DE289918C - - Google Patents
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- DE289918C DE289918C DENDAT289918D DE289918DA DE289918C DE 289918 C DE289918 C DE 289918C DE NDAT289918 D DENDAT289918 D DE NDAT289918D DE 289918D A DE289918D A DE 289918DA DE 289918 C DE289918 C DE 289918C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B1/00—Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
- D01B1/10—Separating vegetable fibres from stalks or leaves
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
: KAISERLICHES
PATENTAMT.
PÄJENTSCHRIFT
) - JVi 289918 -■
KLASSE '29«: GRUPPE
. ■ ; HEINRICH ZIMMERMANN in BERLIN.
r-:- Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Dezember 1914 ab.
.Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine
Maschine zur-Fasergewinnung aus Agavenblätterh
o.vdgl-, .Die Agavenblätter und ähn-
·.·:; lichte Pflanzenteile enthalten eine sehr gute
Spinnfaser,.welche dadurch.gewonnen werden
kann,::;daß. die ,zähe; Oberhaut der Blätter abgetrennt
und das Fleisch des Blattes von, dem in der Längsrichtung des Blattes verlaufenden
Faserbündel getrennt wird.
ίο Gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt
die Fasergewinnung mittels einer Anordnung von Walzen und Bürste, die derart zusammenarbeiten,
daß zunächst durch Quetschen und Reiben die Oberhaut des -Blattes abgesprengt
und zerrieben und das Fleisch aus den Fasern ausgequetscht wird und darauf durch eine Bürste die Reste entfernt, d. h.
die Fasern sauber gebürstet werden, worauf durch eine weitere Walze das Faserbündel
aus der Maschine entfernt Avird. Die Bürste wirkt sowohl mit der Hauptdruck- und Förderwalze
der Einrichtung als auch mit der kleineren Abführwalze zusammen und bürstet den Hauptteil des Blattes auf der ersteren
Walze aus, solange das Ende noch von der Quetschwalze gehalten wird. Wenn aber das
Blattende frei wird,, preßt die Bürste es gegen die Abfühnvalze und vollendet mit dieser zusammen die Säuberung des Faserbündels.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitehansicht, Fig. 2 ein senkrechter Schnitt, . Fig. 3 ein, ,,Grundriß;
Fig. 4 zeigt in einem schematischen Schnitt die Wirkungsweise, der einzelnen Walzen.
Die Maschine besitzt eine große Walze χ, >
welche um eine feste Achse 2 mit mäßiger Geschwindigkeit in der in Fig. 4 gezeichneten
Richtung umläuft. Mit der Walze 1 wirkt zunächst die Quetschwalze 3 zusammen, die fe- ■
dernd gegen die erstere gedrückt wird und eine Umfangsgeschwindigkeit besitzt, die von
derjenigen der Walze 1 verschieden, und zwar zweckmäßig kleiner ist. Zwischen den Walzen
I und 3 wird das Blatt eingeschoben, und durch den Druck der Walze und die verschiedene
Umfangsgeschwindigkeit wird das Blattgefüge gelockert, indem die harten Oberschalen
und Unterschalen gegeneinander verschoben werden, wobei sie sich schuppenartig zerstückeln. Das Blatt gelangt dann im weiteren
Vorschub unter die gleichfalls mit der Walze ι zusammenwirkende zweite Quetschwalze
4, deren Umfangsgeschwindigkeit derjenigen der Walze 1 gleich oder größer ist als
diese. Hier wird abermals durch Druck oder durch Reibung das Blatt bearbeitet und dann
der Bürstwalze 5 zugeleitet. Diese ist zweckmäßig mit Stahldraht besetzt und streift sowohl
die Walze 4 als die Walze 1 und wird mit genügender Pressung auf beide gedrückt.
Sie bürstet Fasern, die etwa an der Walze 4 kleben, gegen die Walze 1 und entfernt die
Fleisch- und Hautreste von 'dem Faserbündel, indem sie das - Blatt auf die Walze ι aufdrückt.
Das Ende des Blattes wird zwischen den Walzen .1 und 4 gehalten. Hinter der
(2. Auflage, ausgegeben am 27. April IQ2OJ
Bürstwalze 5 ist noch eine Walze 6 angeordnet,
die gleichfalls mit der Walze 1 zusammenwirkt und von der Bürstwalze gestreift
wird.Λ Diese Walze 6 fördert das ausgebürstete Faserbündel aus der Maschine heraus.
Wenn'.das Ende des Blattes von der Walze 4
freigegeben wird, wird es von der Bürstwälze 5 gegen die Walze 6 gepreßt und an
dieser weiter bearbeitet, während es durch das Zusammenwirken der Walzen 1 und 6 aus
'der Maschine herausgezogen wird.
> Der Antrieb der Walzen erfolgt von einer
.:·. Riemenscheibe 7 aus, auf deren Welle 8 die :. ■ Bürstwalze 5 befestigt ist. Die Welle 8 treibt
durch Zahnräder 9, 10, 11, 12 eine Vorgelegewelle,
auf welcher mittels Zahntriebes 13 ein Zahnrad 14 auf der Welle 2 in Drehung versetzt
wird. Letzteres treibt niittels Zahnräder die Wellen der Walzen 4 und 6 und
durch ein Zahnrädervorgelege 15, 16, 17 die
AVelle der Walze 3 an. Die Walze 1 kann, wie aus Fig. 2 ersichtlich, mit seitlichen Flanschen
über die mit ihr zusammenwirkenden Walzen fassen, damit die Blätter nicht seitlich
ausweichen können. Die Lager der Wellen der Walzen 3, 4, 5 und 6 sind in Führungen
des Maschinengestells verschieblich. Die Lager der Bürstwelle 8 sind durch Schrauben
18, 18 einstellbar. Die Lager der Wellen der Walzen 3, 4 und 6 stehen mit Hebeln 19,. 20,
21 in Verbindung, die durch Federn 22, 23, 24 oder Gewichte belastet werden. Es können
auch eine größere Anzahl von Quetschwalzen vor der Bürstwalze angeordnet werden.
Claims (2)
1. Maschine zur GeAvinnüng von Fasern
aus Agavenblättern oder ähnlichen Blättern mittels Druckwalzen und Bürste, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bürste (5) mit mehreren zum Teil vor ihr, zum Teil hinter ihr liegenden Walzen (4, 6) und
einer Unterlagstrommel (1) derart zusammenwirkt, daß sie zunächst den ersten
Teil des vorgequetschten und von der vor der Bürstwalze liegenden Druckwalze (4)
vorgeschobenen und festgehaltenen Blattes auf der Unterlagstrommel (1) ausbürstet
und dann, wenn das Blattende die vor der Bürstwalze liegende Druckwalze verlassen
hat, dieses Blattende gegen die hinter der Bürstwalze liegende Druckwalze
(6) preßt und an dieser das Ausbürsten vollendet, während das entstandene Faserbündel durch die Druckwalze
(6) und die Trommel (1) aus der Maschine
herausbefördert wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, bei welcher
das Blatt vor dem Eintreten zwischen die Walzen gequetscht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die das Quetschen zusammen mit der Unterlagstrommel (1) bewirkende
Walze (3) eine andere Umfangsgeschwindigkeit als die Trommel besitzt, derart, daß die Ober- und Unterschale
des Blattes gegeneinander verschoben und dadurch in feine Schuppen zerstückelt
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE289918C true DE289918C (de) |
Family
ID=544912
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT289918D Active DE289918C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE289918C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1101686B (de) * | 1956-06-18 | 1961-03-09 | Walter Ziehr | Vorrichtung zum Freilegen verspinnbarer Fasern aus Bananenstammscheiden u. dgl. |
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- DE DENDAT289918D patent/DE289918C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1101686B (de) * | 1956-06-18 | 1961-03-09 | Walter Ziehr | Vorrichtung zum Freilegen verspinnbarer Fasern aus Bananenstammscheiden u. dgl. |
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