DE288488C - - Google Patents

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DE288488C
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cobalt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/20Treatment of water, waste water, or sewage by degassing, i.e. liberation of dissolved gases

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  • Treatment Of Water By Oxidation Or Reduction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 288488 KLASSE 85«. GRUPPE
PERMUTIT AKTIENGESELLSCHAFT in BERLIN.
Verfahren zur raschen Entfernung des im Wasser gelösten Sauerstoffs.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Februar 1914 ab.
Zur Entfernung des im Wasser gelösten Sauerstoffs verwendet man neuerdings Natriumsulfit. Die Reaktion geht indes sehr langsam vor sich und erfordert mehrere Stunden; sie wird beschleunigt durch geringen Zusatz von Kupfersalzen. Dieses Verfahren ist ziemlich umständlich und setzt Dosierungsapparate voraus, um den Gehalt an Kupfersalzen richtig zu bemessen. In allen Fällen erfolgt der Zusatz des Metallsalzes zum Wasser selbst, in welchem es auch verbleibt. Obwohl bei außerordentlich großer Verdünnung diese Salze meist keinerlei giftige Wirkungen äußern, ist immerhin wegen des Verbleibens der Kupfersalze in dem Wasser das Verfahren zur Anwendung für Trinkwasser wenig geeignet.
Es wurde nun gefunden, daß diese Reaktionsbeschleunigung auch ohne Zusatz der genannten Salze, also ohne das Wasser mit den Lösungen der Schwermetallsalze zu vermischen, erreicht werden kann, wenn man die erforderliche Menge Sulfit dem Wasser zusetzt und dann sofort über gewisse unlösliche Oxyde filtriert. Man vermeidet damit den direkten Zusatz irgendeines bedenklich erscheinenden Mittels oder löslichen Salzes. Es genügt bei geeignet hergestellten unlöslichen Oxyden eine unglaublich kurze Berührung, wie sie z. B. bei einer Filtrationsgeschwindigkeit von 85 m erreicht wird, um die Reaktion zu vollenden. Es wird demnach ein doppelter Effekt mittels des Verfahrens erzielt, und zwar:
i. Vermeidung des Zusatzes irgendeines der Gesundheit u.U. schädlichen Mittels zum Wasser,
2. Erreichung einer größeren Reaktionsgeschwindigkeit.
Beispiel:
Poröse Körper organischer oder anorganischer Natur oder Silikate werden in geeigneter Weise mit den Oxyden gewisser Metalle beladen oder durchsetzt. Über das auf diese Weise hergestellte Filtermaterial kann das mit Sulfit versetzte Wasser nun mit größerer Geschwindigkeit filtriert werden.
Solche reaktionsbeschleunigende Körper sind z. B. die Oxyde des Kupfers, des Mangans, des Nickels und besonders des Kobalts.
Als Beweis für die außerordentliche Wirkung des Kobaltsalzes sei folgender Versuch angeführt:
Je i- 1 Wasser wurde mit der für den gelösten Sauerstoff berechneten Menge Sulfit und Spuren von Kupfer-, Mangan-, Nickel- und Kobaltsulfat versetzt und darin sofort, nach 1Z4 und nach Y2 Stunde, das noch vorhandene Sulfit titrimetrisch ermittelt. Das kobalthaltige Wasser enthielt bei sofortiger Titration kein Sulfit mehr. Das nickelhaltige Wasser enthielt nach a/2 Stunde kein Sulfit mehr, während das kupfer- und manganhaltige Wasser nach x/2 Stunde nur noch Spuren von Sulfit erkennen ließen.
Für die außerordentliche Wirkung eines mit Kobaltoxyd beladenen porösen Silikats ist der folgende Versuch maßgebend: Das mit der für den gelösten Sauerstoff berechneten Sülfitmenge versetzte Wasser konnte mit einer Ge-

Claims (1)

  1. schwindigkeit von 52 bis 85 m über das in geeigneter Weise vorbehandelte Silikat filtriert werden, ohne daß im Filtrat Kobalt nachweisbar war. Letzterer Versuch läßt ohne Zweifel den großen technischen Effekt, der mit dem Verfahren erzielt wird, erkennen.
    Auf die Eigenschaft des Kobaltoxyds, katalytische Wirkungen ausüben zu können, ist in wissenschaftlichen Arbeiten bereits hingewiesen worden. Auch wurde von dieser Eigenschaft bereits zu analytischen Zwecken (Bestimmung des Schwefels in Kohlenproben) Gebrauch gemacht. Neu ist dagegen die Benutzung der angegebenen Eigenschaften zu dem Zwecke der Wasserreinigung.
    Paten τ-Anspruch:
    Verfahren zur raschen Entfernung des im Wasser gelösten Sauerstoffs, gekennzeichnet durch Filtration des mit Natriumsulfit versetzten Wassers über geeignete poröse, mit katalytisch wirkenden Oxyden, besonders Kobaltoxyd, beladene oder durchsetzte Stoffe organischer oder anorganischer Art.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE894080C (de) * 1940-08-23 1953-10-22 Bran & Luebbe Verfahren zur Bindung des freien Sauerstoffs in Waessern durch Zusatz von Reduktionsmitteln und Reaktionsbeschleunigern

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DE894080C (de) * 1940-08-23 1953-10-22 Bran & Luebbe Verfahren zur Bindung des freien Sauerstoffs in Waessern durch Zusatz von Reduktionsmitteln und Reaktionsbeschleunigern

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