DE284517C - - Google Patents
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- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen des Fertigformapparates an einer Maschine zur
Herstellung von Hohlglaswaren, vermöge deren dieselbe gegenüber den bekannten Ausführungen
für eine stark beschleunigte Maschinenarbeit geeignet gemacht wird.
Die Gesamtanordnung und Arbeitsweise einer Maschine zur selbsttätigen Herstellung von Hohlglaswaren,
an der die für eine beschleunigte Maschinenarbeit vorgesehenen Einzelheiten angeordnet
sind, ist in der Patentschrift 176959 dargestellt und ist im wesentlichen folgende: Um
ein drehbares Gestell sind heb- und senkbare Rahmen angebracht, an welchen je ein Satz
der zum Vorformen und zum Fertigformen des Glasgegenstandes notwendigen Formen vereinigt
sind. Bei Drehung des Gestells und Senkung eines Rahmens taucht das unten offene Ende
jeder Saugform in das geschmolzene Glas, worauf sie vollgcsaugt wird. Die angesaugte Glasmasse
wird hierbei zu einem Kölbchen geformt und alsdann, nachdem zuvor ein Messer das
überschüssige Glas unterhalb der Vorformöffnung abgeschnitten hat, nach Absperren des
Vakuums und Öffnen der Saugform von der Blasform aufgenommen, indem ein die Form
tragender, radial am Drehgestell befestigter und auf und ab schwingbarer Arm angehoben wird
und die Hälften der Fertigform zusammenbewegt .werden. Alsdann wird in das Kölbchen
Druckluft eingelassen und dasselbe zu seiner endgültigen Gestalt aufgeblasen; hierauf wird
die Blasform geöffnet, niedergeschwungen, der fertige Gegenstand von ihr abgegeben und die
Kölbchenform für eine andere Aufnahme vorbereitet. Diese Arbeitsweise wiederholt sich
während jeder Umdrehung des Rahmens für jeden Satz von Saug- und Blasformen.
Um die fertig geblasenen Flaschen mit freigelegtem Kopf in der Fertigform so lange zu
belassen, bis ein neues Külbel zur Einführung in die Fertigform bereit ist, so daß die fertig geblasene
Flasche in der Fertigform fast einen ganzen Umlauf macht, hat man bei selbsttätigen
Maschinen mit umlaufenden Formen bereits die Einrichtung getroffen, daß nach dem Fertigblasen
die Kopfform sich öffnet, die Fertigform aber noch geschlossen bleibt und die Flasche mitnimmt,
wenn sie, um der' Vorform Raum zu geben, vom Blasekopf und Halspegel entfernt wird. Wenn diese Anordnung bei Maschinen
gemäß Patentschrift 176959 angebracht werden /'■'":.
soll, sind folgende Änderungen nötig. ;".-;
Infolge des Umstandes, daß die Fertigform"' so spät geöffnet wird, daß sie bereits herabgeschwungen
ist und daher zum Stützen der Flaschenmündung im Falle des Klebenbleibens
der Flasche an den auseinandergehenden Formhälften nicht mehr, wie bei den bekannten
Maschinen, der Flaschenmündungsdorn verwendet werden kann (weil er bereits zur Vorformung
einer neuen Flasche gebraucht wird), ist nach der vorliegenden Erfindung ein besonderer
Druckapparat zum' Festhalten der Flaschenmündung während des Öffnens der mit der
Flasche niedergeschwungenen Fertigform vorgesehen. Dieser Apparat drückt während der
Öffnungsperiode der Fertigformen gegen die
Mündung der Flasche und hält dieselbe auf der Bodenplatte fest. Nachdem die Fertigformhälften
vollständig geöffnet worden sind, gibt der Stützapparat die Flasche frei, worauf dicselbe,
und zwar stets an derselben Stelle der Maschine, herausfällt.
Bei den bis jetzt bekannten Owensmaschinen ist es ein Nachteil, daß die Fertigformen sich
zuerst öffnen müssen, um dann erst herunterschwingen zu können. Die Schließmechanismen
gestatten ein Heruntergehen nur bei geöffneter Fertigform. Nun bleiben durch dazwischengequetschtes
Glas die Fertigformen oft geschlossen und können sich nicht zur rechten Zeit öffnen. Das gibt dann jedesmal einen Bruch
in der Maschine, der schwere Opfer an Zeit und Geld kostet. Um hierbei schweren Bruchschaden
zu vermeiden, ist nach der Erfindung ein besonderes Zwischenstück in dem Schließmechanismus
angeordnet, vermittels dessen ein Öffnen und Schließen der Fertigform in jeder
Höhenlage ermöglicht wird. Diese Einrichtung ist unerläßlich, wenn, wie oben erwähnt, die
Fertigform so spät geöffnet wird, daß sie, um Platz für den Wiederbeginn der Arbeit in der
Vorform zu schaffen, in noch geschlossenem Zustande niedergeschwungen werden muß.
Eine weitere Neuerung an der vorliegenden Maschine besteht in der besonderen Ausführungsform
der Kühlvorrichtungen für die Fertigformen, die dazu dienen, die vermehrte Wärmeaufnahme
derselben zu beseitigen. Zu diesem Zwecke sind an der Maschine in den Fertigformarmen außer den bekannten Windzulei-
tungskanälen zum Kühlen der Vorformhälften noch andere Kanäle und Einrichtungen zum
Regeln beider Kühlströme vorgesehen.
Um die mit den vorgenannten Einzelheiten ausgestattete Maschine der Beschleunigung der
Formarbeit weiter anzupassen, ist noch die Einrichtung vorgesehen, daß das Heben des Hubpegels
und das Bewegen des Windschiebers durch eine gemeinsame Kurvenscheibe mit Hilfe eines Zahnsegmentes erfolgt. Es wird dadurch
der Nachteil vermieden, daß eine Kollision des Pegels mit dem Windschieber eintreten kann,
wei dies an den bekannten Maschinen oft vorkommt, wenn der Pegel auf seinem Sitze steckenbleibt.
Wenn nunmehr der Pegel steckenbleibt, kann der Windschieber nicht angetrieben werden.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι die Kühlvorrichtung für die Fertigform, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der
Fig· ι,
Fig. 3 eine andere Ausführungsform der Kühlvorrichtung,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3 mit Maschinengestell und Windleitung,
Fig. 5 einen Schnitt nach Linie E-F der Fig. 3, Fig. 6 eine Ansicht der zum Öffnen und
Schließen der Fertigformen dienenden Arme.
Fig. 7 und 8 zeigen die Festhaltevorrichtung in zwei verschiedenen Ansichten.
Fig. 9 zeigt die. Anordnung der Druckplatte mit Feder im Schnitt. .
Fig. 10 zeigt die Einrichtung zum Auf- und Niederbewegen des Hubpegels und zum Hin-
und Herbewegen des Windschiebers, wenn der Glcitrahmen, mit dem diese Einrichtung in Verbindung
steht, in der tiefsten Lage steht,
Fig. 11 die Einrichtung Fig. 10 bei der Stellung
des Gleitrahmcns in der höchsten Lage.
Das Öffnen und Schließen der Fertigformen sowohl in ihrer aufrechten als auch in ihrer gesenkten
Lage erfolgt durch die an einer feststehenden Mittelsäule 7 der Maschine befestigte
Kurvenscheibe 16 und eine daran sich abwälzende Rolle 44, deren radiale Bewegung auf
das Gestänge 45 übertragen wird (Fig. 4). Mit diesem Gestänge 45 steht ein um die Zapfen 46,
47 bewegbares Zwischengelenk 48 in Verbindung. Der um den Zapfen 46 schwingbare Druckbolzen 110 ist mit einer als ausgleichendes
Druckmittel in dem Schließmechanismus dienenden Feder versehen, die dazu dient, die Fertigform
mit einem ganz bestimmten Druck zu schließen. Der Bolzen ist in einem Hohlkörper
in eingeschlossen, welcher in einer rechts und links gelegenen Nut 121 (Fig. 5) des um den
Zapfen 120 in senkrechter Ebene drehbar angeordneten Fertigformarmes 62 gleitet (Fig. 5)
und demnach mit dem Fertigformtragarm 62 um den Zapfen 120 schwingen kann. Vermittels
der beiden Hebel 112 wird die hin und her gehende Bewegung des Schlittens in in eine
auf- und zuklappende der beiden Fertigformschließhebel 113 (Fig. 1, 58 Fig. 3 und 4) verwandelt.
Diese Hebel drehen sich um den in dem Fertigform tragarm 62 befestigten Stift 125
(Fig. i, 3, 4 und 5). Die Fertigfromhälften 114 (Fig. i, 3 und 4) sind um den Stift 115 drehbar,
der in den am Tragarm 62 sitzenden Fertigformschuh 116 (Fig. 4) eingelassen ist. Der
Fertigformtragarm 62 wird durch federnd gelagerte Rollen 117, die auf einer am Gestell 12
der Maschine mittels des Trägers 135 befestigten Rollenbahn 118 (Fig. 4) gleiten, gehoben und
gesenkt. Der Drehpunkt 47 ist mit dem Schiitten 45 fest verbunden; dieser befindet sich ungefähr
übereinstimmend mit der Achse des Drehzapfens 120, wenn die Form geschlossen ist,
weiter nach innen gezogen aber, wenn die Form sich öffnet. Durch die Anordnung des mit dem
Gestänge 45 in Verbindung stehenden eingeschalteten Zwischengliedes 48 ist es nunmehr
nicht mehr notwendig, daß der Drehpunkt des Teiles 110 und des Schlittens in mit dem Drehpunkt
120 des Fertigformtragarmes 62 zusammenfällt, damit ein Hinauf- oder Herunterschwingen
des Armes 62 ohne Bruch der Teile
no, in oder 45 möglich ist, vielmehr kann dadurch der Zapfen 47 nach rückwärts bewegt
werden auch für den Fall, daß der Fertigformtragarm nicht horizontal, sondern nach unten
geschwungen ist. Tatsächlich schwingt die Fertigform in geschlossenem Zustande nach
unten und geht bei weiterer Drehung unter dem Rande der Drehwanne hinweg. Daraufhin wird
die Fertigform in noch geschlossenem Zustande so gehoben, daß der Fertigformarm ungefähr
eine Neigung von 45 ° zur Horizontalen besitzt. In dieser Stellung beginnt das Öffnen der Fertigform,
womit gleichzeitig das Auswerfen der Flaschen aus derselben verbunden ist. Daraufhin
bewegt sich die Fertigfrom in geöffnetem
Zustand über eine schiefe Fläche weiter nach oben bis zu aufrechter Stellung und wird in
dieser Stellung zum Zwecke des Einfassens des Külbels wieder geschlossen. Das Zwischenschalten
des Gelenkes 48 ermöglicht es demnach, die Fertigform in jeder beliebigen Lage zu
öffnen und zu schließen.
Bei den bis jetzt bekannten Konstruktionen mußten die Fertigformen geöffnet sein, wenn
die dazugehörigen Arme hinunterschwingen mußten, da nur bei dieser Stellung dor Formhälften
das Gelenk in dem die Formhälften bewegenden Zuggestänge 45, 110, in mit der
Achse 120 zusammenfiel.
Eine Kühlung der Fertigformen war bei den
bisher bekannten sogenannten Owensmaschinen (s. Patentschrift 176959) nicht vorgesehen, weil
die fertig geblasene Flasche sich nur während ein Viertel der Umdrehung der Maschine darin
befand, wodurch eine übermäßige Erwärmung der From nicht auftrat. Bei der vorliegenden
Maschine jedoch hat die Fertigform keine Gelegenheit, Wärme abzugeben, da dieselbe sozusagen
während ' der ganzen Umdrehung der Maschine in Tätigkeit ist. Um die überschüssige
Wärme der Fertigform abzuführen, ist es daher erforderlich, wie bei anderen bekannten Maschinen,
besondere Vorrichtungen zur Kühlung durch an die Fertigform geblasene Luft zu schaffen. Zu diesem Zwecke sind die Fertigformscliuhe
und Schlicßarmc als Hohlräume ausgebildet, durch welche der Kühlwind geleitet
wird (vgl. Fig. 1, 3 und 5). Die Zuführung von Kühlwind zur Fertigform durch den Fertigformschuh
und durch die hohlen Fertigformtragarme entspricht der bereits früher ausgeführten
Zuführung von Kühlluft zur Vorform durch den Fertigformschuh und die hohlen Vorform tragarme.
Gemäß vorliegender Erfindung sind nun die Fertigformtragarme nach Fig. 1 und 3, die
mittels Drehzapfen 120 an die Rahmen 21 angeschlossen
sind (vgl. auch Fig. 4 und 5), mit einer Zwischenwand 57 so ausgerüstet, daß
außer dem schon bisher vorhandenen Kanal zur Zuführung von Kühlwind für die in der
Offenstellung befindliche Vorform 132 (Fig. 1 und 3) noch ein anderer Kanal gebildet wird,
durch welchen der Külilwind für die Fertigform zugeführt wird. In den Kanälen sind Abspcrr-
und Reglungsvorrichtungen, z. B. Drosselklappen 57', angebracht, um die Menge des Kühl- :
windes regulieren zu können. Aus den zum Schließen und Öffnen der Fertigform dienenden
hohlen Armen 58 (Fig. 3) tritt der Wind durch die vertikalen Schlitze 59 gegen die Fertigformhalf
ten 114 (Fig. 3, 4 und 6). Die hohlen Arme
62 (Fig. 3, 4 und 6) sind um die Zapfen 125 drehbar angeordnet und liegen mit einem verbreiterten
Flansche dichtschließend auf der Öffnung und dem Flansche des äußeren Windkanals der
Fertigformarme 62 (Fig. 3, 4, 5 und 6) so auf, daß der Külilwind bei jeder Stellung der Arme 58
Durchfluß findet und kühlend auf die Fertigformhälften 114 blasen kann, also in geschlossenem
wie geöffnetem Zustand derselben. Der Kühlwind wird durch den an dem Maschinengestell
sitzenden Windverteilungsring 12 der Kammer 23 (Fig. 4) zugeführt, von welcher aus er den
an dem Rahmen 21 befestigten Fertigformtragarmen 62 (Fig. 4) zugeht. Nach Fig. 1 tritt
der Külilwind aus dem Rahmen 21 seitlich durch die Zapfen 22 in die Fertigformtragarme ein.
Die Gestalt der Fertigformschließarme ist aus den Fig. 3, 4, 5 und b zu ersehen, von denen
Fig. 3 eine Draufsicht, Fig. 5 eine Vorderansicht, und Fig. 4 und 6 eine Seitenansicht der Schließarme
darstellt.
Eine andere Ausführungsform der Zufuhr von Kühlluft zu den Fertigformen ist in den Fig. 1
und 2 dagcstellt. Die zur Unterstützung der Fertigform dienende Bodenplatte 6τ (vgl. Fig. 1
und 2), welche am Fertigformschuh 116 sitzt, ist
als Hohlraum augebildet, welcher mit den beiden inneren Kanälen in den Fertigfornitragarmen 62
in Verbindung steht und aus denselben die Kühlluft erhält. Dieser Hohlkörper ist mit zwei
Reihen schräg nach oben und nach innen hin konzentrisch zur Fertigform angeordneten Schlitzen
63 versehen, durch welche der Kühlwind die Fertigformen in geschlossenem und geöffneteni
Zustande bestreicht.
Wie bereits erwähnt, wird die Flasche von der-Fertigform bei der Maschine nach der vorliegenden
Erfindung auch während der Füllungsperiode der zugehörigen Vorform festgehalten
und erst freigegeben, wenn die zugehörige Vorform gefüllt ist und die Fertigform das neue
Külbel zum Zwecke; des Aufblasens aufnehmen soll. Die Fertigform bleibt während der Umdrehung
der Maschine von dem Zeitpunkte nach der Aufnahme des Glaskülbels an also verschlossen,
um sich erst kurz vor der Aufnahme des neuen Külbels wieder zu öffnen. Die fertig
geblasene Flasche bleibt deshalb in der Fertigform noch während der Zeit, während welcher
die Vorform eine frische Glasmasse aus der Drehwanne aufnimmt. Durch das längere Verweilen
der fertig geblasenen Flasche in der geschlossenen Fertigform wird ein besseres und rascheres
Abkühlen derselben erreicht und dadurch ermöglicht, die Maschine rascher laufen zu lassen.
Die bessere Kühlung ist insbesondere dort von ganz großem Vorteil, wo Flaschen aus weichem
Glas, wie halbweißem oder ganz weißem Glas oder von anderer Form als der runden hergestellt
werden sollen. Erst durch die vorerwähnte
ίο Neuerung wird es möglich, mit den Owensmaschinen auch Flaschen von viereckigem,
sechseckigem, ovalem, länglichem oder sonstwie gestaltetem Querschnitt mit wirklichem Erfolg
herzustellen.
Die zum Festhalten der Flasche während der Üffnungsperiode der Fertigform dienende Vorrichtung
(Fig. 7 und 8) besteht im wesentlichen aus der Druckplatte 66, welche mittels des
Hebels 67 mit der mit einer Feder vesehenen
ao Zugstange 68 verbunden ist. Hebel 67 hat an seinem Ende eine Führungsbüchse 150 (Fig. 9),
in welcher der Zapfen 151 (Fig. 7 und 9) der
Druckplatte 66 gleitet. Die Feder 65 (Fig. 7, 8 und 9) hat den Zweck, ein Nachgeben der
Druckplatte bei zu starkem Niederdrücken derselben auf den Flaschenhals zu ermöglichen und
so ein Zerbrechen der letzteren zu verhindern. Die Zugstange 68 ist festgehalten in dem Kopf
152 des Armes 153, welcher mit den um den Zapfen 120 drehbaren Fertigformarmen 62 (Fig. 1
■und 3) fest verbunden ist. Durch den Druck der um die Stange 68 gewundenen Feder wird
die Druckplatte 66 stets -in gehobener, ausgeschwungener Lage erhalten. Das Ausschwingen
der Druckplatte und des Armes 67 erfolgt durch das Hoch- und Niedergehen der .Stange 68,
indem der Zapfen 72, welcher fest mit 68 verbunden ist, in dem Kurvenschlitzc 73 der Hülse
152 verschoben wird. An der Auswurfstelle der Flasche ist fest an dem Maschinenrahmen die
Schiene 154 mittels des Armes 70 angebracht. Zum Zwecke des Festhaltens der Flasche wird
die Rolle 69 durch die Anlaufschiene 154 gefangen und heruntergedrückt, wodurch die Zugstange
68 heruntergezogen wird und sich die Druckplatte 66 unter gleichzeitiger Schwenkung
des Armes 67 fest auf das Mundstück'der Flasche senkt und letztere auf dem Boden 74 festhält.
Nach vollständiger -Öffnung der Fertigform schnappt die Rolle 69 von der Schiene 154 ab,
wobei die Druckplatte 66 beim Höhergehen unter gleichzeitigem Verdrehen des Zapfens 72 in
dem Schlitz 73 die Flasche freigibt.
Das Auf- und Niederbewegen des Hubpegels und das Hin- und Herbewegen des Luftschiebers
erfolgt folgendermaßen: An dem Rahmen 34 (Fig. 10 und 11), welcher in der Führung 21 des
Drehgestells auf und ab gleitet, ist um den Zapfen 36 drehbar gelagert das Zahnsegment 37
zum Heben des Schaftes 38 mit dem Pegel 39. Das Zahnsegment wird durch eine Kurvenscheibe
13 durch Vermittlung der auf dieser laufenden Rolle 98 und der von dieser bewegten
Druckstange 43 bewegt. In dem Zahnsegment ist eine Nut angeordnet, in welcher sich die
Rolle 40 bewegt, die den Hebel 41 betätigt. Mit letzterem ist der Luftschieber 42 verbunden,
welcher sich über die im Blasekopf durch den Pegel 39 freigegebene Öffnung schiebt in dem
Augenblick, in dem der Schaft 38 hochgeht und der Pegel 39 die Öffnung im Kopf verlassen
hat. Bei der Verstellung des Gleitrahmens 34 bleibt die die Bewegung vermittelnde Druckrolle
98 mit der in unveränderter Höhe bleibenden Kurvenscheibe 13 in Eingriff, was durch
folgende Anordnung bewirkt wird: Die Druckstange 43 ist einerseits (Fig. 10 und 11) in der
Hülse 100 befestigt und anderseits in der Hülse 101 verschiebbar. In letzterer befindet sich die
Nut 102, in der ein fest in der Druckstange 43 befestigter Zapfen 103 hin und her gleiten kann.
Beim Auf- und Abgehen des Rahmens 34 geht auch der mit dem Zahnsegment 37 verbundene
Zapfen 104, der mit der Hülse 101 in Verbindung
steht, auf und ab. Während dieser Bewegung kann sich der Zapfen 103 in dem
Schlitze 102 bewegen. Das Andrücken des Plungers 39 auf die Platte 23 erfolgt durch die
Druckfeder 105, die auf der Druckstange 43 befestigt ist. Das Hochheben des Kurvensegments
37 in Verbindung mit dem Hochheben des Plungers 39 und dem Vorschieben des an dem
Hebel 41 sitzenden Luftschiebers 42 geschieht durch das Nachinnenziehen der Rolle 98 auf der
Kurvenscheibe 13 (Fig. n), wobei die Druckstange 43 zuerst mit Spiel so weit zurückgezogen
wird, bis der Bolzen 103 an das Ende des Schlitzes 102 der Hülse 101 anschlägt und diese
dann ebenfalls mitnimmt. Bei den bisherigen Ausführungen ist der Luftschieber durch eine
besondere Kurvenscheibe betätigt worden, durch welche unabhängig von dem Pegelhubmechanismus
der Luftschieber im geeigneten Moment bewegt wurde. Das öfters eintretende Klebenbleiben
des Pegels in der Kopfform wurde dann Ursache von Brüchen an der Maschine. Durch
die vorliegende Anordnung sind diese Nachteile vermieden, weil ein Bewegen des Schiebers 42
ohne ein gleichzeitiges Hochgehen des Schaftes
38 nicht stattfinden kann. no Die Arbeitsweise der Maschine ist im allgemeinen
die gleiche wie die der bereits bekannten Owerismaschinen; sie unterscheidet sich
nur von diesen durch die vorbeschriebenen verbesserten und vorteilhafteren Anordnungen.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Einrichtung zum Festhalten des Flaschenkopfes während des Öffnens der Fertigform bei selbsttätigen Glasblasemaschinen, bei welchen mehrere Sätze der Formwerkzeuge einen Kreislauf ausführen, und jedeFertigform nach dem Fertigblasen und öffnen der Kopfform mit der Flasche vom Blasekopf entfernt wird, um für die nächste Arbeit in der Vorform Raum zu geben, gekennzeichnet durch die Anordnung eines besonderen Halters (66, Fig. 7) in solcher Weise, daß er mit der in geschlossener Stellung aus der Fertigblasestellung entfernten Fertigform (114) zusammentrifft und vor Öffnung ihrer Hälften den Flaschenkopf angreift.
- 2. Ausführungform der Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ausleger (67) einer am Fertigformträger (62) und parallel zur Fertigformachse geführten Zugstange (68) eine Platte (66) federnd nachgiebig und so befestigt ist, daß sie von oben auf den Flaschenkopf gedrückt wird, wenn eine unten an der Zugstange befestigte Rolle (69) durch eine zur Maschinendrehachse konzentrische Daumenschiene (102) gefangen und abwärts bewegt wird und dabei die Zugstange entgegen der Wirkung einer Feder herabzieht.
- 3. Glasblasemaschine, bei welcher die Fertigformen während ihres Kreislaufes um die Maschinenmittelachse auf und ab schwingen und durch ein in radialer Richtung hin und her gehendes Gestänge geöffnet und geschlossen werden, welches aus einem wagerecht hin und her gehenden und einem entsprechend der Formenschwingung auf und ab schwingenden Teile besteht, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gestänge zwischen dem wagerecht hin und her gehenden Teil (45) und den auf und ab schwingenden Teilen (110, in) ein um zwei Zapfen drehbares Glied (48) eingeschaltet ist.
- 4. Einrichtung zum Kühlen der Fertigformen bei Glasblasemaschinen, bei welchen die Fertigformträger und ihr plattenförmig verbreitertes Ende mit Kanälen zur Zuführung von Kühlluft versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fertigformträger (62) zwei Sätze von durch Regelungsventile (57') o. dgl. für sich regelbaren Kanälen angeordnet sind, von denen der eine wie gewöhnlich die auf der Fertigformplatte (116) angebrachten Kühldüsen für die Vorform speist, während der andere zum Zuführen der Kühlluft in die als Hohlkörper ausgebildeten Fertigformschließarme (58) dient, aus welchen die Kühlluft durch die Schlitze (59) gegen die Außenflächen der Fertigformhälften (114) geblasen wird.Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT284517D Active DE284517C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
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- DE DENDAT284517D patent/DE284517C/de active Active
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