DE288487C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/06—Rigid airships; Semi-rigid airships
- B64B1/12—Movable control surfaces
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf die Steuerung von Luftschiffen. Es ist eine bekannte
Erscheinung, daß bei Verwendung eines Seitensteuers und einer am Luftschiff körper starr befestigten
Seitenstabilisierungsfläche der Steuerkreisdurchmesser auch bei rascher Fahrt des
Fahrzeuges recht groß ist, gleichgültig, ob man das Steuer um einen kleinen oder größeren
Winkel umlegt. Denn bei kleinem Steuerwinkel ist die Steuerkraft an und für sich
gering. Bei großem Steuerwinkel dagegen wird durch den Widerstand des Steuers die
Geschwindigkeit des Fahrzeuges so herabgesetzt, daß der Steuerkreisdurchmesser seinen
1S hohen Betrag fast unverändert beibehält und
die Steuerwirkung abnimmt, indem nämlich die an der starren Stabilisierungsfläche entlangstreichende
Luft auf das aus einer stark schräg gestellten Fläche bestehende Steuer zu unvermittelt auftrifft bzw. zu plötzlich aus
der ursprünglichen Richtung abgelenkt wird. Die Steuerwirkung wird viel besser, d. h. der
Steuerkreisdurchmesser unter sonst gleichen Umständen viel kleiner, wenn die Seitenstabilisierungsfläche
in ihrem hinteren Teile wenigstens näherungsweise mit dem Umfang des
Steuerkreises zusammenfällt, weil dann die Ablenkung der am Luftschiffkörper entlangstreichenden
Luft allmählich erfolgt. Da je nach den vorgeschriebenen Bedingungen der Steuerkreisdurchmesser
veränderlich sein muß, muß auch die Stabilisierungsfläche diesen Bedingungen angepaßt sein. Dieses Ziel wird durch
die vorliegende Erfindung erreicht. Den Erfindungsgegenstand bildet demgemäß eine bewegliche
Stabilisierungsfläche für Luftschiffe, die mit dem zugehörigen Steuer zwangläufig
verbunden ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht des hinteren Teiles
eines Luftschiffes mit dem Seitensteuer und einem Teile der Stabilisierungsfläche, und
Fig. 2 die der Fig. 1 entsprechende Oberansieht.
Auf einer im Gerüst A des eigentlichen Luftschiffes und im oberen Holm B drehbar
gelagerten Welle C sitzt starr das Seitensteuer D. Zwischen dem Steuer D und der
festen Stabilisierungsfläche E sind in ungefähr gleichen Abständen Wellen F1, F*, Fs, F1 für
die mit ihnen fest verbundenen Teile G1, G2 G3, G4 der beweglichen Stabilisierungsfläche
drehbar gelagert. Die Wellen F1, F2, Fz, F1
sind durch starr auf ihnen befestigte gleichgerichtete und gleich lange Hebelarme H1, IP-
Et3, #4 und durch Kuppelstangen /2, /3, /4
zwangläufig nach Art der Parallelogrammführung fortlaufend verbunden. Der Hebelarm
H1 reicht nach beiden Seiten der Welle F1 und trägt an seinen beiden in größerer Entfernung
von der Welle F1 befindlichen Enden noch je ein Auge für eine Kuppelstange J1,
durch die er in gelenkiger Verbindung mit einem ebenfalls nach beiden Seiten reichenden,
an der Welle C befestigten Hebelarme K steht. Die Verhältnisse sind so gewählt, daß die
beiden Kuppelstangen J1 von der Welle C einen Abstand haben, der ungefähr halb so
groß ist wie ihr Abstand von der Welle F1. Hierdurch wird erreicht, daß bei einer Drehung
des Seitensteuers D um einen gewissen Winkel aus der Ruhelage (in der Fig. 2· durch
gestrichelte Linien angedeutet) die beweglichen Stabilisierungsflächen G1, G2, G3, G4
sich im gleichen Sinne, aber nur um ungefähr den halben Winkel drehen. Auf solche Weise
stellen sie sich aber wenigstens angenähert in
ίο den Umfang des jeweiligen Steuerkreises L
ein und bewirken so auch bei größerem Steuerausschlag eine kräftige Steuerwirkung, ohne
daß eine zu große Geschwindigkeitsverrninderung eintritt.
Im Ausführungsbeispiel ist zwar nur die Anwendung des Erfmdungsgedankens auf die
Seitensteuerung beschrieben, die Erfindung erstreckt sich aber auch auf die Höhensteuerung.
Denn es ist nach dem Obigen ohne weiteres einzusehen, daß durch eine mit dem Höhensteuer zwangläufig verbundene Höhenstabilisierungsfläche
der Durchmesser des entsprechenden Höhensteuerkreises erheblich verkleinert werden kann. Dadurch aber wird
der große Vorteil erreicht, daß das Luftschiff in denkbar kürzester Zeit einen bestimmten
Höhenunterschied zurücklegen kann.
Claims (3)
1. Bewegliche Stabilisierungsfläche für Luftschiffe, dadurch gekennzeichnet, daß
sie mit dem zugehörigen Steuer zwangläufig verbunden ist.
2. Bewegliche Stabilisierungsfläche für Luftschiffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie aus einer oder mehreren hintereinander angeordneten Einzelflächen besteht, die zwangläufig so miteinander
verbunden sind, daß sie in der Nullstellung des Steuers eine einzige mit ihm zusammenfallende
Fläche bilden, während bei jeder anderen Steuerlage die Abweichung der einzelnen Stabilisierungsflächen
aus der Nullstellung kleiner ist als die Abweichung des Steuers.
3. Bewegliche Stabilisierungsfläche für Luftschiffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausschlag der Stabilisierungsfläche einen wenigstens näherungsweise unveränderlichen und so
großen Teilbetrag des Ausschlages des zugehörigen Steuers bildet, daß sich die Stabilisierungsfläche mindestens angenähert
in den Steuerkreis einstellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288487C true DE288487C (de) |
Family
ID=543603
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288487D Active DE288487C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288487C (de) |
-
0
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