DE276232C - - Google Patents

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DE276232C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C35/00Permanently-installed equipment
    • A62C35/58Pipe-line systems
    • A62C35/64Pipe-line systems pressurised
    • A62C35/645Pipe-line systems pressurised with compressed gas in pipework

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JV* 276232-KLASSE 61 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. August 1912 ab.
Die bekannten ortfesten Feuerlöschvorrichtungen (Sprinkleranlagen), bei denen die Verteilungsrohre mit unter Druck stehender Luft gefüllt sind, und bei denen durch Verminderung des Druckes in den Verteilungsrohren, z. B. durch öffnen eines Spritzkopfes, die Vorrichtung selbsttätig in Gang gesetzt wird, zeigen den Nachteil, daß zwischen dem Augenblick des Öffnens des Spritzkopfes und dem
ίο Augenblick, in welchem das Wasser oder das chemische Feuerlöschmittel austritt, ein längerer Zeitraum verstreicht.
Dieser Zeitverzug wird dadurch hervorgerufen, daß das Trockenraumventil sich nicht eher öffnet, bevor nicht der Luftdruck in dem Verteilungsnetz unter einen bestimmten Wert gefallen ist, der gewöhnlich verhältnismäßig klein ist. Dieser Zeitverzug hängt einmal ab von Luft- oder Gasdruck im Verteilungsnetz und dann von der Größe der Abzugsöffnung des Spritzkopfes, durch welchen die Druckluft im Rohrnetz entweichen kann.
Diese Verzögerung beim Ingangsetzen der Löscheinrichtung ist je nach der Größe des Verteilungsnetzes und je nach der Bauart des Ventils verschieden, jedoch in der Regel sehr erheblich, so daß hiermit manchmal ernste Folgen verbunden sind.
Dieser Ubelstand soll nun durch die Erfindung vermieden werden, indem eine Einrichtung getroffen ist, die eine Herabsetzung des Zeit Verzugs ermöglicht. Hierfür wird der Erfindung gemäß eine Hilfsvorrichtung zur Beschleunigung des Vorgangs verwendet, und zwar ist dies eine Vorrichtung, die ein Abziehen eines Teiles der Druckluft oder des Druckgases unmittelbar vor dem Trockenraumeinlaßventil, also von der Entlüftung am offenen Spritzkopf unabhängig veranlaßt.
In der Zeichnung ist eine solche Beschleunigungsvorrichtung in Verbindung mit einem beispielsweise mit Wasser arbeitenden Feuerlöscher dargestellt.
Es ist A das Wasserzuführungsrohr, B das Trockenraumventil, . C das Verteilungsrohr, D das vom Verteilungsrohr abzweigende Rohr, E der Spritzkopf am Rohr D und F die Beschleunigungsvorrichtung. Das Trockenraumeinlaßventil B sitzt wie gewöhnlich zwischen dem Wasserzuführüngsrohr A und dem Verteilungsrohr C, in welchem ein gewisser, ungefähr gleichbleibender Überdruck herrscht.
Bei den bekannten Anordnungen ist die Betätigung des Trockenraumeinlaßventils eine Folge der Druckentlastung im Rohrnetz beim öffnen eines Spritzkopfes. Bei der dargestellten Anordnung ist zwar das Abziehen der Luft am offenen Spritzkopf die erste Ursache der Betätigung, jedoch ist das Abheben des Ventiltellers 1 des Trockenraumventils nicht eine unmittelbare Folge des Abziehens der Luft am offenen Spritzkopf, sondern vielmehr eine Folge der Betätigung der Vorrichtung F; die Betätigung dieser Vorrichtung F ist jedoch
abhängig vom Abzug der Luft am offenen Spritzkopf. Auf diese Weise wirkt die Vorrichtung F in unmittelbarem Zusammenhang mit dem öffnen des Spritzkopfes und auch mit der Betätigung des Trockenraumventils. VorrichtungF ist unmittelbar vor dem Trocken raumventil eingeschaltet, so daß sie in Wirkung tritt, sobald ein wesentlicher Druckabfall in dem sich anschließenden Verteilerrohr C
ίο beim öffnen des Ventils E stattfindet.
Sie besteht aus einem Gehäuse 2 mit einer Luftabzugöffnung 3, die gewöhnlich durch ein Ventil 4 abgeschlossen ist. Dieses steht unter Vermittlung einer in der Führung 8 gleitenden Stangey unter dem Einfluß eines Schwimmers9, welcher mit geringem Spiel in der mit Flüssigkeit, z. B. Wasser, gefüllten Kammer ΐοα des Gefäßes 10 sich befindet. Der von dieser Kammer durch eine senkrechte, nicht ganz zum Boden herabreichende Wand getrennte Teil io* steht durch das Rohr 5 mit dem Rohr C in offener Verbindung, während an den oberen Teil des Gehäuses 2 ein nach dem Rohr C führendes Rohr 6 angeschlossen ist, welches eine mit einer feinen Öffnung versehene Scheidewand 11 besitzt.
An der Anschlußstelle des Rohres 6 ist im Rohr C eine Klappe 12 mit Ventilsitz 13 angebracht, die gleichfalls eine feine Bohrung aufweist. Das unmittelbar "vor der Einmündungsstelle des Rohres 6 sitzende Ventil 12 dient dazu, um das Rohrnetz C, D von dem unmittelbar vor dem Trockenraumeinlaßventil liegende Rohr C abzusperren.
Die Rohre C", 5 und 6 und das Innere des Behälters 2 stehen demnach unter dem gleichen Druck wie das Rohrnetz C, D.
Die Wirkungsweise der Anlage ist nun folgende:
Bei einem Feuer wird beispielsweise ein Ventil E geöffnet, was eine Druckverminderung im ganzen Rohrnetz und auch in dem Teil C zur Folge hat. Hierdurch wird die Klappe 12 von ihrem Sitz abgehoben. Der Druckabfall kann sich unmittelbar durch das Rohr 5 bis in die Kammer io6 fortpflanzen, nicht aber unmittelbar in das Gefäß 2, weil die Öffnung in der Wand 11 des Rohres 6 sehr klein ist. Es liegt daher auf der Flüssigkeit im Gefäß 10 ungleicher Druck, und zwar in der Kammer τοα ein größerer als in der Kammer 10*. Infolgedessen tritt unter Sinken des Schwimmers 9 und unter gleichzeitigem öffnen des Ventils 4 Flüssigkeit aus der Kammer io* in das Rohr C. Dabei wird gleichzeitig der vom Wasser gewöhnlich aufrechterhaltene Verschluß aufgehoben und eine offene Verbindung des Rohres C mit dem Gehäuse 2 durch das Rohr 5 hergestellt. Durch Öffnen des Ventils 4, dessen Sitz einen größeren Durchmesser als die Öffnung des Spritzkopfes hat, gleicht sich der Druck im Behälter 2 mit der Außenluft sofort aus und überträgt sich auf das Rohr C. Hierdurch wird das Ventil 12 durch den noch immer in dem übrigen Verteilungsnetz herrschenden größeren Druck auf seinen Sitz gedrückt, wodurch das Ausströmen der Luft dieses Teiles durch die Öffnung 3 einigermaßen verhindert wird. Gleichzeitig öffnet sich das Trocken raumventil 1, das Wasser fließt in den Teil C, hebt das Ventil 12 und strömt in das Verteilungsnetz und gelangt auch durch das Rohr 5 in die Kammern 103 und 10*, wodurch der Flüssigkeitsverschluß und der Abschluß des Ventils 4 wieder hergestellt wird.
Obwohl das Ventil 12 nicht unbedingt zur •Wirksamkeit. der Hilfsvorrichtung F nötig ist, so ist es doch vorteilhaft, da es zur Erhöhung der schnellen Abwicklung des oben geschilderten Vorgangs beiträgt, indem es ein ganz bestimmtes Gebiet (das Rohrstück C) unmittelbar vor dem Trockenventil abgrenzt, dessen Druck schnell herabgesetzt wird.
Die im vorhergehenden beschriebenen Vorgänge finden fast augenblicklich statt, indem die Hilfsvorrichtung F fast gleichzeitig beim öffnen des Spritzkopfes zur Wirkung kommt und darauf unmittelbar das Öffnen des Trockenraumeinlaßventils folgt.
Es sei noch darauf verwiesen, daß bei der dargestellten Ausführung die Hilfsvorrichtung F sozusagen als Nebenschluß an einer Seite des Rohrnetzes angesetzt ist, so daß sie leicht an jeder bekannten Art von Trockenraumeinlaßventilen angebracht werden kann, sogar wenn letzteres schon eingebaut ist, ohne daß dadurch irgendein Umbau oder eine wesentliche Abänderung der Anlage eintreten müßte.
Wenn jedoch, aus irgendeinem nicht vorhersehbaren Grunde die Hilfsvorrichtung F nicht wirksam werden sollte, so würde dies nur zur Folge haben, daß die Anlage in der üblichen Weise wirkt, da die Hilfsvorrichtung diese nicht beeinträchtigen würde.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zur Beschleunigung des Ingangsetzens selbsttätiger Sprinkleranlagen, deren Verteilungsrohre unter Luftdruck stehen, gekennzeichnet durch einen in der Nähe des Abschlußventils (1) der Hauptleitung vorgesehenen Behälter (2), in dem sich ein durch eine senkrechte, nicht ganz zum Boden herabreichende Scheidewand in zwei Teile (ioa, 10*) geteilter Wasserraum (10) befindet, dessen einer Teil (ioa) mit einem Schwimmer (9) versehen ist, welcher ein Ventil (4) trägt, das im normalen Zustand eine ins Freie führende Öffnung (3) absperrt, während der
    andere Teil (ίο*) an seinem oberen Ende durch ein Rohr (5) mit dem Verteilerrohr und der Behälter (2) mit der Hauptleitung (C) durch ein Rohr (6) in Verbindung steht, das eine Scheidewand (11) mit kleiner Öffnung besitzt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hauptleitung (C) oberhalb der Einmündungsstelle des Rohres (6) ein nach oben sich öffnendes Klappenventil (12) mit einer kleinen Öffnung angebracht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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