DE2821998B2 - Emaillierbare Aluminiumlegierung - Google Patents
Emaillierbare AluminiumlegierungInfo
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C21/00—Alloys based on aluminium
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- A47J—KITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
- A47J36/00—Parts, details or accessories of cooking-vessels
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Description
Die Erfindung betrifft eine Aluminiumlegierung zur Herstellung von emaillierten Gegenständen, insbesondere
für Kochgeschirr.
Die bisher verwendeten Legierungen für das Emaillieren sind solche der Werkstoffnummern 1050
(Aluminium 99,5%) und 3003 (Aluminium-Magnesium-Legierungen mit 1% Mn nach »Aluminium Association«)
(siehe Aluminium-Taschenbuch 1974, Seiten 945 und 953).
Die Anwendung eines Werkstoffes der Bezeichnung 1050 gewährleistet eine gute Haftung des Emails, wie
sich aus den verschiedensten üblicherweise angewandten Untersuchungen an emaillierten Gegenständen
ergibt. Es ist jedoch für die Emaillierung notwendig, die Gegenstände zu glühen. Im geglühten Zustand besitzen
diese jedoch eine sehr mäßige mechanische Festigkeit, so daß man aus derartigen Werkstoffen keine robusten
Gegenstände herstellen kann, auch wenn beträchtliche Materialdicken zur Anwendung kommen, die — wie
leicht verständlich — zu untragbaren Kosten führen würden.
Die Anwendung von Aluminium-Mangan-Legierungen, wie solche der Werkstoffbezeichnung 3003.
gewährleisten zwar verbesserte Starrheit der emaillierten Gegenstände nach dem Glühen, jedoch wirkt sich
dies nachteilig auf das Verhalten der emaillierten Gegenstände im Gebrauch aus. Darüber hinaus macht
die Verformung derartiger Legierungen eine Homogenisierung und ein Zwischenglühen notwendig.
Aufgabe der Erfindung ist nun eine Legierung, die auch in geglühtem Zustand ausreichende mechanische
Eigenschaften besitzt und eine hervorragende Haftung des Emails gewährleistet unter Vermeidung von
schädlichen Elementen oder von Elementen, die sich im Hinblick auf die Berührung mit Lebensmitteln verbieten
würden.
Nach der Erfindung eignet sich somit eine Aluminiumlegierung,
bestehend aus 1 bis 1,5% Silicium, 0,05 bis
Legierung
Si
Fe
Ni
0,2% Chrom, weniger als 0,2% Kupfer, weniger als 0,01% Magnesium, zumindest einem der Elemente
Eisen, Nickel und/oder Kobalt in einer Gesamtmenge von 0,3 bis 2%, zumindest einem der Elemente
Molybdän, Niob und/oder Tantal in einer Gesamtmenge zwischen 0,05 und 1% und Aluminium als Rest mit
zulässigen Beimengungen für die Emaillierung. Die Legierung kann zusätzlich maximal 0,5% Zirkonium
enthalten, und zwar anstelle von oder zusätzlich zu
in Chrom.
Die Zugabe von Silicium bei der erfindungsgerrtäßen
Legierung führt zu guter Festigkeit in geglühtem Zustand. Diese Zugabe wird gegenüber Magnesium
bevorzugt, da dieses Element sich nachleilig auf die
ιϊ Haftung der Emailschicht auswirkt, selbst wenn eine
chromatierende Behandlung stattgefunden hat, die für Küchengeräte nicht zulässig ist Für mit Lebensmitteln
in Berührung kommende Gegenstände ist nach französischen Normen ein gewisser Kupfergehalt
vorgeschrieben. Der Siliciumgehalt sollte begrenzt sein. Die üblichen Aluniiniurn-Siüciufn-Legierungen mit
einem Gehalt von 5 bis 13% Si eignen sich nicht zum Tiefziehen, sondern nur für nichttiefgezogene Zusatzteile,
wie Stiele, Verbindungsstücke od. dgl.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß sich hinsichtlich der Haftung des Emails die Elemente Eisen,
Nickel und Kobalt einerseits und Molybdän, Niob und Tantal andererseits als besonders vorteilhaft erweisen.
Die Kombination Eisen —Molybdän ist besonders
jo interessant aus wirtschaftlichen Gründen, wie auch
hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften im geglühten Zustand. Chrom und Zirkonium haben keinen
nennenswerten Einfluß auf die Haftung des Emails, verbessern jedoch die mechanischen Eigenschaften.
η Häufig weist Kochgeschirr außen eine Emailschicht und
innen einen Antihaft-Belag auf, z. B. aus Polytetrafluoräthylen.
Keines der genannten Elemente hat einen nachteiligen Einfluß auf die Haftung einer Polytetrafluoräthylen-Schicht.
Man braucht nur Titan zu vermeiden bzw. den Anteil an diesem Element sehr gering
halten, da dieses der Haftung von Polytetrafluoräthylen schaden kann.
Die Verarbeitung der erfindungsgemäßen Legierungen bereitet keinerlei Probleme, insbesondere im
■r, Gegensatz zu Aluminium-Mangan-Legierungen, bei
denen die Zulegierung von Mangan immer delikat ist. Die Umformung, insbesondere ein Walzen zu Blechen
und Bändern, läßt sich ohne Schwierigkeiten vergleichen mit dem einer Legierung der Werkstoffbezeich-
Vi nung 1050.
Ils wurden vier Legierungen hergestellt, deren
Zusammensetzung in folgender Tabelle angegeben ist:
(Vergl.)
| ,18 | 0,74 |
| .19 | 0,71 |
| .18 | 0,73 |
| ,26 | 0,75 |
0,75
Legierung I enthält nur Eisen, jedoch kein Molybdän,
und dient damit /.um Vergleich. Die drei anderen Legierungen entsprechen der Erfindung. Diese Legierungen
wurden zu Platten 380 χ 1000 ν 70 mm gegossen und wie folgt umgeformt:
Cr
0,15
0,15
0,15
0,15
0,15
0,15
0,15
Cu
<0,0l
<0,0l
<0,0l
0,18
Mg
<0,01
<0,0l
<0,0l
<0,0l
<0,0l
<0,0l
<0,0l
Ti
<0,02
<0,02
<0.02
<0,02
<0,02
<0.02
<0,02
1) Vorwärmen 8 h bei 500r C.
2) Warmwalzen auf 12 mm,
3) Kaltwalzen auf 3 mm,
4) Glühen 6 h bei 450"C.
Nach Abbeizen in einem alkalischen Bad (5 mim Eintauchen in eine 5%ige Lösung von Trinatriumphosphat
von 75°C), Abspülen und Trocknen wurde emailliert Die aufgetragene Fritte wurde 2 min bei
150°C getrocknet und dann 30 min bei S60°C gehalten. Nach dem Abkühlen wurden die Bleche gedoppelt und
das Aussehen dieser gedoppelten Proben beurteilt. Bei Probe 1 bedeckte das Email das Metall nach dem
Doppeln gut, außer an sehr kleinen Oberflächenbereichen von < I mm2 (Qualität gut). Die erfindungsgemäßen
Proben zeigten eine noch vollständigere Bedeckung des Metalls mit dem Email (Qualität sehr gut).
Die emaillierten Proben wurden nun genormten Untersuchungen hinsichtlich des Absplitterns (Spall
Test ASTM C 486) unterworfen, wobei die Proben längere Zeit in eine wäßrige 5%jge Ammaniumchloridlösung
oder eine 1%ige Antimonchloridlösung eingetaucht werden. Es zeigte sich, daß die erfindungsgemäßen
Proben hervorragende Ergebnisse erbrachten.
Weitere Probebleche wurden auf einer Seite emailliert und auf der anderen Seite mit Polytetrafluoräthylen
beschichtet und das Zugverhalten festgestellt, und zwar a) nach dem Vorwärmen, b) nach dem Emaillieren, c)
nach dem Aufbringen der Polytetrafluoräthylen-Schicht und d) nach dem Emaillieren und Aufbringen der
Polytetrafluoräthylen-SchichL
In der Tabelle sind die Streckgrenze und die Zugfestigkeit in N/mm2 angegeben.
| Legierung | a | OB | D% | b | OB | D% | C | OB | D% | d | OB | D % |
| 00,2 | 120 | 441 | 002 | 145 | 375 | 002 | 121 | 435 | 002 | 128 | 428 | |
| 1 | 47 | 126 | 450 | 46 | 151 | 169 | 44 | 129 | 456 | 43 | 135 | 426 |
| 2 | 52 | 124 | 407 | 58 | 160 | 336 | 54 | 130 | 405 | 50 | 135 | 375 |
| 3 | 48 | 146 | 345 | 52 | 174 | 317 | 49 | 149 | 329 | 50 | 152 | 315 |
| 4 | 62 | 68 | 64 | 64 | ||||||||
Aus der Tabelle ergibt sich die Wirksamkeit von Molybdän in der erfindungsgemäßen Legierung, nämlich
eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften, insbesondere nach der mit dem Emaillieren und dem
Auftragen der Polytetrafluoräthylen-Schicht verbundenen Wärmebehandlung sowie hinsichtlich der Haftung
der Emailschicht.
Schließlich ist noch zu beachten, daß die mit den erfindungsgemäßen Legierungen hergestellten Gegenstände
eine besonders gute Beständigkeit gegen Deformation aufweiset, wie sich an der Bestimmung des
Unrundwerdens und des Verhaltens beim Rütteln nach der französischen Norm NF D 21 501 ergibt. Diese
ίο Widerstandsfähigkeit gegenüber Verformung ist bei
den erfindungsgemäßen Legierungen wesentlich besser als bei Legierungen der Werkstoffbezeichnung 3003.
Claims (2)
1. Emaillierbare Aluminiumlegierung, bestehend aus 1 bis 1,5% Silicium, 0,05 bis 0,2% Chrom, weniger
als 0,2% Kupfer, weniger als 0,01% Magnesium, zumindest einem der Elemente Eisen, Nickel
und/oder Kobalt in einer Gesamtmenge von 03 bis
2%, zumindest einem der Elemente Molybdän, Niob und/oder Tantal in einer Gesamtmenge von 0,05 bis
1% und Aluminium als Rest mit weiteren zulässigen Beimengungen.
2. Legierung nach Anspruch I1 gekennzeichnet
durch einen zusätzlichen Gehalt an Zirkonium von höchstens 0,5% anstelle von oder zusätzlich zu
Chrom.
Applications Claiming Priority (1)
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