DE279780C - - Google Patents

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DE279780C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C19/00Chemical modification of rubber
    • C08C19/085Devulcanisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Graft Or Block Polymers (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 396. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1914 ab.
Bei der Polymerisation von Isopren oder seinen Homologen zu kautschukartigen Substanzen oder bei der Nachbehandlung derartiger Produkte erhält man unter Umständen je nach der benutzten Methode Körper, welche in Benzol ganz oder zum Teil unlöslich oder sehr schwer löslich sind und daher anscheinend zu hohe Polymerisationsstufen darstellen. Derartige Produkte sind nicht nur zur Herstellung von Kautschuklösungen ungeeignet, sondern zeigen in gewissen Fällen auch sonstige Nachteile, z. B. bleiben sie oft auf der Walze, zu trocken und lassen sich daher auf ihr schlecht verarbeiten.
Es wurde nun gefunden, daß sich derartige in Benzol nicht öder schwer lösliche synthetische kautschukartige Substanzen in leichter lösliche bzw. quellbare und leichter zu verarbeitende Produkte überführen lassen, wenn man sie mit organischen Säuren oder sauren Derivaten derselben, mit Ausnahme der Kern-
■ carbonsäuren oder ihrer Derivate, behandelt.
?, Die hierbei eintretenden chemischen und physikalischenVeränderungen lassen darauf schließen, daß vielleicht Produkte von weniger hoher Molekulargröße entstehen.
Man kann die genannten Mittel in Gegenwart oder Abwesenheit von Verdünnungs- oder Lösungsmitteln verwenden und bei niedrigeren oder höheren Temperaturen arbeiten.
Als kautschukartige Substanzen, welche für das vorliegende Verfahren in Betracht kommen, seien z. B. genannt die Produkte, welche durch Polymerisation von Butadienen mit Alkalimetallen in Gegenwart von Kohlensäure oder durch Autopolymerisation (vgl. Kondakow, Journ. f. prakt. Chemie Bd. 64, S. 109/110) entstehen, oder welche durch längeres Erhitzen der nach vorstehenden oder beliebigen anderen Polymerisationsmethoden erhaltenen Produkte bei gewöhnlichem oder vermindertem Druck (z. B. gemäß den Verfahren der Patente 271849 und 272399) bis zur teilweisen oder völligen Unlöslichkeit in Benzol erhalten werden u. a.
Die nach vorliegendem Verfahren erhaltenen Produkte können gewünschtenfalls, sei es zur völligen Entfernung -etwaiger 'Beimischungen, sei es, um ihre Eigenschaften weiter zu verändern, nachträglich noch den in den Patenten 271849 und 272399 beschriebenen Behandlungen unterworfen werden.
Beispiel I.
50 Teile des nach Beispiel 2 der französischen Patentschrift 459005 erhältlichen Polymerisationsprodukts von Isopren werden mit 20 Teilen saurem weinsaurem Kalium auf der heißen Walze gemischt. Man steigert dann mittels gespannten Dampfes die Temperatur der Walzen auf 110 bis 120 °, wobei im Verlauf einer viertel bis halben Stunde eine weiche Masse entsteht. Diese wird auf der warmen Walze mit schwach alkalischem Wasser ausgewaschen und getrocknet. Es entsteht ein hellgraues Fell, welches beim Lagern an Elastizität noch gewinnt. Es ist im Gegensatz zu dem in Benzol unlöslichen Ausgangsmaterial in Benzol teils löslich, teils quellbar geworden.
Durch weiter fortgesetzte Behandlung wird das Produkt weicher und zuletzt in Benzol voll-
ständig löslich, so daß man es in der Hand hat, jeden gewünschten Löslichkeitsgrad zu erzielen. An Stelle von saurem weinsäurem Kalium kann man auch freie Weinsäure, Oxalsäure, Zitronensäure, ■ Phenoxyessigsäure u. a. verwenden.
Beispiel II.
20 Teile des nach Beispiel 2 der französischen Patentschrift 459005 erhältlichen Polymerisationsproduktes von Isopren werden mit 100 Teilen Eisessig mehrere Tage auf dem Wasserbade erwärmt. Die durchscheinend gewordene Substanz wird vom Eisessig abfiltriert und ergibt nach dem Auswaschen auf der Walze ein hellbernsteinfarbenes elastisches Fell.
Beispiel III.
100 Teile der nach der französischen Patentschrift 440173 aus Isopren unter Zusatz von Carvenozonid erhältlichen und nach Beispiel 5 . des Patentes 271849 behandelten kautschukartigen Substanz werden mit 20 Teilen Weinsäure auf der heißen Walze etwa eine halbe Stunde innig gemischt. Die entstandene weiche, plastische Masse wird durch Waschen entsäuert und trocken gewalzt.
Das Produkt läßt sich gut vulkanisieren und gibt mit Benzol eine zähflüssige, colloidale Lösung.
In ähnlicher Weise verfährt man mit anderen synthetischen kautschukartigen Materialien der genannten Art.
Beispiel IV.
Das nach Beispiel 2 der französischen Patentschrift 459005 erhältliche Polymerisationsprodukt wird einige Tage über Ameisensäure von etwa 80 Prozent aufbewahrt. Das Ausgangsmaterial ist äußerlich anscheinend unverändert, erweicht aber zum Unterschied vom Ausgangsprodukt beim Behandeln auf der heißen Walze und liefert nach dem Auswaschen ein hellgraues Fell.
Es ist bereits ein Verfahren bekannt, bei welchem Polymerisationsprodukte von Butadienen mit gerbstoffartigen Körpern, also bestimmten aromatischen Kerncarbonsäuren bzw. Derivaten solcher, behandelt werden. Durch diese Behandlung wird eine weitergehende Um-Wandlung der Kautschuksubstanz, wodurch dieselbe z. B. eine größere Löslichkeit erhält, nicht bewirkt, sondern es soll nur das sonst an sich schnell verharzende Material an der Luft haltbar werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Verbesserung synthetischer kautschukartiger Substanzen, dadurch gekennzeichnet, daß man solche synthetische kautschukartige Substanzen, welche in Benzol ganz oder zum Teil unlöslich oder sehr schwer löslich sind, mit organischen Säuren oder sauren Derivaten derselben, mit Ausnahme der Kerncarbonsäuren oder ihrer Derivate, behandelt.
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