DE28342C - Depolarisator für elektrolytische Zwecke - Google Patents

Depolarisator für elektrolytische Zwecke

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DE28342C
DE28342C DENDAT28342D DE28342DA DE28342C DE 28342 C DE28342 C DE 28342C DE NDAT28342 D DENDAT28342 D DE NDAT28342D DE 28342D A DE28342D A DE 28342DA DE 28342 C DE28342 C DE 28342C
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C. DE CHANGY in Levallois- Perret bei Paris, rue des arts 29
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
    • C25C7/06Operating or servicing

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. December 1883 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nebst Einrichtung, um die nachtheiligen Wirkungen der Polarisation bei der elektrometallurgischen Gewinnung und Reinigung von Metallen oder bei der Erzeugung von galvanoplastischen Niederschlägen zu beseitigen. Von der hierzu dienenden Einrichtung, welche »Depolarisator« benannt werden soll, ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 eine Vorder-, in Fig. 2 eine Seiten- und in Fig. 3 eine Unteransicht dargestellt. Fig. 4 zeigt schematisch die Verbindung des Apparates mit der Dynamomaschme und dem Bade, es ist indessen klar, dafs der Apparat auch bei Benutzung anderer Elektricitätsquellen verwendet werden kann.
Der Depolarisator besteht im wesentlichen aus zwei Elektromagneten, von denen die Windungen des mit A bezeichneten aus sehr feinem, die des anderen, B, aus sehr starkem Draht hergestellt sind, und aus einem beiden Elektromagneten gemeinsamen Anker C, welcher an seinem einen Ende drehbar in der Säule h gelagert ist und der bis auf eine, an seiner oberen Fläche (gegenüber den Elektromagneten) angebrachte Eisenplatte D aus Kupfer besteht. Der Anker liegt, wenn er nicht von den Elektromagneten A und B angezogen wird, mittelst einer an seiner Unterseite isolirt angebrachten Metallschiene E auf zwei metallenen Säulen e. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, geht von der negativen Polklemme der Maschine M ein Draht α nach der einen Elektrode des Bades G, die positive Polklemme der Maschine steht mit der Klemme 1 durch Draht b, die zweite Elektrode des Bades G mit der Klemme 2 des Depolarisators in Verbindung. Von den beiden Hauptleitungsdrähten a und b der Maschine M führen Drähte 4 und 5 nach den beiden Polklemmen/des feindrähtigen Elektromagneten A. Die Klemme 1 steht mit den Kupferstangen g, Fig. 1 bis 3, in Verbindung, welche so über dem Anker C angeordnet sind, dafs sie mit letzterem in leitende Berührung treten, wenn der Anker durch die Thätigkeit der Elektromagneten angehoben wird. Der Strom geht in diesem Falle von der Klemme 1 über die Stangen g durch den Anker C, die Säule A, den Draht? und durch die Windungen des Elektromagneten B zur Klemme 2, und von da durch Leitung d zur zweiten Elektrode des elektrolytischen Bades, Fig. 4. Die beiden Elektroden des Bades G sind aufserdem durch Drähte 6 und 7 mit den Klemmen 3 des Depolarisators verbunden, welche Klemmen mit den Säulen e in Verbindung stehen, auf welchen der Anker C im Ruhezustande aufliegt und zwischen welchen derselbe mittelst der isolirten Schiene E Contact herstellt. Im Ruhezustande ist die Verbindung zwischen den Zersetzungszellen und der dynamoelektrischen Maschine somit vollständig unterbrochen, so dafs also beim Inbetriebsetzen der Maschine ein secundärer Strom nicht auftreten kann. Die Polklemmen der Maschine sind vielmehr nur durch die femdrähtigen Windungen des Elektromagneten A mit einander verbunden, so dafs eine Erregung der Elektromagneten der Maschine beim Anlassen derselben eintreten kann. Wird daher die Maschine in Gang gesetzt, so tritt der Elektromagnet A bald in Thätigkeit und zieht den Anker C an; derselbe kommt in Berührung mit den Kupferstangen g, so dafs nun der Strom durch die Windungen des Elektromagneten B nach dem Bade G ge-

Claims (3)

langen und dort in Thätigkeit treten kann, was sofort geschieht, da der Widerstand, welchen der Strom auf diesem letzteren Wege findet, erheblich geringer ist als derjenige, welchen die feindrähtige Windung des Elektromagneten A ihm bietet. Es tritt also jetzt der Elektromagnet B in Function und erhält beständig den Anker C im Contact mit den Stangen g, während durch die feindrähtigen Windungen des Elektromagneten A nur noch ein ganz schwacher Strom fliefsen wird. Tritt nun eine Unterbrechung der Verbindung des Bades mit der Maschine oder ein Anhalten der Maschine ein, so wird der Anker C losgelassen und durch Berührung der Schiene E mit den Säulen e eine Entladung der polarisirten Elektroden des Bades herbeiführen. Eine solche Entladung bezw. Depolarisirung wird stets automatisch eintreten, sobald die Elektroden des Bades entsprechend stark polarisirt sind, und kann man zu diesen Zwecken den Anker C in geeigneter Weise mit Abreifsfedern verbinden, so dafs derselbe zwischen den beiden Elektromagneten A und B einerseits und den Säulen e andererseits hin- und herschwingt und dabei entweder mit g oder mit den Stützen e Contact bildet, je nachdem eine Ladung oder Depolarisation des Bades stattzufinden hat. Zur Depolarisation kann man auch mittelst des Ankers C eine Ableitung der an den Elektroden des Bades angehäuften Elektricität nach der Erde herbeiführen. Sind mehrere Niederschlagszellen vorhanden, so können dieselben hinter einander oder parallel geschaltet und mit dem Depolarisator derart verbunden werden, dafs an jeder Elektrode ein Draht nach dem Apparat sich abzweigt. Die Contactvorrichtung kann in diesem Falle aus einzelnen Platten bestehen. Es ist vortheilhaft, Ströme von hoher Spannung zu benutzen, damit der Widerstand der Bäder, wenn solche hinter; einander geschaltet sind, besser überwunden wird. Im anderen Falle geht der Strom durch dieselben, ohne eine Zersetzung hervorzubringen. Zur Vermeidung dieses Uebelstandes sollte man mindestens einige Bäder parallel schalten. Pateντ-Ansprüche:
1. Das Verfahren, elektrolytische Bäder zu depolarisiren, darin bestehend, dafs der dieselbe speisende Hauptstrom unterbrochen und zwischen den beiden Elektroden des Bades eine Verbindung hergestellt wird, durch welche sich die in denselben angesammelte Elektricität entladen kann.
2. Zur Ausübung dieses Verfahrens ein Depolarisator, bestehend aus den beiden Elektromagneten A und B, dem Anker C mit der oberen Eisenplatte D und der unteren isolirten Kupferplatte E, den Stützen e und den Kupferstangen g.
3. Die Verbindung dieses Depolarisators mit dem elektrolytischen Bade und dem Elektricitätsgenerator durch die an die Klemmen ff ι und 2 und die Stützen ee anschliefsenden Drähte.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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