DE288562C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE288562C DE288562C DENDAT288562D DE288562DA DE288562C DE 288562 C DE288562 C DE 288562C DE NDAT288562 D DENDAT288562 D DE NDAT288562D DE 288562D A DE288562D A DE 288562DA DE 288562 C DE288562 C DE 288562C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cylinders
- control shaft
- steam
- cylinder
- valve
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 8
- 238000009826 distribution Methods 0.000 claims description 7
- 239000002131 composite material Substances 0.000 claims description 3
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 3
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 description 2
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 1
Landscapes
- Cylinder Crankcases Of Internal Combustion Engines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 288562 KLASSE
14/. GRUPPE
HUGO LENTZ in BERLIN-HALENSEE.
Verbunddanipfmaschine.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Mai 1913 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die besondere Ausbildung von Verbunddampfmaschinen
Woolfscher Bauart mit getrennt
voneinander an den Zylinderenden angeordneten Dampfverteilkästen, die je drei Ventile
aufnehmen, von denen eines der Ventile nicht nur den Dampfauslaß aus dem Hochdruckzylinder,
sondern gleichzeitig auch den Dampfeinlaß zum Niederdruckzylinder regelt, und
ίο bei der sämtliche Ventile von einer Steuerwelle
betätigt werden, die quer zu den Zylindern angeordnet ist.
Bei dieser so gekennzeichneten Maschinenart bildeten bisher die Ventilspindelführungen
und das Steuerwellengehäuse mit den beiden Zylindern zusammen ein gemeinsames Gußstück.
Um dieses herstellen zu können, brauchte man beim Gießen mehrere Formkästen und war auch das Einsetzen vieler
Kernstücke notwendig. Dies alles machte nicht nur die Herstellung der Form, sondern
auch das Gießen eines solchen Verbundzylinders wie auch dessen nachfolgende Bearbeitung
umständlich und kostspielig.
Die vorliegende Erfindung vermeidet nun diese Nachteile in erster Linie dadurch, daß
das Steuerwellengehäuse wie auch die Ventilspindelführungen als besondere Teile für sich
getrennt von dem eigentlichen Zylindergußstück ausgebildet sind. Dadurch erhalten sowohl
die an den Zylinderenden sitzenden Dampfverteilkästen wie auch die Zylinder selbst eine höchst einfache und überall glatte
Form, so daß sich ein solcher Verbunddampfzylinder mit weniger Formkästen gießen läßt.
Dieser Vorteil macht sich bei den Verbundmaschinen Woolfscher Bauart mit je einem
Zwischenventil zwischen beiden Zylindern deshalb besonders geltend, weil wegen des Zwischenventiles
die beiden Zylinder aus einem Stück gegossen werden müssen. Außerdem wird die Bearbeitung eines solchen Zylinderstückes
sehr einfach, weil dessen sämtliche Bohrungen parallel zueinander liegen.
Die Trennung des Steuerwellengehäuses und der Ventilspindelführungen von dem
eigentlichen Zylinderstück ergibt aber auch die weitere Möglichkeit, die Ventile zwecks
Schaffung kürzester Dampfwege möglichst gedrängt und dicht an die Zylinder heranzurücken
und die Steuerwelle im wesentlichen nicht langer als den Durchmesser des Niederdruckzylinders
auszubilden.
Auf den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und
zwar zeigen die Fig. 1 bis 3 eine Lokomotivdampfmaschine und die Fig. 4 und 5 eine
Schiffsdampfmaschine vorliegender Bauart bei weggelassenen Zylinderdeckeln. Im besonderen
ist:
Fig. ι ein Querschnitt durch die beiden Zylinder
nach Linie 1-1 der Fig. 2,
Fig. 2 ein Längsschnitt nach Linie 2-2 der Fig. i,
Fig. 3 ein Querschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2, ■
Fig. 4 ein Querschnitt durch die Zylinder
der Schiffsdampfmaschine, und zwar ist die obere Hälfte ein Schnitt nach Linie 4-4^-4 und
die untere Hälfte ein Schnitt nach Linie 4~4"-4
der Fig. 5;
Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 4.
An den Enden des Hochdruckzylinders a und des Niederdruckzylinders b ist je ein beiden
Zylindern gemeinsamer Dampfverteilkasten c angeordnet, in den der Dampf bei g
ein- und bei h austritt. In diesen Dampfverteilkästen c sind nun durch entsprechend angeordnete
Wände Kanäle gebildet, durch die der Dampf von dem Einlaßstutzen g durch das
Einlaßventil d in den Hochdrackzylinder a, von. diesem durch das Zwischenventil e in den
Niederdruckzylinder b und von diesem durch das Auslaßventil f in den Auslaßstutzen h
gelangen kann. Die Ventile d, e, f werden durch die Steuerwelle η betätigt, welch letztere
in der Bohrung I des Steuerwellengehäuses i
gelagert ist. Dieses Steuerwellengehäuse i bildet einen von den Zylindern getrennten
Teil für sich, desgleichen auch die Ventilspindelführungen, die als besondere rohrförmige
Büchsen k ausgebildet sind, in deren Bohrungen / die Ventilspindeln r lagern, deren Enden
mit in die Steuerwelle η eingefrästen Hubdaumen zusammen arbeiten. Diese Büchsen k
sind nun durch die Ventilboden so in das Steuerwellengehäuse / eingeführt, daß letzteres
' durch die Ventilspindelbüchsen gehalten wird und nur mit einer kleinen Stützfläche an den
Ansätzen a', V der Zylinder angeschraubt zu werden braucht.
Bei einer solchen Bauart fällt gerade der sonst'am schwierigsten einzuformende und zu
gießende Teil des Zylindergußstückes fort, nämlich das sonst mit dem Zylinder zusammengegossene
querliegende Steuerwellengehäuse und die längs liegenden Ventilspindelführungen.
Dadurch wird mit einem Schlage ein überaus einfaches, mit weniger Formkästen herzustellendes Zylinderstück erhalten, das
ohne weiteres eine Massenfabrikation zuläßt. Weiterhin wird dadurch aber auch die Möglichkeit
gegeben, die in die Verteilkästen eingebauten Ventile möglichst nahe an die Zylinder
heranzurücken, welcher Umstand namentlich dadurch begünstigt wird, daß einerseits
gerade das große Auslaßventil in den freien Raum zwischen Hoch- und Niederdruckzylinder
zu liegen kommt und andererseits die Steuerwelle bzw. das Steuerwellengehäuse i
im wesentlichen nicht langer wird als der Durchmesser des Niederdruckzylinders, daner
den Zylindern besser angepaßt und dicht über dem Hochdruckzylinder in dem kastenförmigen
Raum untergebracht werden kann, der unten durch den Hochdruckzylinder α, vorn
und hinten durch die beiden Ventilkästen c
und auf der einen Seite durch den Niederdruckzylinder b eingeschlossen wird.
Dabei gestattet diese Anordnung trotzdem ein bequemes seitliches Herausnehmen der an
sich kurzen Steuerwelle nach der Hochdruckseite hin. Dies ist für Lokomotivdampfmaschinen
äußerst wertvoll, weil bei diesen meistens der Hochdruckzylinder außen liegt bzw.
leicht dorthin gelegt werden kann und die vorliegende Bauart gerade von dieser Seite aus
eine vollständige Zugänglichkeit der Steuerwelle und einen einfachen Antrieb derselben
gewährleistet. Aber auch die Ventile und die Ventilspindeln können leicht herausgenommen
werden, weil die Ventilkastendeckel vollständig frei liegen.
Die durch die vorliegende Erfindung ermöglichte gedrängte Bauart im Verein mit den
kurzen Dampfwegen und den kurzen Bohrungen, wie auch die Anordnung der die Ventile
antreibenden Organe in besonderen, von den Zylindern getrennten Gehäusen verringert die
Ausstrahlungsflächen auf das geringste Maß umsomehr, als auch die von dem Zylindergußstück
getrennten Ventilspindelführungen vollständig frei liegen, sich daher nur wenig erwärmen
und auch nur wenig Wärme weiter übertragen können. go
Die gleichen Vorteile lassen sich auch bei Schiffsdampfmaschinen mit stehenden Zylindern
erreichen. Die Fig. 4 und 5 zeigen eine solche Maschine, wobei diejenigen Teile,
welche den entsprechenden Teilen bei dem erstbeschriebenen Ausführungsbeispiel entsprechen,
auch mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Diese Schiffsdampfmaschine unterscheidet sich von der ersten Bauart nur
insofern, als das Steuerwellengehäuse i den freien Raum zwischen dem Hochdruckzylinder
α und dem davon getrennten Niederdruckzylinder
l·' quer durchsetzt und in geeigneter Weise an dem Niederdruckzylinder b befestigt
ist. Das Steuerwellengehäuse i wird dann in der oben beschriebenen Weise wiederum durch
die Ventilspindelbüchsen k mit den Dampfverteilkästen c verbunden, die in diesem Falle
die einzige mechanische Verbindung beider Zylinder bilden. Die Ventilspindeln liegen no
dann parallel zu den Zylindern in einer Ebene, die senkrecht zu der beiden Zylindern gemeinsamen
Mittelebene steht.
Auch diese Ausbildung gewährleistet ein einfaches Zylindergußstück, ergibt kurze
Dampfwege und ein kurzes Steuerwellengehäuse, das auch hier nicht wesentlich länger ,.
als der Durchmesser des Niederdruckzylinders zu sein braucht. Auch ist hier die ganze
Steuerung leicht zugänglich, weil nicht nur
die Ventildeckel, sondern auch die Steuerwelle zwischen die Tragfüße p der Zylinder zu liegen
kommen.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Verbunddampfmaschine Woolfscher Bauart mit getrennt voneinander an den Enden der Zylinder angeordneten Dampfverteilkästen, die je drei Ventile als Steuerungsorgane für beide Zylinder aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerwellengehäuse (i) wie auch die Ventilspindelführungen (k) als besondere Teile getrennt von dem Zylindergußstück ausgebildet sind, wobei das Steuerwellengehäuse (i) durch die eingeschobenen rohrförmigen Ventilspindelführungen (k) gehalten und mit den Zylindern leicht lösbar verbunden ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288562C true DE288562C (de) |
Family
ID=543673
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288562D Active DE288562C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288562C (de) |
-
0
- DE DENDAT288562D patent/DE288562C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2730287A1 (de) | Ventilblock | |
| CH658109A5 (de) | 5/2-wegeventil in schieberbauart fuer die druckmittelversorgung eines servomotors. | |
| DE2426378C2 (de) | Ventilsitzplatte für einen Kolbenkompressor | |
| DE69100092T2 (de) | Zylindergehaeuse fuer eine maschine mit dampfabfuhr und oelrueckfuehrleitungen. | |
| AT393297B (de) | Zylinderkopf fuer brennkraftmaschinen | |
| DE2502631B2 (de) | Ventilkorb fuer brennkraftmaschinen | |
| DE288562C (de) | ||
| DE2325297B2 (de) | Ventileinrichtung für den StrömungseinlaB einer Turbine | |
| DE19903123A1 (de) | Luftsauganlage | |
| DE2848021B1 (de) | Durchbiegungseinstellwalze | |
| DE2014274A1 (de) | Blechbearbeitungsmaschine | |
| AT70476B (de) | Verbund-Dampfmaschine. | |
| DE2050750B2 (de) | Einrichtung zum herstellen von kolben nach dem niederdruckgiessverfahren | |
| DE2412681C3 (de) | Druckluftaufbereitungsgerät | |
| DE2206672C3 (de) | Pneumatische Vorrichtung zum zwangsweisen Füllen von Kern- und Formkästen mit Formstoff | |
| DE632384C (de) | Verfahren zur Herstellung trockener Gasmesser | |
| DE544466C (de) | Durch Unterdruck bewegte Hilfskraftbremseinrichtung fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE19535487C1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Zylinderköpfen | |
| DE621532C (de) | Einrichtung zur Steuerung fuer Dreizylindermaschinen | |
| DE238711C (de) | ||
| DE367693C (de) | Dampfmaschinensteuerung | |
| DE454919C (de) | Mehrstufiges Fluessigkeitsgetriebe mit Drehschiebersteuerung | |
| DE388820C (de) | Mehrteiliger Metallkern zum Giessen von Kolben aus Aluminium | |
| DE3938079A1 (de) | Giesswerkzeug mit einer nachverdichtungseinheit | |
| DE102023207469A1 (de) | Ventilscheibe mit zwei Hauptschiebern, welche gemeinsame Arbeitsanschlüsse haben |