DE27751C - Schräg einstellbarer und automatisch zurückschwingender Zahltisch - Google Patents
Schräg einstellbarer und automatisch zurückschwingender ZahltischInfo
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- DE27751C DE27751C DENDAT27751D DE27751DA DE27751C DE 27751 C DE27751 C DE 27751C DE NDAT27751 D DENDAT27751 D DE NDAT27751D DE 27751D A DE27751D A DE 27751DA DE 27751 C DE27751 C DE 27751C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Februar 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zahltisch, der dazu bestimmt ist, die Empfangnahme
von aufgezählten Geldern zu erleichtern. Zu diesem Zweck ist an der betreffenden Zahlstelle
eine an zwei entgegengesetzten Enden niederzudrückende und ' durch Federkraft u. dergl.
automatisch in die Horizontallage zurückschwin-. gende Schale angeordnet, welche bis auf zwei
Ausmündungen ringsum mit einem Rand von passender Höhe umgeben ist. Diese Schale
kann auf einem besonderen Stativ oder unmittelbar in gleichem Niveau mit einem gewöhnlichen
Zahlbrette (eines Post-, Eisenbahnschalters u. dergl.) angeordnet werden. Drückt
man das eine Ende der Schale nieder, so werden die auf die Schale gelegten Geldbeträge
von derselben herabgleiten und können unter der betreffenden Ausmündung aufgefangen werden.
Beiliegende Zeichnung stellt verschiedene Modificationen dieser Einrichtung dar.
Die Münzen werden beim Auszahlen auf eine in Zapfen T T1, Fig. 1 und 2, in passendem
Gestell schwingende Schale PP1 aus Blech u. dergl. gelegt, welche zweckmäfsig die in
Fig. ι dargestellte Form hat und mit aufgebogenem
Rande a, Fig. 2, versehen ist. An beiden Enden der Schale sind vertical zur Richtung
der Zapfen T T1 kanalartige Theile EPE1 gebildet,
welche zwischen den Seitenwänden eine derartige, nach den Enden sich etwas verengende
Weite haben, dafs die verschiedenen Sorten Münzen an der Ausmündung LPL1
von der Schale abrutschen können, wenn man diese nach einer Seite um die genannten Zapfen
neigt, Fig. 12. An den Stellen, wo die Rundung
der Schale in die kanalartigen Theile übergeht, ist der Seitenrand, wie dargestellt, von C nach
D und C1 nach D' passend erhöht. Zum Niederdrücken der Schale nach der einen oder
anderen Seite sind Knöpfe B B1 angeordnet. Hierbei schwingt, wie erwähnt, die Schale um
die Zapfen T T1, welche in den aufgebogenen Enden des Bügels SOS1 drehbar sind. Die
Zapfen liegen in den Gabeln F F1 des Bügels,
Fig. 4, und werden durch Schrauben Zugehalten,
welche über den Zapfen in die Seitentheile eingeschraubt sind.
Der Rahmen ist auf der Mitte bei O durchbohrt
und mit einem Ausschnitt versehen, mittelst dessen er sich in einen entsprechenden Ausschnitt
des Scharnierstückes RR1, Fig. 6, 7 und 8, legt, um mittelst der durch Bohrung O
gesteckten Schraube mit dem Scharnierstück R R1
und dem Stativ verbunden zu werden. An dem Scharnierstück R R1 sind zwei Arme H H1 um
Bolzen nach abwärts, Fig. 7, drehbar, derart,
dafs sie dabei nicht über die Horizontalposition hinausschlagen, wenn sie von der Doppelfeder r,
die in Fig. 9 besonders dargestellt ist, zurückgedrückt werden. Letztere sitzt, wie aus Fig. 1 o,
11 und 12 ersichtlich, an einem passenden
Stativ, das zugleich das Scharnierstück ϋ?^?1, und
den Bügel SOS1 mit der darin schwingenden Schale trägt. Die Schale ruht nicht direct auf
den Armen HH1, sondern auf zweckmäfsig
mit einem elastischen Material bekleideten Köpfen der Stifte NN1.
Das Stativ kann die Form wie in Fig. 10, 11 und 12 dargestellt haben oder die in Fig. 13
und 14 veranschaulichte Form.
Die Handhabung des Zahltisches ist folgende:
Die auszuzahlenden bezw. die zu vereinnahmenden Geldbeträge werden auf die Schale
gelegt und dann drückt der betreffende Empfänger auf den Knopf B oder B\ Fig. 12,
wobei infolge der Schrägstellung die Münzen von der Schale abrutschen, so dafs man sie
mit der anderen Hand oder mittelst eines geöffneten, unter die Mündung L PZ1 gehaltenen
Portemonnaies u. dergl. auffangen kann. Läfst man hierauf mit dem Druck auf den betreffenden
Knopf B oder B1 nach, so wird durch die Spannung der Feder r die Schale augenblicklich
in ihre Horizontallage, Fig. 11, zurückgeschnellt. Die gleiche Operation kann, wie
leicht einzusehen, mit dem anderen Ende der Schale vorgenommen werden.
Natürlich können die einzelnen Theile des Zahltisches die verschiedensten Aenderungen
in der Form erleiden, ohne dafs dadurch das Wesen der Sache sich ändert.
Man kann den Zahltisch für Magazine, Eisenbahnkassen, Postschalter, Bankzahlstellen, zweckmäfsig
verschieden, dem jeweiligen Bedarf angemessen, einrichten. Die in Fig. 10, 11 und
12 veranschaulichte Form des Untergestelles würde namentlich für Magazine u. dergl. sich
eignen, während man einen im übrigen ähnlichen Zahltisch mit einem Untersatz nach Fig. 13
wohl für öffentliche Kassen, Banken u. dergl. vorzuziehen hätte, denn in dem Untersatz läfst
sich, wie Fig. 14 darstellt, eine herausziehbare Schublade anordnen, die man beim Empfang
von Geldern entsprechend vorzieht, so dafs die Beträge beim Niederdrücken der Schale unmittelbar
in dieselbe hineinfallen. In dieser Schublade können noch besondere Fächer zum Sortiren der Münzen angebracht werden.
Für Postschalter, Magazin· und Eisenbahnkassen kann jedes besondere Untergestell fortfallen.
Hier kann man die Zapfen der Schale unmittelbar an dem üblichen Zahlbrett P P\
Fig. 16, und in gleichem Niveau mit demselben anordnen. An der mit dem Zahlbrett verbundenen
Schiene kann man die für Anbringung der Hebel HW nöthigen Scharniertheile durch
Verschraubung mit dem Zapfen c anbringen. Auch kann man den Zahltisch mit einem Waagestativ
verbinden. Fig. 15 zeigt eine derartige Einrichtung. Hier ist nur nöthig, von dem
Waagebalken die Schalen zu entfernen und die Zahlschale nebst Zubehör an deren Stelle zu
bringen. Die Hebel HH1 würden an den
Stativen T T1 angeordnet werden können.
Auch kann man in ähnlicher Art Waagen mit einer Waageschale an der einen und einer Zahlschale
an der anderen Seite einrichten, was für Banken u. s. w. sehr zweckmäfsig sein würde.
Claims (2)
1. Ein Zahltisch, gekennzeichnet durch eine um eine Achse oder einen Zapfen schwingende
Schale oder Platte, welche normal zur Schwingungsachse das auf sie gelegte Geld beim Niederdrücken des einen oder
anderen Endes infolge ihrer Schrägeinstellung abgleiten läfst, zum Zweck, die Empfangnahme
von Geldbeträgen bei Zahlungen zu erleichtern.
2. Die Combination der schwingenden Zahlschale mit den durch Pudern r abgestützten
beweglichen und mit Stiften JVJV1 versehenen
Armen HW
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27751C true DE27751C (de) |
Family
ID=304044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT27751D Active DE27751C (de) | Schräg einstellbarer und automatisch zurückschwingender Zahltisch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE27751C (de) |
-
0
- DE DENDAT27751D patent/DE27751C/de active Active
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