DE281740C - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 281740 KLASSE 74«. GRUPPE
DAVID van OORDT in LEIDEN, Holland.
Es ist bereits eine besonders für Schwerhörige geeignete Signaleinrichtung bekannt, bei
welcher anstatt eines hörbaren Signals ein optisches Signal erzeugt wird, welches dann zur
Einwirkung auf den Augensinn des Tauben gelangt. Es ist dabei ein sichtbares Signal angeordnet,
das durch einen Federmotor angetrieben wird, und dieser Federmotor wird durch einen elektrischen Schalter in und außer Tätigkeit
gesetzt. ,
Auch ist eine Einrichtung bekannt, bei der ein veränderlicher mikrophonartiger elektrischer
Widerstand verwendet wird, um mechanische Vibrationen eines festen Körpers optisch
J5 anzuzeigen, und zwar wird hierzu ein durch
die veränderlichen elektrischen Ströme beeinflußtes Zeigerinstrument benutzt.
Die erste Einrichtung ist indessen gar nicht, die zweite Einrichtung praktisch nicht genügend
geeignet, um Schallwellen, welche in der Luft auftreten, optisch anzuzeigen.
Die vorliegende Erfindung nun hat den Zweck, Personen, welche schlecht oder gar
nicht hören können, die Wahrnehmung von a5 Schallwellen zu ermöglichen, im besonderen
von solchen Schallwellen, clic von den alltäglichen akustischen Warn- und Rufsignalen herrühren.
Der dazu, bestimmte Apparat besteht aus einer elektrischen Lichtquelle, einer elektrischen
Stromquelle und einem Mikrophon, die derartig geschaltet sind, daß die Stromstärke der
Lichtquelle sich entsprechend dem Widerstände des Mikrophons ändert. Auftretende Schallwellen
werden dann den Widerstand des Mikrophons ändern und durch Flackern der Lichtquelle
wahrgenommen werden. In der einfachsten Ausführungsform des Apparates werden ein Mikrophon und eine elektrische Glühlampe
unmittelbar hintereinander geschaltet und mit einer Trocken- oder Akkumulatorenbatterie und
einem Ausschalter in einem tragbaren Kasten vereinigt. Je nach dem gewünschten Grade
der Empfindlichkeit, dem gewünschten Gewicht des Apparates und den gewünschten Abmessungen
werden Kerzenstärke der Lichtquelle, Widerstand des Mikrophons und Batterie
gewählt. Die Helligkeit der Lichtquelle bei vorherrschender Stille wird derartig bestimmt,
daß das Aufflackern beim Auftreten von Schallwellen am meisten auffällt. Einen derartigen Kasten setzt man im Hause vor
sich auf den Tisch oder neben das Bett und z. B. beim Radfahren vor sich auf die Lenkstange.
Eine andere Ausführungsform ergibt sich, wenn man den Apparat immer mit sich tragen will. Im letzteren Falle wird die Glühlampe
z. B. nach Art eines Kneifers in der Nähe der Augen befestigt, und die Batterie und das Mikrophon werden in den Kleidern
untergebracht. Die Zuleitungsdrähte zu der Glühlampe werden hinter das Ohr gelegt. Mit
einem derartigen Apparat ausgerüstet, wird eine vollständig taube Person die akustischen
Warnsignale mit Sicherheit wahrnehmen und sich mit weniger Gefahr auf der Straße und
anderswo bewegen können.
Je nach Umständen wird man jede Art Stromquelle, elektrische Lichtquelle, Mikrophon
und jede bei der Telephonie gebrauchliehe Schaltung miteinander kombinieren können.
Soll z. B. der Apparat zum Anschluß an
die elektrische Hausleitung eingerichtet wer- j den, dann kann man den Widerstand des Mikrophons
entsprechend abmessen oder auch ; Mikrophon und Glühlampe parallel schalten
unter Vorschaltung eines induktiven Widerstandes. Auch liegt es im Rahmen der Erfindung,
einen Transformator oder eine Induktionsspule zu benutzen, wobei z. B. der primäre
Stromkreis des Transformators vom Mi-
ίο krophonstrom durchflossen wird, während die
Lichtquelle in den sekundären Stromkreis des Transformators eingeschaltet ist. In diesem
Falle wird die Lichtquelle vollständig stromlos sein, solange der Widerstand des Mikrophons
ungeändert bleibt, aber aufleuchten, sobald Schallwellen auf das Mikrophon einwirken.
Selbstverständlich kann man auch zur Erhöhung der Empfindlichkeit mehrere Mikrophone
in Parallel- oder Hintereinandeischaltung mit einer Lichtquelle kombinieren oder
mehrere Mikrophone und mehrere Lichtquellen benutzen zur Feststellung der Richtung der
Schallwellen. Auch kann die Benutzung eines Relais in Frage kommen. Stets aber wird das
entscheidende Merkmal sein, daß die Schallwellen mittels des Mikrophons und der Lichtquelle
auf das menschliche Auge einwirken sollen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt des aufstellbaren Apparates,
Fig. 2 eine Ansicht mit teilweisem Schnitt des am Körper tragbaren Apparates, während
Fig. 3 diesen am menschlichen Körper veranschaulicht.
Fig. 4 bis 8 zeigen verschiedene Schaltungssehemas.
Wie die Fig. 1 zeigt, ist der tragbare Kasten ι mit Mikrophon 2, einer elektrischen
Glühlampe 3 und einem Ausschalter 4 ausgerüstet. In dem Kasten befindet sich eine Batterie
5. Der Strom geht von der Battcrieklemme 6 durch den Ausschalter 4 und die
Glühlampe 3 zur Mikrophonklemme 7, dann durch die metallene Wand des Mikrophons
zur Mikrophonplatte 8, durch die Mikrophonkörner 9 zur Klemme 10 des Mikrophons, die
mittels der Isolationsplatte 11 von der Wand isoliert ist, und von dort zur Klemme 12 der
Batterie zuiück. Glühlampe und Mikrophon sind in diesem Falle also hintereinander geschaltet
nach dem Schaltungsschema gemäß Fig. 4.
In Fig. 2 ist ein Kneifer 13 mit angebautem Röhrchen 14 abgebildet. ■ An diesem Kneifer
ist eine elektrische Glühlampe in der Form eines gebogenen Röhrchens 15 befestigt. Von
der Anschlußklemme 18 und dem Kneifer 13 gehen die Zuleitungsdrähte 16 und 17, die zu
einer Litze vereinigt werden, durch das Führungsröhrchen 14 zum Steckkontakt 19. Der
Steckkontakt ist befestigt auf dem Kasten 20, in dem sich das Mikrophon und die Batterie
befinden. In Fig. 3 ist veranschaulicht, wie der Kneifer auf der Nase befestigt wird und wie
sich dann die Glühlampe 15 neben dem Auge und das Führungsröhrchen 14 oberhalb des
Auges befindet. Die Leitungsdrähte gehen vom Röhrchen 14 hinter dem Ohr zum Kasten, der
in irgendeiner Tasche untergebracht wird. Die Glühlampe 15 kann natürlich auch oberhalb
des Auges oder an irgendeiner anderen Stelle in der Nähe des Auges angebracht werden,
auch kann der -Kneifer mit einer normalen Brille oder Lorgnette vereinigt werden und wird
dann noch weniger auffallen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 könnte natürlich 'die Glühlampe 3 ebensogut an einer
anderen Stelle angebracht werden,, z. B. im Trichter des Mikrophons; ebenso kann auch
ein Reflektor verwendet werden. Schließlich werden noch in den Fig. 4 bis 8 für die Einrichtung
geeignete Schaltungsschemas angegeben. Hierbei bedeuten 21 das Mikrophon
bzw. die Mikrophone, 22 die elektrische Lichtquelle, 23 einen induktiven Widerstand, 24
einen Transformator oder eine Induktionsspule, 25 die elektrische Stromquelle, und 26
einen Ausschalter.
Claims (2)
1. Für Schwerhörige geeignete Signaleinrichtung, bei welcher ein optisches Signal
erzeugt wird, das zur Einwirkung auf den Augensinn des Tauben' gelangt, gekennzeichnet
durch die Vereinigung einer elektrischen Stromquelle,' einer elektrischen Lichtquelle und eines Mikrophons, eventuell
mit Benutzung eines Transformators, einer Induktionsspule oder eines sonstigen bekannten
Apparates, zu einem Ganzen und in dem Zusammenwirken, daß die .Intensität
der Lichtquelle abhängig gemacht ist von der Einwirkung von etwa auftretenden ■
Schallwellen auf" das Mikrophon, so daß die Änderung der Intensität der Lichtquelle die
Anwesenheit der Schallwellen anzeigt.
2. Signaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle
(15) mittels eines Kneifers (13) an der Nase befestigt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE281740C true DE281740C (de) |
Family
ID=537455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT281740D Active DE281740C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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