DE2436C - Tiegeldruckschnellpresse für endloses Papier - Google Patents

Tiegeldruckschnellpresse für endloses Papier

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DE2436C
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Germany
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DENDAT2436D
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Original Assignee
J. H. F. PRILLWITZ in Berlin
Publication of DE2436C publication Critical patent/DE2436C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/04Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed for mono-impression printing, e.g. on sheets
    • B41F1/08Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed for mono-impression printing, e.g. on sheets on webs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

1877.
J. H. F. PRILLWITZ in BERLIN. Tiegeldruckschnellpresse für endloses Papier.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. September 1877 ab. Längste Dauer: 27. September 1891.
Die Erfindung bezweckt einestheils, die Schnellpresse leistungsfähiger zu machen als die jetzt gebräuchlichen, indem bei derselben auf endloses Papier gedruckt wird und demnach das zeitraubende Auflegen der einzelnen Bogen verschwindet, anderntheils einen besseren Druck hervorzubringen, indem Tiegeldruck angewendet wird. Aufserdem macht diese Erfindung die Buchdruckerkunst geeignet, an der Decoration von Räumen theilzunehmen mittelst Tapetendruck.
Die Maschine hebt und senkt eine Prefsplatte mit der darauf befindlichen Druckform und druckt dabei gegen die untere Seite des über derselben befindlichen Papieres, welches gegen eine Stützplatte gehalten wird. Nach ausgeführtem Druck senkt sich die Prefsplatte und gleichzeitig wird vermittelst einer Zugwalze neues Papier in erforderlicher Gröfse vorwärtsgezogen. Dann steht die Form so lange still, bis eine Reihe Farbewalzen die auf der Prefsplatte befindliche Druckform mit frischer Farbe versehen haben.
Fig. ι zeigt die Maschine von der Seite, Fig. 2 im Grundrifs, Fig. 3 im durch die Mitte der Druckplatte genommenen Verticaldurchschnitt. Gleiche Theile sind in allen Figuren mit gleichen Buchstaben bezeichnet.
Auf einem gufseisernen Fundament α erheben sich zwei verticale Seitengestelle b, welche oben durch die Gegendruckplatte c verbunden sind. Die die Form tragende Prefsplatte d wird zwischen Führungsschienen e der Seitenwände genau vertical auf- und abgeführt. Diese auf- und niedergehende Bewegung wird erzielt durch zwei gleiche Excenter/^-, deren jedes sich um seinen Bolzen dreht, von denen der eine h in der Prefsplatte d, der andere i dagegen in den Lagern k auf der Fundamentplatte α angebracht ist. Damit die excentrischen Flächen nicht aufeinandergleiten, wenn sie sich um ihre Bolzen drehen, erhalten beide gleiche Drehbewegung vermittelst eines Rahmens t, in dessen parallelen Lochwanden zwei Lager m gleiten, die die Zapfen nn an den beiden Excentern unischliefsen. Der Rahmen / wird in- einer Richtung geführt, die genau horizontal, also rechtwinklig zu der Verbindungslinie der Bolzenmitten liegt, zu welchem Zwecke das Führungsgeleise ο an den vorderen verticalen Seitenständer b angeschraubt ist.
Wird nun die Triebwelle p durch Riemscheibe und Schwungrad in Drehung versetzt, so führt ( die Kurbel q mittelst der Lenkstange r den Rahmen / hin und her und bewegt dadurch die Excenter / und g hin und her. Hierbei wird sich gemäfs der excentrischen Form der Abstand der beiden Bolzen h und i abwechselnd vergröfsern und verringern, d. h. die Prefsplatte d abwechselnd steigen und. sinken. Die Form der Excenter ist so gewählt, dafs während der einen halben Schwingung keine Verticalbewegung erfolgt, sondern diese ganz der anderen Hälfte überlassen bleibt. Die Excenter werden gegeneinander geprefst durch die Spiralfedern S, welche die Hebel χ herunterziehen, deren Zug durch die Verbindungsstangen u und die Bolzen υ auf die Prefsplatte d übertragen wird. Die Spannung beider Spiralfedern wird gleichmäfsig erhalten durch Vereinigung der unteren Enden derselben mit den Enden des gleicharmigen Hebels w. Die Zurichtung für Erlangung guten Druckes ist in einem Rahmen unter der Prefsplatte c. Dieser Rahmen ruht mit seinen Seitenwänden auf zwei Schienen, welche durch Träger t mit einer Verbindung F zusammenhängen, und kann mittelst des Schraubenrades G erhöht oder gesenkt werden. Die Druckform wird auf der Platte d befestigt, welche auch auf der oberen Seite mit einer Führung versehen ist, um die Form bequem herausnehmen zu können.
Der Papierschub geschieht durch eine Walze, auf welcher sich zwei verschiebbare Rädchen befinden. Das Druckpapier liegt in einer Rolle A, Fig. 3, deren Axe mit einem verschiebbaren Gewicht, Fig. i, zur Vermeidung von Schwingungen versehen ist, geht dann abwärts zwischen zwei Leitwalzen D E, unter die Gegendruckplatte und zwischen die Zugwalze B und das Rädchen C, deren Axe in excentrischen Lagern liegt und welche mittelst eines Hebels gegen die Zugwalze angeprefst werden. Die Bewegung, welche zum Ziehen des Papieres erforderlich ist, wird der Zugwalze B durch ein auf deren Axe sich befindendes loses Zahnrad mitgetheilt, welches in Verbindung mit der Zahnstange c steht, deren äufserstes Ende wiederum mit der an der Prefs-

Claims (4)

platte d befindlichen Verbindungsstange u zusammenhängt. Das Zahnrad sitzt lose auf der Axe der Zugwalze B, so dafs bei dem Steigen der Zahnstange c die Zugwalze stillsteht. Sobald die Prefsplatte d fallt und mithin die Verbindungsstange u nach unten wirkt, wird das Zahnrad durch eine Spiralfeder am Drehen gehindert und die Zugwalze vermittelst Eingreifen der Zahnstange c in das auf der Axe der Zugwalze B sich befindende Zahnrad herumgedreht, wodurch neues Papier unter die Gegendruckplatte gezogen und der vollendete Abdruck entfernt wird. Durch Verschiebung der Rädchen C können alle Papierbreiten an der Seite gegriffen und hervorgeschoben werden. Das Farbewerk, oberhalb der Antriebwelle befindlich, enthält eine Walze Q, welche durch Riemscheibe und Getriebe eine langsame Drehbewegung erhält und dadurch die Schwärze aus dem Behälter R auf ihre Oberfläche ausbreitet. Von der Walze Q erhalten die Walzen ν Vv ihre Farbe. Auf zwei Linealen uu, zu beiden Seiten innerhalb der Ständer b b befestigt, gleiten in Lagern eine Anzahl Walzen, und zwar vorn zwei r r und weiter nach hinten drei ν Vv. Diese Lager und Walzen erhalten durch Hebelstangen ihre gleitende Bewegung den Linealen entlang von dem im Excenter g befestigten Bolzen i. Während die Vorderwalzen r r über die Form gehen und dieselbe einschwärzen, laufen die Hinterwalzen ν Vv über einen Farbetisch Y. Die mittlere der Walzen V stöfst an die Walze Q des Farbewerkes, erhält dadurch Farbe, welche mittelst dieser und der anderen beiden Walzen ν ν, die in ungleichen Richtungen laufen, auf dem Tisch verarbeitet wird. Die Zusammenstellung genannter Mechanismen geschieht nun derartig, dafs, während die Excenter die Prefsplatte d in ihrer tiefsten Lage halten, die Walzen r r über die Form, die Walzen ν Vv über den Tisch gleiten und zurückkehren. Nachdem die Farbewalzen ν Vv die Form rückwärts passirt haben, hebt sich d, und der Druck wird ausgeführt; während dessen laufen die Walzen rück- und vorwärts über den Farbetisch, während die Prefsplatte d sich wieder senkt und zugleich, bei dem Senken vermittelst der Verbindungsstange u, welche in Verbindung mit der Zahnstange c steht, neues Papier durch die Zugwalze unter die Druckplatte c schafft. Pat en τ-Ansprüche:
1. Das Verfahren, die Form zu heben und das von oben aus unterstützte Papier auf der nach unten gerichteten Seite zu bedrucken.
2. Die Anwendung von endlosem Papier für gewöhnlichen Tiegeldruck.
3. Die Mechanismen zum Heben der Druckplatte, insbesondere die Anordnung zur gemeinsamen Bewegung der Excenter,
4. Der Zugapparat für das Papier, insoweit durch die verschiebbaren Rädchen CC ungleich breites Papier nur an den unbedruckten Seiten angefafst und dadurch fortgezogen wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT2436D Tiegeldruckschnellpresse für endloses Papier Active DE2436C (de)

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