DE280477C - - Google Patents

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DE280477C
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DE
Germany
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ring
manchon
roller
flat bars
pulling
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/08Pressure rolls

Landscapes

  • Storage Of Web-Like Or Filamentary Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 280477 KLASSE 55 d. GRUPPE
Firma H. FÜLLNER in WARMBRUNN i. Schles.
und Kartonmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Januar 1914 ab.
In verschiedenen Fabriken werden zu verschiedenen Zwecken Walzen benutzt, welche mit sogenannten Manchons, das sind Schläuche. aus Filz oder ähnlichem Stoff, bezogen sind.
Diese Bezüge sollen so fest auf den Walzen anliegen, daß sie sich beim Arbeiten der Walzen nicht lockern oder lösen. Zu diesem Zwecke wurden die Filzmanchons bisher in der Weise befestigt, daß man diese zuerst in einem Spannrahmen so erweiterte, bis ihr lichter Durchmesser größer als der Walzendurchmesser wurde, so dann von Hand über die Walze zog, durch Stricke oder Nägel an den Enden befestigte und mit heißem Wasser, Alaun o. dgl.
behandelte. Durch diese letztere Behandlung zogen sich die Manchons zusammen und hafteten auf der Walze fest. Da aber die Manchons vor dem Aufziehen weiter sein mußten als der Walzendurchmesser, kam es häufig vor, daß während des Betriebes sich der Manchon von der Walze löste und gegen diese verdrehte, so daß ein weiteres Arbeiten mit der Walze nicht möglich war.
Die Erfindung bezweckt, beim Beziehen der Walzen zwischen diesen und dem Manchon eine so hohe Spannung hervorzurufen, daß auch bei den höchsten Betriebsdrücken zwischen den Walzen und bei längerer Betriebsdauer ein Lockern oder Lösen der Manchons ausgeschlossen ist. Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung ein Manchon, dessen lichter Durchmesser kleiner ist, als der Durchmesser der zu beziehenden Walze, über einen gitterartigen Zylinder aus dünnen, elastischen Längsstäben gestülpt und dieser an seinem erweiterten Ende mitsamt dem Manchon unter elastischer Verspannung des letzteren vollständig über die Walze gezogen. Sodann werden die dünnen Stäbe einzeln zwischen Walze und Manchon herausgezogen und der Zusammenhang des Zylinders gelöst. Vermöge seiner beim Aufziehen hervorgerufenen elastischen Verspannung legt sich der Manchon bereits an sich mit bedeutendem Druck gleichmäßig an der Walzenoberfläche an, so daß schon vor dem Benetzen mit Wasser ein Drehen des Manchons auf der Walze unmöglich ist. Nach dem durch das Benetzen mit Wasser bewirkten Schrumpfen des Filzes ist der Druck so groß und andauernd, daß der Manchon allen im Betriebe vorkommenden Kräften standhält.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung zum Aufziehen von Manchons ist in Fig. ι dargestellt. In Fig. 2 ist in größerem Maßstabe der vordere Doppelring, welcher als Ziehring dient, gezeigt. , Fig. 3 zeigt das vordere schleifenartig gebogene und vernietete Ende eines der Flachstäbe in Seitenansicht und Draufsicht in größerem Maßstab.
Die in Fig. 1 gezeigte Aufziehvorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei Ringpaaren j. und 2, durch welche dünne Flachstäbe 3 gesteckt werden können, und aus einer am vorderen Ringpaar 1 angreifenden, an sich zum Aufziehen von Manchons bekannten Zugvorrichtung. Wie aus Fig. 2 näher ersichtlich, besteht der vordere Doppelring 1 aus zwei miteinander vernieteten konzentrischen Flachringen 1 mit
einem schmalen Spalt 4, in welchen die dünnen, elastischen Flachstäbe 3, z. B. aus Eisenblech, so gesteckt werden, daß sie sich mit der vor den Spalt 4 vorstehenden Kante 5 ihres schleif enförmig gebogenen vorderen Endes 26 (Fig. 3) gegen die Stirnwand des Ringpaares 1 stützen. Der lichte Durchmesser des inneren Ringes 1 ist ein wenig größer als der Durchmesser der zu beziehenden Walze 6. Auf dem vorderen Doppelring 1 sind außen diametral einander gegenüber die Bügel 7 fest angenietet, welche gegen diesen Ring wenig herausragen. Durch die Augen 8 der Bügel 7 können die am vorderen (rechten) Ende (Fig. 1) durch ein kräftiges Querstück 13 miteinander verbundenen Zugstangen 9 gesteckt werden. Diese Zugstangen sind gleich lang und ragen, wenn ihr Querstück, wie in Fig. 1, vor der vorderen Stirnseite der Walzenachse 19 liegt, mit ihrem freien linken Ende über die zu beziehende Walze 6 heraus. In beiden Stangen befinden sich in bestimmten Abständen senkrechte Keilschlitze 15 so angebracht, daß je einem der Schlitze in der einen Stange ein solcher in der anderen Stange genau gegenüberliegt. Durch dasjenige Paar von Schlitzen 15, welches jeweils dicht hinter dem Bügelpaar 7 liegt, werden Keile 10 gesteckt, die beim Ziehen an dem Querstück nach rechts (in Fig. 1) den Ziehring 1 und die daran hängenden, aus Bandeisen bestehenden Stäbe nebst Manchon mitnehmen. An ihrem hinteren Ende sind die Zugstangen 9 beim Arbeiten mit der Vorrichtung, wenn nötig, in den Augen 11 eines gebogenen Flacheisens 12 geführt, welches über den Manchon gehängt wird. Das Querstück 13 ist an seinem mittleren Auge, welches genau auf der Mittellinie der Walzenachse 19 liegt, mit Muttergewinde für die mit Dreharmen 17 für Handbetrieb versehene Spindel 18 versehen, die ebenfalls, wie das Auge des Querstückes, in der Längsmittellinie der Walzenachse 19 und der Walze liegt und mit ihrem Ende 20 gegen die Achse 19 verschraubt wird. Dabei zieht sie das Querstück 13 nach rechts und den an den Zugstangen 9 befestigten Gitterzylinder mit dem Manchon über die Walze 6. Die Spindel 18 braucht nur eine geringe Länge zu besitzen, welche dem größten Abstand der einzelnen Keilschlitze 5 an den Stangen entspricht. Beim Aufziehen wird dann so verfahren, daß die Spindel um den Betrag in das Querstück hineingeschraubt wird, welcher dem Abstand zweier aufeinander folgender Keile entspricht, also auch der Manchon nur um diesen Betrag verschoben wird, dann die Spindel wieder in die Anfangsstellung aus dem Querstück herausgeschraubt und Querstück mit Stangen um diesen Betrag nach links zurückgeschoben werden, so daß das nächste rechts liegende Keilschlitzpaar hinter die Ringbügel 7 tritt. Nachdem dieses mit Keilen befestigt ist, beginnt das Verschrauben der Spindel 18 um denselben Betrag wie vorher. Dies wird so oft wiederholt bis der Manchon 22 ganz auf die Walze 6 gezogen ist. Der hintere Doppelring 2 besteht aus zwei losen konzentrischen flachen Ringen, welche zweckmäßig aus Holz bestehen. Diese können hinter dem Manchon 22 so übereinander' gesteckt werden, daß die aus letzterem herausragenden Flachstäbe 3 in den ringförmigen Spaltraum zwischen der Innenfläche des äußeren und der Außenfläche des des inneren Ringes, welcher einen kleineren Durchmesser als die Walze besitzt, festgeklemmt werden.
Beim Aufziehen wird in folgender Weise verfahren:
Die losen Flachstäbe 3 werden zunächst so durch den Doppelring 1 von rechts herein gesteckt, daß die Kanten 5 ihrer zurückgebogenen und vernieteten Enden vor die vordere Stirnwand des Doppelringes zu liegen kommen. Die hinteren Enden der Flachstäbe werden über den inneren Holzring 2 gebracht und durch Darüberschieben des äußeren Holzringes 2 zwischen beiden Ringen 2 festgeklemmt. Da der Durchmesser des Spaltraumes zwischen beiden letzteren Ringen enger, derjenige im Ziehring 1 dagegen weiter als der Walzendurchmesser ist, bilden die Flachstäbe einen nach hinten schwach sich verjüngenden gitterartigen Zylinder. Auf diesen wird der Manchon 22 über den hinteren Ring 2 geschoben, so daß er am vorderen, sich erweiternden Teil des Zylinders fest aufliegt. Das vordere Ende der Flachstäbe mit dem Ziehring 1 ragt aus dem Manchon heraus. Die zu beziehende Walze 6 wird mit ihrer Achse auf Unterlagen 23 gelegt. An der Aufzugseite, links in Fig. 1, muß die Achse 19, um die beim Arbeiten für den Gitterzylinder erforderliche Länge zu gewinnen, durch ein aufgestecktes, z. B. mit Ringen befestigtes Rohr 14 verlängert werden, welches mit seinem Ende auf dem Bock 23 aufliegt. Der mit dem Manchon versehene Gitterzylinder wird nun von links her mit dem Ziehring 1 vor die linke Stirnseite der Walze 6 gebracht, und die Zugstangen 9 werden mit ihren über die Walze 6 herausragenden freien Enden durch die Augen 8 der Bügel 7 zu beiden Seiten des n0 Ziehringes 1 gesteckt und mittels durch ihre Keilschlitze 15 gesteckter Keile 10 befestigt. Nach dem Anbringen der Schraubenspindel 18 in dem Querstück 13 an der vorderen Stirnseite wird durch wiederholtes, mit entsprechender Versetzung der Keile verbundenes Verschrauben der am Ring 1 hängende gitterartige Körper von links her unter elastischer Dehnung des Manchons 22 über die Walze gezogen. Sobald der Manchon genügend weit aufgezogen ist, werden die Zugstangen mit dem freien hinteren Ende durch die Führungs-
äugen 11 des über den Manchon und den Zylinder gehängten Trägers 12 gesteckt. In Fig. ι ist der Manchon etwa zur Hälfte aufgezogen. Das Ziehen auf der rechten Seite wird so lange fortgesetzt, bis der Manchon vollständig auf der Walze sitzt, der Ziehring 1 mit dem freiliegenden Teil des Zylinders über die rechte Walzenstirnwand hinausragt und der hintere Ring 2 bis vor der hinteren Walzenstirnwand angekommen ist. Der Manchon 22 liegt nun mit beträchtlicher Spannung auf den die Walze umschließenden Flachstäben 3 auf. Diese werden nunmehr einzeln an ihren vernieteten Schleifen 26 gefaßt und nach rechts herausgezogen. Der Ziehring 1 bleibt dabei, durch die Zugstangen 9 gestützt, in seiner Lage, während der hintere Ring 2 von Hand gelöst werden kann oder von selbst beim Herausziehen der Flachstäbe abfällt.
Die Aufziehvorrichtung kann statt von Hand auch mechanisch in Tätigkeit gesetzt werden

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Aufziehen von FiIzmanchons auf Walzen von Papier- und Kartonmaschinen, gekennzeichnet durch einzelne metallene, mit ihren Enden je an einen Ring (1, 2), von denen der eine (1) weiter, der andere (2) enger ist als der Durchmesser der zu beziehenden Walze (6), lösbar verbundene, zu einem gitterartigen Zylinder vereinigte Flachstäbe (3), über welche der Manchon (22) gestülpt und samt dem Zylinder, z. B. mittels eines am größeren Ring (1) angreifenden Zuggestänges, auf die Walze (6) aufgezogen wird, worauf die einzelnen Flachstäbe (3) der Aufzugsvorrichtung wieder beseitigt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachstäbe (3) mit ihren hinteren Enden durch Ringspalten (4) des aus zwei starr vernieteten konzentrischen Reifen bestehenden vorderen Ziehringes (1) hindurchgeschoben und zwischen die konzentrischen, lose übereinander zu schiebenden Reifen des vorzugsweise hölzernen hinteren Spannringes (2) gesteckt sind, derart, daß die Flachstäbe (3) samt Manchon (22) während des Aufziehens von dem gegen die Kanten (5) ihrer zu Schleifen (26) vernieteten vorderen Enden sich legenden Ziehring (1) mitgenommen und nach beendetem Aufziehen an ihren Schleifen (26) erfaßt und herausgezogen werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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