DE2852508C2 - Elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von Heilpflastern - Google Patents
Elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von HeilpflasternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elastische Tragergewebebihn
zur Herstellung von auf einer Seite mit einer Klebemasse versehenen Heilpflastern.
Bekannt sind Trägergewebebahnen, die in der Kette aus unelastischen Einfachgarnen mit einem Trier von
625 dtex oder Zwirnen mit einem Titer von 300 dtex - 2 bestehen und im Schuß Spinnkreppfäden oder Zwirnkreppfäden
beinhalten. Diese Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfäden liegen über dem Maß der normalen Drehung
für die entsprechende Dimension. Als Garne beinhalten diese Gewebespinnkreppfäden mit einem Titer
von 500 dtex, 300 dtex u. dgl. oder als Zwirnkreppfäden Garne mit dem Titcr von 250dtcx ■ 2. 200 dtex · 2.
140dtex · 2 u.dgl. Ejese Gewebe, die im wesentlichen
zu Wundschnellverbänden verarbeitet werden, haben den Nachteil, daß sie aufgrund ihres geringen Porenvolumens
kaum einen Wärmestau erzeugen, so daß der Heilungsprozeß, falls es sich um Heilpflaster handelt.
durch den geringen Wärmestau wenig unterstützt wird.
Eine Breitbindengewebebahn aus einem in der Kette hochelastischen Gewebe ist nach dem DE-Gm 76 38 738
in Schußrichtung durch Einlagerung von Metalloxiden oder Metallsalzen leicht abreißbar. Diese Gewebebahn
weist in der Kette dünne Baumwoll-, Zellwoll- oder Baumwoll/Zellwollfäden und Polyurethan- oder Gummifäden
auf, die in einer bestimmtet. Folge angeordnet sind. Die Schußfäden können dabei sowohl aus Baumwolle,
Zellwolle oder anderen Stap'ifasergarnen bestehen. Um die Einreißharken noch günstiger zu gestalten,
bestehen die Kettfäden aus hochgedrehten Einzelfäden, die in entgegengesetzter Drehrichtung in bestimmter
Folge angeordnet sind. Ein derartiges Gewebe, welches mit Formaldehyd-Harnst' fharzen. Melaminharzen.
Metalloxiden oder Mctallsal/en nachbehandelt ist. läßt
sich nicht rauhen, was auch auf das Vorhandensein der hochgedrehten Spinnkreppfäden zurückzuführen ist.
die für einen Rauhprozeß völlig ungeeignet sind. Mit einer derart ausgebildeten Breitbindengewebebahn soll
arch kein Wärmestau erzeugt werden, sondern genau das Gegenteil, nämlich ein Wärmestau soll verhindert
werden, um einem bakteriellen und mykotischen Befall
der Haut entgegenzutreten. Hinzu kommt noch, daß diese hochgedrehten Fäden Wärmestaus verhindern, da
zu den einzelnen Fasern des Garnkörpers kein Porenvolumen mehr gegeben ist. D'ese Breitgewebebahn
wird nach der Ausrüstung mit den unterschiedlichsten Stoffgruppen selbstklebend oder klebbeschichtet und in
schmale Bahnen zu Binden geschnitten. Gewebetypen dieser Art finden für Kompressions-, Stütz- und Entlastungsverbände
Verwendung. Die Binden lassen sich dann ohne Zuhilfenahme einer Schere an jeder bcliebi-1
gen Stelle leicht in Schußrichtung von Hand abreißen
Nach dem DEGm 77 25 670 ist eine in der Kette
hochlängsclastische. in der Schußrichtung leicht einreiübare selbstklebend oder klebend beschichtbare Breit-
jindengewebebahn mit Kreppstruktur bekannt. Bei die-
;er Gewebebahn sind in Kettrichtung die Spinnkreppfäien
durch Einfachfäden ersetzt Auch bei diesem Gewese handelt es sich um ein Bindenmaterial für Kompressions-,
Stütz- und Entlastungsverbände, welches Wärnestaus gerade entgegenwirken soll.
Die in der Kette hochlängselastische, in Schußrichtung leicht einreißbare selbstklebend oder klebend beschichtbare
Breitbindengewebebahn mit Kreppstruktur nach dem DE-Gm 77 26 819 findet als längs-querelastisches
Reißgewebe für Kompressions-, Stütz- und Entlastungsverbände Verwendung, wobei auch hier die Möglichkeit
besteht, ohne Zuhilfenahme einer Schere an jeder beliebigen Stelle einen entsprechenden Bindenabschnitt
abzureißen.
Durch die DE-PS 8 09 779 ist ein Verfahren zur Herstellung eines vorzugsweise einseitig aufgerauhten,
gummielastischen Breitgewebes bekannt, welches zur Fertigung von Korsetten, medizinischen Leibbinden,
orthopädischen Artikeln, Badeanzügen od. dgl. Verwendung findet Das Verfahren zur Herstellung dieses gummielastischen
Breitgewebes besteht darin, daß neben den mit oder ohne Spannung eingebundenen, in Kette
und/oder Schuß liegenden elastischen Hauptiäden des
Grundgewebes unelastische Hilfsfäden in stark flottierender Bindung eingewebt werden, deren Flottierungen
besonders durch das Zusammenziehen der elastischen Hauptfäden aus der Gewebebahn herausgehoben und
anschließend aufgerauht werden. Die Aufrauhung dieses gummielastischen Breitgewebes erfolgt nicht, um
einen Wärmestau zu erzeugen, sondern aufgrund der faserigen und weichen Oberfläche schmiegt sich das
gummielastische Gewebe an die Körperhaut gut an und haftet auf dieser, ohne ein unbehagliches Gefühl zu bewirken.
Ein Wärmestau ist mit diesem gummielastischen Breitgewebe auch aufgrund der verwendeten Gewebestruktur
nicht erzielbar.
Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine elastische Trägergewebebahn zu schaffen,
die zur Herteilung von Heilpflastern mit einer Klebeseite dient und die ein hohes Porenvolumen aufweist,
um während des Tragens einen hohen Wärmestau zu erzeugen.
Eine erste Lösung der Aufgabe sieht eine elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von auf einer Seite
mit einer Klebemasse versehenen Heilpflastern, bestehend aus elastischen Schußfäden, die von Spinnkreppfäden.
Zwirnkreppfäden, texturierten, multifilen synthetischen Fäden und umsponnenen Fäden gebildet sind, und
aus unelastischen KeV'väden, die durch Garne oder
Zwirne gebildet sind, vor. die erfindungsgemäß die im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale
aufweist.
Als zweite Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung eine elastische Tiägergewebebahn zur Herstellung von
auf einer Seite mit einer Klebemasse versehenen Heilpflastern, bestehend aus elastischen Kettfaden, die von
Spinnkreppfäden, Zwirnkreppfäden, texturierten, multifilen synthetischen Fäden oder umsponnenen Fäden gebildet
sind, und aus unelastischen Schußfäden, vor, die die im Kennzeichen des Anspruches 4 angegebenen
Merkmale aufweist.
Eine dritte Lösung der Aufgabe besteht in einer elastischen Trägergewebebahn zur Herstellung von auf einer
Seite mit einer Klebemasse versehenen Heilpflastern, bestehend aus elastischen Kett- und Schußfäden,
die von Spinnkreppfäc'in, Zwirnkreppfäden, texturierten,
multifilen synthetischen Fäden oder umsponnenen Fäden gebildet sind, und aus unelastischen Kett- und
Schußfäden, die in wechselnder Folge mit den elastischen Kett- und Schußfäden verwebt sind, mit den im
Kennzeichen des Anspruches 7 angegebenen Merkmalen.
Die Lösung der Aufgabe Hegt hiernach in der besonderen
Ausbildung eines längs-quer- oder längs- und querelastischen Gewebes mit besonderen, einen Rauhpelz
bildenden Schußfäden bzw. Füllschußfäden. Derart
ίο ausgebildete Trägergewebebahnen mit einer Querelastizität
oder einer Längselastizität oder einer Quer/ Längselastizität eignen sich besonders zur Herstellung
von Heilpflastern zum Einsatz bei Rheuma oder ähnlichen Erkrankungen. Die Gewebebahnen weisen eine
Dehnbarkeit von 30 bis 90% auf und zeichnen sich besonders durch ein sehr hohes Porenvolumen aus, so daß
ein hoher Wärmestau gegeben ist, wobei gerade dieser erhöhte Wärmestau durch die einseitige Ausbildung des
Gewebes mit einem dichten Rauhpelz erreicht wird.
Das elastische Verhalten ist dabei so gestaltet, daß die Heilpflaster nach dem Aufkleben au?vüe Haut den Körperbewegungen,
ohne sich zu lösen, foig:n können, und ohne daß bei einem Zurückgehen des Körperteils in die
frühere Position sich das Gewebe durch Ermüdung von der Haut blasenartig abhebt, d. h. die Rückstellkraft ist
so gea^et, daß das Pflaster allen Bewegungsabläufen folgen kann, ohne daß dabei eine größere Ermüdbarkeit
auftritt
Die Trägergewebebahnen, die auf der einen Seite ei» nen voluminösen, dichten Rauhpelz träger, sind auf der
nicht aufgerauhten Seite mit einer heilenden Klebemasse bestrichen, die bei Anlegen des Heilpflasters, insbesondere
bei rheumatischen Erkrankungen, auf der Haut zu liegen kommt, während der Rauhpelz, um einen Wärmestau
zu erreichen, von der Haut abgewandt ist. Die Trägergewebebahn ist in ihrem elastischen Verhalten so
gestaltet, daß bei der Bewegung eines Körperteils sich die Trägergewebebahn wegen einer zu hohen Rückstellkraft
nicht von der Haut ablösen kann. Auf der anderen Seite ist jedoch die Rückstellkraft nicht so klein,
daß bei einer Bewegung des Körperteils eine zu schnelle Ermüdbarkeit des Gewebes eintritt und somit das Gewebe
blasenartig von der Haut abhebt und absteht. Das gute plastische Anlagevermögen, gekoppelt mit differenziertem
Rückstellvermögen, ohne daß sich das Pflaster von der Haut abzieht oder aber sich durch Ermüdbarkeit
blasige und faltige Ausstülpungen bilden, wird aufgrund der Ausgestaltung der Trägergewebebahnen
und der weiteren aus den Unteransprüchen hervorgehenden Ausgestaltungen der Erfindung erreicht
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fi g. 1 einen Abschnitt einer querelastischen Trägergaweoebahn
in einer Ansicht von oben,
Fig.2 einen Schnitt entlang eines Kettfadens der
Trägergewebebahr.gemäß Fig. 1,
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Schußfäden der Trägergewebebahn
gemäß Fig. 1,
F i g. 4 einen Schnitt entlang der weiteren Schußfäden
der Trägergewebebahn.
F i g. 5 einen Abschnitt einer längselastischen Trägergewebebahn in einer Ansicht von oben,
Fig.6 einen Schnitt entlang zweier Kettfäden der
Trägergewebebahn gemäß F i g. 5,
F i g. 7 einen Sch..-'.U entlang der Schußfäden der Trägergewebebahn
gemäß F i g. 5,
F i g. 8 einen Abschnitt einer längs-querelastischen
Trägergewebebahn in einer Ansicht von oben.
Fig. 9 einen Schnitt entlang zweier Kettfaden der Trägergewebebahn gemäß F i g. 8,
F i g. 10 einen Schnitt durch weitere zwei Kettfaden, Fig. 11 je einen Kettschnitt entlang der Schußfäden
der Trägergewebebahn gemäß F i g. 8.
F i g. 12 einen Schnitt entlang zweier weiterer Schußfäden und
Fig. 13 einen Abschnitt einer aus Baumwolle hergestellten
elastischen Trägergewebebahn in einer schaubildlichen Ansicht.
Die Trägergewebebahn besteht nach Fig. 1 aus einem
mit 10 bezeichneten Flächengebilde, dessen Kette bei 20 und der Schuß bei 30 angedeutet sind. Die Fäden
21 der Kette 20 bestehen aus Weichdrahtfäden mit dem Titer von 625 dtex, während die Fäden des Schusses 30
aus Zwirnkreppfäden 31. beispielsweise mit dem Titer von 250 dtex ■ 2 mit Z-Drehung. sowie dicken voluminösen
Füllfäden 32, beispielsweise mit dem Titer von 1250 dtex und Zwirnkreppfäden 33, beispielsweise mit
einem Titer von 250 dtex · 2 mit S-Drehung gebildet sind. Die Zwirnkreppfäden des Schusses 30 sind mit Jl1
33 bezeichnet, während die Füllfäden bei 32 angedeutet sind. Das Flächengebilde 10 weist in der Kette 20 unelastische
Garne, beispielsweise mit einem Titer von 500 dtex. 300 dtex. 250 dtex u. dgl. bzw. Zwirne mit einem
Titer von 500 dtex · 2, 300 dtex · 2, 250 dtex ■ 2 u. dgl. auf. während im Schuß 30 elastische Garne 31,33
und unelastische Garne 32 eingearbeitet sind. Die Weichdrahtzwirne in der Kette 20 bestehen aus Baumwolle,
Baumwolle/Zellwolle, Zellwolle oder anderen Gespinsten (F i g. 1 bis 4).
Als elastische Fäden 31, 33 im Schuß 30 werden beispielsweise Zwirnkreppfäden mit einem Titer von
300 dtex · 2. 250 dtex · 2. 200 dtex ■ 2 oder 140 dtex · 2
oder Spinnkreppfaden mit einem Titer von 500 dtex, 300 dtex, 250 dtex u. dgl. verwendet, die mit unelastischen
Garnen, beispielsweise mit einem Titcf von 2000 dtex. 1250 dtex. 1000 dtex oder 720 dtex kombiniert
sind, wobei die Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfäden 31,33 aus Baumwolle, während der Füllfaden 32 mit
einem Titer von 2000 dtex, 1250 dtex. 1000 dtex oder
720 dtex aus Baumwolle. Baumwolle/Zellwolle, Zellwolle und Wolle und aus synthetischen Stapelfasergarnen
bestehen. Die elastischen Schußfäden 31, 33 können auch aus texturierten, multifilen synthetischen Fäden,
wie Polyamid- bzw. Polyesterfäden der Dimension 10 tex · 4,10 tex · 3 oder 8 tex · 2 bestehen.
Während die vorangehend angeführten elastischen Fäden 31, 33 im Schuß 30 die erforderliche Elastizität
übernehmen, dienen die unelastischen Fäden, die, wie aus den vorbeschriebenen Dimensionen ersichtlich ist,
stärker ausgeprägt sind, als Füllfäden 32, die dazu dienen, einen guten Rauhpelz zu gestalten, um höchstes
Porenvolumen und somit einen hohen Wärmestau zu erreichen. Es können auch andere elastische Elemente,
wie beispielsweise umsponnene Poiyurethanfäden, umsponnene Gummifaden, zum Einsatz gelangen, wobei
die Umspinnung aus texturierten, multifilen Polyamidfäden bestehen kann, die sowohl im Uhrzeigersinn als
auch gegen den Uhrzeigersinn um die Seele liegen. Ebenfalls können auch Einfachgarne, gefachte Garne
oder gezwirnte Garne aus Baumwolle, Baumwolle/Zellwolle u. dgl. verwendet werden; auch andere Gespinste
können als Umspinnungsgarne eingesetzt werden.
Des weiteren können als elastische Fäden 31,33 auch
texturierte, multifile Amide oder andere texturierte, synthetische,
multifile Garne mit dem nichtelastischen Füllfaden
32 kombiniert werden. Die Kombination zwischen den elastischen Fäden 31, 33 kann, wenn es sich
um Zwirnkrepp- oder Spinnkreppfäden handelt, mit nichtelastischen Fäden 32 im Verhältnis 1 -.1,1 : 2 u. dgl.
sein. LIm das elastische Verhalten nicht zu stark zu beeinträchtigen,
ist es vorteilhaft, die Anzahl der elastischen Fäden 31, 33 nicht zu stark zurückzusetzen. Es
sollte also das Verhältnis I : 2, d. h. ein Hartdrahtfaden. zwei Weichdrahtfäden, nicht zugunsten der Weichdrahtfäden
verändert werden. Werden als elastische Faden 31,33 umsponnene Polyurethanfäden oder Gummifaden
oder texturierte, multifile Polyamidfäden eingesetzt, so kann das Verhältnis zu den Weichdrahtfäden
1 : 1,1 : 2,1 : 3,1 : 4 u. dgl. sein, wobei sich das Verhältnis
nach dem elastischen Verhalten richtet. Die Schußfa-
is denzahl ist dabei so gestaltet, daß die elastischen Fäden
31, 33 von dicken Weichdrahtfäden überdeckt werden, da der Rauhpelz nur durch die dicken Weichdrahtfäden
erzeugt wird, die schützend über den elastischen Fäden liegen, damit die elastischen Fäden durch den "auhprozeß
nicht in ihrer Funktion gestört werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Trägergewebebahn Hartdraht-Mehrstufenzwirne, die
Spinnkreppfäden oder Zwirnkreppfäden beinhalten, als elastische Fäden 31, 33 auf. Ein derartiger Mehrstufenzwirn
ist ein Weichdrahtzwirn, bestehend aus einem Spinnkreppfaden, beispielsweise mit einem Titer von
500 dtex. 300 dtex, 200 dtex, 170 dtex u. dgl. Anstelle dieser
SpiiiiiKreppfäden in diesem Mehrstufenzwirn können
auch Zwirnkreppfäden mit einem Titer von
M 250 dtex · 2, 200 dtex ■ 2, 140 dtex · 2 mit den vorgenannten
Weichdrahtfäden mit einem Titer von 1250 dtex, 1000 dtex, 720 dtex u.dgl. weich verzwirnt
sein.
Diese Mehrstufenzwirne, die als elastische Elemente angesprochen werden können, werden, um die Zielsetzung
der vorliegenden Erfindung zu erreichen, als SchüSrnatcrial eingesetzt, wobei der in dem Mehrst ufenzwirn
erhaltene Kreppfaden die Dehnbarkeit übernimmt und der Weichdrahtfaden den Rauhpelz ergibt.
AO Hierbei ist es vorteilhaft, wenn auf einen Mehrstufenzwirn
als Schuß 30. auf einen Kreppfaden mit S-Drehung im Stufenzwirn mit einem Kreppfaden mit Z-Drehung
oder auf zwei Mehrstufenzwirne mit je einem Kreppfaden mit S-Drehung. zwei Mehrstufenzwirne mit
einem Kreppfaden mit Z-Drehung folgen, damit sich die
Torsionsmomente gegenseitig aufheben.
Die Mehrstufenzwirne selbst, die als Weichdrahtzwirne anzusprechen sind, besitzen die gleiche Drehungsrichtung. Es ist auch möglich, solch einen Mehrstufcn-
zwirn mit einem Weichdrahtfaden mit einem Titer von 1250dtex, 1000dtex, 720dtex u.dgl. im Verhältnis 1 :1.
1 :2 u. dgl. zu koppeln. Um das elastische Verhalten der
Mehrstufenzwirne zu verbessern, ist es möglich, die Mehrstufenzwirne mit umsponnenen Polyurethan- oder
Gummifaden oder mit texturierten, polyfilen synthetischen
Fäden im Verhältnis 1 :1,2 :1,3 :1 u. dgl. zu koppeln,
wobei das Verhältnis zugunsten des Mehrstufenzwirns gestaltet wird.
Besteht das querelastische Flächengebilde 10 aus Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfäden als elastische Fäden
31, 33, so folgt jeweils auf einen Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfaden mit S-Drehung ein Spinnkrepp- oder
Zwirnkreppfaden mit Z-Drehung. 1st beispielsweise das Verhältnis zwischen den Hartdrahtfäden und den
Weichdrahtfäden 1 : Ϊ, so folgt beispielsweise auf einen
Kreppfaden mit S-Drehung ein Kreppfaden mit Z-Drehung. 1st das Verhältnis 1 :2, dann folgen auf einen
Kreppfaden mit S-Drehung zwei Weichdrahtfäden und
dann ein Kreppfaden mit Z-Drehung. Diese Kreppfäden
können Spinnkrepp- wie auch Zwirnkreppfäden sein. Die Schußfolge bei einem Verhältnis 1 : 1 kann auch wie
folgt sein: Ein Kreppfaden mit S-Drehung, ein Weichdrahtfaden, ein Kreppfaden mit S-Drehung, ein Weichdrahtfaden,
ein Kreppfaden mit Z-Drehung, ein Weichdrahtfaden, ein Kreppfäden mit Z-Drehung und Weichdrah„-_den.
Diese Anordnung ist erforderlich, damit sich die Torsionsmomente der einzelnen Kreppfäden gegenseitig
aufheben, so daß sich das Gewebe nicht drehen kann.
Die in Fig. 13 gezeigte voluminöse, elastische Trägergewebebahn
to ist aus Baumwolle hergestellt und weist auf der oberen Seite 10a eine Trägerschicht für
eine aufzubringende heilsame Pflastermasse auf. Die rückwärtige Seite 10/j des Trägergewebes besitzt ein
großes Porenvolumen, wodurch der gewünschte Wärmestau positiv beeinflußt wird. Bei 35 ist der Rauhpelz,
bei 50 die elastischen rauen des Schusses und bei 20 die
unelastischen Fäden der Kette angedeutet.
Nach einer weiteren Ausführungsform ist eine Trägergewebebahn aus einem Schuß und Kette aufweisenden
Flächengebilde in den Bindungsarten Leinwand, Köper, Atlas u. dgl. zur Erzielung einer Querelastizität
von 30 bis 90% derart ausgebildet, daß die Kettfäden 21
aus unelastischen Garnen mit einem Titer von 2000 dtex, 1250 dtex, 1000 dtex, 720 dtex u. dgl. oder aus
Weichdrahtzwirnen mit einem Titer von 1250 dtex · 2, 1000dtex · 2. 720dtex · 2. 500dtex · 2 u.dgl. gebildet
und die Schußfäden 31, 33 als Zwirnkreppfäden mit einen. Titer von 300 dtex · 2, 250 dtex · 2, 200 dtex · 2,
140 dtex · 2 u. dgl. oder aus Spinnkreppfäden mit einem Titer von 500 dtex, 300 dtex, 250 dtex u. dgl. ausgebildet
sind, wobei auf einen Zwirnkreppfaden mit S-Drehung ein Zwirnkreppfaden mit Z-Drehung oder auch zwei
Zwirnkreppfäden mit S-Drehung, zwei Zwirnkreppfädcn mit Z-Drehung oder au? einen Spinnkrepnfaden mit
S-Drehung ein Spinnkreppfaden mit Z-Drehung oder auf zwei Spinnkreppfäden mit S-Drehung zwei Spinnkreppfäden
mit Z-Drehung folgen. In diesen Fällen wird die Dehnbarkeit von den Schußfäden und der Rauhpelz
lediglich von den Kettfäden übernommen.
I η dem Flächengebilde der Trägergewebebahn folgen auf einen elastischen Zwirnkreppfaden oder Spinnkreppfaden
ein oder zwei dicke Füllfäden, so daß die Elastizität von den elastischen Zwirn- oder Spinnkreppfäden
und der Rauhpelz sowohl von den dicken, voluminösen Schußfäden als auch von den Kettfäden übernommen
wird.
Das Flächengebilde der Trägergewebebahn weist ferner im Schuß als elastische Fäden Spinnkreppfäden
mit einem Tuer von 500 dtex, 300 dtex, 250 dtex od. dgl,
Zwirnkreppfäden mit einem Titer von 300 dtex · 2, 250 dtex · 2,200 dtex - 2,140 dtex · 2 u. dgl, texturierte
polyfile synthetische Fäden, umsponnene Polyurethanoder Gummifaden und Mehrstufenzwirne, auch in
Kombination miteinander und untereinander, sowie in Kombination mit Weichdrahtfäden oder Weichdrahtzwirnen
auf, wobei die Weichdrahtfäden in Schuß und Kette aus Baumwolle, Zellwolle, Baumwolle/Zellwolle,
Wolle, Polyacrylnitril, Polyester u. dgL bestehen. Hier übernehmen die elastischen Fäden die Dehnbarkeit und
die Füllfäden im Schuß oder der Kette oder in Schuß und Kette den Rauhpelz, wobei hierdurch bei jeder
Dehnbarkeit zwischen 30 und 90% ein differenziertes reversibles Arbeitsvermögen erreichbar ist
Bei dem in F i g. 5 mit 110 bezeichneten Flächengebilde
ist die Kette bei 120 und der Schuß bei 130 angedeutet. Die Kelle 120 des Flächengebildes 110 besieht aus
Baumwollzwirnfäden 121, 121a mit einem Titer von 250 dtex · 2 HD mit Z-Drehung und Baumwollzwirnfäden
122, 122a mit einem Titer von 250 dtex ■ 2 HD mit S-Drehung, während der Schuß 130 aus dicken, voluminösen,
leicht rauhbaren Einfachgarnen mit einem Titer von 1250 dtex besteht (F ig. 6 und 7).
Wie die vorangegangenen Ausführungen und die Zeichnungen zeigen, weist das Flächengebilde 110 in
ίο der Kette 120 Spinn- oder Zwirnkreppfäden auf, so daß
eine Längselastizität des Flächengebildes 110 erhalten wird. Als Kettfaden 121, 121a und 122, 122a können
Spinnkreppfäden mit einem Titer von 200 dtex, 250 dtex, 300 dtex u. dgl. verwendet werden, wobei deren
Drehung weit über dem normalen Maß der Drehungen für die entsprechenden Dimensionen liegen. So besitzt
beispielsweise ein Spinnkreppfaden mit einem Titer von 200 dtex 1750 Drehungen. Auch Zwirnkreppfädcn
mit einem Titer von 300 d·.** · 2; 250 dtex ■ 2.
200 dtex · 2, 140 dtex u. dgl. können als Kettfaden verwandt
werden, wobei die Drehung für einen Zwirnkreppfaden mit einem Titer von 200 dtex · 2 bei
2150 Drehungen liegt.
Neben Spinn- oder Zwirnkreppfäden können in der Kette 120 auch Hartdraht-Mehrstufenzwirne vorgesehen
sein; auch umsponnene Polyurethan- und Gummifäden oder texturierte, multifile synthetische Fäden, wie
beispielsweise texturierte, multifile Polyamid-Fäden, können ebenfalls zum Einsatz gelangen.
Bei einem derartigen Mehrstufenzwirn handelt es sich um einen Weichdrahtzwirn, bestehend aus einem
Spinnkreppfaden, beispielsweise mit einem Titer von 500dtex, 300dtex, 200dtex, 170dtex u.dgl., verzwirnt
mit einem Weichdrahtfaden, beispielsweise mit einem J5 Titer von 1250dtex, 1000dtex, 720dtex u.dgl. Anstelle
der Spinnkreppfäden in dem Mehrstufenzwirn können auch Zwirnkreppfäden mit einem Titer von 250 dtex · 2,
200dtex · 2, 140dtex · 2 u.dgl. mit den vorgenannten
Weichdrahtfäden mit einem Titer von 1250 dtex, 1000 dtex, 720 dtex u. dg!, weich verzwirnt sein.
Diese Mehrstufenzwirne, die als elastische Elemente angesprochen werden können, werden, um die Zielsetzung
der vorliegenden Erfindung zu erreichen, als Kettmaterial eingesetzt, wobei der in dem Mehrstufenzwirn
enthaltene Kreppfaden die Dehnbarkeit übernimmt.
Die Anordnung der Fäden in der Kette 120 bei der Verwendung von Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfäden
oder Mehrstufenzwirnen ist dabei derart, daß jeweils auf einen Faden mit S-Drehung ein Faden mit Z-Drehung
oder auf zwei Fäden mit S-Drehung zwei Fäden mit Z-Drehung folgen.
Die Schußfäden 132 bestehen aus einem dicken Weichdrahtfaden mit einem Titer von 1250 dtex,
1000dtex, 720dtex u.dgl. und können aus Baumwolle,
Baumwolle/Zellwolle, Wolle oder synthetischen Stapelfasern hergestellt sein. Auch dickere oder dünnere Fäden
können im Schuß 130 eingesetzt werden. Bei dem Aufbau eines derartigen Gewebes übernehmen die
Kettfaden 121,121a. 122,122a das elastische Verhalten,
während die Schußfäden 132 durch den Rauhprozeß den einseitigen Rauhpelz mit hohem Porenvolumen ergeben,
worauf der gewünschte Wärmestau zurückgeführt wird. Auch können in der Kette 120 Spinnkreppoder
Zwirnkreppfäden, Hartdraht-Mehrstufenzwirne, umsponnene Polyurethan- oder umsponnene Gummifäden
oder texturierte, multifile synthetische Fäden untereinander oder mit Weichdrahtfäden im Verhältnis 1:1,
1 :2 u. dgL, je nach Verwendungszweck, um ein be-
stimmtcs elastisches Verhalten zu erreichen, kombiniert
werden, wobei die Kettfolge insbesondere bei den Spinn- und Zwirnkreppfäden oder bei den Hartdraht-Mehrstufenzwirnen
der Kette 120 beispielsweise mit VVeichdrahtfäden im Verhältnis I : I oder 1 :2 gekoppelt,
mit den Ke'.tfolgen übereinstimmen müssen. Als Umspinnungsfäden werden Einfachgarne, gefachte
Garne oder geisvirnte Garne aus Baumwolle, Baumwolle/Zellwolle. Zellwolle oder andere Gespinste verwendet.
Bei dem in Fig. 8 bis 12 mit 210 bezeichneten Flächengebilde
ist die Kette bei 220 und der Schuß bei 230 angedeutet. Die Kette 220 besteht aus Baumwollzwirnfäden
221 mit einem Titer von 250dtex · 2 HD mit Z-Drehung,
Baumwollzwirnfäden 222 mit einem Titer von 250 dtex · 2 HD mit 5-Drehung und dicken, voluminösen
Füllfäden 223 mit einem Titer von 1250 dtex, während der Schuß 230 aus Zwirnkreppfäden 231 mit einem
Titcr vor, 200dies 2 HD mit Z-Drchung. Zwirnkrcppfbden
232 mit einem Titer von 200 dtex · 2 HD mit S-Drehung und dicken, voluminösen Einfachfäden 233 mit
einemTitL-r von 1250dtex besteht(F i g. 8).
Wie die vorangegangenen Ausführungen und Zeichnungen /eigen, weist das Flächengebilde 210 in der Kette
220 und dem Schuß 230 Spinn- oder Zwirnkreppfäden auf. so daß cine Längs-Querelastizilät des Flächengebildes
210 erhalten wird.
Als elastische Fäden 221,222 werden in der Kette 220
Spinnkreppfäden mit einem Titer von 200 dtex. 250 dtex, 300 dtex u. dgl. verwendet, wobei die Drehung
weit über dem normalen Maß der Drehungen für die entsprechenden Dimensionen liegt. So besitzt beispielsweise
ein Spinnkreppfaden mit einem Titer von 200 dtex 1750 Drehungen. Auch Zwirnkreppfäden mii einem Titer
von 250 dtex · 2, 300 dtex · 2, 140 dtex · 2 u.dgl. können zum Einsatz gelangen, wobei beispielsweise bei
einem Z-wirnkrennfaHpn mit einen'! Titer von
200 dtex-2 die Drehung bei T/m 2150 liegt. Auch
Mehrstufenzwirne, die als Weichdrahtzwirne ausgebildet sind und aus einem Spinnkreppfaden mit einem Titer
von 500 dtex, 300 dtex, 200 dtex. 170 dtex u. dgl. verzwirnt
mit einem Weichdrahtfaden mit einem Titer von 1250dicx. 1000dtex. 720dtex u.dgl. bestehen, können
ebenso verwendet werden wie umsponnene Polyuretfolgen. Ist beispielsweise das Verhältnis zwischen den
Spinnkrepp-, Zwirnkrepp- oder Hartdraht-Mehrstufenzwirnen und den Weichdrahtfäden 1 : 1, so folgt beispielsweise
auf einen Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfaden mit 5-Drehung ein Weichdrahtfaden und dann ein
Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfaden mit Z-Drehung. Ist das Verhältnis 1 : 2, dann folgen auf einen Kreppfaden
mit S-Drehung zwei Weichdrahtfäden und dann ein Kreppfaden mit Z-Drehung. Die Kettfolge bei einem
ίο Verhältnis 1 : 1 kann auch derart sein: Ein Kreppfaden
mit 5-Drehung, ein Weichdrahtfaden, ein Kreppfaden mit 5-Drehung, ein Weichdrahtfaden, ein Kreppfaden
mit Z-Drehung, ein Weichdrahtfaden, ein Kreppfaden mit Z-Drehung und ein Weichdrahtfaden u. dgl.
Die Weichdrahtfäden können einen Titer von 1000 dtex, 720 dtex, 600 dtex. 500 dtex. 300 dtex u.dgl.
besitzen. Es können aber auch Zwirne, beispielsweise mit einem Titer von 500 dtex ■ 2,300 dtex · 2 u. dgl. ein-
._. ι u~: -4-,~ υ-. :~i η ιι~ ο
gi3it'.i ntiuvn, nuuti uuo IVtUiCIiUt liauiiinutiv, utiuiiiwolle/Zellwolle,
Zellwolle, Wolle oder andere synthetische Stapelfasern sein kann.
Um eine Dehnbarkeit in Schußrichtung von JO bis
90% zu erreichen, und außerdem einen einseitigen. i:ii
ten Rauhpel/ /ti erzielen, werden in Schußrichtung ela-
r, stischc und unelastische (iarnclcmenie 231. 232 um! 2.Vl
eingearbeitet.
Als elastische Fäden können im Schuß des Fläohengebildes
210 beispielsweise Spinnkrepp- oder Zwirnkrepp- oder Hartdraht-Mehrstufenzwirne verwendet
werden, wobei Spinnkreppfäden mit einem Titer von 170 dtex. 200 dtex, 300 dtex. 500 dtex u. dgl. und Zwirnkreppfäden
mit einem Titer von 200 dtex · 2. 250 dtex · 2. 300 dtex ■ 2 zum Einsatz gelangen können.
Die unelastischen Fäden besitzen beispielsweise einen Titer von 1250 dtex. 1000 dtex. 720 dtex u. dgl, wobei
der Spinnkrepp- oder Zwirnkrepp- oder Hartdraht-Mehrstiifenzwirne
aus Baumwolle, während der Füüfuden
aus Baumwolle. Zellwolle. Baumwolle/Zellwolle. Wolle oder synthetischen Stapelfasern bestehen kann.
Während die vorangehend aufgeführten elastischen Fäden die angegebene Elastizität übernehmen, dienen die
unelastischen Fäden, die. wie aus den vorbeschriebenen Dimensionen ersichtlich ist. stärker ausgeprägt sind, als
Füllfäden 233. der da/u dient, einen guten Rauhpel/ /u
han- oder umsponnene Gummifaden oder texturierte. -ts gestalten, um höchstes Porenvolumen und somit einen
multifile synthetische Fäden, wie beispielsweise texturierte
Polyamidfäden. Dabei ist besonders darauf zu achten, falls als elastische Fäden nur Spinnkrepp- oder
Zv.irnkreppfädcn sowie Haridraht-Mehrstufenzwirne eingesetzt werden, daß auf einen Hartdrahtzwirn mit
5-Drehung ein Hartdrahtzwirn mit Z-Drehung bzw. auf zwei Fäden mit 5-Drehung zwei Fäden mit Z-Drehung
folgen müssen. Dies ist erforderlich, damit sich die Torsionsmomente
gegenseitig aufheben, damit das Gewebe sich nicht zusammendreht. Auch können Spinn- und
Zwirnkreppfäden sowie Hartdrahtmehrstufenzwirne, umsponnene Polyurethan- oder umsponnene Gummifäden
oder texturierte, multifile synthetische Fäden untereinander oder mit Weichdrahtfäden, beispielsweise mit
einem Titer von 1000 dtex, 720 dtex, 600 dtex, 500 dtex, 300 diex u. dgl, je nach Verwendungszweck, um ein bestimmtes
elastisches Verhalten zu erreichen, miteinander kombiniert werden.
Wenn es sich um Spinnkrepp- oder um Zwirnkreppfäden oder Hartdraht-Mehrstufenzwirne als elastische
Fäden in der Kette 220 handelt, müssen jeweils auf einen
Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfaden mit S-Drehung
ein Spiimkrepp- oder Zwimkreppfaden mit Z-Drehung
hohen Wärmestau /u erreichen. Es können jedoch auch elastische Fäden, beispielsweise umsponnene Polvurethanfäden
oder umsponnene Gummifaden im Schuß 230 zum Einsatz gelangen, wobei die Umspinnung aus
so texturierten, multifilen Polyamidfäden bestehen kann,
die sowohl im Uhrzeigersinn als auch gegen den Uhrzeigersinn um die Seele liegend angebracht sind. Auch Einfachgarne,
gefachte Garne oder gezwirnte Garne aus Baumwolle, Baumwolle/Zellwolle, Zellwolle oder auch
andere Gespinste sind verwendbar, um als Umspinnungsgarne eingesetzt zu werden. Als weitere elastische
Fäden kann auch texturiertes. multifiles Polyamid oder texturierte, synthetische multifile Garne mit dem oben
genannten nicht elastischen Füllfaden kombiniert werden. Die Kombination zwischen den elastischen Fäden
kann, wenn es sich um Zwirnkreppfäden oder Spinnkreppfäden handelt, mit nicht elastischen Fäden 1:1,
1 :2 u. dgl. sein. Um das elastische Verhalten nicht zu stark zu beeinträchtigen, ist es erforderlich, die Anzahl
ίώ der elastischen Fäden nicht zu stark zurückzusetzen. Es
sollte also das Verhältnis 1 :2, also ein Hartdrahtfaden,
zwei Weichdrahtfäden nicht zugunsten der Weichdrahtfäden verändert werden. Werden als elastische Fäden
umsponnene Polyurethanfäden oder Gummifaden oder
teuuricrtc. multifile Polyamidfüdcfi eingesetzt, so kann
d;is Verhältnis /u den Weichdrahifäden 1:1.1:2. 1:3.
! :4 u.dgl. sein, wobei sich das Verhältnis nach dem elastischen Verhalten richte!. Die Schußfadenzahl sollte
so gestaltet sein, daß die elastischen Elemente von dikken Weichdrahtfäden überdeckt werden, da der Rauhpelz
nur durch die dicken Weichdrahifäden erzeugt wird, die schützend über den elastischen Fäden liegen,
damit die elastischen Fäden durch den Rauhprozeß nicht in ihrer Funktion gestört werden.
Um Trägergewebe dieser Art zu erzeugen, ist es auch denkbar, Mehrstufenzwirne, die Spinnkreppfäden oder
Zwirnkreppfäden beinhalten, als elastische Elemente einzusetzen. Ein solcher Mehrstufenzwirn ist ein Weichdrahtzwirn,
bestehend aus einem Spinnkreppfaden, beispielsweise mit einem Titer von 500dtex, 300dtex.
20Odtex. 170dtex u.dgl.. verzwirnt mit einem Weichdrah'.faden.
beispielsweise mit einem Titer von l250dtex. iCOöd'tex. 720dtex u.dgl. Anstelle dieser
SpinnkrepiJäden in diesen Mehrstufenzwirnen können auch Zwirnkreppfäden mit einem Titer von 250 dtex ■ 2,
20Odtex · 2, 140dtex · 2 u.dgl. mit den vorgenannten
Weichdrahtfäden mit einem Titer von 1250 dtex, 1000 dtex oder 720 dtex weich verzwirnt werden. Diese
Mehrstufenzwirne, die als elastische Elemente angesprochen werden können, werden als Schußmaterial
hier eingesetzt, wobei der in dem Mehrstufenzwirn enthaltene Kreppfaden die Dehnbarkeit übernimmt und
der Weichdrahtfaden den Rauhpelz ergibt. Hierbei ist es wichtig, daß auf einen Mehrstufenzwirn als Schuß 230
mit einem Kreppfaden mit S-Drehung ein Mehrstufenzwirn mit einem Kreppfaden mit Z-Drehung oder auf
zwei Mehrstufenzwirne mit einem Kreppfaden mit S-Drehung zwei Mehrstufenzwirne mit einem Kreppfaden
-.nil Z-Drehung u. dgl. folgen müssen, so daß sich die Torsionsmomente gegenseitig aufheben. Die Mehrstufenzwirne
selbst, die als Weichdrahtzwirne angesprochen werden können, besitzen die gleiche Drehung. Es
ist auch möglich, solchen Mehrstufenzwirn mit dem oben genannten Weichdrahtfaden mit einem Titer von
1250dtex. 1000 dtex, 720dtex u.dgl. im Verhältnis 1:1,
1 :2 u. dgl. zu koppeln.
Es ist jedoch auch möglich, diese Mehrstufenzwirne, um ihr elastisches Verhalten zu verbessern, mit den bereits
angeführten umsponnenen Polyurethan- oder Gummifäden oder mit texturierten, multifilen synthetischen
Fäden im Verhältnis 1 :1. 2 :1, 3 :! u. dgl. zu koppeln,
wobei das Verhältnis zugunsten des Mehrstufenzwirns gestaltet werden sollte. Diese Gewebe, die auf so
der einen Seite einen voluminösen dichten Rauhpelz tragen, sind auf der nicht gerauhten Seite mit einer heilenden
Pflastermasse bestrichen.
Wenn in dem Flächengebilde 210 als elastische Fäden Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfäden verwendet werden,
so folgt auf einen Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfaden mit S-Drehung ein Spinnkrepp- oder Zwirnkreppfaden
mit Z-Drehung. Ist beispielsweise das Verhältnis zwischen den Hartdrahtfäden und Weichdrahtfäden 1 :1, so
folgt beispielsweise auf einen Kreppfaden mit S-Drehung
ein Weichdrahtfaden und dann ein Kreppfaden mit Z-Drehung. Ist das Verhältnis 1 :2, dann folgen auf
einen Kreppfaden mit S-Drehung zwei Weichdrahtfäden und dann ein Kreppfaden mit Z-Drehung. Diese
Kreppfäden können Spinnkrepp- wie auch Zwirnkreppfäden sein. Die Schußfolge bei einem Verhältnis 1 -.
kann auch so sein, daß auf einen Kreppfaden mit S-Drehung ein Weichdrahtfaden, ein Kreppfaden mit S-Drehung.
ein Weichdrahifäden, ein Kreppfaden mit /Drehung, ein Weichdrahtfaden, ein Kreppfaden mit /Drehung,
ein Weichdrahtfaden folgen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von auf einer Seite mit einer Klebemasse versehenen
Heilpflastern, bestehend aus elastischen Schußfäden, die von Spinnkreppfäden, Zwirnkreppfäden,
texturierten, multifilen synthetischen Fäden oder umsponnenen Fäden gebildet sind, und aus unelastischen
Kettfäden, die von Garnen oder Zwirnen ge- to bildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß
abwechselnd zwischen den elastischen Schußfäden (31, 33) ein oder zwei unelastische, einen Rauhpelz
bildende Füllfäden (32) eingewebt sind, die einen Titer von 2000 dtex, 1250 dtex, 1000 dtex, 720 dtex auf- !5
weisen und aus Baumwolle, Zellwolle, Baumwolle und Zellwolle, Wolle oder synthetischen Stapelfasergarnen
bestehen.
2. Gewebebahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die unelastischen Füllfäden (32) von einem Mehrstafenzvyirr1. gebildet sind, der mindestens
einen den Rauhpelz bildenden Weichdrahtfaden oder -zwirn enthält
3. Gewebebahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Schuß Mehrstufenzwirne vorgesehen
sind, wobei auf zwei Mehrstufenzwirne mit je einem Kreppfaden mit S-Drchung zwei Mehrstufenzwirne
mit je einem Kreppfaden mit Z-Drehung folgen.
4. Elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von auf eine' Seite mit einer Klebemasse versehenen
Heilpflastern, bestehend aus elastischen Kettfäden,
die von Spinnkreppfäoen, Zwirnkreppfäden, texturierten, muitifilen synthetischen Fäden oder
umsponnenen Fäden gebildet sind und aus unelastisehen Schußfäden, dadurch gekennzeichnet, daß die
unelastischen Schußfäden (132) einen Rauhpelz bildende Weichdrahtfäden sind, die einen Titer von
1250 dtex, 1000 dtex, 720 dtex aufweisen und aus Baumwolle, Zellwolle, Baumwolle und Zellwolle,
Wolle oder synthetischen Stapelfasern bestehen.
5. Gewebebahn nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettfäden (121, 121a, 122,
\22a) aus Mehrstufenzwirnen aus einem Spinnkreppfaden mit einem Titer von 500 dtex, 300 dtex.
200 dtex, 170 dtex und einem Weichdrahtfaden mit einem Titer von 1250 dtex, 1000 dtex, 720 dtex gebildet
sind.
6. Gewebebahn nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Kettfäden (121, 121a, 122,
\22a) aus Mehrstufenzwirnen aus einem Zwirnkreppfaden mit einem Titer von 250 dtex · 2,
200 dtex · 2, 150 dtex · 2 und einem Weichdrahtfaden mit einem Titer von 1250 dtex, 1000 dtex,
720 dtex gebildet sind.
7. Elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von auf einer Seite mit einer Klebemasse versehenen
Heilpflastern, bestehend aus elastischen Kett- und Schußfäden, die von Spinnkreppfäden, Zwirnkreppfäden,
texturierten, multifilen synthetischen Fäden oder umsponnenen Fäden gebildet sind, und
aus unelastischen Kett- und Schußfäden, die in wechselnder Folge mit den elastischen Kett- und
Schußfäden verwebt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die unelastischen Kett- und Schußfäden (223, M
233) einen Rauhpelz bildende Füllfäden sind, die einen Titer von 1250 dtex, 1000 dtex, 720 dtex aufweisen
und aus Baumwolle. Zellwolle, Baumwolle und Zellwolle, Wolle oder synthetischen Stapelfasern bestehen.
8. Gewebebahn nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Kett- und Schußfäden
(221, 222, 231, 232) aus Mehrstufenzwirnen aus einem Spinnkreppfaden mit einem Titer von
500 dtex, 300 dtex, 250 dtex und einem Rauhpelz bildenden Weichdrahtfaden mit einem Titer von
1000 dtex, 720 dtex, 600 dtex, 500 dtex gebilde. sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2852508A DE2852508C2 (de) | 1978-12-05 | 1978-12-05 | Elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von Heilpflastern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2852508A DE2852508C2 (de) | 1978-12-05 | 1978-12-05 | Elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von Heilpflastern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2852508A1 DE2852508A1 (de) | 1980-06-12 |
| DE2852508C2 true DE2852508C2 (de) | 1984-05-10 |
Family
ID=6056331
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2852508A Expired DE2852508C2 (de) | 1978-12-05 | 1978-12-05 | Elastische Trägergewebebahn zur Herstellung von Heilpflastern |
Country Status (1)
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|---|---|
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|---|---|---|---|---|
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| DE7725670U1 (de) * | 1977-08-18 | 1978-01-05 | Karl Otto Braun Kg, 6759 Wolfstein | In der kette hochlaengselastische, in schussrichtung leicht einreissbare, selbstklebend oder klebend beschichtbare breitbindengewebebahn mit kreppstruktur |
| DE7726819U1 (de) * | 1977-08-30 | 1977-12-01 | Karl Otto Braun Kg, 6759 Wolfstein | In der kette hochlaengselastische, in schussrichtung leicht einreissbare, selbstklebend oder klebend beschichtbare breitbindengewebebahn mit kreppstruktur |
-
1978
- 1978-12-05 DE DE2852508A patent/DE2852508C2/de not_active Expired
Also Published As
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| DE2852508A1 (de) | 1980-06-12 |
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