DE2803377C2 - Vorrichtung zum Changieren eines Fadens in Spulmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Changieren eines Fadens in SpulmaschinenInfo
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- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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- B65H54/02—Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
- B65H54/28—Traversing devices; Package-shaping arrangements
- B65H54/2806—Traversing devices driven by cam
- B65H54/2809—Traversing devices driven by cam rotating grooved cam
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- Guides For Winding Or Rewinding, Or Guides For Filamentary Materials (AREA)
- Winding Filamentary Materials (AREA)
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Changieren eines Fadens in Spulmaschinen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (US-PS 34 01 894), bei der die Führungsleisten durchgehend, d. h. bis zum äußersten Ende der Führungsschienen starr und einstückig mit diesen verbunden sind, sind die Laufruhe und die Verschleißbeständigkeit des Fadenführers unbefriedigend.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei der der Lauf des Fadenführers auch bei den heute üblichen hohen Changiergeschwindigkeiten von beispielsweise 800 bis 1000 m/min äußerst ruhig ist und seine Lebensdauer um ein Mehrfaches erhöht wird.
- Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 vorgesehen.
- Dadurch, daß der Changierfadenführer im Bereich der Umkehrstellen der Changierbewegung an einer senkrecht zur Changierrichtung geringfügig federelastisch auslenkbaren Führungsleiste gehalten wird, ist mit geringem Aufwand die Laufruhe und Verschleißbeständigkeit des Changierfadenführers wesentlich verbessert.
- Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet.
- Durch die Ausbildung nach Anspruch 2 wird eine besonders lange Lebensdauer des Fadenführers erzielt. Hierzu tragen auch in besonderem Maße die Merkmale der Patentansprüche 6 und 7 bei.
- Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt
- Fig. 1 schematisch eine Vorrichtung zum Changieren im Querschnitt,
- Fig. 2 den Fadenführer aus Fig. 1 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 3 eine Vorderansicht einer Führungsschiene,
- Fig. 4 die Führungsschiene der Fig. 3 in Draufsicht,
- Fig. 5 einen Schnitt durch den Mittelteil der Führungsschiene nach Linie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6 einen Schnitt durch den Endteil der Führungsschiene nach Linie VI-VI in Fig. 4,
- Fig. 7 einen Querschnitt durch den Endteil einer anderen Führungsschiene, die
- Fig. 8 und 9 zwei Querschnitte gemäß den Linien VIII-VIII bzw. IX-IX in Fig. 10 und die
- Fig. 10 und 11 weitere Ausführungsformen einer Führungsschiene.
- Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung zum Changieren ist eine Kehrgewindewelle 1 in einem Wellengehäuse 2 drehbar gelagert. Mit dem Wellengehäuse 2 sind zwei Führungsschienen 3 und 4 durch Schrauben 5 und 6 fest verbunden. An den parallel einander gegenüberliegenden Stirnseiten der Führungsschienen 3 und 4 sind entsprechende Führungsleisten 7 und 8 fest eingesetzt, die in Führungsnuten 21 und 22 (Fig. 2) des Gleitstückes 9 eines Fadenführers 10 eingreifen. Der Fadenführer 10 weist auch einen langgestreckten Gleitschuh 11 auf, der in eine endlose Kehrgewindenut 12 der Kehrgewindewelle oder Nutentrommel 1 eingreift. Im Fadenführer 10, der vorzugsweise aus Kunststoff besteht, ist eine Fadenöse 13 aus keramischem Material eingesetzt, die einen Faden 14 führt und changiert, bevor er auf eine Aufwindespule 15 einer nicht weiter dargestellten Spulmaschine aufgewunden wird.
- Nach Fig. 2 weist der Fadenführer 10 ein Gleitstück 9 mit je zwei parallelen Seitenflächen 23, 26 und 24, 25 auf. In diese Seitenflächen sind zwei Nuten 21 und 22 eingelassen, deren Grundflächen halbkreisförmig ausgebildet sind und parallel zu den Seitenflächen 23, 24, 25, 26 verlaufen, so daß sich als Querschnitt durch die Nutengrundflächen 27, 28, 29, 30 ebenso wie durch die Seitenflächen 23, 24, 25, 26 ein Rhomboid mit abgeschnittenen Spitzen ergibt.
- Die in den Fig. 3 bis 6 dargestellte Führungsschiene 4 weist eine Nut 16 mit rechteckigem Querschnitt (Fig. 5) auf, der in den beiden Endteilen der Führungsschiene etwas größer als im Mittelteil (Fig. 6) ausgeführt ist. Beispielsweise erweist sich eine Vergrößerung des Nutenquerschnittes um die Bereiche a, b, c = ²/&sub1;&sub0; mm als sehr geeignet. Die Führungsleiste 8, deren Breite mit der Nutenbreite im Mittelteil der Führungsschiene 4 übereinstimmt, ist in diese eingesetzt und im Mittelteil mit ihr verklebt, beispielsweise mit einem Zweikomponentenkleber. Zur zusätzlichen Sicherung können noch Stellschrauben 31 auf die Führungsleiste 8 aufgschraubt sein. In den Endteilen der Führungsschiene 4 ragt die Führungsleiste 8 frei in den größeren Nutenraum hinaus, so daß ihre Enden in den Bereichen a, b und c Raum für eine beschränkte horizontale und vertikale Auslenkung besitzen, was in Fig. 7 durch die Doppelpfeile 17 und 18 angedeutet ist. Zur Befestigung der Führungsschiene 4 am Wellengehäuse 2 weist die Führungsschiene Bohrungen 19 zur Aufnahme von Schrauben auf.
- Im Betrieb wird durch die Drehung der Kehrgewindewelle 1 der Fadenführer 10 durch den in der Kehrgewindenut 12 geführten Gleitschuh 11 in Changierrichtung über eine Changierlänge L (Fig. 3) mit großer Geschwindigkeit hin- und herbewegt. In Changierrichtung wird der Fadenführer 10 durch die in die Nuten 21 und 22 des Gleitstückes 9 eingreifenden Führungsleisten 7 und 8 hauptsächlich auf den Nutenseitenflächen geführt, da zwischen den halbkreisförmigen Nutengrundflächen 27, 28, 29, 30 und den ebenfalls halbkreisförmigen Stirnflächen der Führungsleisten 7 und 8 für ausreichendes Spiel gesorgt ist. Die Seitenflächen 23, 24, 25, 26 des Gleitstückes 9 sind nicht geführt, da zwischen diesen Seiten und den Stirnseiten der Führungsschienen 3 und 4 genügend Spiel vorhanden ist. An den Umkehrpunkten klappt das Gleitstück 9 von den einen in die anderen parallelen Seiten- und Nutengrundflächen um, beispielsweise von den Seitenflächen 24, 25 und Nutengrundflächen 28, 29 in die anderen parallelen Seitenflächen 23, 26 und Nutengrundflächen 27, 30, so daß entweder die Flächen 24, 25, 28, 29 oder die Flächen 23, 26, 27, 30 parallel zu den Führungsleisten 7, 8 und Führungsschienen 3, 4 verlaufen. Das Umklappen des Gleitstückes 9 und damit des Fadenführers 10 wird durch die Richtungsänderung des in der Kehrgewindenut 12 geführten Gleitschuhs 11 bewirkt, der an den Umkehrstellen der Kehrgewindenut 12 umgelenkt wird.
- Weil nun die Führungsleisten 7, 8 im Mittelteil starr mit den Führungsschienen 3, 4 verbunden sind, in den Endteilen hingegen in beschränktem Maße horizontal und vertikal federelastisch auslenkbar sind, wird es im Bereich der Umkehrpunkte dem Fadenführer 10 ebenfalls ermöglicht, in diesen Richtungen geringfügig auszuweichen. Dabei wird er im Gleitstück 9 durch die Führungsleisten 7, 8 und im Gleitschuh 11 durch die hier etwas breiter ausgeführte Kehrgewindenut 12 weiterhin geführt. Dadurch, daß dem Fadenführer ein beschränktes Auslenken und damit auch Kippen ermöglicht wird, läuft er außerordentlich ruhig. Die auf den Fadenführer wirkenden großen Kippmomente, Verzögerungs- und Beschleunigungskräfte und daraus resultierenden Reibungskräfte werden dadurch auf die Führungsleisten und die Kehrgewindenut verteilt, so daß die Beanspruchung an einer Einzelstelle des Fadenführers geringer ist. Auch bewirkt ein Auslenken vertikal zur Führungsleiste durch die größeren Reibungskräfte im Umkehrpunkt einen Abbau der Belastungsspitzen im Gleitschuh. Versuche mit der beschriebenen Vorrichtung, bei der die Endteile der Führungsleisten federelastisch auslenkbar sind, haben eine zwei- bis dreimal größere Lebensdauer des Fadenführers als in herkömmlichen Vorrichtungen ergeben. Als sehr vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn je ein Endteil der Führungsleiste beispielsweise auf einer Länge L 1 = L/10 auslenkbar ist und wenn die Führungsleiste aus Federstahl besteht.
- In Fig. 7 ist dargestellt, wie eine Führungsleiste 8 schräg in eine Führungsschiene 4 eingesetzt ist, was bei einem Wellengehäuse notwendig sein kann, bei dem die beiden Führungsschienen unter einem Winkel zueinander angeordnet sind.
- In den Fig. 8, 9, 10 und 11 sind weitere Ausführungsformen von Führungsschienen dargestellt, bei denen im Gegensatz zu den bisher beschriebenen Beispielen die Führungsleiste aus einem Stück mit der Führungsschiene besteht.
- Bei den Beispielen nach den Fig. 8, 9 geht der Querschnitt der Führungsleiste 34 allmählich oder abgesetzt in die dickere Führungsschiene 32 über. Die gleichen Querschnittsformen kann auch die Führungsschiene 35 nach Fig. 11 aufweisen. Die elastische Auslenkbarkeit der Endteile der Führungsleisten 34 bzw. 37 wird hier durch lange Öffnungen 33 bzw. Ausnehmungen 36 erreicht. Die Führungsleisten 34 bzw. 37 sind so schmal dimensioniert, daß sie durch die auftretenden Kräfte in senkrechter und seitlicher Richtung deformiert werden können. Diese Ausführungsformen weisen den Vorteil auf, daß zwischen der Führungsleiste und der Führungsschiene keine besonderen Befestigungsmittel notwendig sind.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Changieren eines Fadens in Spulmaschinen, bei der ein Changierfadenführer mit seinem Gleitschuh in eine endlose Kehrgewindenut einer Kehrgewindewelle eingreift und mit seinem Führungsnuten aufweisenden Gleitstück zwischen zwei an einem Wellengehäuse befestigten parallelen Führungsschienen in Changierrichtung geführt ist, wobei jede Führungsschiene mit einer in die korrespondierende Nut der Gleitstücke eingreifenden Führungsleiste versehen ist, welche im mittleren Bereich starr mit der Führungsschiene verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Endteile der Führungsleiste (7, 8; 34, 37) mit der Führungsschiene (3, 4; 32; 35) senkrecht zur Changierrichtung beschränkt federelastisch auslenkbar verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Führungsschiene (3, 4) eingesetzte Führungsleiste (7, 8) im Mittelteil in einer Nut (16) mit entsprechendem Querschnitt fest angeordnet ist und daß die Nut (16) in den Endteilen der Führungsschiene (3, 4) größer als im Mittelteil dimensioniert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsleiste (7, 8) mit dem Mittelteil der Führungsschiene (3, 4) verklebt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur zusätzlichen Befestigung der Führungsleiste (7, 8) an der Führungsschiene (3, 4) im Mittelteil Sicherungsschrauben angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsleiste (7, 8) aus Federstahl besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der federelastisch auslenkbaren Endteile der Führungsleiste (3, 4) annähernd im Bereiche eines Zehntels der Changierlänge auslenkbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endteile der Führungsleisten (7, 8) mit einem allseitigen Spiel (a, b, c) von etwa zwei Zehntel mm in der Nut (16) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsleiste (34) einen Bestandteil der Führungsschiene (32) darstellt und in den Endteilen zwischen der Führungsschiene (32) und der Führungsleiste (34) langgestreckte, an den Enden geschlossene Öffnungen (33) vorliegen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsleiste (37) einen Bestandteil der Führungsschiene (32) darstellt und in den Endteilen zwischen der Führungsschiene (35) und der Führungsleiste (37) an den Enden offene, langgestreckte Ausnehmungen (36) vorgesehen sind.
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