DE106014C - - Google Patents
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- DE106014C DE106014C DENDAT106014D DE106014DA DE106014C DE 106014 C DE106014 C DE 106014C DE NDAT106014 D DENDAT106014 D DE NDAT106014D DE 106014D A DE106014D A DE 106014DA DE 106014 C DE106014 C DE 106014C
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
- G04C13/00—Driving mechanisms for clocks by primary clocks
- G04C13/02—Circuit arrangements; Electric clock installations
- G04C13/021—Circuit arrangements; Electric clock installations primary-secondary systems using transmission of singular pulses for driving directly secondary clocks step by step
- G04C13/025—Circuit arrangements; Electric clock installations primary-secondary systems using transmission of singular pulses for driving directly secondary clocks step by step via special lines
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei ausgedehnten elektrischen Centraluhrenanlagen treten häufig Störungen auf, welche
auf Inductions - und Ladungserscheinungen zurückzuführen sind; auch kommt es nicht
selten vor, dafs durch einen Kurzschlufs oder Nebenschlufs im Leitungsnetze sämmtliche elektrische
Nebenuhren zum Stillstande kommen. Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es,
diese Störungsursachen zu vermeiden ; es werden hierzu Mittel angewendet, welche theilweise
in der Starkstromtechnik allgemein im Gebrauch sind, die aber bei elektrischen
Centraluhrenanlagen bisher noch nicht angewendet worden sind.
Wenn in dem Leitungsnetze einer elektrischen Centraluhrenanlage ein Kurzschlufs oder starker
Nebenschlufs vorkommt, so bleiben, wie schon oben bemerkt wurde, sämmtliche elektrische
Nebenuhren stehen und können erst dann wieder in Gang gebracht werden, wenn der Fehler im Leitungsnetze gefunden und beseitigt
ist. Es ist ohne Weiteres klar, dafs es sehr wünscheeswerth wäre, wenn in einem solchen Falle die Störung nur auf denjenigen
Theil des Leitungsnetzes beschränkt werden könnte, in welchem der Kurzschlufs entstanden
ist. Die vorliegende Erfindung hat in erster Linie den Zweck, diese Aufgabe zu erfüllen,
und zwar werden hierzu folgende Mittel benutzt. Zunächst ist es erforderlich, dafs die
Stromquelle befähigt sei, grofse Stromstärken abzugeben; aus diesem Grunde werden entweder
galvanische Elemente in sehr grofsen Abmessungen oder grofse Accumulatoren verwendet.
Ferner werden, an den Vertheilungspunkten und bei den Abzweigungen des Uhrennetzes
Abschmelzsicherungen oder automatische Ausschalter angebracht, in ähnlicher Weise
wie solche Einrichtungen bei Starkstromanlagen Verwendung finden. Ferner mufs das Contactwerk
der Normaluhr so eingerichtet sein, dafs der Contact nicht zu kurz ist, damit bei einem
Kurzschlufs im Leitungsnetz der Strom nach dem Abschmelzen der Sicherung noch genügend
Zeit hat, die im unbeschädigten Theile des Leitungsnetzes eingeschalteten Uhren zu
treiben.
In Fig. 2 ist das Leitungsnetz einer elektrischen Uhrenanlage schematisch dargestellt;
N ist die Normaluhr, α die Batterie, von deren Mitte bei E eine Leitung zur Erde geführt ist.
Von der Normaluhr geht eine starke Hauptleitung bis zur Sammelschiene. Von dort
zweigen sich vier starke Hauptleitungen ab, welche den Strom der in sich geschlossenen,
ebenfalls starken Vertheilungsleitung uv w χ zuführen. Von den Vertheilungsleitungen sind
Leitungen geringen Querschnitts nach den einzelnen Uhren bezw. Uhrengruppen abgezweigt.
Sowohl an der bei der Normaluhr gelegenen Sammelschiene als auch an den meisten Abzweigstellen
sind Bleisicherungen s angeordnet, welche entsprechend dem Leitungsquerschnitte
einen mehr oder weniger grofsen Querschnitt haben. Wenn in der Vertheilungsleitung oder
in den äufseren Abzweigungen ein Kurzschlufs auftritt, so wird bei der gewählten Anordnung
der Bleisicherungen immer nur die nächstgelegene Sicherung durchbrennen, während das
ganze übrige Netz ungestört bleibt. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Schema ist die Erde
als Ruckleitung benutzt; es empfiehlt sich je-
doch in manchen Fällen, als Rückleitung metallische Leitungen zu verwenden. Die in
Fig. 2 dargestellte Leitungsanlage soll nur als Beispiel zur Erklärung der Erfindung dienen,
denn die Anordnung der Leitungen richtet sich in jedem einzelnen Falle nach den gegebenen
Verhältnissen.
Die Anordnung der soeben beschriebenen, bei elektrischen Centraluhrenanlagen bisher
nicht gebräuchlichen Mittel würde es ermöglichen, . elektrische Uhren in unbeschränkter
Anzahl von einer Normaluhr aus zu betreiben, wenn nicht noch ein weiterer Umstand in Betracht
käme, nämlich die durch Selbstinduction und Ladungserscheinungen im Leitungsnetz
auftretenden Störungen, welche um so heftiger sind, je ausgedehnter das Leitungsnetz und je
gröfser die Zahl der eingeschalteten Nebenuhren ist. Um diese Störungsursachen zu beseitigen
, ist das Schaltwerk der Normaluhr so eingerichtet, dafs der Strom nicht plötzlich,
sondern ganz allmälig unterbrochen wird. Fig. ι stellt ein solches Schaltwerk schematisch
dar, und zwar ist dieses Schaltwerk zur Abgabe von Strömen wechselnder Richtung, wie solche
zum Betriebe moderner elektrischer Nebenuhren erfahrungsmäfsig nöthig sind, eingerichtet.
Wenn die Erde als Rückleitung benutzt werden soll, wird eine Leitung von der Mitte der
Batterie α α zur Erde geführt; sind jedoch metallische Rückleitungen vorhanden, so wird
die Leitung mit diesen in Verbindung gebracht. Die Endpole der Batterie sind mit den Federn
α und e leitend verbunden. Die Hauptleitung ist durch eine Schleiffeder k mit dem
auf der Achse m sitzenden Metallkörper £ leitend verbunden. Im Zustande der Ruhe liegt der
Körper i in dem freien Räume zwischen den Federn d und e oder α und /?. Bei jeder
Stromgebung macht die Achse m mit dem Körper i langsam einen halben Umlauf. Sobald
i die Feder e berührt, fliefst der Strom in seiner vollen Stärke durch den Körper i und
die Feder k in die Hauptleitung. Nach ungefähr zwei Secunden berührt i die mit dem
inductionsfreien Widerstände n> in Verbindung
stehende Feder f. Diesen Augenblick stellt Fig. ι dar. Aus der Zeichnung ist ohne Weiteres
zu ersehen, dafs der Körper i in dieser Stellung gleichzeitig mit der Feder e und der
Feder f in Verbindung steht. Wenn kurz darauf infolge der Weiterbewegung des Körpers
i das Ende der Feder e abfällt und dadurch die unmittelbare Verbindung mit der
Batterie unterbrochen wird, so kann der Strom nur noch auf dem Umwege durch den
bifilar gewickelten Widerstand n>1 der Leitung
zufliefsen. Der Widerstand iv ist in der Regel
so bemessen, dafs durch ihn die Stromstärke auf Y5 herabgesetzt wird. Nach weiteren zwei
Secunden berührt i die Feder g und gleich darauf fällt das Ende der Feder /.ab. Von
diesem Augenblicke an kann der Strom nur noch auf dem Umwege durch die beiden
Widerstände wl und w* der Leitung zufliefsen,
die Stromstärke beträgt dann nur noch γ.,5
der vollen Stromstärke. Derselbe Vorgang wiederholt sich, wenn das Federende g abgefallen
ist, der Strom mufs dann hinter einander die Widerstände w1, n>2 und w3 durchfliefsen.
Die Stromstärke beträgt dann nur noch Y125
der vollen Stromstärke. Wenn schliefslich der so stark geschwächte Strom beim Abfallen des
Federendes h gänzlich unterbrochen wird, so treten die Inductions- und Ladungserscheinungen
in so äufserst geringem Grade auf, dafs sie niemals zu Störungen im Uhrenbetriebe
Anlafs geben können. Wenn bei der nächsten Stromgebung der Körper z, indem er sich
langsam dreht, nach einander die Federn abcd berührt, so wiederholt sich der Vorgang in derselben
Weise, wie er oben beschrieben wurde. Der einzige Unterschied liegt darin, dafs der
Strom seine ursprüngliche Richtung gewechselt hat, da in diesem Falle nicht der -(--Pol, sondern
der —Pol mit der Hauptleitung in Verbindung gebracht wird. Die Gröfse und Anzahl
der nach und nach einzuschaltenden Widerstände, sowie die Dauer der einzelnen Contacte
richtet sich nach den besonderen Verhältnissen der einzelnen Anlagen. Das Wesentliche der
gewählten Anordnung liegt darin, dafs der Strom in der Leitung durch Einschaltung von
zwei oder mehr Widerständen ganz allmälig zum Verschwinden gebracht wird. An Stelle
der eben beschriebenen Vorrichtungen kann deshalb auch jede beliebige andere, dem gleichen
Zweck dienende Einrichtung treten. Bei dem in Fig. ι dargestellten Contactwerk kommen
zwei Batterien zur Anwendung, welche von einer Stromgebung zur anderen abwechselnd
den Betriebsstrom liefern. Wenn nur eine Batterie verwendet werden soll, so ist ein besonderer
Stromwender an der Normaluhr anzubringen.
Die Verwendung des Starkstromes zum Betrieb elektrischer Uhren ist an sich nicht neu;
so wird z. B. in der Patentschrift Nr. 99467 von Heinrich Bauer eine Stromschlufsvorrichtung
für elektrische Pendel beschrieben, bei welcher durch Vorschaltung einer bifilar
gewickelten Drahtrolle von hohem Widerstand die hohe Spannung des Starkstromes heruntergebracht
wird. Bei dieser Vorrichtung wird der Strom nicht unterbrochen; der das Pendel bewegende Elektromagnet wird im geeigneten
Augenblicke durch Kurzschliefsung seiner Wickelung stromlos gemacht. Diese Einrichtung ist
demnach verschieden von dem Gegenstande der vorliegenden Erfindung. Die bis jetzt bekannten
Contactwerke hatten in erster Linie die Unterdrückung der durch Selbstinduction
bei der Stromunterbrechung entstehenden Funkenbildung angestrebt, während bei der
hier beschriebenen Anordnung die Ursachen der Funkenbildung, d. h. die Selbstinduction
gänzlich aufhört. Die vorstehend beschriebene Anordnung vermeidet also nicht nur die Funkenbildung,
sondern auch alle anderen auf die Wirkung der Selbstinduction zurückzuführenden Störungen.
Da, wie schon bemerkt wurde, zum Betriebe der elektrischen Centraluhrenanlagen der beschriebenen
Art grofse Accumulatoren ganz besonders geeignet sind, so sind mit Vortheil die Accumulatoren der elektrischen Beleuchtungscentralen
gleichzeitig für den Betrieb der elektrischen Uhren zu verwenden. Die Kosten für die Beschaffung besonderer Batterien für
den Uhrenbetrieb können dadurch erspart werden.
Wenn das Leitungsnetz einer Starkstromcentrale nach dem Dreileiter- oder Fünfleitersystem
angelegt ist, so wird der eine Leitungsdraht der Uhrenleitung mit dem
Mittelleiter der Starkstromcentrale dauernd verbunden, während der andere Draht der Uhrenleitung
durch das Schaltwerk der Normaluhr in bestimmten Zeitintervallen abwechselnd mit der siebenten Zelle rechts und mit der
siebenten Zelle links vom Mittelleiter in Verbindung gebracht wird; auf solche Weise
werden auf einander folgende Ströme wechselnder Richtung, wie solche zum Betriebe der
elektrischen Nebenuhren nöthig sind, in das Uhrennetz abgegeben. Das Contactwerk der
Normaluhr ist in diesem Falle mit den oben beschriebenen neuen Einrichtungen versehen,
welche den Zweck haben, die durch Selbstinduction und Ladungserscheinungen verursachten
Störungen zu vermeiden. Je nach der Spannung, welche für den Uhrenbetrieb erforderlich
ist, bestimmt sich die Anzahl der Elemente, die rechts und links vom Mittelleiter
in Benutzung zu nehmen sind.
Wenn der Mittelleiter des Dreileitersystems an der Erde liegt, so kann unter gewissen
Umständen auch die Erde als Rückleitung für den Uhrenbetrieb benutzt werden.
In dem Buche L'Eclairage electrique, Band IV, S. 365 und 366, ist eine elektrische Uhrenanlage
nach System Wrright beschrieben. Bei dieser Anlage wird zwar der Starkstrom zum Betriebe
elektrischer Nebenuhren ebenfalls benutzt, aber es sind dort alle die Einrichtungen nicht vorhanden,
durch welche die oben beschriebene neue Erfindung besonders gekennzeichnet ist, nämlich
die Bleisicherungen oder uutomatischen Ausschalter im Leitungsnetze und die Einrichtung,
dafs der Betriebsstrom nicht plötzlich, sondern allmälig unterbrochen wird.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Elektrische Centraluhrenanlage, dadurch gekennzeichnet, dafs das Leitungsnetz mit Abschmelzsicherungen oder selbsttätigen Ausschaltern versehen ist, um Störungen in einzelnen Zweigen des Netzes für den übrigen Theil des Netzes unschädlich zu machen, und dafs zugleich ein Schaltwerk in bestimmten Zeitabschnitten den Strom einer zur Abgabe grofser Stromstärken geeigneten Stromquelle eine Zeit lang in dieses Leitungsnetz fliefsen läfst und ihn dann mit Hülfe geeigneter Vorrichtungen in Abstufungen allmälig so weit abschwächt, dafs bei der schliefslichen Unterbrechung die Stromstärke verschwindend klein ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE106014C true DE106014C (de) |
Family
ID=376233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT106014D Active DE106014C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE106014C (de) |
-
0
- DE DENDAT106014D patent/DE106014C/de active Active
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