DE27952C - Neuerungen an Telephonen - Google Patents

Neuerungen an Telephonen

Info

Publication number
DE27952C
DE27952C DENDAT27952D DE27952DA DE27952C DE 27952 C DE27952 C DE 27952C DE NDAT27952 D DENDAT27952 D DE NDAT27952D DE 27952D A DE27952D A DE 27952DA DE 27952 C DE27952 C DE 27952C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
telephone
line
magnet
alternating currents
telephones
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT27952D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Firma E. HARTMANN & Co. in Würzburg
Publication of DE27952C publication Critical patent/DE27952C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M19/00Current supply arrangements for telephone systems
    • H04M19/02Current supply arrangements for telephone systems providing ringing current or supervisory tones, e.g. dialling tone or busy tone
    • H04M19/04Current supply arrangements for telephone systems providing ringing current or supervisory tones, e.g. dialling tone or busy tone the ringing-current being generated at the substations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Breakers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Firma E. HARTMANN & CO. in WÜRZBURG. Neuerungen an Telephonen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. October 1883 ab.
Im Nachstehenden ist. eine Fernsprecheinrichtung beschrieben, welche sich durch ihre kleine handliche Form sowohl,, als hauptsächlich durch die geringen Anlege- und Betriebskosten bei gröfster Leistungsfähigkeit auszeichnet. Zum Anruf werden Wechselströme benutzt, welche, mit Hülfe eines kleinen Inductionsapparates mit Unterbrecher erzeugt und durch die Windungen eines Telephons geleitet, die Membran desselben in laut hörbare Schwingungen versetzen.
Von anderen Constructionen nach demselben Princip unterscheidet : sich diese durch die Anbringung eines automatischen Umschalters, welcher den Zweck hat, Telephon und Inductionsapparat beim Anruf wechselweise einzuschalten und so die bei jeweiliger Functionirung unnöthigen Spulen auszuschalten, wodurch der Widerstand des Apparates verringert, mithin das Telephon zu kräftigerem Tönen veranlafst wird.
Die zur Erreichung ' dieses Zweckes nöthigen Vorrichtungen sind auf der Zeichnung in Fig. 1 bis 3 dargestellt und zeigt Fig. 1 den ganzen Apparat mit zwei Telephonen nach Hinwegnahme des Schutz- bezw. Mikrophonkästchens,· dessen Stellung nur durch die punktirten Linien angedeutet ist, Fig. 2 einen Verticalschnitt durch die Mitte des Apparates mit Mikrophon und Element, Fig. 3 die sche'matische Anordnung der Stromwege.
Die in der Wirkung identischen Theile sind auf Zeichnung und Stromlaufschema mit denselben Buchstaben bezeichnet.
Der Taster T verbindet in seiner Normallage α mit g. Unterbricht man diese Verbindung durch Druck auf den Knopf D, so schliefsen sich die vom Taster isolirten Contacte Ff und i k. Der Hebel H hat den Zweck, bei eingehängtem Telephon den Taster T durch g, bei Hinwegnahme desselben das Mikrophon durch m einzuschalten. Die zweite Stromzuleitung für das Mikrophon geschieht durch »21.
Sind alle Contacte in ihrer Normalstellung und tritt ein Wechselstrom aus der Leitung L in den Apparat, so wird derselbe mit Umgehung der Secundärspule des Inductors über a Tg He durch die Telephone und d c zur Erde E gehen, mithin die Telephone mit ganzer Intensität zum Tönen bringen.
Man antwortet bezw. ruft an, indem man den Knopf D niederdrückt. Der aus dem Innern des Kästchens austretende Strom geht vom — Pol über Ff zum Unterbrecher U und dessen Feder« zur Primärspule F1 und weiter von F durch h zum -f~ Pol.
Die Inductionsströme nehmen
einestheiis von S über b α zur
anderentheils mit Umgehung der
von .S1 über eik d c zur Erde E,
Telephonen der Gegenstation ihren Schlufs zu bekommen. Für besonders geräuschvolle Locale kann der Anruf noch durch einen Schalltrichter S, Fig. i, verstärkt werden.
Wird behufs Sprechens das Telephon vom Hebel H abgenommen, so schliefst sich der Contact H mit m. Der Primärstrom geht vom — Pol und ml durch das Mikrophon und dessen Dämpffeder Λ nach m, tritt durch den Hebel H und e bei F1 in die Primärspule und weiter yon F zum -j- Pol.
Die Secundärströme gehen beim Sprechen vom Inductor einestheiis über .S nach b α zur
ihren Weg
Leitung L,
Telephone
um in den
Leitung L, anderentheils von .S1 über e durch die Telephone und de nach der Erde zur anderen Station.
Um dieses Anrufsystem vermittelst Wechselströme, welche durch einen Inductionsapparat und Unterbrecher erzeugt werden, auch für gröfsere Fernsprechanlagen mit Centralstation verwerthen zu können, wird die in Fig. 4 und 5 dargestellte Fallklappe mit Nummerscheibe angewendet.
Die Pole eines ringförmigen Stahlmagneten a sind mit Eisenkernen versehen, auf welche die Drahtspulen b b geschoben sind. Diese werden in geeigneter Weise in die Leitung eingeschaltet und von den zum Anruf dienenden Wechselströmen umkreist, welche beträchtliche Schwankungen in der Stärke des Magneten hervorrufen. Vor den Polen des Magneten befindet sich, um die Achse/" leicht drehbar, der Anker d, welcher vom stromlosen Magneten gehalten wird. Durchläuft ein dem permanenten Magnetismus gleichgerichteter Strom die Spulen, so verstärkt derselbe den Magneten, wodurch der Anker noch fester angezogen wird; kehrt man den Strom in den Spulen um, so schwächt derselbe den Magneten und der Anker fällt vermöge seiner Schwere ab. Kommt er dabei aus dem Bereich der Wirksamkeit des Magneten, so würde er auch beim nachfolgenden Umkehren bezw. Stärken der Pole nicht wieder angezogen werden. Diesen Wechsel des Stromes besorgt beim Anruf der Unterbrecher und die Secundärspule des Inductionsapparates. Der Anker wird zwar nicht plötzlich abfallen, sondern nur bei jedesmaliger Schwächung des Magneten ein kleines Stückchen sinken; die Schwere verhindert, dafs er bei nachfolgender Stärkung wieder emporgezogen wird, er wird vielmehr in seiner jedesmaligen Stellung wieder horizontal gegen den Magneten angezogen werden.
Die bei schliefslich gröfserer Entfernung des Ankers vom Magnet abnehmende Wirksamkeit desselben läfst den Anker gänzlich fallen. Der schnelle Stromwechsel (etwa 200 mal in der Secunde) bewirkt, dafs der Anker je nach der empfindlichen Einstellung in 1 bis 3 Secunden gänzlich abfällt.
Durch eine geeignete Hebelvorrichtung h, Fig. 4 und 5, wird der Anker und mit ihm die Zeichenscheibe wieder mechanisch von aufsen gehoben.
Bei Centralstationen werden diese Signalapparate in einer den Anschlufsstellen entsprechenden Anzahl in einem mit Ausschnitten versehenen Gehäuse untergebracht und in geeigneter Weise in die betreffenden Leitungen eingeschaltet.

Claims (3)

PATENT-Ansprüche:
1. Ein Anruf mittelst Inductionsapparates und Telephons, bewirkt durch einen automatischen Umschalter, der durch einen einzigen Druckknopf wechselweise Telephon mit Leitung und Inductionsapparat mit Leitung verbindet, wie gezeichnet und beschrieben.
2. Die beschriebene Einrichtung, wodurch dieser Umschalter beim Sprechen das Mikrophon in den Primärstrom, die Telephone und die Leitung in den seeundären Strom schaltet.
3. Die Anwendung der durch einen Inductionsapparat mit Unterbrecher erzeugten Wechselströme zum Betrieb eines sichtbaren Signals auf Centralstationen, welches aus einem mit von den Wechselströmen durchfiossenen Spulen b b versehenen permanenten Stahlmagneten α besteht, vor dessen Polen ein drehbarer Anker d angebracht ist, welcher infolge der abwechselnden Schwächung und Stärkung des Magneten α durch die Wechselströme allmälig sinkt und schliefslich ganz abfällt und dann von aufsen durch einen Hebel h wieder gehoben werden kann, wie gezeichnet und beschrieben^
Hierzu I Blatt Zeichnunsren.
DENDAT27952D Neuerungen an Telephonen Active DE27952C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE27952C true DE27952C (de)

Family

ID=304226

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT27952D Active DE27952C (de) Neuerungen an Telephonen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE27952C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE27952C (de) Neuerungen an Telephonen
DE155533C (de)
Malthaner et al. An experimental electronically controlled automatic switching system
DE592679C (de) Schaltungsanordnung fuer Teilnehmerstationen in Fernsprechanlagen
DE94897C (de)
DE212513C (de)
DE134270C (de)
DE571356C (de) Raumsicherungsanordnung mit zwei im zu sichernden Raum vorgesehenen, wahlweise zu benutzenden Meldeeinrichtungen, naemlich einer Lauscheinrichtung und einer auf Erschuetterungen ansprechenden Kontakteinrichtung
DE118661C (de)
DE592055C (de) Schaltungsanordnung zum selbsttaetigen voruebergehenden Fritten der Kontakte von Waehlern beim Verbindungsaufbau ueber mit Verstaerkern ausgeruestete Leitungen
DE171951C (de)
AT7049B (de) Schaltungsanordnung zum selbstatthätigen Anrufen von Theilnehmerstellen durch Fernsprechvermittelungsämter.
AT83035B (de) Schaltungsanordnung für Telephonanlagen.
DE222924C (de)
DE424092C (de) Fernsprechanlage mit Handwaehlern
DE110626C (de)
DE746176C (de) Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen, insbesondere Feuermeldeanlagen
DE419289C (de) Schaltungsanordnung fuer den wahlweisen Anschluss einer von zwei an einer gemeinsamen Leitung liegenden Teilnehmerstellen unter Wahrung des Gespraechgeheimnisses
DE266937C (de)
AT40329B (de) Schaltungseinrichtung für transportable Telephonstationen.
US514980A (en) Switchboard system
DE308127C (de)
AT7908B (de) Gesprächszählerschaltung.
AT60834B (de) Telephonrelais.
DE215496C (de)