DE28013C - Tiegeldruckpresse mit Cylinderfärbung - Google Patents

Tiegeldruckpresse mit Cylinderfärbung

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DE28013C
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Germany
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DENDAT28013D
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MASCHINENFABRIK AUGSBURG in Augsburg
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/26Details
    • B41F1/40Inking units

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE IB: Druckerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. October 1883 ab.
Die Tiegeldruckpressen treten in Bezug auf die Stellung und Bewegung der beiden Tiegel, von denen der eine den Satz, der andere den Aufzug mit dem zu bedruckenden Bogen Papier aufnimmt, in verschiedenen Arten auf. Der wesentlichste Unterschied bei Tiegeldruckpressen dürfte wohl in Bezug auf die Stellung der beiden Tiegel während des Ganges sein, so dafs man hierin zwei Arten zu unterscheiden hat:
1. entweder sind beide Tiegel, der Satztiegel oder das Fundament, sowohl als auch der Drucktiegel während des Ganges der Presse beweglich; oder
2. es ist das Fundament während des Ganges der Presse unbeweglich und nur der Drucktiegel beweglich.
In beiden Fällen dreht sich der Drucktiegel aus einer senkrechten in eine horizontale Stellung oder annähernd in eine dieser beiden Stellungen, um den zu bedruckenden Bogen aufzunehmen. Das Fundament dagegen nimmt im ersten Falle eine ähnliche Stellung ein wie der Drucktiegel oder weicht, nur wenig oscillirend, von der senkrechten Stellung ab, im zweiten Falle aber bleibt derselbe in senkrechter Stellung unbeweglich.
Je nach Stellung und Bewegung der Tiegel ist auch das Farbwerk der Tiegeldruckpressen verschieden. In dem Falle, wo der Satztiegel beweglich ist, findet man Tischfärbimg, indem entweder eine besondere Hebwalze oder auch eine der Auftragwalzen einen Farbstreifen vom Ductor abnimmt und auf einen sich während des Ganges drehenden Farbteller aufträgt, wo er verrieben wird. Indem die Aufträgwalzen über diesen Farbteller geführt werden, schwärzen sie sich ein. Im anderen Falle, wo der Satztiegel in senkrechter Stellung unbeweglich bleibt, erhalten die Tiegeldruckpressen Cylinderfärbung, indem der durch die Hebwalze vom Ductor abgenommene Farbstreifen, wie an Cylinderpressen, zur Verreibung an andere Walzen mitgetheilt wird, bis schliefslich die Auftragwalzen eingeschwärzt sind.
Mit der Einführung des Cylinderfarbwerkes war an Tiegeldruckpressen eine wesentliche Verbesserung erzielt, da eben die Tellerfärbung, ähnlich der Tischfärbung an gewöhnlichen Cylinderschnellpressen, nicht für bessere Druckarbeiten genügte.
Allein mit der Einführung des Cylinderfarbwerkes war die feststehende senkrechte Lage des Satztiegels bedingt, und damit auch das unbequeme Ein- und Ausheben der Rahme mit dem Satz, die theilweise oder gänzliche Unmöglichkeit, den Satz nach dem Einheben auf dem Tiegel corrigiren und für den Druck gehörig vorbereiten zu können, so dafs man oft mehrmals den Satz heraus- und hineinheben müfste, bis er zum Druck fertig war.
In dieser Beziehung haben diejenigen Tiegeldruckpressen, bei welchen sich der Satztiegel ebenso wie der Drucktiegel in annähernd horizontale Stellung dreht, vor denjenigen mit senkrecht feststehendem Satztiegel einen unleugbaren Vorzug.
Erfinderin bezweckt nun, die Vortheile dieser beiden Arten von Tiegeldruckpressen in einer Maschine zu vereinigen, nämlich eine Tiegeldruckpresse mit Cylinderfärbung zu bauen, bei welcher während des Druckes der Satztiegel senkrecht feststehend bleibt, derselbe jedoch
auf ganz einfache und bequeme Art in annähernd horizontale Stellung gedreht werden kann, so dafs man mit Bequemlichkeit die Rahme mit dem Satz ein- und ausheben, corrigiren und zum Druck zurichten kann, wie an jeder gewöhnlichen einfachen Cylinderschnell· presse.
Zum Heraus- und Hineindrehen des Satztiegels dieser neuen Tiegeldruckpresse hat man nur nöthig, einen eisernen Bolzen b am Fundament F seitlich zu verschieben, bis er in eine Oeffhung am grofsen Antriebrad R eingeführt ist, und alsdann am Schwungrad »S zu drehen, bis das Fundament F die gewünschte Stellung hat, Fig. 2.
Das Farbwerk dieser neuen Tiegeldruckpresse besteht aus einem Farbkasten mit Ductorwalze d und Hebwalze h mit derselben Einrichtung, wie Erfinderin dieselbe an ihren gewöhnlichen Cylinderschnellpressen hat. Die Hebwalze giebt den vom Ductor abgenommenen Farbstreifen auf einen kleinen Stahlreiber r, welcher mit einer Massewalze m in Verbindung steht. Diese Massewalze und eine zweite Massewalze ml stehen mit drei senkrecht über einander liegenden Nacktwalzen n, von welchen die obere und untere seitliche Verschiebung haben, derart in Verbindung, dafs zwischen je zwei Nacktwalzen eine Massewalze liegt. An jede dieser drei Nacktwalzen kommt eine Auftragwalze ' zu liegen, wenn dieselben in die Stellung zum Einschwärzen gelangt sind; sie bleiben in dieser Stellung, bis sie von neuem zum Einschwärzen des Satzes nach abwärts gehen.
Zwischen je zweien dieser Auftragwalzen liegt ein Stahlwälzchen s, so dafs alle drei Auftragwalzen unter sich in Verbindung stehen, was bekanntlich von dem besten Einflufs auf die Färbung ist. Es besteht sonach das Farbwerk dieser neuen Tiegeldruckpresse aus fünf Metall- und sechs Massewalzen, und ist dieselbe hierdurch für feine Druckarbeiten geeignet.
Aufser diesem wesentlichen Vortheil dieser neuen Tiegeldruckpresse, dafs das Fundament zum Zurichten des Satzes in annähernd horizontale Lage herausgedreht werden kann, hat dieselbe die Vorzüge der besten bis jetzt bekannten Tiegeldruckpressen mit senkrecht feststehendem Fundament.
Es stellen sich hiermit aufserdem, dafs diese Tiegeldruckpressen die zwei wichtigsten Haupterfordernisse einer guten Tiegeldruckpresse erfüllt, nämlich längere Ruhe des Drucktiegels beim Einlegen der Bogen und entsprechende Ruhe desselben bei Ausübung des Druckes, die hervorragenden Eigenschaften folgendermafsen zusammen:
Vollkommen paralleler Druck; beliebige Druckregulinmg durch einfache Hebeldrehung für jede Papier- und Zurichtungsstärke; sofortige Druckabstellung während des Ganges der Presse; combinirtes Cylinderfarbwerk; beliebiges Abstellen des Laufes der Auftragwalzen über den Satz und Einstellen derselben auf die Nacktwalzen des Farbwerkes während des Ganges der Presse, um entweder den Satz nicht zu schwärzen oder die Auftragwalzen einzuschwärzen, was gewöhnlich vor dem Beginn des Druckes geschieht; Verstellbarkeit des Fundaments in senkrecht festehende Lage während des Druckes und in horizontale Lage, um den Satz bequem ein- und ausheben und für Herstellung eines richtigen Druckes leicht behandeln zu können.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Querschnitt der Maschine und zeigt die Stellung des Fundaments in senkrechter Lage;
Fig. 2 ein Querschnitt der Maschine und zeigt die Stellung des Fundaments in horizontaler Lage; -. ,.
Fig. 3 eine Seitenansicht der Maschine während des Druckes;
Fig. 4 eine Ansicht der Maschine von hinten; Fig. 5 ein Grundrifs der Maschine.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Cylinderfarbwerk, bei welchem jede der über einander liegenden Nacktwalzen eine besondere Auftragwalze einschwärzt, in Verbindung mit dem beim Drucken feststehenden Fundar ment F, welches sich durch Verschiebung des Bolzens b mit dem Antriebrad R verbinden und in waagrechte Lage drehen läfst, damit man den Satz bequem ausheben und corrigiren kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT28013D Tiegeldruckpresse mit Cylinderfärbung Active DE28013C (de)

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