlossen ist.
In der Zeichnung ist eine zur Durchführung der gekennzeichneten Arbeitsweise geeignete Anordnung im Schnitt durch einen Kammerofen zur Darstellung gebracht.
In der Achse der Ofenkammer 10 sind die fünf Füllöcher 11 angebracht, die nach unten stark kegelig erweitert sind; sie sind sämtlich mit Schiebern 12 versehen, die bequem von der Seite her geöffnet und geschlossen werden können. Der Füllwagen 13 besitzt geschlossene Fülltrichter 14 und jede Füllschnauze 15 einen Schieber 16 und eine verschiebliche Tülle 17 zum Abdichten zwischen Wagen und Ofen. Der Füllwagen fährt über den zu füllenden Ofen, die Füllochdeckel werden beiseite geschoben, die Tüllen gesenkt und dann die Schieber in den Füllschnauzen geöffnet, so daß die Kohle in die Ofenkammer 10 einfällt, die einschließlieh der Planieröffnung 18 geschlossen ist und mit der Gasabsaugeleitung 19 in Verbindung steht. Nachdem die Kohle unter Bildung der bekannten Schüttkegel alle Räume des Ofens und gegebenenfalls auch noch die Füllöcher angefüllt hat, werden die Schieber geschlossen, die Tüllen hochgezogen und dann die Füllöcher durch ihre Deckel wieder abgeschlossen. Nach Fortfahren des Wagens werden nun die Deckel der Füllöcher zwecks befriedigender Dichtung noch fest angepreßt, und nach einigen Minuten, wenn die übergroße Gasentwicklung nachgelassen hat, öffnet man die Planiertür 18 und ebnet die Kohle ein, ohne daß das Ventil zur Gasabsaugung geschlossen wird. Im Hals des Steigerohres 20 ist eine Dampfdüse 21 zur Ver-Stärkung der Absaugewirkung angebracht, um, wie erwähnt, an der Planieröffnung einen Druck von ungefähr ±0 zu erhalten.
Auf dem Füllwagen 13 ist nun ferner ein kleiner Ofen 22 für Koks vorgesehen, in dem Gas erzeugt und verbrannt wird. Die Rauchgase gehen durch einen Wassertopf 23 zur Abkühlung und werden mittels eines Gebläses 24 ,durch die Leitungen 25 auf die einzelnen Fülltrichter verteilt. Auf diese Weise wird der frei werdende Raum mit Rauchgasen angefüllt, die das Eintreten von Luft und Gas hindern und zur höheren Sicherheit selbst eine flammenstickende Atmosphäre darstellen. Es sei hier erwähnt, daß an sich schon bekannt ist, den Füllgaskanal mit Rauchgasen anzufüllen, um Explosionen zu verhüten. Die vorliegende Maßnahme unterscheidet sich insofern von der bekannten, als in dem geschlossenen Füllwagen durch das Herausstürzen der Kohle ein leerer Raum entsteht, der sich irgendwoher, sei es aus der umgebenden Luft, sei es aus dem Ofen, mit Luft oder Gas anfüllen muß. Indem hier bewußt von vornherein Rauchgase eingeleitet werden, tritt die zu dieser Erscheinung führende Luftverdünnung überhaupt nicht ein; die flammenstickende Natur der Rauchgase ist dabei natürlich in zweiter Linie ebenfalls von großer Bedeutung. Der Inhalt der Füllwagen wird dabei zweckmäßig so bemessen, daß die Füllschnauzen nicht leerlaufen, denn wenn Kohle in den Ausläufen verbleibt, kann kein Destillationsgas in den Füllwagen übertreten, es wird vielmehr auf Grund des höheren Druckes das Rauchgas eher durch die locker werdende Kohle in die Ofenkammer eintreten.

Claims (3)

  1. Pa te nt-An Sprüche:
    i. Verfahren zur Vermeidung bzw. Unschädlichmachung der bei der Beschickung von Öfen zur Erzeugung von Xj-as und Koks entstehenden Füllgase, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: Die zu einer Beschickung erforderliche Kohlenmenge wird unter möglichstem Abschluß der Ofenkammer nach außen — durch an sich bekanntes Abdichten der Füllschnauzen gegen den Ofen, Schließen der Planiertür, Ausbildung der Fülltrichter als geschlossene Räume — bei angeschlossener Vorlage eingefüllt, während nach einer der stärksten Gasentwicklung entsprechenden Pause eine Einebnung der Beschickung durch das lediglich geöffnete Planierloch vorgenommen wird, an dem nach Möglichkeit ein Gasaustritt und Lufteintritt durch Innehaltung eines Druckes von 2t ο vermieden wird.
  2. 2. Einrichtung für Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Vermehrung der Zahl der Füllöcher und ihre stark kegelige Erweiterung nach unten es ermöglicht wird, in den sich in den dem Ofen anschließenden Füllöchern bildenden Schüttkegeln die gesamte zur Beschickung erforderliche Kohlenmenge zunächst ohne Einebnung unterzubringen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bei dem Herausstürzen der Kohle in den geschlossenen Fülltrichtern frei werdenden Räume mit indifferenten Gasen (Rauchgasen) angefüllt werden, um das Ansaugen von Luft und Gas zu verhüten und in an sich bekannter Weise eine flammenstickende Atmosphäre zu schaffen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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