DE28237C - Rotirende Compound-Maschine - Google Patents

Rotirende Compound-Maschine

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DE28237C
DE28237C DENDAT28237D DE28237DA DE28237C DE 28237 C DE28237 C DE 28237C DE NDAT28237 D DENDAT28237 D DE NDAT28237D DE 28237D A DE28237D A DE 28237DA DE 28237 C DE28237 C DE 28237C
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DE
Germany
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cylinder
steam
piston
slide
valve
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Active
Application number
DENDAT28237D
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English (en)
Original Assignee
W. FROST in Birmingham und TH. TH. BOND in Luton, England
Publication of DE28237C publication Critical patent/DE28237C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01CROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
    • F01C1/00Rotary-piston machines or engines
    • F01C1/30Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members
    • F01C1/34Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members having the movement defined in group F01C1/08 or F01C1/22 and relative reciprocation between the co-operating members
    • F01C1/356Rotary-piston machines or engines having the characteristics covered by two or more groups F01C1/02, F01C1/08, F01C1/22, F01C1/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members having the movement defined in group F01C1/08 or F01C1/22 and relative reciprocation between the co-operating members with vanes reciprocating with respect to the outer member

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 59: Pumpen.
Rotirende Compound-Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft Einrichtungen an rotirenden Maschinen mit zwei oder mehreren Cylindern, durch welche bezweckt wird, den zum Betriebe verwendeten Dampf in vortheilhafterer Art, als seither bei derartigen Maschinen üblich, auszunutzen. Zu diesem Zweck sind die Cylinder durch Vertheilungsschieber und Rohre derart mit einander verbunden, dafs der Dampf aus dem einen Cylinder in den anderen übertreten und durch vollkommene Expansion wirken kann, in ähnlicher Weise, wie es bei den bekannten Compound-Maschinen mit alternirender Kolbenbewegung der Fall ist.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt eine Maschine unseres Systems in Seitenansicht, Fig. 2 .im Grundrifs, Fig. 3 und 4 in Endansicht, Fig. 5 einen Längenschnitt nach der Linie E-F, Fig 2, Fig. 6 einen Querschnitt durch den Hochdruckcylinder nach der Linie A-B, Fig. 5, Fig. 7 einen Querschnitt durch den Niederdruckcylinder nach der Linie C-D, Fig. 5, Fig. 8 den aus zwei Hälften zusammengesetzten Mantel des Niederdruckcylinders von der Aufsenseite, und Fig. 9 diesen Theil von der Innenseite gesehen.
Um eine rotirende Hochdruckmaschine nach dem Compound - System zu bilden, ist im vorliegenden Falle ein Hochdruckcylinder H mit Schieberkasten J, Fig. 6, Schieber L, Fig. 4, und Sperrschieber M, und ein Niederdruckcylinder K mit Schieberkasten N, Fig. 7, Schieber O und Sperrschieber P, Fig. 2 und 7, conaxial um die durch Stopfbüchsen 8 und 9 in den Cylinderdeckeln abgedichtete Welle Q angeordnet. Uebrigens können beide Cylinder auch je eine besondere Welle erhalten, brauchen auch nicht conaxial zu sein, wofern sie nur durch Rohre und Schieber so mit einander verbunden sind, dafs sie regelrecht in der zu beschreibenden Weise zusammenarbeiten können. Der Sperrschieber M des kleinen Cylinders H wird von dem Hebel R durch das Excenter U der Welle Q, und der Sperrschieber P des grofsen Cylinders von dem Hebel 5 durch das Excenter V der Welle Q in bekannter Weise auf- und niederbewegt. Die Steuerungsschieber O und L werden mittelst Excenterdaumen oder Nnthenscheiben von der parallel zu den Cylindern gelagerten Steuerwelle T bewegt, welche durch die Welle Q mittelst der Kurbelscheibe Γ2 und der Schubstange T1 in Schwingung versetzt wird. Der Kolben K,des kleinen Cylinders H und ebenso der Kolben Z des grofsen Cylinders K sind unter i8o° gegen einander versetzt und durch Nabenstücke auf der Welle Q befestigt. Beide Kolben sind mittelst durch Federn an die Cylinderwand bezw. an die Deckel angedrückter Dichtungsschienen oder auf andere passende Art abgedichtet. Um die Maschinen wie bei einem Doppel-Compound-System wirken zu lassen, ist im vorliegenden Falle angenommen, dais die Ausströmung des übrigens mit variabler Füllung in den kleinen Cylinder H einzulassenden Volldruckdampfes stattfindet, wenn der Kolben Y etwa 7/8 seiner Drehung vollendet hat. Alsdann öffnet sich ein in einem Gehäuse G1, Fig. 6, an H angeordnetes, um einen Bolzen g"2 drehbares Klappenventil mit Durchlafsöffnung u oder ein anderes
Abschlufsorgan infolge Ueberdruckes des Dampfes im kleinen Cylinder H über den Arbeitsdampf im grofsen Cylinder K, und der Dampf aus H tritt durch Kanal 2 und Kanal w", Fig. 2 und 6, in das von dem den Volldruckdampf in H einführenden Rohre w'1 umgebene Rohr w, das den Receiver der Maschine bildet, und aus diesem in den grofsen Cylinder K über und vermischt sich mit in diesem bereits enthaltenen directen Kesseldampf. Dieser aus _£Γ kommende Dampf tritt in den Schieberkasten N durch den Kanal ws, Fig. 7, unterhalb des von Volldruckdampf umgebenen Schiebers O, Fig. 7, ein und gelangt so durch den Einlafskanal χ zwischen Kolben Z und den Sperrschieber P des grofsen Cylinders. Der Kolben Z dreht sich dabei in der Richtung des Pfeiles, Fig. 7, und der so vermischte Dampf entweicht durch den Exhaustkanal 3 ins Freie.
Der Rauminhalt des grofsen Cylinders K ist bei 3/8 der Kolbendrehung nun gleich dem Inhalt des kleinen Cylinders bei 3/4 der Kolbendrehung desselben, und in dem angenommenen Beispiel findet nach halber Umdrehung (von Beginn des Dampfeintritts in den kleinen Cylinder ab gerechnet), also wenn der Kolben in der Nähe des unteren Hubpunktes steht, Absperrung des Dampfes statt. Von diesem Zeitpunkt ab, wenn also der Kolben des grofsen Cylinders in der Nähe seines oberen Hubpunktes steht, strömt directer Kesseldampf in den grofsen Cylinder K ein und wird bei s/s der Kolbendrehung (von Beginn der Einströmung ab) abgesperrt. Im kleinen Cylinder .if beginnt der Dampf etwas früher auszuströmen, als die Absperrung des Volldruckdampfes im grofsen Cylinder K eintritt, und dieser ausströmende Dampf gelangt dann in den Cylinder K und vermischt sich mit dem in K bereits enthaltenen Kesseldampf, bis nach Vollendung von etwa 7/e Umdrehung die Ausströmung des nunmehr auf niedrige Spannung gesunkenen Dampfes durch den Austrittskanal 3 des grofsen Cylinders eintritt.
Angenommen, der Kolben Y des kleinen Cylinders befände sich in der in Fig. 6 punktirt angegebenen Stellung, also dicht an dem die Absperrung des Ausströmungstheiles des Cylinders vom Einströmungstheil durch Aufstofsen auf die Kolbennabe bewirkenden Sperrschieber M, so tritt durch den Einlafskanal bei A Volldruckdampf in letzteren Cylindertheil ein, bis der Kolben Y eine halbe Umdrehung vollendet hat. Von diesem Zeitpunkt ab strömt Volldruckdampf aus dem Rohr«/1 durch den Einlafskanal λ; im Schieberkasten N auch in den grofsen Cylinder K während der Dauer von 8/8 der Kolbenumdrehung ein. Nach '/a -|- 3/8 = r/8 Umdrehung des Kolbens Y, also in dem Moment, wo dieser eben den mit dem grofsen Cylinder communicirenden Kanal 2, Fig. 6, am Schieberkasten G1 überschritten hat, vermischt sich der Dampf, welcher im kleinen Cylinder gewirkt hat, durch das Ventil g und das innere Rohr w mit dem in den grofsen Cylinder K vorher eingelassenen directen Kesseldampf (durch Federkraft und die Wirkung des Dampfdruckes schliefst sich das Ventil g), und der Kolben Z, Fig. 7, in K setzt seine Drehung infolge der Expansionskraft des gemischten Dampfes in der ffeilrichtung bis über den Exhaustkanal 3 hinaus fort, worauf der nur noch schwach gespannte gemischte Dampf bei etwa r/8 der Kolbendrehung bei 3 ausströmt.
Die Sperrschieber M und P sind durch Stopfbüchsen 4 und 5 abgedichtet, und auf der Rückseite des Sperrschiebers P ist ein Durchlafskanal 6, auf der Rückseite von M ein Durchlafskanal 7 angeordnet, durch welche die Communication mit der Atmosphäre hergestellt und jeder schädliche Gegendruck vermieden wird. Zugleich nehmen diese hohl hergestellten Sperrschieber auch die erforderliche Schmiere auf. Endlich sind unten an beiden Cylindern Ablafshähne 10 und 11 angeordnet, die man von Hand bewegen oder automatisch functionirend einrichten kann.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    Die durch Ventil g, Rohre κ/3 und w1 hergestellte Communication zwischen dem kleinen Cylinder H mit Ventilkasten J und Einlafsschieber L und dem grofsen Cylinder K mit dem als Einlafs- und Communicationsschieber wirkenden Schieber O einer rotirenden Maschine, zum Zweck, den Dampf aus H in w überströmen zu lassen, um ihn unter dem Schieber O durch Kanäle ws und χ in K eintreten und mit dem directen Dampf in K expandiren zu lassen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT28237D Rotirende Compound-Maschine Active DE28237C (de)

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