DE366190C - Verfahren und Anlage zum Schmelzen von Metallegierungen - Google Patents

Verfahren und Anlage zum Schmelzen von Metallegierungen

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DE366190C
DE366190C DEW58673D DEW0058673D DE366190C DE 366190 C DE366190 C DE 366190C DE W58673 D DEW58673 D DE W58673D DE W0058673 D DEW0058673 D DE W0058673D DE 366190 C DE366190 C DE 366190C
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WERKZEUGMASCHINENFABRIK STERN
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/04Refining by applying a vacuum

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Description

  • Verfahren und Anlage zum Schmelzen von 1Vletallegierungen. Beim Einschmelzen von Metallen, vorzugsweise von Legierungen mit leicht oxydierenden Bestandteilen, wie z. B. Messing, ist es erforderlich, die Schmelzdauer möglichst kurz zu halten, weil mit zunehmender Dauer des Schmelzprozesses der Verlust an leicht flüchtigen Metallen, z. B. der Zinkverlust infolge Verdampfung und Oxydierung wächst. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, eine möglichst geringe Schmelzbadtiefe in dem Ofen zu haben, und da die Ofen bei zu großer Grundfläche unübersichtlich werden, kann unter solchen Umständen ein Schmelzofen nur eine verhältnismäßig geringe Metallmenge aufnehmen. Die Folge hiervon ist, daß die Legierung aus der verhältnismäßig geringen Metallmenge in den verschiedenen Ofen vielfach verschieden ausfällt, jedenfalls keine Sicherheit für ein gleichmäßiges Material vorhanden ist. Aus diesem Grunde ist bereits versucht worden, das aus den verschiedenen Schmelzöfen entnommene flüssige Metall zunächst in Mischtröge überzuführen, in welchen evtl. noch eine Nachlegierung durch Zufügen von Metall und ein Durcheinandermischen der Chargen aus den verschiedenen Ofen erfolgen kann.
  • Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß in den unbeheizten Mischtrögen das Metall verhältnismäßig rasch abkühlt. Es ist deswegen meistens nicht genügend Zeit zur Verfügung, um eine sorgfältige Nachlegierung vorzunehmen, außerdem handelt es sich um offene Tröge, zu denen die Luft zutreten kann, so daß durch den Luftzutritt Oxydierungen und neue Metallverluste eintreten.
  • Die Erfindung beseitigt diese Schwierigkeiten durch ein neues Verfahren zum Einschmelzen derartiger Metallegierungen, welches darin besteht, daß das Metall bei geringer Schmelzbadtiefe in verschiedenen Ofen unter möglichstem Luftabschluß geschmolzen und dann ebenfalls unter möglichstem Luftabschluß in einen Sammelofen überführt wird, in dem die aus den verschiedenen Ofen zusammenströmenden Metallmengen vor dem Abstich gemischt und nachlegiert werden können.
  • Eine Anlage zur Ausführung dieses Verfahrens besteht aus mehreren Schmelzöfen, die zu einem einheitlichen Aggregat so verbunden werden, daß in jedem von ihnen in an sich bekannter Weise eine flache Schicht des Metalls geschmolzen, aber alsdann das gesamte geschmolzene Metall in einen Ofen überführt wird, in dem das Mischen und die Nachlegierung in der gewünschten Weise vorgenommen wird. Da dieser gewissermaßen als Sammelgefäß wirkende Ofen beheizt und gegen Luftzutritt geschützt ist, kann ein sorgfältiges und genaues Nachlegieren stattfinden und man ist gegen jeden Materialverlust durch Oxydation gesichert.
  • Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsformen von Anlagen gemäß der Erfindung schematisch im Schnitt.
  • Bei der in Abb. i dargestellten Ausführungsform sind a, b und c Querschnitte durch drei Schmelzöfen, die in gleicher Weise ausgeführt sein können, von denen jedoch die Ofen a und b ein wenig höher stehen als der Ofen c. Alle drei Ofen werden in der üblichen Weise beschickt und geheizt und nachdem das Metall in allen drei Ofen geschmolzen ist, wird das Metall aus den Ofen a und b durch die nach dem Ofen c führenden Abstichrinnen e abgelassen, die ebenso wie die Ofen möglichst luftdicht gehalten werden müssen, Im Ofen c findet alsdann das Mischen, Nachlegieren und schließlich die Entnahme des Metalls zwecks Eingießens in die Form statt.
  • Die Ausführungsform gemäß Abb.2 unterscheidet sich von der nach Abb. i lediglich dadurch, daß an Stelle der in gleicher Höhe angeordneten Öfen a und b ein Etagenofen vorgesehen ist, der die beiden Schmelzräume d und d' besitzt, aus denen das geschmolzene Metall durch Abstichrinnen f in den Ofen c abgelassen wird. Die Ausführung nach Abb. 2 hat den Vorteil, daß die Wärme besser ausgenutzt wird, da die an der Decke des unteren Ofens ausstrahlende Wärme mit zum Heizen des oberen Ofens dient.
  • Die Verwendung kann, wie bereits angegeben, in der Weise erfolgen, daß sowohl die zweckmäßig als Vorschmelzöfen zu bezeichnenden Ofen a und b bzw. d, d', als auch der Sammelofen c zum Schmelzen von je einer gewissen Metallmenge verwendet wird, die dann in dem Sammelofen zusammenströmt. Um jedoch einen kontinuierlichen Betrieb zu erhalten, kann man die Einrichtung auch so treffen, daß das Schmelzen des Metalles lediglich in den Vorschmelzöfen erfolgt, während der Sammelofen c nur dazu dient, das in den Vorschmelzöfen flüssig gemachte Metall aufzunehmen, damit es gemischt, nachlegiert und abgestochen werden kann. Es würde also, während das Mischen und Nachlegieren einer Beschickung stattfindet, in den Vorschmelzöfen bereits die nächste Beschickung geschmolzen werden können.
  • Natürlich ist die Anzahl der Vorschmelzöfen eine beliebige.

Claims (3)

  1. PATENT-AxsPRÜCHE: i. Verfahren zum Schmelzen vorzugsweise von Metallegierungen mit leicht oxydierenden Bestandteilen, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall bei geringer Schmelzbadtiefe in verschiedenen Ofen unter möglichstem Luftabschluß geschmolzen und dann unter möglichstem Luftabschluß in einen Sammelofen überführt wird, in dem die aus den verschiedenen Ofen zusammenströmenden Metallmengen vor dem Abstich gemischt und nachlegiert werden können.
  2. 2. Ofenanlage zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammel- oder Mischofen tiefer als die zusammenwirkenden Schmelzöfen angeordnet und mit diesen durch Abstichrinnen verbunden ist.
  3. 3. Ofenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschmelzöfen als Etagenöfen gebaut sind.
DEW58673D 1921-06-24 1921-06-24 Verfahren und Anlage zum Schmelzen von Metallegierungen Expired DE366190C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746932C (de) * 1936-07-31 1944-08-30 Siegfried Junghans Verfahren zum Giessen von Metallstraengen aus Legierungen oder Gemischen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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