DE280960C - - Google Patents

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DE280960C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/76Preparation by contact processes
    • C01B17/78Preparation by contact processes characterised by the catalyst used
    • C01B17/79Preparation by contact processes characterised by the catalyst used containing vanadium

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 280960 KLASSE 12«. GRUPPE
FARBENFABRIKEN vorm. FRIEDR. BAYER & CO. in ELBERFELD und LEVERKUSEN b. CÖLN.
Als Katalysator für den S O3-Kontaktprozeß hat trotz vieler Bemühungen, Platin zu ersetzen, dieses sich als unentbehrlich erwiesen. Von den anderen Kontaktkörpern, die in so großer Zahl vorgeschlagen wurden, z. B. Eisenoxyd (Patentschrift 107995) in Form von Kiesabbränden, Eisenoxyd mit Ferrosulfat getränkt (Patentschrift 139554), Oxyde und Sulfate des Cr, Ni, Co, Mn, U, Cu, Sauerstoffverbindungen des Al, Be, Zr, Ce, Di, La, Th, Ti, Si, Vanadinsäure (Patentschrift 128616), Phosphorsäure, Metalle und Oxyde der Tantalgruppe, Eisensuperoxyd + Strontiumoxyd, zeigt keiner eine auch nur entfernt dem Platin gleichkommende Umsetzungsfähigkeit. Die durch diese Körper bewirkte Reaktionsgeschwindigkeit reicht für einen wirtschaftlich befriedigenden Verlauf des Kontaktprozesses nicht aus. Dadurch hat sich von diesen Katalysatoren allein Eisenoxyd in der Praxis einigen Eingang verschafft und sogar eigentlich nur in Kombination mit Platin, das die im Eisenvorkontakt nicht umgesetzten Reste der schwefligen Säure völlig in SO3 verwandeln muß.
Es wurde» nun gefunden, daß Silbervanadinverbindungen in hervorragender Weise geeignet sind, das Platin im S O3-Kontaktprozeß zu ersetzen. Die gute Wirksamkeit dieser Kombination war um so weniger zu erwarten, als reine Vanadinsäure auch bei besonders vorsichtigem Arbeiten höchstens 84 Prozent der in den Röstgasen enthaltenen SO2 zu SO3 umzusetzen erlaubt, andererseits Silber, Silberoxyd und Silbersulfat eine verschwindend geringe katalytische Wirkung auf SO2 und O ausüben.
Die verwendeten Silbervanadinverbindungen wirken auch nicht wie Mischungen aus Vanadinsäure und Silber und dessen Verbindungen. Sie haben vielmehr eine spezifische Wirkung, die viel größer ist als die Summe der Kontaktwirkungen ihrer Bestandteile. Dies ist überraschend, da Salzen der Vanadinsäure mit anderen als Kontaktmittel wirkenden Metallen diese ausgezeichnete Wirkung nicht zukommt. Ersetzt man nämlich das Silber durch andere Metalle, wie z. B. Cu, Co, Ni, U, Ti, Di usw., so sinkt die Umsetzungsfähigkeit meist noch unter die der reinen Vanadinsäure. Der katalytische Effekt, der durch die Verbindungen von Silber und Vanadin erreicht wird, ist so hoch, daß ζ. B. bei Verwendung eines Asbestes, welcher 20 Prozent Silbervanadat enthält, die schweflige Säure des Röstgases fast quantitativ zu SO3 oxydiert wird. Es kommt dabei nicht auf die Innehaltung eines bestimmten Gehaltes weder an Vanadin noch an Silber an; dieser kann in weitesten Grenzen schwanken. Auch können die verschiedensten Kontaktträger benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Darstellung von Schwefelsäureanhydrid nach dem Kontaktverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß als Kontaktstoffe Silbervanadinverbindungen verwandt werden.
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