DE2821998C3 - Emaillierbare Aluminiumlegierung - Google Patents

Emaillierbare Aluminiumlegierung

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DE2821998C3
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Francois-Regis Virieu Sur Bourbre Boutin
Michel Annecy Deleuze
Daniel Coublevie Marchive
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FORGES DE CRANS CRAN GEVRIER ANNECY (FRANKREICH)
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J36/00Parts, details or accessories of cooking-vessels
    • A47J36/02Selection of specific materials, e.g. heavy bottoms with copper inlay or with insulating inlay
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

Die Erfindung betrifft eine Aluminiumlegierung zur Herstellung von emaillierten Gegenständen, insbesondere für Kochgeschirr.
Die bisher verwendeten Legierungen für das Emaillieren sind solche der Werkstoffnummern 1050 (Aluminium 99,5%) und 3003 (Aluminium-Magnesium-Legierungen mit 1% Mn nach »Aluminium Association«) (siehe Aluminium-Taschenbuch 1974, Seiten 945 und 953).
Die Anwendung eines Werkstoffes der Bezeichnung 1050 gewährleistet eine gute Haftung des Emails, wie sich aus den verschiedensten üblicherweise angewandten Untersuchungen an emaillierten Gegenständen ergibt. Es isi jedoch für die Emaillierung notwendig, die Gegenstände zu glühen. Im geglühten Zustand besitzen diese jedoch eirte sehr mäßige mechanische Festigkeit, so daß man aus derartigen Werkstoffen keine robusten Gegenstände herstellen kann, auch wenn beträchtliche Materialdicken zur Anwendung kommen, die — wie leicht verstandlich — /u untragbaren Kosten führen wurden.
Die Anwendung von Aluminium-Mangan-Legierungen. wie solche der Werkstoffbezeichnung 3003. gewährleisten zwar verbesserte Starrheit der emaillierten Gegenstande nach dem Glühen, jedoch wirkt sich dies nachteilig auf das Verhalten der emaillierten Gegenstände im Gebrauch aus. Darüber hinaus macht die Verformung derartiger Legierungen eine Homoge nisicrung und ein Zwischenglühen notwendig.
Aufgabe der Erfindung ist nun eine Legierung, die auch in geglühtem Zustand ausreichende mechanische [-igensih<iftcn besitzt und eine hervorragende Haftung des (mim ils gewährleistet unter Vermeidung von schädlichen Elementen oder von Elementen, die sich im Hinblick auf die Berührung mit Lebensmitteln verbieten wurden.
Nach iler Erfindung eignet snh somit eine Alumini umlegierung. bestehend aus I bis 1.5% Silicium. 0.05 bis 0,2% Chrom, weniger als 0,2% Kupfer, weniger als 0,01% Magnesium, zumindest einem der Elemente Eisen, Nickel und/oder Kobalt in einer Gesamtmenge von 03 bis 2%, zumindest einem der Elemente ϊ Molybdän, Niob und/oder Tantal in einer Gesamtmenge zwischen 0,05 und 1% und Aluminium als Rest mit zulässigen Beimengungen für die Emaillierung. Die Legierung kann zusätzlich maximal 0,5% Zirkonium enthalten, und zwar anstelle von oder zusätzlich zu
to Chrom.
Die Zugabe von Silicium bei der erfindungsgemäßen Legierung führt zu guter Festigkeit in geglühtem Zustand. Diese Zugabe wird gegenüber Magnesium bevorzugt, da dieses Element sich nachteilig auf die
π Haftung der Emailschicht auswirkt, selbst wenn eine chromatierende Behandlung stattgefunden hat, die für Küchengeräte nicht zulässig ist. Für mit Lebensmitteln .n Berührung kommende Gegenstände ist nach französischen Normen ein gewisser Kupfergehalt vorgeschrieben. Der Siliciumgehalt sollte begrenzt sein. Die üblichen Aluminium-Silicium-Legierungen mit einem Gehalt von 5 bis 13% Si eignen sich nicht zum Tiefziehen, sondern nur für nichttiefgezogene Zusatzteile, wie Stiele, Verbindungsstücke od. e'gl.
2ϊ Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß sich hinsichtlich der Haftung des Emails die Elemente Eisen. Nickel und Kobalt einerseits und Molybdän. Niob und Tantal andererseits als besonders vorteilhaft erweisen. Die Kombination Eisen-Molybdän ist besonders
jo interessant aus wirtschaftlichen Gründen, wie auch hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften im geglühten Zustand. Chrom und Zirkonium haben keinen nennenswerten Einfluß auf die Haftung des Emails, verbessern jedoch die mechanischen Eigenschaften.
ι· Häufig weist Kochgeschirr außen eine Emailschicht und innen einen Antihaft-Belag auf. z. B. aus Polytetrafluoräthylen. Keines der genannten Elemente hat einen nachteiligen Einfluß auf die Haftung einer Polytetrafluoräthylen-Schicht. Man braucht nur Titan zu vermei-
■to den bzw. den Anteil an diesem Element sehr gering halten, da dieses der Haftung von Polytetrafluoräthylen schaden kann.
Die Verarbeitung der erfindungsgemäßen Legierungen bereitet keinerlei Probleme, insbesondere im
4Ί Gegensat/ zu Aluminium-Mangan-Legierungen, bei denen die Zulegierung von Mangan immer delikat ist. Die Umformung, insbesondere ein Walzen /u Blechen und Bändern, läßt sich ohne Schwierigkeiten vergleichen mn dem einer Legierung der Werkstoffbezeich nung 1050.
Beispiel
Ls vv irden vier Legierungen hergestellt, deren Zusammensetzung in folgender Tabelle angegeben ist:
Legierung
te
Ni
( r
(Il
I (Vergl) 1.18 0.74 - 0.51 0.15 - 0.01 < 0.01 < 0.02
2 1.19 0.Γ 0.20 0.15 - 0.01 ' 0.01 < 0.02
3 !,!8 0,7 i 0.75 042 0.15 < 0.01 < 0.01 < 0.02
4 1J26 0,75 Ö.IS 0J8 <o!oi <ö!ö2
LögiefUng 1 enthält nur Eisen,jedoch kein Molybdän, Und dient damit zum Vergleich, Die drei anderen Legierungen entsprechen der Erfindung. Diese Legierungen wurden ZU Platten 380 χ 1000 χ 7Ö mm gegossen und wie folgt Unigefofmf;
IJ Vorwärmen 8: h bei 5000C,
2) Warmwalzen auf 12 mrtv,
3) Kaltwalzen auf 3 mm,
4) Glühen 6 Ii bei 450°G
Nach Abbeizen in einem alkalischen Bad (5 min Eintauchen in eine 5%jge Lösung von Trinatriumphosphat von 75° C), Abspulen und Trocknen wurde emailliert. Die aufgetragene Fritte wurde 2 min bei 150°C getrocknet und dann 30 min bei 560°C gehalten. Nach dem Abkühlen wurden die Bleche gedoppelt und das Aussehen dieser gedoppelten Proben beurteilt. Bei Probe 1 bedeckte das Email das Metall nach dem Doppeln gut, außer an sehr kleinen Oberflächenbereichen von < ! mm2 (Qualität gut). Die erfindungsgemäßen Proben zeigten eine noch vollständigere Bedeckung des Metalls mit dem Email (Qualität sehr gut).
Die emaillierten Proben wurden nun genormten Untersuchungen hinsichtlich des Absplitterns (Spall
Test ASTM C 486) unterwarfen, wobei die Proben längere Zeit in eine wäßrige 5%ige Ammoniumchloridlösung oder eine l°/oige Antimonchlaridlösung eingetaucht werden. Es zeigte sich, daß die erfindungsgemäßen Proben hervorragende Ergebnisse erbrachten.
Weitere Probebleche wurden auf einer Seite emailliert und auf der anderen Seite mit Polytetrafluorethylen beschichtet und das Zugverhalten festgestellt, knd zwar a) nach dem Vorwärmen, b) nach dem Emaillieren, c) nach dem Aufbringen der Polytetrafluoräthylen-Schicht und d) nach dem Emaillieren und Aufbringen der Polytetrafluoräthylen-Schicht.
In der Tabelle sind die Streckgrenze und die Zugfestigkeit in N/mm3 angegeben.
Legierung a OB D % b OB D % C OB D % d Ofl D %
00,2 120 441 OdJ 145 375 0(U 121 435 OOJ 128 428
t 47 126 450 46 151 169 44 129 456 43 135 426
2 52 124 407 58 160 336 54 130 405 50 135 375
3 48 146 345 52 174 317 49 149 329 50 152 315
4 62 68 64 64
Aus der Tabelle ergibt sich die Wirksamkeit von Molybdän in der erfindungsgemäßen Legierung, nämlich eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften, insbesondere nach der mit dem Emaillieren und dem Auftragen der Polytetrafluoräthylen-Schicht verbundenen Wärmebehandlung sowie hinsichtlich der Haftung der Emailschicht
Schließlich ist noch zu beachten, daß die mit den erfindungsgemäßen Legierungen hergestellten Gegenstände eine besonders gute Beständigkeit gegen Deformation aufweisen, wie sich an der Bestimmung des Unrundwerdens und des Verhaltens beim Rüttein nach der französischen Norm NF D 21 501 ergibt. Diese Widerstandsfähigkeit gegenüber Verformung ist bei den erfindungsgemäßen Legierungen wesentlich besser als bei Legierungen der Werkstoffbezeichnung 3003.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Emaillierbare Aluminiumlegierung, bestehend aus 1 bis 1,5% Silicium, 0,05 bis 0,2% Chrom, weniger als 0,2% Kupfer, weniger als 0,01% Magnesium, zumindest einem der Elemente Eisen, Nickel und/oder Kobalt in einer Gesamtmenge von 0,3 bis 2%, zumindest einem der Elemente Molybdän, Niob und/oder Tantal in einer Gesamtmenge von 0,05 bis 1% und Aluminium als Rest mit weiteren zulässigen Beimengungen.
2. Legierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Zirkonium von höchstens 0,5% anstelle von oder zusätzlich zu Chrom.
DE2821998A 1977-05-24 1978-05-19 Emaillierbare Aluminiumlegierung Expired DE2821998C3 (de)

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DE2821998B2 DE2821998B2 (de) 1979-05-31
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DE2821998A1 (de) 1978-12-07
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