DE285140C - - Google Patents

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DE285140C
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Germany
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steam
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22GSUPERHEATING OF STEAM
    • F22G5/00Controlling superheat temperature
    • F22G5/20Controlling superheat temperature by combined controlling procedures

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zu den Anforderungen, welche an eine brauchbare Überhitzeranlage zu stellen sind, gehört, daß die Temperaturregelung des erzeugten Heißdampfes in einfacher und zuverlässiger Weise vorgenommen werden kann, und daß ferner Vorkehrungen getroffen sind, welche den Überhitzer gegen die ungeschwächte Wirkung der Feuergase schützen, wenn er, wie z. B. bei Entnahme von Sattdampf, während der Betriebspausen oder beim Anheizen des Kessels, nicht die nötige Kühlung erfährt.
Vorkehrungen dieser Art werden indessen
nur dann voll zur Geltung kommen, wenn sie in unmittelbarem Zusammenhange mit einer Vorrichtung stehen, welche sowohl die Dampfentnahme als auch die Heißdampftemperatur regelt, weil sonst die Gefahr vorliegt, daß sie nicht oder nicht rechtzeitig benutzt werden.
Mit Rücksicht hierauf ist die nachfolgend beschriebene Vorrichtung dahin ausgebildet, daß sie einerseits die Entnahme von Heißdampf beliebiger Mischungstemperatur bis herab zu der des reinen Sattdampfes gestattet, andererseits den Überhitzer in einen Kreisstrom von und zum Dampfraum des Kessels einschaltet, sobald sie ihn von der Dampfentnahme abschaltet, womit sich die Bezeichnung »Doppelschalter« begründet.
Es sind allerdings Vorrichtungen bereits bekannt, welche ebenfalls selbsttätig eine zweite Verbindung mit dem Kessel zur Rückführung des Dampfes nach diesem aus dem Überhitzer herstellen, wenn letzterer außer Tätigkeit tritt. Diese beruhen jedoch auf durchaus anderer Grundlage, insofern sie entweder ein Ventil nach Art der Reduzierventile mit Entlastungskolben anwenden, oder ein sich drehendes Wechselgefäß benutzen.
Das vorbezeichnete Ventil kann die Rückleitung nur dann öffnen, wenn vor und hinter dem Dampf absperrventil der Maschine ein Druckunterschied entsteht, versagt also, wenn die Maschine mit Sattdampf arbeitet oder von einer anderen Überhitzeranlage gespeist wird. Das Wechselgefäß bedarf eines besonderen Antriebes, der so eingerichtet sein müßte, daß bei der jeweiligen Ausschaltung des Überhitzers die Doppel verbin dung mit dem Kessel erreicht und festgehalten wird, worüber nähere Angaben fehlen.
Der Doppelschalter weicht somit nach Einrichtung und Wirkung hiervon ganz wesentlich ab.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, setzt sich diese Vorrichtung aus zwei Ventilen A und B zusammen, deren Austrittsöffnungen einander gegenüberstehen und sich zu einem Mischraum vereinigen, von dem die Leitung L2 zur Maschine oder für sonstige Gebrauchszwecke abzweigt.
Das Ventil A erhält durch die Leitung L1 den Frischdampf vom Kessel und besitzt einen Seitenstutzen für den Anschluß der Leitung L3 zum Überhitzer, letzteren ständig mit Frischdampf speisend, indem das Ventil den Weg dafür stets offen hält. Das Ventil B dient zum Abschluß der Leitung L4 vom Überhitzer und hat einen dritten Stutzen für
die Leitung L5, die zum Dampfraum des Kessels zurückführt.
Die Ventilplatte des Ventils B trägt rückseitig einen kolben artigen, Fortsatz, welcher schließend in die achsial zu ihm gerichtete Bohrung für die Leitung Ls eintritt, wenn die Ventilplatte den Mischraum um einen gewissen, durch Versuche festzustellenden Weg öffnet.
ίο Die Wirkungsweise der Vorrichtung ergibt sich hiernach wie folgt:
In der gezeichneten Schlußstellung beider Ventile zum Mischraum geht der Dampfstrom vom Kessel zum Überhitzer und umgekehrt durch die Leitungen U, L3, L4, L6.
Wird das Ventil A allein geöffnet, so erhält die Leitung L2 ausschließlich Sattdampf, wobei gleichzeitig der Dampf den Überhitzer im Nebenstrom durchkreist.
Wird das Ventil B allein und voll geöffnet, so geht der gesamte vom Kessel kommende Dampf auf dem Wege U, L3, L4, L2 durch den Überhitzer zur Maschine und erreicht damit die höchstmögliche Überhitzungstemperatur.
Wird das Ventil B allein geöffnet, aber nicht so weit, daß die Leitung L5 abgeschnitten ist, so findet eine einfache Mischung von überhitztem Dampf mit Sattdampf statt, indem sich die Ströme aus L4 und L5 in B vereinigen.
Bleibt das Ventil B wie im vorhergehenden Falle stehen und wird dazu das Ventil A mehr oder weniger geöffnet, so tritt doppelseitige Mischung mit verstärkter Herabminderung der Überhitzungstemperatur ein.
Wird schließlich das Ventil B voll oder mindestens so weit geöffnet, daß die Leitung L5 abgesperrt ist, und durch das Ventil A Frischdampf zugeführt, so ist wiederum einfache Mischung vorhanden, jedoch ohne die Beschränkung der freien Durchgangsquerschnitte.
Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, in welcher umfassenden Weise die Regelung der Überhitzertemperatur des zu entnehmenden Dampfes erfolgen kann und trotzdem jederzeit eine angemessene Kühlung der Überhitzerrohre stattfindet.
Die auf der Zeichnung angedeuteten Hauptabsperrventil gehören nicht zu der Vorrichtung, sind indessen für etwa vorzunehmende Reparaturen erwünscht. Im normalen Betriebe sind sie stets voll geöffnet, weshalb auch ein besonderes Sicherheitsventil für den Überhitzer, wie sonst üblich, in Wegfall kommt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Absperren des Überhitzers und zum Regeln der Temperatur für überhitzten Dampf, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Absperrventile (A, B) einander gegenübergestellt und durch einen gemeinsamen, als Mischraum dienenden Austrittsstutzen für die Leitung (L2) des Arbeitsdampfes miteinander verbunden sind, von denen das eine Ventil (A) die Dampfentnahme aus dem Kessel regelt und durch eine nicht abschließbare Abzweigung die Zuleitung (L3) zum Überhitzer mit Frischdampf speist, während das andere Ventil (B) einerseits mit der Leitung (L4) des Heißdampfes vom Überhitzer, andererseits mit einer Rückleitung (L5) zum Dampfraum des Kessels verbunden und derart eingerichtet ist, daß der Heißdampf vom Überhitzer je nach Bedarf nach dem Mischraum oder nach dem Kessel oder nach beiden zugleich zu strömen vermag. · '
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschlußorgan des Ventils (B) einen kolbenartigen Fortsatz trägt, der nach Rücklegung eines zu bestimmenden Hubes in eine Bohrung tritt, die zur Rückleitung (L5) nach dem Kessel führt, wodurch diese ganz oder teilweise geschlossen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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