DE2854568C2 - Selektivschutzvorrichtung für einen strombegrenzenden Schalter - Google Patents

Selektivschutzvorrichtung für einen strombegrenzenden Schalter

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DE2854568C2 DE19782854568 DE2854568A DE2854568C2 DE 2854568 C2 DE2854568 C2 DE 2854568C2 DE 19782854568 DE19782854568 DE 19782854568 DE 2854568 A DE2854568 A DE 2854568A DE 2854568 C2 DE2854568 C2 DE 2854568C2
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Description

— in seinem mittleren Bereich (bei 76) drehbar gelagerten L-förmigen Hebel (78) mit einem längeren Schenkel (80) und einem kürzeren Schenkel (82) und
— eine den L-förmigen Hebel (78) zu einer U-Form ergänzenden, am längeren Schenkel (80) des L-förmigen Hebels (78) nach außen abklappbar angelenkte Stange (84) aufweist und
— den Schlaganker (42) und die Permanentmagnetanordnung (62) mit ihren freien Schenkelenden derart übergreift,
— daß lediglich der kürzere Schenkel (82) des L-förmigen Hebels (78) die Permanentanordnung (62) überdeckt und
— die Stange (84) bei der ersten Betätigung des Schlagankers (42) außer Eingriff mit diesem ist.
3. Selektivschutzvorrichtung oder 2, dadurch gekennzeichnet,
nach Anspruch
- daß der Schlaganker (42)
— mit einem ersten Fortsatz (48), der durch den feststehenden Magnetkern (40) hindurch nach außen herausragt und mit dem die Stange in Eingriff gelangt,
— und mit einem zweiten Fortsatz (56), dessen Stirnfläche im nichterregten Zustand gegen die Permanentmagnetanordnung (62) anliegt,
versehen ist.
4. Selektivschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Permanentmagnetanordnung (62) einen Permanentmagneten (72) aufweist, der in ein Topfelement (66) eingesetzt ist, das einen pilzartigen Fortsatz (68) aufweist, der auf den kürzeren Schenkel (82) des
Hebels (78) einwirkt.
5. Selektivschutzvorrichtung nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß
— der Permanentmagnet in einem weiteren topfartigen Element (64) angeordnet ist,
— daß durch den Boden des weiteren topfartigen Elementes der pilzartige Fortsatz (68) herausragt und
— daß der Permanentmagnet unter dem Druck einer Feder (70) in Anzugsrichtung beaufschlagt ist.
6. Selektivschutzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (73) im Bereich des Permanentmagneten an einem an dem Schlaganker (42) zugeordneten Magnetjoch (38) befestigten Halter (74) mit dem kürzeren Schenkel (82) des Hebels (78) drehbar gelagert ist.
7. Selektivschutzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der gelenkigen Verbindung (90) zwischen der Stange (84) und dem Hebel (78) an der Stange ein Anschlag (86) vorgesehen ist, gegen den das Ende des längeren Schenkels unter dem Einfluß einer Feder (88) gedrückt ist, um so die U-Form zwischen dem Hebel und der Stange zu bilden.
8. Silektivschutzvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (73) im Bereich der gelenkigen Verbindung (90) zwischen dem Hebel (78) und der Stange (84) von einer ortsfesten Rückstellfeder (92) beaufschlagt ist.
Die Erfindung betrifft eine Seleklivschutzvorrichtung
für einen strombegrenzenden Schalter mit einem Schlaganker, der von einer vom Strom durchflossenen Wicklung betätigt wird und direkt oder über ein Schaltschloß ein bewegbares Kontaktstück in Ausschaltstellung bewegt, und mit einer Hebelanordnung,
Jie bei einer ersten Betätigung des Schlagankers auf das Schaltschloß im Sinne einer Auslösung desselben und damit einer bleibenden Kontaktöffnung nicht, wohl aber bei einer weiteren Betätigung, einwirkt. Leitungsschutzschalter sowie Sicherungen dienen bekanntlich dazu, Zuführungsleitungen zu einem Verbraucher sowie den Verbraucher selbst vor Überströmen oder Kurzschlußströmen zu schützen. In einem mehrgeschossigen Wohnhaus beispielsweise werden die einzelnen Verbraucherleitungen von Leitungsschutzschalter abgesichert, denen gegebenenfalls ein Hauptleitungsschutzschalter vorgeschaltet ist, dem selbst wiederum eine Schmelzsicherung vorgeschaltet sein kann.
Die Charakteristiken dei ε: - η Sicherungseinrichtungen sind so zu wählen, aaß eispielsweise ein Kurzschluß vor einem Verbraucher oder im Verbraucher selbst lediglich die öffnung des ihm zugeordneten Leitungsschutzschalters bewirkt, während der Hauptleitungsschutzschalter, der mehreren Verbrauchern vorge-
f>5 schaltet ist, nicht ansprechen darf. Andererseits soll ein Kurzschluß hinter dem Hauptleitungsschutzschalter von diesem selbst und nicht von der vorgeschalteten Sicherung abgeschaltet werden.
Es ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bekanntgeworden (vgl. DE-OS 25 25 192), bei der die einzelnen Schalter einander unter- bzw. übergeordnet sind, welche ein-, zwei- bzw. dreimal kurzunterbrechen, wobei der Schalter, der dem Verbraucher ?.m nächsten liegt, sofort bei einem einmaligen öffnen geöffnet bleibt, während der übergeordnete Schalter erst nach der zweiten Kurzunterbrechung geöffnet bleibt, der dritte Schalter erst nach der dritten Kurzunterbrechung geöffnet bleibt etc Dazu sind den einzelnen Leitungsschutzschaltern Zähler zugeordnet, die die Anzahl der Kurzunterbrechung zählen um bei Erreichen der entsprechenden Anzahl den Schalter geöffnet zu halten.
In der DE-OS 23 47 123 ist eine Schutzvorrichtung bekanntgeworden, bei der den festen Kontakten ein Dauermagnet zugeordnet ist, der mit einem bewegbaren Magnetanker zusammenwirkt, derart, daß die beweglichen Kontakte beim Auftreten eines Kurzschlusses unabhängig von der Schaltschloßauslösung eine kurzunterbrechende strombegrenzende Trennung von den festen Kontakten ausführen und nach Unterbrechung des Kurzschlußstromes wieder in ihre Einschaltlage zurückgehen. Die selektive Auslösung des Schalters ist, ähnlich, wie bei der Anordnung gemäß der DE-OS 25 25 192 so, daß Kurzunterbrechung der Schalter umso häufiger wiederholt wird, je dichter der betreffende Schalter in der Verteilungshierarchie an der Leitungseinspeisestelle liegt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Selektivschutzvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die unter Verzicht auf aufwendige Zählervorrichtungen vereinfacht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hebelanordnung von dem Schlaganker bei dessen unter Mithilfe einer von einer Permanentmagnetanordnung erzeugten, entgegen der Anzugsrichtung wirkenden Magnetkraft bewirkten Rücklauf aus einer ersten Stellung, in der sie bei einem Auslösevorgang von dem Schlaganker so betätigt wird, daß sie auf das Schaltschloß wirkt, verschiebbar ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung geht dahin, daß die Hebelanordnung einen in seinem mittleren Bereich drehbar gelagerten L-förmigen Hebel mit einem längeren Schenkel und einem kürzeren Schenkel und eine den L-förmigen Hebel zu einer U-Form ergänzenden, am längeren Schenkel des L-förmigen Hebels nach außen abklappbar angelenkte Stange aufweist und den Schlaganker und die Permanentmagnetanordnung mit ihren freien Schenkelenden derart übergreift, daß lediglich der kürzere Schenkel des L-förmigen Hebels die Permanentmagnetanordnung überdeckt und die Stange bei der ersten Betätigung des Schlagankers außer Eingriff mit diesem ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung kann dahin gehen, daß der Schlaganker mit einem ersten Fortsatz, der durch den feststehenden Magnetkern hindurch nach außen herausragt und mit dem die Stange in Eingriff gelangt, und mit einem zweiten Fortsatz, dessen Stirnfläche im nichterregten Zustand gegen die Permanentmagnetanordnung anliegt, versehen ist. Dabei kann die Permanentmagnetanordnung einen Permanentmagneten aufweisen, der in ein Topfelement eingesetzt ist, das einen pilzartigen Aufsatz aufweist, der auf den kürzeren Schenkel des Hebels einwirkt.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, daß der Permanentmagnet in einem weiteren topfartigen Element angeordnet ist, daß durch den Boden des weiteren topfartigen Elementes der pilzartige Fortsatz herausragt und daß der Permanentmagnet unter dem Druck einer Feder in Anzugsrichtung beaufschlagt ist.
In bevorzugter Weise ist die Hebelanordnung im Bereich des Permanentmagneten an einem an dem Schlaganker zugeordneten Magnetjoch befestigten Halter mit dem kürzeren Schenkel des Hebels drehbar gelagert.
ίο Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung und weitere Verbesserungen sind den sich anschließenden Unteransprüchen zu entnehmen.
Mit dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung und insbesondere mit der Hebelanordnung und dem Permanentmagneten wird eine Selektivschutzvorrichtung geschaffen, die im wesentlichen in einen Hauptleitungsschutzschalter einsetzbar ist, der in der Hierarchie an zweiter Stelle vor dem Verbraucher liegt. Besondere Maßnahmen zum Zählen der Auslöseimpulse etc. sind nicht mehr erforderlich; vielmehr ist lediglich die Anordnung von Permanentmagnet und Hebelmechanismus bzw. Hebelanordnung erforderlich. Damit wird eine einfache und günstig herzustellende Lösung angegeben. Die Wirkungsweise der Selektivschutzvorrichtung ist folgende: Bei einem ersten Auslöseimpuls, also im Ruhezustand der Vorrichtung, wird der Schlaganker von dem Magnetsystem in die Spule hineingezogen, wobei der an der Spule angeordnete Fortsatz nach ai'ßen auf der entgegengesetzten Seite heraustritt. Da die Stange noch nicht im Bereich des Fortsatzes liegt, erfolgt ein Auslösen nicht. Unter dem Druck der zwischen dem Magnetanker und dem Magnetkern befindlichen Feder und insbesondere unter der Einwirkung der Magnetkraft des Permanentmagneten wird der Schlaganker nach dem Auslöseimpuls zum Permanentmagneten hingetrieben, trifft dort auf und schlägt den Permanentmagneten nach außen, wo er auf den kurzen Schenkel des L-förmigen Hebels der Hebelanordnung auftrifft. Dabei verdreht sich die Hebeianordnung um den Drehpunkt, so daß die Stange vor den Fortsatz am Schlaganker geschoben wird. Wenn kein weiterer Auslöseimpuls auftritt, d. h., wenn ein nachgeordneter Schalter schon ausgelöst hat, wird der Schlaganker nicht mehr betätigt und die Hebelanorclnung gelangt unter der Wirkung einer Rückstellfeder in den Ausgangszustand. In dem Falle aber, wenn ein zweiter Auslöseimpuls auftritt, weil der Kurzschluß hinter dem Hauptleitungsschutzschalter mit der erfindungsgemäßen Selektivschutzvorrichtung aufgetreten so ist, gelangt der Schlaganker mit seinem Fortsatz mit der Stange in Eingriff und verdreht diese Stange welche dann auf einen Hebel zur Entklinkung eines Schaltschlosses einwirkt. Zu diesem Zwecke ist die Stange nur in eine Richtung drehbar am langen Schenkel des Hebels angelenkt; sie wird in ihrer Lage zu dem langen Schenkel unter dem Druck einer Feder gehalten, der die Stange gegen einen Ansatz am langen Schenkel bzw. umgekehrt den langen Schenkel gegen einen Ansatz an der Stange drückt.
Anhand der Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden. Es zeigt
Fig. 1 Auslösekennlinien der einzelnen Leitungsschutz!,rhalter bzw. der Vorsicherung der F i g. 1, Fig. 2 eine kaskadenartige Anordnung mehrerer Leitungsschutzschalter,
Fig. 3 die Auslosevorrichtung für einen Hauptleitungsschutzschalter, der einer Vorsicherune in Reihe
und hinter dieser liegt.
Ein Verteilungsnetz für die Hausinstallation besitzt mehrere Verbraucher 10, 12 und 14, denen jeweils ein Leitungsschutzschalter 16,18 und 20 zugeordnet ist. Vor den Leitungsschutzschaltern 16, 18 und 20, deren Eingänge gemeinsam auf eine Hauptleitung 22 geschaltet sind, derart, daß die Leitungsschutzschalter 16, 18 und 20 mit ihren Verbrauchern 10,12 und 14 zueinander parallel liegen, ist ein Hauptleitungsschutzschalter 24 eingeschaltet und vor dem Hauptleitungsschutzschalter befindet sich nahe der Einspeisung 26 eine als Schmelzsicherung ausgebildete Vorsicherung 28.
Die Auslösekennlinien der einzelnen Leitungsschutzschalter 16,18 und 20 sowie 24 und der Vorsicherung 28 sind in dem in F i g. 1 gezeigten Diagramm eingetragen, wobei auf der Abszisse der Logarithmus des prospektiven KurzschiußsiromcS Ik und auf der Ordinate der Durchlaß J/2 dt eingetragen sind. Die Auslösekennlinien sind gemäß den Indizes den einzelnen Leitungsschutzschaltern in folgender Weise zugeordnet, wobei die Abkürzung AK für Auslösekennlinie steht: AKw = Auslösekennlinie der Sicherung 28, AK2A — Auslösekennlinie des Hauptleitungsschutzschalters 24,
AK\b, m.20 = Auslösekennlinie der Leitungsschutzschalter 16,18 und 20.
Ferner ist die symmetrische Sinushalbwelle SH eingetragen.
Es seien nun folgende Fälle angenommen:
1. Es bestehe ein Kurzschluß zwischen dem Leitungsschutzschalter 16 und dem Verbraucher 10. In diesem Falle muß der Leitungsschutzschalter 16 ansprechen, ohne daß der HauptleitungsschutzschaUer 24 auslöst bzw. die Sicherung 28 anspricht Der Leitungsschutzschalter 24 darf (braucht aber nicht) jedoch einen Strombegrenzungsvorgang möglichst kurzunterbrechend unterstützen, so daß auf diese Weise unter anderem eine verbesserte Durchlaßkennlinie VK als Summe der Durchlaßkennlinien AK24 und AKu,. 1S.20 entsteht. Auf diese Weise wird auch ein höheres Schaltvermögen erzielt.
2. Sofern der Kurzschluß zwischen dem Hauptleitungsschutzschalter 24 und dem Knotenpunkt 30, von dem die einzelnen Leitungen zu den Verbrauchern abgehen, auftritt, muß der Hauptleitungsschutzschalter 24 nicht nur strombegrenzend öffnen, sondern auch auslösen. Nun kann der Selbstschalter beim ersten Schaltvorgang zunächst nicht unterscheiden, ob der ihn durchfließende Kurzschlußstrom auf einen Kurzschiuß am Orte _...;.-„u„_ j„_ 1 „:.,._„„„u...,„„t.r'.„_ <c .,„Λ
seinem Verbraucher 10 oder am Orte zwischen sich und dem Knotenpunkt 30 zurückzuführer; ist Er kann dies erst dann feststellen, wenn er nach der Unterbrechung des ersten Stromimpulses ohne zunächst die Auslösung zu betätigen wieder einschaltet War der Kurzschluß zwischen dem Leitungsschutzschalter 16 und dem Verbraucher 10, so hat der Leitungsschutzschalter 16 aosgeiost und der Kurzschluß besteht nicht mehr. In diesem Falle darf der Leitungsschutzschalter 24 nicht auslösen, damit die benachbarten gesunden Einspeirangen zu den Verbrauchern 12 und 14 nicht stromlos werden. Anderenfalls öffnet der Leitungsschutzschaher 24 aur'i neue strembegrerszend. wobei er jetzt r.usitsen muß.
3. Befindet sich ein Kurzschluß zwischen dem Leitungsschutzschalter 24 und der Sicherung 28, so muß die Sicherung 28 ansprechen. Damit der Leitungsschutzschalter 24 beim ersten Auslöseimpuls nicht öffnet und auch nicht auslöst ist die erfindungsgemäße Vorrichtung nach der Fig.3 eingesetzt.
Diese Vorrichtung besitzt in der Gesamtheit die
Bezugsziffer 32. Sie setzt sich zusammen aus einem Spulenkörper 34, um den herum eine Wicklung 36 gelegt ist; der Spulenkörper 34 und die Wicklung 36 sind von einem Magnetjoch 38 umgeben. Im Inneren des Spulenkörpers 34 ist ein feststehender Magnetkern 40 5 vorgesehen, der fest mit dem joch 38 verbunden ist Mit diesem Magnetkern 40 wirkt ein Schlaganker 42 iüsaniinen, wobei zwischen beiden eine Feder 44 angeordnet ist, die den Schlaganker 42 dauernd in Pfeilrichtung Fbeaufschlagt Der Schlaganker 42 besitzt einen ersten Fortsatz 48, der durch eine Bohrung 46 im Magnetkern 40 hindurchragt und der in der Normallage aus dem Magnetkern 40 mit freiem Ende 50 herausragt Der Magnetanker bzw. der Schlaganker ragt durch eine weitere Ausnehmung 52 im Magnetjoch 38 nach außen.
Gegenüber der Stirnfläche 54 des an dem Joch 38 hinausragenden zweiten Fortsatzes 56, das fiber eine Stufung 58 mit dem im Inneren des Spulenkörpers 34 befindlichen Bereich 60 des Schlagankers 42 verbunden ist, befindet sich eine in ihrer Gesamtheil mit der Bezugsziffer 62 bezeichnete Permanentmagneteinrichtung. Diese besteht aus einem topfartigen Element 64, in dem ein weiteres Tcpfelement 66 geführt und unter dem Druck einer Feder 70 in Pfeilrichtung G beaufschlagt ist und darüber hinaus einen pilzartigen Fortsatz 68 trägt mit welchem es aus einer öffnung im Boden des topfartigen Elementes 64 nach außen herausragt Innerhalb des topfartigen Elementes66 befindet sich ein Permanentmagnet 72 Außerhalb der Spule befindet sich eine Hebelanordnung 73, die Ober einen am Joch 38 befestigten Halter 74 bei 76 ortsfest drehbar gelagert ist Der Hebelmechanismus oder die Hebelanordnung besitzt einen ersten L-förmigen Hebel 78 mit einem längeren Schenkel 80 und einem kürzeren Schenkel 82. Mit diesem Schenkel 82 ist der Hebelmechanismus bzw. der Hebel 78 an dem Halter 74 angelenkt Der Schenkel 82 ragt über den Fortsatz 68 hinaus bzw. überdeckt diesen. Das freie Ende des längeren Schenkels 80 überragt das Joch, wobei im Ruhezustand da- Schenkel auch das freie Ende 50 des Schlagankers 42 in dessen Längsrichtung überragt An dem freien Schenkelende des Schenkels 80 ist eine Stange 84 angelenkt weiche kürzer :sL als der kürzere Schenkel 82 und einen K _,—Utn»
80 unG die Stange 84 in einem rechten Winkel zu halten, wenn diese beiden über Eck von einer Feder 88 zusammengezogen werden. Dazu ist der Anschlag 86 gerade soweit von dem freien Ende der Stange entfernt daß das freie Ende bündig mit der Außenfläche des Schenkels 80 abschließt An dieser Stelle ist die gelenkige Verbindung 90 zwischen dem Schenkel 80 und der Stange 84 angeordnet Die Hebelanordntmg, die aus dem L-förmigen Hebel 78 und aus der Stange 84 besteht steht unter der Zugkraft einer Rückstellfeder 92. Auf diese Weise bildet die Stange 84 zusammen mit dem L-förmigen Hebel 78 ein U, dessen einer Schenkel, nämlich der Schenkel 82, kürzer ist als der andere ScheriK.el also die Stange 84, derart daß in Normaliage: also dann, wenn der längere Schenkel des L-förmiger.
Hebels parallel zur Spulenkörper- bzw. Schlagankerlängsachse verläuft, das U den Schlaganker zwischen sich nimmt, wobei der Schenkel 82 den Schlaganker im Bereich des Permanentmagneten, also auf der der Auslöserichtung entgegengesetzten Seite bzw. an dem entgegengesetzten Ende des Schlagankers diesen überdeckt, während die Stange nicht in den Bewegungsbereich des freien Endes 50 des Schlagankers hineingreift.
Außerhalb des Bereiches, d. h. außerhalb der Verlängerung des freien Endes 50, befindet sich ein bei 94 ortsfest drehbar gelagerter Hebel 96, der auf ein Schaltschloß 98 wirkt, welches den beweglichen Kontakthebel des Leitungsschutzschalters beaufschlagt, in den die Einrichtung bzw. die Vorrichtung 32 eingebaut werden soll.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist nun folgende: Im Anstieg des ersten Kurzschlußstromimpulses reißt der Schlaganker 42, der von dem Permanentmagneten 72 angezogen ist, von diesem ab und wird nach innen in den Spulenkörper 34 hineingezogen, wobei das freie Ende 50 nach außen herausgeschoben wird und die strichlierte Lage bei 1 einnimmt. Da sowohl die Stange 84 (ausgezogen gezeichnet) als auch der Hebel 96 außerhalb des Bereiches des Fortsatzes 50 liegen, findet eine Auslösung nicht statt Der Schlaganker 42 wird
Γ)
nach dem Ende des ersten Stromimpulses von der Feder 44, die auf Druck beaufschlagt ist, und unter der Wirkung des Permanentmagneten in Pfeilrichtung F gedrückt und läuft auf den Magneten 72 auf. Aufgrund der Trägheitskraft des Schlagankers wird der Magnet 72 ebenfalls in Pfeilrichtung F nach oben geschlagen, wobei der pilzartige Fortsatz 68 die bei Il strichliert eingezeichnete Lage einnimmt. Dadurch wird der Hebel 78 in Uhrzeigersinn um die Achse bei 76 verdreht, bis er bei III die strichliert gezeichnete Lage einnimmt. Gleichzeitig wird die Stange 84 vor das freie Ende 50 und weiterhin in den Bereich des Hebels 96 verdreht bzw. verschoben. Wenn nun ein nochmaliger Stromimpuls kommt, dann schlägt das freie Ende 50 auf die Stange 84 auf und verdreht diese entgegen dem Uhrzeigersinn um das Drehlager bzw. die Achse der Verbindung 90, wobei das andere Ende den Hebel 96 um die Drehachse in Uhrzeigersinn verdreht. Auf diese Weise wird eine Selektivität des Leitungsschutzschalters 24 optimal erreicht, in dem der Schalter nicht sofort bei dem ersten Kurzschluß-Impuls, sondern erst beim zweiten ankommenden Impuls auslöst. Beim ersten Impuls öffnet der Schalter in der in F i g. 3 gezeichneten Form nicht, es besteht aber ohne weiteres die Möglichkeit, den Schlaganker auf den nicht gezeichneten bewegbaren Kontakt einwirken zu lassen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Selektivschutzvorrichtung für einen strombegrenzenden Schalter
mil einem Schlaganker, der von einer vom Strom durchflossenen Wicklung betätigt wird und direkt oder über ein Schaltschloß ein bewegbares Kontaktstück in Ausschaltstellung bewegt, und mit einer Hebelanordnung, die bei einer ersten Betätigung des Schlagankers auf das Schaltschloß im Sinne einer Auslösung desselben und damit einer bleibenden Kontaktöffnung nicht, wohl aber bei einer weiteren Betätigung einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (73)
von dem Schlaganker (42) bei dessen unter Mithilfe einer von einer Permanentmagnetanordnung (62) erzeugten, entgegen der Anzugsrichtung wirkenden Magnetkraft bewirkten Rücklauf aus einer ersten Stellung, in der sie bei einem Auslösevorgang außer Eingriff mit dem Schlaganker bleibt,
in eine zweite Stellung, in der sie bei einem Auslösevorgang von dem Schlaganker so betätigt wird, daß sie auf das Schaltschloß (98) wirkt, verschiebbar ist.
2. Selektivschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hebelanordnung(73) einen
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