DE286296C - - Google Patents
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Classifications
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
- H01J61/96—Lamps with light-emitting discharge path and separately-heated incandescent body within a common envelope, e.g. for simulating daylight
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21/. GRUPPE
Dr. J. E. LILIENFELD in LEIPZIG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. März 1912 ab.
Lichtquellen, welche eine elektrische Entladung benutzen, um hitzebeständige Stoffe
hochgradig zu erhitzen und sie so zur Ausstrahlung von Licht zu veranlassen, sind verschiedentlich
vorgeschlagen worden. Der Gedankengang, welcher zu diesen Vorschlägen führte, war, die Glühstoffe mit einem an und
für sich bereits hochtemperierten Medium in Berührung zu bringen; die Temperatur des
ίο Mediums sollte sich dem Glühstoffe mitteilen,
derart, daß er maximal diese Temperatur annehmen konnte, praktisch blieb der Glühstoff
natürlich kühler als das Medium. So sollte Glühsubstanz in den Gang der Kathodenstrahlen
gebracht oder in einem Quecksilber-, lichtbogen erhitzt werden. In diesem zweiten
Falle mußte der Quecksilberlichtbogen bei genügend hohem Dampfdrucke brennen (Quarzlampe)
, da die Entladung nur in diesem Falle die erforderliche Höhe der Temperatur zu erreichen
gestattet.
Im Gegensatze hierzu ist es Aufgabe der
vorliegenden Erfindung; in einer verhältnismäßig tief temperierten Gasentladung Weißglut
von Glühstoffen zu veranlassen. Kathodenstrahlen oder merkliche Gasdrucke sind
hierfür nicht erforderlich. Die Erfindung beruht vielmehr auf der Beobachtung, daß gewisse
Oxyde (z. B. die Substanz des Auer-Strumpfes) in helle Weißglut geraten, wenn
sie bei sehr vorgeschrittenem Vakuum in die positive Lichtsäule einer Glimmentladung hineingebracht
werden. Anwesenheit von Spuren Sauerstoff begünstigt häufig die Erscheinung,
und es scheint, als ob man sie derart auffassen könnte, daß an den Glühstoffen ein
Vorgang stattfindet, der mit einer hervorragend starken Wärmeabgabe verbunden ist;
etwa Aufnahme von Sauerstoff an einigen Oberflächenelementen unter gleichzeitiger Abgäbe
an anderen. !
Damit ein derartiger Vorgang sich abspielen kann, muß ein Element, welches chemischer
Bestandteil des Glühstoffes ist, auch in der Gasfüllung des Entladungsrohres vertreten
sein.
Angesichts des sehr niedrigen Gasdruckes (0,01 mm Hg und darunter) könnten aber auch
elektronische Vorgänge als die Hauptrolle spielend aufgefaßt werden.
Eine zwecks Vermeidung des Kathodengefälles mit Glühkathoden ausgerüstete Lampe
wird an Hand der beiliegenden Figur im folgenden beschrieben. ;
Die Lampe besteht aus den beiden weitgehend evakuierten, vermittels des Rohres L
verbundenen Kugeln K und K'. In diesen Kugeln befinden sich die Drahtelektroden E
bzw. E'. Mit Hilfe der Drähte E1 E% (bzw.
E\ E'2) wird durch E bzw. E' von der Sekundärwicklung
des Transformators H bzw. H' ein Strom durchgeschickt, welcher die Elektroden
E bzw. E' auf helle Glut erhitzt. Die Metallelektroden E3 bzw. E'z stehen mit E
bzw. E' in leitender Verbindung.
Die Sekundärwicklung des Transformators S liefert· die Spannung, welche erforderlich ist,
um die Vakuumentladung herzustellen, und
zwar tritt die negativ ankommende Phase des Wechselstromes an dem Glühdraht E bzw. E'
ins Vakuum, während die positiv ankommende Phase Zi3 bzw. E'3 als Elektrode benutzt wird.
S Die so eingeleitete Entladung verläuft durch L und erzeugt an den Stellen L2 ZZ3, an denen
die oben erwähnten Glühstoffe angebracht sind, Licht.
Dabei ist zu beachten, daß es nicht die
ίο außerordentlich diffus von E und E' ausgesandten
langsamen Kathodenstrahlen sind, welche die Lichtwirkung hervorrufen. Denn diese Strahlen gelangen aus physikalischen
Gründen gar nicht nach L2 oder ZZ3, und die
Lichtwirkung bleibt außerdem bestehen, wenn man vermittels der Schattenobjekte U bzw. TJ'
auch geometrisch diesen Kathodenstrahlen die Möglichkeit nimmt, nach L2 oder ZZ3 zu kommen. Schließlich sind diese Kathodenstrahlen
so weich und die von ihnen mitgeführte Energie ist so gering, daß sie erhebliche Erhitzung
hervorzurufen nicht imstande sind.
Demnach wird die Lichtwirkung allein durch denjenigen Teil der Entladung verursacht,
welchen man mit dem Namen positive Lichtsäule zu bezeichnen pflegt. Bei den in Frage
kommenden Stromdienten würde die von einen! Thermoelement oder Bolometer, welches nach
vorausgehender Entfernung der Glühstoffe in die Lichtsäule eingetaucht wird, angegebene
Temperatur nicht hinlangen, um das blendendhelle Weißglühen der Oxydteile zu erklären,
welches an den Stellen L2 L'3 stattfindet.
Dadurch, daß die glühenden Oxydteile viel Wärme ausstrahlen, ist die Notwendigkeit gegeben,
sie in genügender Entfernung von den Glaswänden anzubringen. Das wird erreicht,
indem L an den in Betracht kommenden Stellen kugelförmig erweitert und das Oxyd
in hitzebeständiges Material eingelagert wird.
L2 ist ein in der angedeuteten Weise vermittels
eines Schliffes eingedichtetes, zur Aufnahme von Oxydbrocken bestimmtes Quarzrohr, während U2 ein aus dem Oxyde
selbst hergestellter, an der Stelle U3 derartig porös gestalteter Körper ist, daß die
positive Lichtsäule ihren Weg über ZZ3 nimmt
und hier das Oxyd zum Glühen bringt. Selbstverständlich kann — je nach der zur Verfügung
stehenden Spannung des Transformators S — ein eine beliebige Anzahl ähnlicher,
Glühstoffe enthaltender Träger in der Strombahn angebracht werden.
Zu der Anordnung der Sekundärspulen der Transformatoren 5, H, H' sei bemerkt, daß sie
zweckmäßigerweise über einen gemeinsamen Eisenkern M und eine gemeinsame Primärspule
P gewickelt sind.
Claims (2)
1. Verfahren zur Lichterzeugung durch hochgradiges Erwärmen fester hitzebeständiger
Glühstoffe in der Bahn des elektrisehen Stromes, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Erhitzen in einer Gasentladung
bei niedrigem Gasdrücke hervorgerufen wird, und zwar an Stellen dieser Gasentladung,
an welchen bei Abwesenheit des Glühstoffes und unter sonst unveränderten Bedingungen eine tiefere Temperatur
herrscht als diejenige der auf helle Glut an denselben Stellen sich erhitzenden Glühstoffe,
wobei ein Element, welches chemischer Bestandteil des Glühstoffes ist, auch in der Gasfüllung des Entladungsrohres
vertreten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem als Glühstoff ein Metalloxyd (etwa die
Auersche Cer-Thoroxydmischung), als Gasfüllung Sauerstoff benutzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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