DE281167C - - Google Patents

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DE281167C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/02Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
    • B28B21/04Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds by simple casting, the material being neither positively compacted nor forcibly fed

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Gießen von hohlen, runden Leitungsmasten u. dgl., bei welcher die Armierungseisen an einem auf einer Wippe aufgehängten Kern befestigt sind, während die äußere Form aus einer Anzahl von Abschnitten besteht. Durch Anwendung der vorliegenden Einrichtung, mittels deren das Gießen in beinahe senkrechter Lage und abschnittweise vor sich geht, wird man imstande sein, auch sehr lange Gegenstände zu gießen, deren Oberfläche vollkommen glatt und frei von Löchern oder Blasen sein wird, und deren Armierungseisen sich stets am richtigen Ort im Gußstück befinden werden.
Jede zufällige Verschiebung der Armierungseisen ist ausgeschlossen, und zwar weil man während, des Gießens die Lage der Armierungseisen beobachten und regulieren kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Formeinrichtung ist auf den Zeichnungen dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι ein senkrechter Längsschnitt durch die Wippe und die Außenform nach der Linie A-B in Fig. 2,
Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt durch einen Mast und die Außenform sowie den an den Klötzen aufgehängten Kern nach der Linie C-D in Fig. i,
Fig. 3 ein senkrechter Querschnitt durch den Mast, wobei die Außenform entfernt und der Kern geschlossen ist, bereit zum Ausziehen,
Fig. 4 ein senkrechter Längsschnitt nach der Linie A-E in Fig. 2 durch einen der Klötze und durch den Unterteil der Außenform, -
Fig. 5 ein wagerechter, achsialer Längsschnitt durch den Kern,
Fig. 6 ein wagerechter Schnitt oberhalb eines der Klötze nebst dem aufgehängten Kern und
Fig. 7 ein senkrechter Querschnitt nach der Linie F-G in Fig. 8, und zwar durch einen abnehmbaren Einführdeckel für., die Gußmasse.
Fig. 8 zeigt denselben Einführdeckel, von oben gesehen, und
Fig. 9 die ganze Einrichtung in der schrägen Lage, die sie während des Gießens einnimmt.
Fig. 10 und 11 veranschaulichen einen senkrechten Querschnitt durch eine etwas andere Ausführungsform des Kernes.
Die Wippe besteht aus zwei Bohlen a, die durch Querrippen b miteinander verbunden sind. Senkrecht auf den Bohlen α sind Bohlen c befestigt, durch welche eine Achse d geführt ist, um die herum der ganze Apparat gedreht werden kann. Die Achse kann übrigens gewünschtenfalls oberhalb oder unterhalb der Form angebracht werden. Um der Wippe eine größere Stabilität zu verleihen, kann sie durch einige schräge Streben I aus Flach- oder Profileisen versteift sein. An den Querrippen b sind einige Klötze / festgeschraubt, die halbkreisförmige Aussparungen haben, die mit Eisenblech g (Fig. 3, 4 undo) beschlagen sind. Der Durchmesser jeder Aussparung ist gleich demjenigen, den der Leitungsmast an dieser Stelle haben soll. Das Eisenblech g hat in der Längsrichtung des Apparates eine größere Ausdehnung als die Klötze f, so daß es an den beiden Seiten der Klötze mit einer
Kante hervorspringt. Im Unterteil der Außenform ist ein Falz vorgesehen, der um die Kante herumgreift und mittels Keile i gegen dieselbe gehalten wird. An den Klötzen/ sind gleichzeitig einige kleinere Holzstücke h angebracht, die dazu dienen, mittels der Keile i den Unterteil der Außenform festzuhalten. Die Keile i haben eine schräge Fläche, mit der sie sich gegen eine entsprechende
ίο schräge Fläche an den Holzstücken h anlegen. Hierdurch wird verhindert, daß die Keile i> wenn sie an Ort und Stelle angebracht werden, von den Klötzen / weggetrieben werden. Die Äußenform besteht aus einem halbzylinderförmigen Oberteil / und einem halbzylinderförmigen Unterteil k. Sie ist in mehrere Abschnitte geteilt, deren Länge, was die Oberform betrifft, der Entfernung von Mitte zur Mitte der Klötze / entspricht, während sie bei der Unterform gleich der Entfernung zwischen den Klötzen ist.
Die Formabschnitte sind an jedem Ende mit einem halbkreisförmigen Bügel / versehen. Wo die Ober- und Unterform. zusammen· stoßen und einen Zylinder bilden, sind sie durch Flacheisenstangen m verstärkt, die mit .keilförmigen Aussparungen, um welche die Klammern η greifen, versehen sind. Wenn eine solche Klammer gegen das spitze Ende der Keilaussparung getrieben wird, werden die Ober- Und Unterform gegeneinandergepreßt und zusammengehalten.
Ferner tragen die Bügel I der Unterform Eisenstücke 0, deren unterste Flächen eben sind und auf welche die Keile wirken. Der Oberteil der Außenform hat schließlich einen Deckel e (Fig. 7 und 8) zum Einfüllen der Gußmasse. Dieser Deckel, der durch zwei Rundeisenstangen 2 an Ort und Stelle gehalten wird, ist abnehmbar und kann, wenn das Gießen es erfordert, vollständig geschlossen werden.
Die Innenform ist ein zusammenklappbarer Kern, der aus einer Anzahl paralleler oder konvergierender Kernstücke, am besten drei p, q, r (Fig. 2 und 3) oder vier p, q, r und s (Fig. 10 und 11) besteht.
In der ersten Ausführungsform (Fig. 2 und 3) sind zwei Kernstücke/» und q mittels eines Gelenkes t verbunden; in der zweiten Ausführungsform (Fig. 10 und 11) sind die drei Kernstücke p, s und q mittels zweier Gelenke 3 und 4 verbunden. Die Verschlußart ist übrigens an beiden Ausführungsformen dieselbe. Die Kernstücke bilden zusammen einen Zylinder oder Kegelstumpf. Am obersten Kernstück r sind einige Lager u befestigt, in denen die Achse ν in ihrer Längsrichtung verschoben werden kann. An der Achse ν sind eine Anzahl Flügelpaare χ derart angebracht, daß sie sich um die Achse ν herumdrehen, dagegen, in der Längsrichtung der Achse nicht verschieben können, was nämlich von einigen auf der Achse ν angebrachten Anschlägen y (Fig. 5) verhindert wird. Die Flügel χ sind bei der vorliegenden Ausführungsform keilförmig ausgebildet, und zwar mit bogenförmigem Querschnitt, und derart angebracht, daß sie alle ihre Spitze nach derselben Richtung gekehrt haben. In den Flügeln ist eine Nut ο' vorgesehen, worin sich Zapfen ζ hin und her bewegen können. Die Nuten 0' bilden mit der Achse ν einen spitzen Winkel. Die Zapfen s sind auf den Kernstücken p und q befestigt. Schließlich kann die Achse ν mittels einer Schraube a' in ihrer Längsrichtung hin und her bewegt werden.
Im wagerechten Längsschnitt (Fig. 5) ist der Kern erweitert und zum Gebrauch fertig. Will man den Kern zusammenklappen, so geschieht es dadurch, daß man mittels der Schraube a' die Achse in der Richtung gegen das dicke Ende des Kernes verschiebt; die Flügel x, die an der Achse festgemacht sind, werden dann auch verschoben werden, und hierdurch werden die Zapfen z, die sich in den in den Flügeln angebrachten Rillen 0' bewegen, näher aneinander gebracht und dadurch die Kernstücke p und q gegeneinandergedrückt. indem sich die letzteren im Gelenk t (Fig. 3) oder in den Gelenken 3 und 4 (Fig. 10) drehen. Der Kern bekommt dadurch einen kleineren Umfang. Will man dagegen den Kern erweitern, so wird die Achse ν zurückverschoben, und die Kernstücke p und q werden wieder voneinander entfernt. Die Zapfen ζ können mit kleinen, um sie herumgelegten losen Metallringen versehen werden, welche die Bewegung dadurch erleichtern, daß sie den Reibungswiderstand vermindern.
Der Kern wird an den auf der Wippe fest angebrachten Klötzen/ (Fig. 6) mittels einer durch Löcher im Kern geführten Stange 5 aufgehängt. Diese Löcher sind so gebohrt, daß der aufgehängte Kern sich in einer der Dicke der Mastwandung entsprechenden Entfernung von der Außenform befindet. Schließlich wird die Stange 5 mittels zweier Halter 6 an Ort und Stelle befestigt.
Das Verfahren zum Gießen von runden, no hohlen Leitungsmasten ist folgendes:
Die fertige Armierung wird um den Kern angebracht, und das Ganze wird in den Stangen 5 aufgehängt.. Die Armierung wird in passendem Abstand vom Kern mittels Keilstücke, die zwischen der Armierung und dem Kern eingeschoben werden, gehalten. Darauf werden die beiden ersten Unterteile k der Außenform aufgesetzt. Hierauf wird der Oberteil / der Außenform aufgesetzt, und es wird die ganze Einrichtung um die Achse d gedreht, so daß die Form eine schiefe Lage
erhält, und nun beginnt man mit dem Einfüllen der Gußmasse und setzt es so lange fort, bis man die oberste Kante des aufgesetzten Formabschnittes erreicht hat, worauf der Unter- und Oberteil des nächsten Abschnittes aufgesetzt wird. Das Füllen der Form wird fortgesetzt, bis auch dieser Abschnitt voll ist, wonach der nächste aufgesetzt und gefüllt wird, und so weiter, bis die ganze Form gefüllt ist.
Die oben erwähnten Keilstücke, welche die Armierung an Ort und Stelle halten, werden entfernt, bevor ein neuer Formabschnitt aufgesetzt wird; wo aber keine Außenform angebracht ist, verbleiben alle Keilstücke am Platz, die Armierung wird also von den Keilen und von der schon eingefüllten Gußmasse in einer ganz bestimmten Lage gehalten. Man kann daher bei dieser Gußart immer die Lage der Armierung kontrollieren, was von großer Wichtigkeit ist.
Wenn alle Formabschnitte aufgesetzt sind und der ganze Mast fertiggegossen ist, läßt man alles stehen, bis die Gußmasse hinlänglich erhärtet ist, z. B. 24 Stunden. Die Einrichtung wird darauf in die ursprüngliche Lage zurückgedreht (Fig. 1), so daß die Form mit dem fertiggegossenen Mast wagerecht zu liegen kommt; der Kern wird zusammengeklappt und herausgezogen; sodann wird erst der Oberteil der Außenform und darauf deren Unterteil entfernt, und nun ruht der Mast in den halbkreisförmigen Aussparungen der Klötze /. Hier verbleibt er, bis er transportfähig ist, und die Gießeinrichtung ist dann wieder zu Gebrauch bereit.
Es ist zu bemerken, daß zu jedem Kern oder jeder Außenform mehrere Wippen, z. B. vier, gehören, so daß man die Form sofort wieder verwenden kann, nachdem ein Mast von ihr entfernt worden ist.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Einrichtung zum Gießen von hohlen, runden Leitungsmasten u.dgl., wobei die Armierung an einem auf einer Wippe aufgehängten Kern festgehalten wird, während die Außenform aus Abschnitten besteht, die je aus halbzylindrischen Unter- und Oberteilen zusammengesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (p, q, r oder p, q, r, s) mittels an Klötzen (/) angebrachter Stangen (5) aufgehängt ist, welche Klötze auf der Wippe (α, b, c, d) befestigt und mit im Querschnitt halbkreisförmigen, dem Durchmesser des Mastes an der betreffenden Stelle entsprechenden Aussparungen versehen sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge jedes Oberteiles in den Formabschnitten gleich der Entfernung von Mitte zur Mitte der auf der Wippe, fest angebrachten Klötze (/) und die Länge jedes Unterteiles gerade gleich der Entfernung zwischen den Klötzen (/) ist.
  3. 3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterteil (fe) der Form einen Falz hat, der um die an den Klötzen (/) aus Flacheisen (g) gebildeten, hervorspringenden Kanten herumgreift und mittels Keile (i) gegen dieselben gedrückt wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3. dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Klötze (/) eine halbkreisförmige Aussparung hat, die für den fertigen Mast eine Unterstützungsfläche bildet, und daß an den Seiten der Klötze Holzstücke (h) mit schräg gegen die Klötze gerichteten Flächen angebracht sind, welche Auflager für entsprechende schräge Flächen an den Keilen (i) bilden.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch' gekennzeichnet, daß die Formunterteile (k) an den Stellen, wo sie gegen die Klötza (/) stoßen, Bügel (I) haben, die Stücke (0) tragen, deren unterste Flächen eben sind und als Auflageflächen für die Keile (i) dienen, >
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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