DE278580C - - Google Patents

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DE278580C
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artificial ice
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/24Materials not provided for elsewhere for simulating ice or snow

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine künstliche Eissportbahn und ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Es ist bereits eine große Anzahl von Vor-Schlägen für die Herstellung künstlicher Eisbahnen gemacht worden, ohne daß es bis jetzt gelungen wäre, eine den praktischen Erfordernissen genügende Lösung dieses Problems zu finden. So wurde beispielsweise versucht,
ίο eine künstliche Eisbahn aus einer SaIzmischung, aus Soda, Borsäure und Natriumsulfat oder aus Stearin, Paraffin, Erdwachs oder aus Seife, Stärke, Gelatine, Wasserglas u. dgl. zu erzeugen.
Es liegt auf der Hand, daß die so zusammengesetzten künstlichen Eisbahnen den Erfordernissen der Praxis nicht genügen konnten, weil die zu ihrem Aufbau dienenden Materialien vermöge ihrer Beschaffenheit nicht geeignet waren, solche glatten Flächen erzeugen zu lassen, die sich wie das natürliche Eis verhalten.
Eine' solche künstliche Eisbahn muß nämlich in erster Linie so glatt sein, daß sie genau in derselben Weise mit Schlittschuhen oder auch mit Schlitten, befahren werden kann wie das natürliche Eis; sie muß ferner in einfacher Weise herstellbar sein und darf sich nicht zu stark abnutzen. Eine künstliehe Eisbahn muß weiter, ebenso wie natürliches EiSj durch die ganze Masse genügend glatt sein, und die Glätte muß, wenn sie aus irgendwelchen Gründen in einem gewissen Moment nicht mehr vorhanden sein sollte, leicht wieder hervorgerufen werden können, wie das bei natürlichem Eise durch Übergießen von etwas frischem "Wasser und Gefrierenlassen ohne weiteres erzielbar ist. Außerdem muß sie bei den in Frage kommenden Temperaturen absolut festbleiben und auch dem Einfmß von Feuchtigkeit und den sonstigen Atmosphärilien vollständig widerstehen.
All den erwähnten Ansprüchen, die unbedingt an eine künstliche Eisbahn gestellt werden müssen, genügt die nach dem vorliegenden Verfahren herzustellende Eisbahn. Dieselbe besteht aus einer an sich bekannten Mischung von Karnaubawachs und Talk, wobei der Talk in überwiegender Menge vorhanden ist.
An Stelle eines Teiles von Karnaubawachs kann, wie es ebenfalls bei solchen zu anderen Zwecken benutzten Mischungen bereits geschehen ist, teilweise Stearinsäure, Japantalg bzw. Ceresin usw. benutzt werden. Der Talk kann in bekannter Weise unter gewissen Umständen durch Speckstein, kohlensauren Kalk oder ähnliche Produkte ersetzt werden.
Zur Herstellung der Masse verfährt man in bekannter Weise wie folgt: Karnaubawachs wird langsam geschmolzen, wobei die Temperatur den Schmelzpunkt des Karnaubawachses nicht erheblich überschreiten darf, um eine zu dunkle Färbung des Endproduktes auszuschließen. Während sich die Masse im Schmelzen befindet, wird bis zur Sättigung feinstgemahlener Talk unter stetem Umrühren hinzugefügt. Die gleichförmige, flüssige Masse wird sodann auf geeignete Unterlagen ausgegossen und bildet die künstliche Eisbahn.
Man kann dabei die ebenerwähnte Masse
direkt an der Stelle ausgießen, an der die künstliche Eisbahn hervorgerufen werden soll, und erhält dann eine große, zusammenhängende Fläche. Es ist aber auch möglich, und dieser Weg wird sich in manchen Fällen als zweckmäßiger erweisen, die Masse in Form entsprechend großer Platten auszugießen und diese Platten dann mosaikartig aneinander zu setzen. Wenn die Platten in der richtigen Weise zueinander abgepaßt werden, treten bei ihrer Zusammensetzung so schmale Fugen auf, daß sie praktisch nicht in Betracht kommen und jedenfalls der Benutzung als künstliche Eisbahn nicht hinderlich sind. Die Verbindung der einzelnen Platten untereinander kann durch mechanische Mittel, wie Klammern, Federn u. dgl., oder durch bekannte Bindemittel geschehen oder aber durch Verschmelzen erfolgen. Die einzelnen Platten sind auch herzustellen, indem man die Masse gleich beim Gießen mit einer entsprechenden Unterlage aus Holz, Gips, Zement, Pappe 0. dgl. fest verbindet, wodurch die Haltbarkeit der Platten und der Verband untereinander noch beliebig erhöht und variiert werden können. Dabei ist zu beachten, daß die Masse so auf der festen Unterlage zu vergießen ist, daß sie die Unterlage vollständig bedeckt, so daß eine Berührung immer nur zwischen der obenerwähnten Schmelzmasse und nicht mit ihrer Unterlage erfolgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Künstliche Sporteisbahn, bestehend aus einer Mischung von Karnaubawachs mit oder ohne Zusatz von Stearinsäure, Japantalg, Ceresin oder ähnlichen Stoffen und Talk, Speckstein oder dergleichen Stoffen.
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