DE5319C - Gascirculirofen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen, Cement, feuerfesten Steinen und Thonwaaren verschiedener Art - Google Patents

Gascirculirofen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen, Cement, feuerfesten Steinen und Thonwaaren verschiedener Art

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DE5319C
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Germany
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furnace
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DENDAT5319D
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C. EMMEL, Bauunternehmer und Kalkbrennereibesitzer in Hoerde
Publication of DE5319C publication Critical patent/DE5319C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B13/00Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
    • F27B13/02Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge of multiple-chamber type with permanent partitions; Combinations of furnaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

1878.
CARL EMMEL in HOERDE.
Gascirculirofen zum Brennen von Kalk, Ziegelsteinen, Cement, feuerfesten Steinen und Thonwaaren verschiedener Art.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. August 1878 ab.
In der Längenrichtung und Mitte der in gleicher aber beliebiger Zahl sich gegenüber liegenden Ofenkammern befindet sich einKanal A, der an seinen Kopfenden Generatoren B hat. Die Communication zwischen Generatoren und einem zu brennenden Ofen findet durch erwähnten Kanal und durch ein Zugloch C statt, welches letztere mittelst eines von oben zu bewegenden Schiebers aus feuerfestem Material geöffnet oder geschlossen werden kann. Zum Schutz der Kette, woran ein solcher Schieber hängt, vor der abströmenden Glut sind in den oberen Querzügen feuerfeste Röhrenstücke angebracht, durch die sie läuft.
Die unteren Züge E liegen zu ebener Erde in den zu dem Behufe verlängerten Thüreingängen und werden bei leeren Oefen einfach zugedeckt.
Im Gewölbe einer jeden Kammer senkrecht über den Zuglöchern C befinden sich ähnliche F.
Die sämmtlichen Zuglöcher F einer Ofenreihe werden von gemeinschaftlichen Kanälen eingefafst, und der Hauptzugkanal, in den diese beiden Seitenkanäle münden und der mit einem in der Mitte über ihm befindlichen Exhaustor G als Vermittler des erforderlichen sehr scharfen Zuges in Verbindung steht, liegt zwischen diesen beiden in der Mitte und wird durch Querzüge, worin sich ebenfalls Schieber befinden, mit ihnen ebenfalls verbunden oder von ihnen getrennt.
Aufserhalb der Anlage, zu ebener Erde gleich unter dem Boden, läuft ein Kanal H ohne Ende hin, in den auch sämmtliche Ofenkammern münden, und welche letzteren hier auch durch Schieber von demselben getrennt oder mit ihm in Verbindung gebracht werden können, und durch die Handhabung der oberen und unteren Schieber wird ein im Grundrifs schlangenförmiger und in der Längenrichtung der Kammern stets diagonal auf- oder niedersteigender Zug ermöglicht; z. B. bei einer brennenden Kammer von oben nach unten, bei vorzuwärmenden von unten nach oben oder umgekehrt, sowie bei kühlenden von unten nach oben. Bei der vorzuwärmenden und kühlenden Kammer sind die Züge C stets geschlossen.
Die Kammer No. 1 hat an der Seite einen besonderen Generator^ der die nöthige heifse Luft zur Entzündung der durch den geöffneten Zug C einströmenden Verbrennungsgase liefert.
Jeder der beiden Generatoren B hat zwischen sich und dem Kanal A einen senkrechten Schlitz zum Einsetzen eines Eisenblechschiebers, um, falls ein Generator reparaturbedürftig werden sollte, ihn abschliefsen zu können, ohne dafs der Betrieb unterbrochen zu werden braucht.
Ueber den Thüreingängen bringe ich auch statt der gezeichneten Ueberfüllung mit Asche einen Kanal an jeder Seite längs den Oefen an, der durch einfache Eisenblechschieber mit den einzelnen Oefen in Verbindung gebracht werden kann und welcher den Zweck hat, die in der letzten Periode eines kühlenden Ofens aus demselben abziehende Hitze, statt ferner in den daneben liegenden brennenden, in dem sie nun nichts mehr leisten kann, in einen vorzuwärmenden Ofen zu leiten.
Der Betrieb ist continuirlich, und zwar so, dafs z. B. bei acht Ofenkammern immer fünf in Thätigkeit sind. Die anderen werden eingesetzt.
Die beiden Generatoren B werden angezündet und entwickeln möglichst viel Kohlenoxydgase, die durch den Kanal A und durch den geöffneten Zug C in die zu brennende Kammer No. ι geleitet werden. Der Generator J entwickelt währenddem die erforderliche heifse Luft zur Entzündung dieser Gase und durch die nun vor sich gehende Verbrennung derselben geschieht das Gahrbrennen der Einpackung. Das Zugloch F bleibt hier geschlossen und der Zug aus der Kammer No. 1 geht durch Zugloch E hinunter in den Kanal H bis zur Kammer No. 2; von da durch Zug E diagonal durch diese Kammer nach dem hier geöffneten Zug F oben im Ofengewölbe und von dort in den zugehörigen oberen Kanal.
Im Kanal H sind währenddem die Schieber λ geschlossen, b offen und c geschlossen; -ebenso im oberen Kanal a, geschlossen und a± offen. Von Kammer 2 geht durch den oberen Kanal der Zug nun nach Kammer 3 hinunter diagonal durch den Ofen nach dem Zug E und von
hier wieder in den Kanal H\ aus diesem wiederum durch Zug E in die Kammer No. 4 und von da, immer diagonal, nach dem Zugloch F fort; von hier weiter durch den geöffneten Zug ö4 in den Hauptzugkanal und nach dem Exhaustor, der nun endlich die noch vorhandene geringe Hitze und Schmauchgase abführt, nachdem also No. 1 brennt und die übrigen incl. No. 4 vorgewärmt werden. Der Schieber / im Hauptzugkanal ist offem Schieber O3 im oberen Kanal bleibt währenddem geschlossen und d im Kanal H ist offen, dagegen e geschlossen.
Der Zug zwischen einem brennenden Ofen und dem Exhaustor bewegt sich demgemäfs stets durch die folgenden vier Kammern, sowohl theils von unten nach oben, theils umgekehrt, schlangenförmig.
Nun ist No. 1 gähf; der Generator J wird vermauert und kommt in diesem Jähr nicht mehr in Gebrauch.
In der Vermauerung der Thüreh werden beliebig viel schmale Schlitze ausgespart, die nur beim kühlenden Ofen geöffnet werden, damit überhaupt nun dort Zug möglich wird. Bei den anderen aber sind sie mit Lehm verschmiert, bis man sie daselbst auch gebraucht.
No. 2 soll jetzt brennen und die vorbeschriebene Manipulation wiederholt sich von jetzt ab stets um eine Kammer voran schreitend ohne Aufhören bis zur Einstellung des Betriebes, mit dem Unterschied indefs, dafs die kühlende Kammer durch Herunterlassen der nächstbelegenen Schieber im Kanal H separirt, das Zugloch C geschlossen und nun die sämmtliche in ihm vorhandene Glut durch das Zugloch F und einen Theil des zugehörigen oberen Kanals direct in den daneben befindlichen, jetzt brennenden Ofen von oben nach unten zieht und hier die durch das geöffnete Zugloch C in den letzteren einströmenden Gase wiederum entzündet, wodurch der zum Gahrbrennen nöthige Hitzegrad . sehr rasch erzielt wird.
Von dem brennenden Ofen aus circulirt nun die Hitze durch nächstfolgende drei Kammern wiederum behufs deren Vorwärmung.
Der Zug aus der Kammer No. 4 nach No. 5, sowie aus No. 8 nach No. 9 wird bei fortgesetztem Betrieb durch den unterirdischen Kanaltheil H daselbst bewirkt.
In der Mitte des Kanals A liegt ein Schlitz k in dessen Sohle, der mittelst eines unterirdischen Kanals mit einem Reservoir / in Verbindung steht und wodurch die etwaigen Niederschläge, Theer und dergl·., aus dem Kanal Ä nach dem Reservoir I. geleitet werden, um sie beim Brennen in den Generatoren wieder zur Gasbildung benutzen zu können.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i·. Die Art der Gas- und Hitzeleitimg und die infolge deren Vermischung vor sich gehende sofortige Entzündung der Gase im Ofen und das hieraus resultirende Brennen des Fabrikats.
  2. 2. Die besondere Art und der eigenthümliche Gang des Zugs, auf- und niedersteigend und stets diagonal in der Längenrichtung verschiedener Ofenkammern.
  3. 3. Die Construction überhaupt; alles wie gezeichnet und beschrieben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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