DE29102C - Selbsttätiger Dampfkesselspeiseapparat mit intermittirend oscillirender Trommel - Google Patents

Selbsttätiger Dampfkesselspeiseapparat mit intermittirend oscillirender Trommel

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DE29102C
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DENDAT29102D
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Cte. DE DlON, C. TREPARDOUX und BOUTOn in Paris
Publication of DE29102C publication Critical patent/DE29102C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D5/00Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators
    • F22D5/02Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators with an intermediate compartment from which the water is fed by gravity after mechanically moving the compartment, the movement being controlled according to water level

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der auf der beiliegenden Zeichnung dargestellte Dampfkesselspeiseapparat besteht aus einer Trommel, welche in einer am Kessel festen und damit communicirenden Büchse schwingt und abwechselnd indirect mit dem Dampfkessel und direct mit dem Speisekasten in Communication tritt, und zwar zugleich mit dessen oberem und unterem Theil. Es wird also im Apparat selbst die Condensation des bei der Speisung nach demselben austretenden Dampfes vermieden, derselbe vielmehr nach dem Speisekasten abgeleitet, wo er unter Condensation das Speisewasser vorwärmt, so dafs niemals kaltes Wasser in den Apparat gelangt, wodurch Kesselsteinbildungen ausgeschlossen werden sollen.
Die drehbare Trommel steht äufserlich unter dem Druck des Dampfkessels mit alleiniger Ausnahme ihrer Berührungsstellen mit der Büchse, d. h. da, wo sich die Locher für den Zulafs des Speisewassers befinden. Auf diese Weise wird der Druck auf die reibenden Flächen beschränkt, so dafs er, und zwar constant, ausschliefslich nur da wirkt, wo seine Wirkung von Nutzen ist, indem er die Flächen gegen einander dichtet.
Die kreisrunde flache Trommel A, Fig. 1 und 3, sitzt innerhalb der am Kessel befindlichen Büchse B fest auf der oscillirenden Welle C. An der Büchse befinden sich drei Rohransätze; zwei unten, D und E, und einer oben, F. Der Stutzen J führt den Dampf nach einem höher gelegenen Speisewasserbehälter. Der Stutzen E steht mit dem unteren Theil desselben Wasserbehälters in Verbindung und läfst heifses Wasser aus demselben nach dem Apparat treten. Der Stutzen D verbindet die Büchse B mit dem Kessel. Die Lage dieses Stutzens ist so gewählt, dafs sein höchster Punkt G genau dem im Kessel inne zu haltenden Niveau entspricht.
Die Trommel A ist aufsen auf dem einen Boden mit zwei bogenförmigen Vorsprüngen / und J besetzt, welche an dem die Stutzen E und F tragenden Deckel H der Büchse B anliegen. Jeder dieser Vorsprünge ist durchbohrt. Die Ausbohrung O im Vorsprung J stellt sich bei jeder Schwingung der Trommel unter den Stutzen F, und ebenso die Durchbohrung N im Vorsprung / unter den Stutzen E.
An dem Deckel H der Büchse B ist oben und unten je eine Ausbauchung R bezw. Q so angeordnet, dafs, wenn bei den Schwingungen der Trommel A die Oeffnungen O und N derselben unter diese Ausbauchungen zu stehen kommen, die Trommel mit der Büchse B und durch diese mit dem Dampfkessel communicirt, wie in Fig. 3 dargestellt.
Der Deckel H ist mittelst Stopfbüchse K gegen die Welle O der Trommel abgedichtet. Diese Welle wird mittelst Kurbel L getrieben, welche ihrerseits Antrieb von einem Motor aus mittelst Kurbelstange oder anderer geeigneten Zwischenglieder erhält.
Fig. ι und 2 zeigen die Trommel A in Communication mit dem Speisekasten, das Wasser tritt durch E und N in die Trommel ein, der Dampf dagegen durch O und F aus derselben aus. In Fig. 3 und 4 hat sich die Trommel um einen gewissen Betrag um C gedreht. Die vollen Theile der Erhöhungen / und J halten die Mündungen der Stutzen E und F ge-
schlossen und die Trommel communicirt durch Q und Ji mit der Büchse B und also auch mit dem Kessel. Falls nun hierbei die Kesselfüllung die Mündung des Stutzens Ώ ganz oder theilweise offen läfst, so dringt Dampf in die Trommel und die Flüssigkeitsspiegel in Kessel und Trommel gleichen sich aus. Steht dagegen der Spiegel im Kessel höher als der Punkt G, so kann kein Dampf nach A treten und das Abfliefsen von Flüssigkeit nach dem Kessel unterbleibt.
Die Bewegungen der Trommel A sind gleichzeitig oscillirend und intermittirend, d. h. die Trommel dreht sich, bis ihre Löcher unter der Mündung für den Wasserzufiufs stehen, bleibt während der ganzen Füllungsdauer in Ruhe, nimmt dann ihre Bewegung wieder auf, schliefst die Zuleitungsöffnungen, eröffnet dagegen die Communication mit dem Kessel und bleibt wieder stehen, bis der Niveauausgleich eingetreten ist u. s. w.
Der beschriebene Apparat kann auch in Verbindung mit dem unter No. ,25298 geschützten Hahn unter Wegfall des kleinen feststehenden Behälters benutzt werden, indem man den beweglichen Hahnkegel so groß macht, dafs er den zwischen Speisekasten und Kessel eingeschalteten Behälter bilden kann. Wegen der Nachtheile indessen, welche aus der Abnutzung der reibenden Flächen dieses Hahnes entspringen, sowie der Schwierigkeit der Ausgleichung der Abnutzung wird die vorliegende einfachere und praktischere Anordnung vorgezogen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein selbsttätiger Dampfkesselspeiseapparat, bestehend aus der im oder am Dampfkessel festen und mit demselben durch einen Kanal D verbundenen Büchse B und der intermittirend oscillirenden Trommel A, -welche einerseits durch Vermittelung der Büchse B und der Ausbauchungen R und Q in deren Deckel mit dem Dampfkessel und andererseits durch die Oeffnung F mit dem oberen und B mit dem unteren Theil des höher gelegenen Speisewasserbehälters in Verbindung tritt, so dafs der bei der Speisung aus dem Kessel entweichende Dampf in den Speisewasserbehälter abgeführt wird, um durch Condensation znr Vorwärmung des Speisewassers zu dienen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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