DE286012C - - Google Patents
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- DE286012C DE286012C DENDAT286012D DE286012DA DE286012C DE 286012 C DE286012 C DE 286012C DE NDAT286012 D DENDAT286012 D DE NDAT286012D DE 286012D A DE286012D A DE 286012DA DE 286012 C DE286012 C DE 286012C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04F—PUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
- F04F1/00—Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped
- F04F1/06—Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped
- F04F1/16—Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped characterised by the fluid medium being suddenly pressurised, e.g. by explosion
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 286012 KLASSE 59 c. GRUPPE
SIEMENS-SCHUCKERT WERKE G. m. b. H. in SIEMENSSTADT r. BERLIN.
Explosionspumpe mit schwingender Flüssigkeitssäule. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Januar 1911 ab.
Wenn bei Explosionspumpen mit schwingender Flüssigkeitssäule der Gegendruck niedrig
ist, so muß die Flüssigkeitssäule einen langen Weg zurücklegen, bis durch den niedrigen
Gegendruck die lebendige Kraft aufgezehrt ist, die ihr von den verbrannten Gasen
erteilt ist. Der Hub wird also groß.. Wenn nun von dieser langhubigen Maschine eine
hohe Hubzahl verlangt wird, so kommt man
ίο bei der Berechnung zu so kurzen Längen der
schwingenden Wassersäule, daß die Konstruktion sich nicht durchführen läßt. Aus praktischen
Gründen muß nämlich die Wassersäule eine bestimmte Mindestlänge haben, die so bemessen ist, daß der Wasserspiegel der einen
Pumpenseite nicht bis in den Krümmer hinunterschwingt. Die praktische Notwendigkeit
zwingt also zu größerer Länge der Flüssigkeitssäule, deren Folge ein langsameres Schwingen
und damit ein langsameres Arbeiten der Pumpe ist.
Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß der Querschnitt des
Förderraumes größer gemacht wird als der der Verbrennungskammer und daß beide durch ein allmählich sich erweiterndes Rohr
verbunden werden.
Wie durch eine derartige Bemessung eine Vergrößerung der Arbeitsgeschwindigkeit zustände
kommt, soll an Hand der beiden Fig. 2 und 3 erläutert werden. Fig. 2 ist das
Schema einer gewöhnlichen Pumpe, bei der Verbrennungskammer und Förderraum gleichen
Querschnitt haben; Fig. 3 ist das Schema einer Pumpe gemäß der Erfindung, bei der
der Förderraum größeren Querschnitt hat. Unmittelbar vor einer Zündung stehen die
Wasserspiegel bei A und F bzw. bei A1 und F1;
sobald die gezündeten Verbrennungsgase sich so weit ausgedehnt haben, daß ihr Druck
gleich dem Gegendruck im Förderraum ist, stehen die Wasserspiegel bei B und G bzw.
B1 und G1. Die während dieser Expansion
von den Verbrennungsgasen ausgegebene Energie sei bei beiden Pumpen genau die gleiche;
die der Flüssigkeitssäule B-G erteilte lebendige Kraft ist daher gleich der, die der Flüssigkeitssäule
S1-G1 erteilt ist.
Da nun bei einer Pumpe nach Fig. 2 der Querschnitt der Flüssigkeitssäule an allen
Stellen derselbe ist, so hat auch jede Volumeneinheit der Flüssigkeit dieselbe Geschwindigkeit
; die erteilte lebendige Kraft verteilt sich also auf alle Teile der Flüssigkeit gleichmäßig.
Bei der Pumpe nach Fig. 3 dagegen ist der Querschnitt der Flüssigkeitssäule auf der Seite
des Förderraumes größer. Infolgedessen nehmen auch die. Mengeneinheiten auf der Förderseite
nur geringere Geschwindigkeit und damit geringere lebendige Kraft auf. Die gesamte
von den Explosionsgasen ausgegebene Energie verteilt sich also nicht gleichmäßig auf die
Flüssigkeitsmenge, sondern die Flüssigkeit auf der Verbrennungsseite übernimmt den größeren
Teil, die auf der Förderseite den geringeren. Infolgedessen haben die Flüssigkeitsteilchen
bei B1 in Fig. 3 größere lebendige Kraft, d. h.
größere Geschwindigkeit als die bei B in Fig. 2. Daher ist die Geschwindigkeit des
Wasserspiegels B1 größer als die des Wasserspiegeis
B, d. h. derselbe Hub wird in kürzerer Zeit durchlaufen; die Zahl der Hübe
pro Minute ist größer.
In Fig. ι ist eine besonders günstige Form für ein Gebläse gemäß der Erfindung dargestellt.
Der Förderraum 4 ist um die Verbrennungskammer 2, 3 konzentrisch herumgebaut. Das Einlaßventil für den Brennstoff
oder das Gemisch ist mit 1 bezeichnet. Erfolgt in der Verbrennungskammer 2 eine Explosion,
so wird die Flüssigkeit in den Förderraum 4 geschleudert, verdichtet die in diesem
vorhandene Luft und stößt sie durch die Druckventile 5 in die Druckleitung. Neue
Gebläseluft wird durch die Saugventile 6 angesaugt, wenn die Wassersäule zurückschwingt.
Wenn bei der Auswärtsschwingung der
Druck der Gase in der Kammer 2 unter die Atmosphäre gefallen ist, so öffnet sich das
Ventil 1, und neues Gemisch wird angesaugt, das sich oberhalb der Verbrennungsrückstände
lagert. Sinkt dann der Wasserspiegel noch weiter bis unter die Gasauslaßventile 7, so
öffnen sich diese; die Verbrennungsgase sinken mit dem Wasserspiegel in den erweiterten
Teil 3 der Verbrennungskammer und werden bei der Rückschwingung durch die Auslaßventile
7 ausgestoßen. Diese schließen sich dann unter dem Anprall der aufsteigenden Flüssigkeit. Bei der Weiterbewegung verdichtet
diese das neu angesaugte Gemisch, worauf wieder eine neue Explosion und eine Wiederholung des Arbeitsvorganges erfolgt.
Diese neue Anordnung arbeitet, wie oben erläutert, bei geringem Gegendruck erheblich
schneller als die bekannten Pumpen. Außerdem hat sie folgende Vorzüge.
Die Verbrennungskammer 2, die besonders in ihrem oberen Teil hohe Drücke auszuhalten
hat, besitzt einen verhältnismäßig kleinen Querschnitt, was für die Beanspruchung und
die Bemessung der Kammerwände günstig ist, während der Querschnitt des Förderraumes 4
mit Rücksicht auf die Festigkeit groß sein kann, da dort nur geringe Drücke auftreten.
Da ferner die Wassergeschwindigkeit nur in der Kammer 2 groß ist, während sie in dem
Förderraum ganz gering ist, sind auch die aus der Bewegung der Flüssigkeit entstehenden
Reibungs- und Arbeitsverluste auf ein Mindestmaß zurückgeführt. '
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht beschränkt auf die angegebene Zweitaktmaschine.
Vielmehr kann auch jede beliebige Art der Humphrey- oder anderer Pumpen, die mit schwingender Wassersäule arbeiten,
die dargestellte Gestalt erhalten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Explosionspumpe mit schwingender Flüssigkeitssäule, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr, in dem die Flüssigkeitssäule schwingt, an der Explosionsseite erheblich geringeren Querschnitt besitzt als an der Förderseite.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286012C true DE286012C (de) |
Family
ID=541366
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286012D Active DE286012C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286012C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AU694550B2 (en) * | 1994-08-18 | 1998-07-23 | Molekulare Energietechnik Ag | Method and device for changing the temperature of a discrete material |
| EP1767778A1 (de) * | 2005-09-26 | 2007-03-28 | IN.SER. S.p.A. | Brennkraftmaschine mit Flüssigkeitskolben und elektrisches Stromerzeugungssystem |
-
0
- DE DENDAT286012D patent/DE286012C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AU694550B2 (en) * | 1994-08-18 | 1998-07-23 | Molekulare Energietechnik Ag | Method and device for changing the temperature of a discrete material |
| EP1767778A1 (de) * | 2005-09-26 | 2007-03-28 | IN.SER. S.p.A. | Brennkraftmaschine mit Flüssigkeitskolben und elektrisches Stromerzeugungssystem |
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