DE246146C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/06—Rigid airships; Semi-rigid airships
- B64B1/12—Movable control surfaces
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Mechanical Control Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch das Patent 244158 ist eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Einstellen der verschiedenen
Steuer von Luftfahrzeugen und Unterseebooten unter Schutz gestellt worden, in welcher die Steuer mit einem gemeinsamen
Steuerhebel so verbunden sind, daß beim Verstellen des Steuerhebels in der Längs- oder
Querebene des Schiffes oder in einer dazwischen liegenden Ebene die die Längs- oder
Querrichtung oder eine zwischen beiden liegende Richtung ändernden Steuer zum Ausschlag
gebracht werden. Im oben genannten Patent handelt es sich nur um die Einstellung
von Steuern mit senkrechter und wagerechter Achse, d. h. von Steuern mit um 900 versetzten
Achsen.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun, die erwähnte Vorrichtung auch zur Einstellung von
Steuern mit gemeinsamer Achse verwenden zu können, um welche die Steuer bald in gleicher, bald in verschiedener Richtung zu
drehen sind.
■ Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 die Erfindung
in schaubildlicher Darstellung in An-Wendung für die gleichzeitige Einstellung eines
Höhensteuers, eines Seitensteuers und eines Lagensteuers, das aus zwei getrennten Teilen
mit gemeinsamer Achse besteht, dargestellt.
Fig. 2 ist gleichfalls eine schaubildliche Darstellung und dient zur Verdeutlichung der
Ausführungsform Kreuzstückes
in
Wirkungsweise des eigentlichen Erfindungsgegenstandes.
Fig. 3 zeigt eine andere
des in Fig. 2 angegebenen
Vorderansicht.
des in Fig. 2 angegebenen
Vorderansicht.
Fig. 4 ist eine Ansicht wie Fig. 1 und zeigt eine andere Ausführungsform der Steuereinrichtung.
Fig. 5 zeigt die Steuereinrichtung im Schnitt in einer konstruktiven Durchführung, die der
nach Fig. 3 noch vorzuziehen ist.
In Fig. ι wird, wie im Hauptpatent, der Ring ι des Kardangelenkes mit Hilfe des
Steuerhebels 2 verstellt. Der Ring 1 ist durch die wagerechte Achse 3-3 mit dem Ring 4 verbunden,
der seinerseits durch die senkrechte Achse 5-5 im Gestell bei 6-6 drehbar gelagert
ist. Die diametral entgegengesetzten Enden 7-7 des senkrechten Durchmessers des Ringes 1
stehen durch Drähte 8-8 mit den äußersten Enden der Lenkstange 9-9 in Verbindung, die
mit der Achse 10 des Höhensteuers 11 fest
verbunden ist. Ebenso stehen die diametral entgegengesetzten Punkte 12,12 der Achse 3-3
durch die Drähte vl, v2 mit den äußersten
Enden der Lenkstange 13-13 in Verbindung, welche mit der Achse 14 des Seitensteuers 15
starr verbunden ist.
Außerdem ist ein Lagensteuer zur Gleichgewichtserhaltung vorhanden. Dieses besteht
aus den beiden Steuerflächen α und b, die an
den Achsen c und d befestigt sind. Die Einstellung dieser Steuerflächen erfolgt, wie die
der andern Steuerflächen mit Hilfe des Steuerhebeis 2. Zu diesem Zweck sind auf dem
mit dem Steuerhebel verbundenen Ringe ι vier Punkte e, f, g, h ausgewählt, von denen
je zwei diametral gegenüberliegen, und diese vier Punkte sind durch vier Drähte k, I, m, η
ίο mit den Endpunkten o, ft, q, r der Lenkstangen
o, q und p, r der Steuer α und b verbunden. Die Verbindungen sind so ausgeführt, daß die
auf demselben Durchmesser des Ringes ι liegenden Punkte mit den beiden Enden ein
und derselben Lenkstange verbunden sind (Fig. 2).
In dieser Figur sind der Deutlichkeit halber nur die zur Bewegung der Lagensteuer gehörigen
Teile gezeichnet und außerdem die beiden Ringe des Kardangelenkes durch ein
Kreuzstück./ ■ ersetzt worden, das im Über- «jkreuzungspunkt seiner Schenkel im Kugelgelenk
i gelagert ist. Dadurch kann das Ganze die gleichen Bewegungen ausführen.
Verstellt man nun den Steuerhebel 2 in der Höhenrichtung, so heben und senken sich die
beiden Steuerflächen α und δ gleichzeitig. Verstellt
man dieselbe in der Seitenrichtung, so hebt sich das eine, während sich das- andere
senkt (in Fig. 2 so dargestellt). Verstellt man sie schließlich in schräger Richtung, so erhält
man die entsprechende Kombination beider Bewegungen.
Sind die beiden Schenkel des Kreuzstückes unter 450 zu einem gedachten wagerechten
Durchmesser geneigt, so ist die Neigung der Steuer, sich in gleicher Richtung zu bewegen,
ebenso groß wie die, sich nach verschiedenen Richtungen zu bewegen. Ist der Winkel größer
als 450, so ist die Neigung der Steuer, sich in gleicher Richtung zu bewegen, größer als
die, auseinanderzugehen.
Unter gewissen Umständen kann diese Verschiedenheit der Übersetzungen, d. h. die verschiedene
Empfindlichkeit der einzelnen Steuerorgane, sehr vorteilhaft oder sogar notwendig
sein, und das ist besonders bei der Luftschifffahrt der Fall. Man erhält sie ohne weiteres
bei einer Einrichtung nach Fig. 1 durch entsprechende Wahl der Punkte e, f,g,h oder
bei einer Einrichtung nach Fig. 2 dadurch, daß man dem Kreuzstück von vornherein
die gewünschte Gestalt gibt und auch dadurch, daß man, wie in Fig. 3 angedeutet,
die Schenkel β, g und f, h des Kreuzstückes auf die Achse j stramm aufsetzt, so daß sie
durch Reibung in der gewünschten Lage verbleiben und aus dieser je nach der gewünschten
Übersetzung in eine andere, z. B. aus der voll ausgezogenen in die punktiert angegebene
Lage gebracht werden können.
Bei einer Anordnung gemäß Fig. 1 wie auch in allen ähnlichen Fällen, in denen die
Einstellung des Höhensteuers auch eine Einstellung der Lagensteuer α und b nach sich
zieht, müssen die Verbindungen naturgemäß derart ausgeführt sein, daß sich die einzelnen
Steuerapparate wechselseitig unterstützen. Um die gewünschte Übersetzung für das Einstellen
der einzelnen Apparate zu erhalten, ist die Länge der Lenkstangen zweckentsprechend zu
wählen und ebenso die Punkte, von denen die Drähte ausgehen. So z. B. können die
Drähte, mittels deren das Höhensteuer 11 und das Seitensteuer 15 eingestellt werden, anstatt
an den Endpunkten auch an beliebig anderen Punkten des wagerechten und senkrechten
Durchmessers 3-3 bzw. 7-7 befestigt sein.
Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der der Fig. 1 nur dadurch,
daß die verschiedenen Befestigungspunkte für die Drähte nicht mehr in einer
senkrechten, sondern in einer wagerechten Ebene liegen. Diese horizontale Ebene ist
die Platte ζ; sie trägt einen senkrechten Steuerhebel 2' und wird selbst durch eine mit
Kugel oder Kardangelenk versehene Stütze w getragen, welche aus der Fußplatte x, durch
die die Drähte hindurchgeführt sind, heraustritt. Auf das oberste Ende des Steuerhebels
ist ein Steuerrad y aufgesetzt, das von Hand erfaßt wird, oder auch dem Luftschiffer als
Sitz dienen kann. Diese senkrechte Anordnung des Steuerhebels hat den Vorteil, daß
sie unter Umständen die leichte Anbringung der Drähte für die Seitensteuer ermöglicht.
Diese Einrichtung bildet insofern einen großen Vorteil, als sie es erlaubt, das natürliche
Bestreben des Fahrenden, den ihm als Stütze dienenden Einstellarm immer senkrecht
zu stellen, zur Einhaltung der Richtung und Erhaltung der Gleichgewichtslage zu benutzen.
Der gleiche Zweck läßt sich auch auf andere Weise erreichen, z. B. durch irgendwelche praktische
Anwendung der Gesetze des Pendels oder des Kreisels.
Zwecks praktischer Durchführung der Ausführungsform nach Fig. 4 empfiehlt es sich,
das Kugel- oder Kardangelenk unter der Platte ζ anzuordnen und den Rand der Platte
so nach einwärts zu biegen, daß die Befestigungspunkte der Drähte bei senkrechter Lage
des Steuerhebels 2' in einer durch den Mittelpunkt des Gelenkes hindurchgehenden wagerechten
Ebene liegen.
Bei Verwendung eines Kugelgelenkes (Fig. 2 und 3) an Stelle eines Kardangelenkes (Fig. 1,
4 und 5) bietet sich der Vorteil, daß man die Punkte e, f, g, h in der durch sie bestimmten
Ebene verdrehen kann, wodurch gleichfalls eine verschiedene Empfindlichkeit der Steuer a
und δ erreicht wird. Um bei der Anordnung
nach Fig. ι zu diesem Ergebnis zu gelangen, müßte noch ein weiterer Ring hinzugefügt
werden, in welchem sich der Ring ι drehen kann. An diesem weiteren Ring müßten dann
die Drähte 8 angreifen und die Drehzapfen 3 angebracht sein. Bei der Ausführungsform
nach Fig. 4 und 5 erreicht man denselben Zweck, wenn man die Stütze w in einer feststehenden
Hülse drehbar lagert.
Außerdem kann man bei der Einrichtung nach Fig. 4 und 5 den Steuerhebel 2' mit
einer Lenkstange für ein Seitensteuer versehen. Die Einstellung dieser Lenkstange wäre dabei
ganz unabhängig von der der anderen Steuerapparate und der Steuerhebel 2' wie das Lenksteuer
eines Automobiles zu handhaben.
In jedem Falle kann der bewegliche Teil (Ring i, Kreuzstück j oder Platte z) dazu benutzt
werden, um eine beliebige Anzahl von
ao Steuerapparaten in der gewünschten Übersetzung einzustellen. Die Apparate brauchen
nur mit entsprechenden Punkten des beweglichen Teiles verbunden zu werden.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Ausführungsform der durch Patent 244158 geschützten Vorrichtung zum gleichzeitigen Einstellen der verschiedenen Steuerflächen von Luftfahrzeugen und Unterseebooten, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks ihrer Verwendung zum Einstellen von Steuern, die um eine gemeinsame Achse bald in gleicher, bald in verschiedener Richtung zu drehen sind, der Steuerhebel mit den Steuerflächen durch Zugstangen oder Drähte verbunden ist, welche den Steuerhebel an Punkten angreifen, die einerseits symmetrisch zu einer Ebene liegen, welche gleichzeitig den Steuerhebel enthält und senkrecht zur gemeinsamen Achse der Steuerflächen steht, und andererseits in gleicher Entfernung von der Achse des Steuerhebels sich befinden.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerhebel auf einem Kardangelenk sitzt, dessen in allen Richtungen beweglicher und die Zugstange erfassender Ring auch in seiner Ebene drehbar ist.
- 3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstangen am Steuerhebel mittels eines Kreuzstückes befestigt sind.
- 4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel des Kreuzstückes derart angeordnet sind, daß der Winkel, den sie miteinander bilden, geändert werden kann.
- 5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerhebel so angeordnet ist, daß er für gewöhnlich senkrecht steht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE246146C true DE246146C (de) |
Family
ID=505049
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT246146D Active DE246146C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE246146C (de) |
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0
- DE DENDAT246146D patent/DE246146C/de active Active
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