DE2736259C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE2736259C2 DE2736259C2 DE2736259A DE2736259A DE2736259C2 DE 2736259 C2 DE2736259 C2 DE 2736259C2 DE 2736259 A DE2736259 A DE 2736259A DE 2736259 A DE2736259 A DE 2736259A DE 2736259 C2 DE2736259 C2 DE 2736259C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- dibenzo
- cyclohepten
- methyl
- ylidene
- piperidine
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D211/00—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
- C07D211/04—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
- C07D211/68—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
- C07D211/70—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61P—SPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
- A61P43/00—Drugs for specific purposes, not provided for in groups A61P1/00-A61P41/00
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Pharmacology & Pharmacy (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
- Hydrogenated Pyridines (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft die linksdrehenden Enantiomeren
von 1-Methyl-4-(3-niedrigalkoxy-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-
5-yliden)-piperidinen, die man auch als in 3-Stellung mit
nied. Alkoxyresten substituierte Cyproheptadine bezeichnen
kann, die starke Antisterotoninmittel mit einem geringen
Grad von Antihisaminaktivität und praktisch frei von
jeder anticholinergischen Aktivität sind. Antiserotoninmittel
eignen sich zur prophylaktischen Behandlung von
allergischen Kopfschmerzen, wie Migräne und vasomotorischen
Kopfschmerzen.
Niedere Alkoxycyproheptadine sind in der US-PS 30 14 911 beschrieben,
und 3-Methoxycyproheptadin ist darin besonders offenbart.
Die Patentschrift enthält jedoch keine Andeutung dafür,
daß die darin offenbarten niederen Alkoxyverbindungen
racemische Gemische sind, daß sich stabile rechtsdrehende
und linksdrehende Formen synthetisieren lassen, oder daß
die Enantiomeren derselben unterschiedliche pharmakologische
Aktivitäten haben würden.
Die racemischen niederen 3-Alkoxyderivate sind starke Antiserotoninmittel
mit einem bescheidenen Grad von Antihistaminaktivität,
verursachen aber, wie die meisten derartigen Mittel,
störende Nebenwirkungen, wie Mundtrockenheit und Sehstörungen,
die auf begleitende anticholinergische Eigenschaften
zurückzuführen sind.
Es wurde nun gefunden, daß niedere 3-Alkoxycyproheptadine in
stabilen enantiomeren Formen vorkommen, und daß überraschenderweise
die gesamte Antiserotoninaktivität der Racemate den
linksdrehenden Enantiomeren zukommt, während die anticholinergische
Aktivität der Racemate den rechtsdrehenden Enantiomeren
zukommt. Diese Trennung der pharmakologischen Eigenschaften
ist vom therapeutischen Gesichtspunkt aus sehr wichtig,
weil sich auf diese Weise die unerwünschten anticholinergischen
Nebenwirkungen beseitigen lassen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, linksdrehende
Enantiomere von niederen 3-Alkoxycyproheptadinen und pharmazeutisch
unbedenkliche Salze derselben, ein Verfahren zur Herstellung
dieser Verbindungen, pharmazeutische Präparate, die
diese Verbindungen enthalten, und eine Methode zur Verfügung
zu stellen, um bei Patienten, die eine solche Behandlung
brauchen, eine Antiserotoninwirkung durch Darreichung einer
der neuen Verbindungen gemäß der Erfindung hervorzurufen.
Die neuen Verbindungen gemäß der Erfindung sind die linksdrehenden
Enantiomeren von niederen 3-Alkoxycyproheptadinen,
die auch als (-)-3-nied.Alkoxycyproheptadine oder (-)-1-Methyl-
4-(3-nied.alkoxy-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidine
bezeichnet werden können. Der Ausdruck "niederes
Alkoxy" bezieht sich auf Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen.
Eine bevorzugte Ausführungsform der neuen Verbindungen gemäß
der Erfindung ist (-)-3-Methoxycyproheptadin oder ein pharmazeutisch
unbedenkliches Salz desselben.
Die in den Rahmen der Erfindung fallenden Salze sind Säureadditionssalze,
die aus anorganischen oder organischen Säuren
hergestellt werden, von denen bekannt ist, daß sie pharmazeutisch
unbedenkliche Salze bilden, wie Salzsäure, Phosphorsäure,
Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure,
Äthandisulfonsäure oder dergleichen.
Das neue Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß
man ein Gemisch aus (-)-3-Jodcyproheptadin, einem Überschuß
an einem niederen Alkalialkoholat, vorzugsweise einem niederen
Natriumalkoholat, und einem Überschuß an Kupferpulver in
einem inerten organischen Lösungsmittel erhitzt, bis die Umsetzung
vollständig ist. Die Temperatur, bei der die Umsetzung
durchgeführt wird, kann im Bereich von etwa 50 bis 150°C
liegen, liegt aber gewöhnlich unter dem Siedepunkt des Lösungsmittels
und vorzugsweise etwa bei der Dampfbadtemperatur
von 100°C. Als Lösungsmittel kann man jede inerte organische
Flüssigkeit verwenden, die das Alkoholat und das Jodcyproheptadin
löst, vorzugsweise Dimethylformamid. Die Umsetzung
ist in 1 bis etwa 5 Stunden beendet.
Die neue Behandlungsmethode gemäß der Erfindung besteht darin,
daß man einem Patienten, der eine Antiserotonintherapie
braucht, ein (-)-3-nied.Alkoxycyproheptadin oder ein pharmazeutisch
unbedenkliches Salz derselben in Mengen von 0,014 bis
etwa 0,07 mg/kg/Tag, vorzugsweise von 0,04 bis etwa 0,06 mg/kg/Tag,
darreicht. Die neue Verbindung kann oral, parenteral
oder rektal appliziert werden.
Die neuen pharmazeutischen Mittel gemäß der Erfindung enthalten
einen an sich bekannten pharmazeutischen Träger und eine
wirksame Menge eines (-)-3-nied.Alkoxycyproheptadins oder
eines pharmazeutisch unbedenklichen Salzes desselben. Eine
Einheitsdosisform enthält vorzugsweise 0,5 bis etwa 1,0 mg
Wirkstoff. Für orale Verwendung können die Mittel in Form von
Tabletten, Kapseln, Sirupen, Suspensionen oder anderen bekannten,
oral applizierbaren Formen dargereicht werden. Für
parenterale Anwendung können die Dosen in Form von sterilen
Lösungen in wäßrigen oder öligen Medien oder in Emulsionsmedien
dargereicht werden. Die rektale Darreichung erfolgt in
Form von Zäpfchen.
Die Untersuchungsergebnisse zum Wirkprofil der Enantiomeren
sind der Publikation in J. Med. Chem. 20, (12), S. 1681-84 (1977)
zu entnehmen.
Die folgenden Beispiele erläutern die chemische Synthese der
neuen Verbindungen gemäß der Erfindung und die Herstellung
von pharmazeutischen Präparaten daraus.
25 g (0,088 Mol) 3-Brom-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-on,
1,14 g (0,018 Mol) Kupferspäne, 0,94 g (0,009 Mol) Kupfer(I)-chlorid
und 50 ml konzentriertes wäßriges Ammoniak werden
24 Stunden in einer Stahlbombe bei 195°C in Bewegung gehalten.
Nach dem Kühlen wird das Gemisch aus der Bombe ausgetragen
und die feste Masse zerkleinert und in etwa 150 ml warmem
Chloroform gelöst. Der wäßrige Rückstand der Reaktion wird
eimal mit Chloroform extrahiert, und die vereinigten Chloroformfraktionen
werden mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat
getrocknet, filtriert und im Vakuum eingedampft. Man erhält
18,9 g eines rohen gelben festen Stoffs.
Das Rohprodukt wird in einem Mörser gemahlen und aus etwa
200 ml Äthanol umkristallisiert. Der feste Stoff wird in warmem
Chloroform gelöst, die Lösung mit 8 g Silicagel versetzt,
filtriert und im Vakuum eingedampft. Man erhält 16 g 3-Amino-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-on.
50 g (0,226 Mol) 3-Amino-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-on werden
in 150 ml konzentrierter Salzsäure aufgeschlämmt. Nach Zusatz
von 150 ml Eis wird das Gemisch unter Rühren im Eisbad
gekühlt und durch Zutropfen einer Lösung von 17 g (0,248 Mol)
Natriumnitrit in 80 ml Wasser im Verlaufe von 45 Minuten
diazotiert. Während des Zusatzes wird die Temperatur unter
5°C gehalten. Das Gemisch wird weitere 15 Minuten gerührt und
dann langsam unter Rühren in eine Lösung von 160 g (1 Mol) Kaliumjodid
in 100 ml Wasser gegossen. Das Gemisch wird eine
Stunde bei Raumtemperatur gerührt und dann über Nacht im Kühlschrank
aufbewahrt.
Die Aufschlämmung wird filtriert und das Filtrat einmal mit
Chloroform extrahiert. Die Feststoffe werden mehrmals mit heißem
Chloroform extrahiert und die vereinigten Chloroformfraktionen
mit verdünnter Natriumbisulfitlösung und Wasser gewaschen
und über Natriumsulfat getrocknet. Der feste Rückstand
von der Chloroformextraktion wird verworfen.
Die Chloroformlösung wird mit 100 g Silicagel gemischt, im
Vakuum eingedampft und der Rückstand mit einem Gemisch aus
gleichen Teilen Chloroform und Hexan verrührt und in eine Kolonne
mit 1 kg Silicagel eingegossen. Die Kolonne wird mit
einem Gemisch aus gleichen Teilen Chloroform und Hexan
eluiert. Die Produktfraktion, die nach einem Vorlauf von etwa
3,5 l eluiert wird, wird im Vakuum zu 39,7 g 3-Jod-5H-dibenzo-
[a.d]cyclohepten-5-on eingedampft, das als weißer fester
Stoff anfällt; Ausbeute 53%; F. 97,5-99°C.
Zu einer eiskalten Lösung von 10,00 g (0,0301 Mol) 3-Jod-5H-
dibenzo[a.d]cyclohepten-5-on in 100 ml trockenem Tetrahydrofuran
werden 64 ml einer 0,47-molaren Lösung von 1-Methyl-4-
piperidylmagnesiumchlorid in Tetrahydrofuran zugetropft. Die
Lösung wird eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt, worauf
man das Tetrahydrofuran in einem rotierenden Verdampfer abtreibt.
Der rote ölige Rückstand wird in Benzol gelöst und
die Lösung tropfenweise mit Wasser versetzt, bis sich eine
klare überstehende Benzollösung und eine gelatinöse wäßrige
Phase gebildet haben. Die Benzolphase wird dekantiert und die
gelatinöse wäßrige Phase zweimal mit je 100 ml heißem Benzol
extrahiert. Die vereinigten Benzolextrakte werden eingeengt.
Der Rückstand wird mit Acetonitril verrührt und das
kristalline Produkt abfiltriert, mit kaltem Acetonitril gewaschen
und getrocknet. Man erhält 5,95 g 1-Methyl-4-(3-jod-5-
hydroxy-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-yl)-piperidin; Ausbeute
46%.
Eine Lösung von 3,23 g 1-Methyl-4-(3-jod-5-hydroxy-5H-dibenzo
[a.d]cycloheptan-5-yl)-piperidin; 30 ml Trifluoressigsäure und
10 ml Trifluoressigsäureanhydrid wird 6 Stunden auf Rückflußtemperatur
erhitzt. Die Lösung wird in einem rotierenden Verdampfer
eingedampft und der Rückstand mit 5prozentiger
Natronlauge alkalisch gemacht. Das ausfallende Öl wird mit
Äther extrahiert und die Ätherphase mit Wasser gewaschen,
über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und der Äther im
rotierenden Verdampfer abgetrieben. Der Rückstand wird mit
Acetonitril verrührt, gesammelt und getrocknet. Man erhält
eine Ausbeute von 2,36 g. Dieses Material wird aus Äthylacetat
umkristallisiert. Man erhält reines (±)-1-Methyl-4-(3-jod-5H-
dibenzo[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidin; F. 166-170°C.
Analyse
Berechnet für C₂₁H₂₀JN:
C=61,03%; H=4,88%; N=3,38%; J=30,70%,
gefunden:
C=61,35%; H=5,01%; N=3,30%; J=30,62%.
Analyse
Berechnet für C₂₁H₂₀JN:
C=61,03%; H=4,88%; N=3,38%; J=30,70%,
gefunden:
C=61,35%; H=5,01%; N=3,30%; J=30,62%.
Eine Lösung von 4,60 g (0,0111 Mol) (±)-1-Methyl-4-(3-jod-
5H-dibenzo-[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidin in 100 ml heißem
absoluten Äthanol wird mit einer Lösung von 4,30 g
(0,0111 Mol) Di-p-toluyl-d-weinsäure in 45 ml warmen absolutem
Äthanol versetzt. Die Lösung wird gerührt und auf Raumtemperatur
erkalten gelassen. Der kristalline Niederschlag wird abfiltriert,
mit kaltem absolutem Äthanol gewaschen und im Vakuum
bei 100°C zu 2,36 g eines Materials getrocknet, das mit
"A" bezeichnet wird. Das klare Äthanolfiltrat und die Waschflüssigkeiten
werden vereinigt und durch Sieden zu 50 ml eingeengt,
die als "B" bezeichnet werden.
Die 2,36 g "A" werden viermal aus absolutem Äthanol umkristallisiert,
wobei man ein Produkt mit einer konstanten optischen
Drehung erhält:
F. 156-157°C; [α] = -129°, [α] = -136°,
[a] = -162°, [α] = -371° (c = 0,00407 g/ml
Pyridin).
Dieses Material, dessen Menge 0,35 g beträgt, wird in etwas
Wasser suspendiert und die Suspension mit Natronlauge versetzt.
Die dabei ausfallende freie Base wird mit Äther extrahiert
und der Extrakt mit Wasser gewaschen und über Magnesiumsulfat
getrocknet. Nach dem Filtrieren wird der Äther in einem
rotierenden Verdampfer abgetrieben. Der hinterbleibende weiße
Rückstand wird aus Acetonitril umkristallisiert. Man erhält
0,12 g (-)-1-Methyl-4-(3-jod-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-
yliden)-piperidin;
F. 184-190°C; [α] = -141°,
[α] = -149°, [α] = -180°, [α] = -437° (c = 0,00356 g/
10 ml CHCl₃).
Analyse
Berechnet für C₂₁H₂₀JN:
C=61,03%; H=4,88%; N=3,38%; J=30,70%,
gefunden:
C=60,66%; H=5,25%; N=3,28%; J=30,83%.
Berechnet für C₂₁H₂₀JN:
C=61,03%; H=4,88%; N=3,38%; J=30,70%,
gefunden:
C=60,66%; H=5,25%; N=3,28%; J=30,83%.
Das mit "B" bezeichnete, mit den
Waschflüssigkeiten vereinigte Äthanolfiltrat wird im rotierenden
Verdampfer eingeengt. Der Rückstand wird mit Natriumcarbonatlösung
versetzt. Die dabei ausfallende freie Base
wird mit Äther extrahiert. Durch Abdampfen des Äthers erhält
man 2,23 g eines festen Stoffes, der in 75 ml heißem absolutem
Äthanol gelöst wird. Die Lösung wird mit 2,18 g Di-p-toluyl-
l-weinsäure-monohydrat in 20 ml heißem absolutem
Äthanol versetzt. Die Lösung wird gerührt und durch Sieden
auf 45 ml eingeengt. Der kristalline Niederschlag, der sich
beim Abkühlen bildet, wird abfiltriert, mit kaltem absolutem
Äthanol gewaschen und im Vakuum bei 100°C zu 2,00 g getrocknet.
Dieses Material wird aus absolutem Äthanol umkristallisiert,
wobei man ein Produkt mit einer konstanten optischen
Drehung erhält;
F. 155-157°C; [α] = +128°, [a] =
+136°, [α] = +162°, [α] = +372° (c = 0,00181 g/ml
Pyridin).
Dieses Material, 0,53 g, wird in etwas Wasser suspendiert
und die Suspension mit Natronlauge versetzt. Die dabei ausfallende
freie Base wird mit Äther extrahiert und der Extrakt mit
Wasser gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem
Filtrieren wird der Äther im rotierenden Verdampfer abgetrieben.
Der Rückstand wird mit Acetonitril verrührt, abfiltriert
und getrocknet. Man erhält 0,18 g (+)-1-Methyl-4-(3-jod-5H-di
benzo[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidin;
F. 188-191°C;
[α] = +139°, [α] = +145°, [α] = +175°, [α] = +430°,
(c = 0,00137 g/ml CHCl₃).
Analyse
Berechnet für C₂₁H₂₀JN:
C=61,03%; H=4,88%; N=3,38%,
gefunden:
C=61,27%; H=5,21%; N=3,20%.
Berechnet für C₂₁H₂₀JN:
C=61,03%; H=4,88%; N=3,38%,
gefunden:
C=61,27%; H=5,21%; N=3,20%.
Ein Gemisch aus 3,74 g (0,00905 Mol) (-)-1-Methyl-4-(3-jod-
5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidin, [α]₅₈₉=
-142°, 9,77 g (0,181 Mol) Natriummethylat, 5,56 g elektrolytischem
Kupferstaub und 87 ml Dimethylformamid wird gerührt
und 2,5 Stunden auf dem Dampfbad erhitzt. Nach dem Kühlen
setzt man 150 ml Wasser und 150 ml Äther zu dem Gemisch zu und
filtriert das Gemisch nach dem Rühren durch eine Schicht von
Kieselgur. Die Ätherphase wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen,
über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und der
Äther im rotierenden Verdampfer abgetrieben. Der Rückstand,
der 2,67 g beträgt, wird in 50 ml warmem Acetonitril gelöst.
Beim Stehenlassen scheiden sich aus der Lösung Kristalle ab.
Die überstehende Flüssigkeit, die das gewünschte Produkt enthält,
wird von den Kristallen dekantiert. Nach dem Abdampfen
des Lösungsmittels hinterbleiben 2,0 g Feststoff, die aus
40 ml Hexan umkristallisiert werden. Dann wird das Produkt aus
8 ml Acetonitril umkristallisiert. Das Produkt wird gesammelt,
mit eiskaltem Acetonitril gewaschen und getrocknet. Man erhält
1,0 g (-)-1-Methyl-4-(3-methoxy-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-
yliden)-piperidin;
F. 115-116°C; [α]₅₈₉=-153°, [α]₅₇₈=
-163°, [a]₅₄₆=-198°, [α]₄₃₆=-515° (c = 0,491 g/ml CHCl₃).
Analyse
Berechnet für C₂₂H₂₃NO:
C=83,24%; H=7,30%; N=4,41%,
gefunden:
C=83,55%; H=7,44%; N=4,59%.
Berechnet für C₂₂H₂₃NO:
C=83,24%; H=7,30%; N=4,41%,
gefunden:
C=83,55%; H=7,44%; N=4,59%.
Wenn man bei dem Verfahren der Stufe E des Beispiels 1 das
Natriummethylat durch eine äquimolekulare Menge Natriumäthylat,
Natrium-n-propylat, Natriumisopropylat, Natrium-n-butylat,
Natrium-sek.-butylat oder Natrium-tert.butylat ersetzt,
erhält man (-)-3-Äthoxycyproheptadin, (-)-3-n-Propoxy-
cyproheptadin, (-)-3-Isopropoxycyproheptadin, (-)-3-n-Butoxycyproheptadin,
(-)-3-sek.Butoxycyproheptadin bzw. (-)-3-tert.-
Butoxycyproheptadin.
Ein Gemisch aus 1,40 g (0,00339 Mol) (+)-1-Methyl-4-(3-jod-
5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidin, [α]₅₈₉=+142°,
3,66 g (0,0678 Mol) Natriummethylat, 4,31 g (0,0678 Mol)
elektrolytischem Kupferstaub und 33 ml Dimethylformamid
wird gerührt und eine Stunde auf dem Dampfbad erhitzt. Nach
dem Kühlen wird das Gemisch in Wasser gegossen und der Niederschlag
mit Äther extrahiert. Das Gemisch wird durch eine
Schicht von Kieselgur filtriert. Die Ätherphase wird abgetrennt,
mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und der Äther im rotierenden Verdampfer abgetrieben.
Der ölige Rückstand wird mit eiskaltem Acetonitril verrührt
und der feste Stoff abfiltriert. Dieser feste Stoff wird aus
5 ml Acetonitril umkristallisiert. Beim Stehenlassen scheiden
sich aus der Lösung Kristalle ab. Die überstehende Flüssigkeit,
die das gewünschte Produkt enthält, wird von diesen Kristallen
dekantiert. Beim weiteren Stehenlassen scheiden sich
nochmals Kristalle aus dieser überstehenden Flüssigkeit ab.
Diese Kristalle werden abfiltriert, mit etwas eiskaltem Acetonitril
gewaschen und getrocknet. Man erhält (+)-1-Methyl-4-
(3-methoxy-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidin;
[α]₅₈₉=+147°. Durch Umkristallisieren aus Acetonitril erhält
man ein analytisch reines Produkt;
F. 112,5-114,5°C; [α]₅₈₉=+147°, [α]₅₇₈=+157°, [α]₅₄₆=+191°, [a]₄₃₆= +497° (c = 0,150 g/ml CHCl₃).
F. 112,5-114,5°C; [α]₅₈₉=+147°, [α]₅₇₈=+157°, [α]₅₄₆=+191°, [a]₄₃₆= +497° (c = 0,150 g/ml CHCl₃).
Analyse
Berechnet für C₂₂H₂₃NO:
C=83,24%; H=7,30%; N=4,41%,
gefunden:
C=82,75%; H=7,47%; N=4,59%.
Berechnet für C₂₂H₂₃NO:
C=83,24%; H=7,30%; N=4,41%,
gefunden:
C=82,75%; H=7,47%; N=4,59%.
Bestandteilemg je Tablette
(-)-3-Methoxycyproheptadin 1,00
Lactose200
Maisstärke (für Mischung) 50
Maisstärke (für Paste) 50
Magnesiumstearat 6
Der Wirkstoff, die Lactose und die Maisstärke (für Mischung)
werden gemischt. Die Maisstärke (für Paste) wird in einem Verhältnis
von 10 g Maisstärke zu 80 ml Wasser in Wasser suspendiert
und die Suspension unter Rühren erhitzt, bis sich eine
Paste gebildet hat. Diese Paste wird dann zum Granulieren des
Pulvergemisches verwendet. Die nassen Körner werden durch ein
Sieb mit 2,38 mm Maschenweite gesiebt und bei 49°C
getrocknet. Die trockenen Körner werden durch ein Sieb mit 1,19 mm
Maschenweite gesiebt. Das Gemisch wird mit Magnesiumstearat
als Gleitmittel versetzt und in einer Tablettenmaschine zu
Tabletten verpreßt.
Claims (4)
1. (-)-1-Methyl-4-(3-nied.-alkoxy-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-
5-yliden)-piperidine mit der allgemeinen Strukturformel
worin R einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen bedeutet,
oder pharmazeutisch unbedenkliche Salze derselben.
2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sie (-)-1-Methyl-4-(3-methoxy-5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-
5-yliden)-piperidin oder ein pharmazeutisch unbedenkliches
Salz desselben ist.
3. Pharmazeutisches Mittel in Einheitsdosis, dadurch gekennzeichnet,
daß es außer einem pharmazeutischen Träger
eine wirksame Menge eines (-)-1-Methyl-4-(3-nied.-alkoxy-
5H-dibenzo[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidins enthält.
4. Pharmazeutisches Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß es außer einem pharmazeutischen Träger
eine wirksame Menge (-)-1-Methyl-4-(3-methoxy-5H-dibenzo
[a.d]cyclohepten-5-yliden)-piperidin enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/713,773 US4104398A (en) | 1976-08-12 | 1976-08-12 | 3-Lower alkoxycyproheptadines as serotonin inhibitors |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2736259A1 DE2736259A1 (de) | 1978-02-16 |
| DE2736259C2 true DE2736259C2 (de) | 1988-01-07 |
Family
ID=24867483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772736259 Granted DE2736259A1 (de) | 1976-08-12 | 1977-08-11 | Niedere 3-alkoxycyproheptadine |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4104398A (de) |
| JP (1) | JPS5323981A (de) |
| CH (1) | CH629777A5 (de) |
| DE (1) | DE2736259A1 (de) |
| DK (1) | DK338677A (de) |
| FR (1) | FR2361369A1 (de) |
| GB (1) | GB1544878A (de) |
| NL (1) | NL7708243A (de) |
| SE (1) | SE431540B (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0019797A1 (de) * | 1979-05-21 | 1980-12-10 | Merck & Co. Inc. | Links- und rechtsdrehende Enantiomere von 3-Methoxycyproheptadin und ihre Analoge, Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Zusammensetzungen mit antipsychotischer Wirkung |
| US4275070A (en) * | 1979-05-21 | 1981-06-23 | Merck & Co., Inc. | Antipsychotic pharmaceutical compositions of the levorotatory enantiomers of 3-methoxycyproheptadine and an analog thereof |
| JPH0374136U (de) * | 1989-11-24 | 1991-07-25 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3014911A (en) * | 1958-09-29 | 1961-12-26 | Merck & Co Inc | Derivatives of dibenzo[a, e]cycloheptatriene |
-
1976
- 1976-08-12 US US05/713,773 patent/US4104398A/en not_active Expired - Lifetime
-
1977
- 1977-07-25 NL NL7708243A patent/NL7708243A/xx not_active Application Discontinuation
- 1977-07-27 DK DK338677A patent/DK338677A/da not_active Application Discontinuation
- 1977-07-28 SE SE7708677A patent/SE431540B/xx unknown
- 1977-08-09 FR FR7724475A patent/FR2361369A1/fr active Granted
- 1977-08-11 GB GB33771/77A patent/GB1544878A/en not_active Expired
- 1977-08-11 DE DE19772736259 patent/DE2736259A1/de active Granted
- 1977-08-11 CH CH984977A patent/CH629777A5/de not_active IP Right Cessation
- 1977-08-12 JP JP9622677A patent/JPS5323981A/ja active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1544878A (en) | 1979-04-25 |
| FR2361369B1 (de) | 1980-01-18 |
| CH629777A5 (de) | 1982-05-14 |
| SE431540B (sv) | 1984-02-13 |
| DK338677A (da) | 1978-02-13 |
| FR2361369A1 (fr) | 1978-03-10 |
| DE2736259A1 (de) | 1978-02-16 |
| US4104398A (en) | 1978-08-01 |
| SE7708677L (sv) | 1978-02-13 |
| NL7708243A (nl) | 1978-02-14 |
| JPS6125030B2 (de) | 1986-06-13 |
| JPS5323981A (en) | 1978-03-06 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69009315T2 (de) | Cinnamamidderivate. | |
| DE1543715A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von basischen Derivaten von Phthalanen und Isochromanen | |
| DE1470157A1 (de) | Verfahren zur Herstellung substituierter Thioxanthensulfonamide und ihrer Saeureanlagerungssalze | |
| DE2657978C3 (de) | Linksdrehende Enantiomere und Racemate von Trifluormethylthio(und -sulfonyl)cyproheptadinderivaten, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel | |
| DE2305092C2 (de) | ||
| DE2313227C3 (de) | Isoindolin-(l)-on-derivate, deren Salze, Verfahren zu deren Herstellung und pharmazeutische Zusammensetzungen | |
| EP0085899B1 (de) | Neue Pyridobenzodiazepinone, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel | |
| DE2736259C2 (de) | ||
| DE3204157A1 (de) | Substituierte dibenzodiazepinone, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende arzneimittel | |
| DE2406065A1 (de) | Neue isoindolinderivate, ihre herstellung und die zusammensetzungen, die sie enthalten | |
| CH625789A5 (de) | ||
| DE2755727A1 (de) | Derivate des 1,2,4-triazolidin- 2,5-dions, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittel | |
| CH441291A (de) | Verfahren zur Herstellung von organischen Aminen | |
| EP0548017A1 (de) | Neue Thiazole | |
| AT373254B (de) | Verfahren zur herstellung von neuen 5-subst.-10,11-dihydro-5h-dibenzo(a,d)-cyclohep en-5,10-iminen und von deren salzen sowie optischen isomeren | |
| AT373255B (de) | Verfahren zur herstellung von neuen 5-subst.-10,11-dihydro-5h-dibenzo(a,d)-cyclohep en-5,10-iminen und von deren salzen sowie optischen isomeren | |
| AT372962B (de) | Verfahren zur herstellung von neuen 5-subst.-10,11-dihydro-5h-dibenzo(a,d)-cyclohep en-5,10-iminen und von deren salzen sowie optischen isomeren | |
| EP0548018A1 (de) | Neue Imidazole | |
| AT235268B (de) | Verfahren zur Herstellung sekundärer bzw. tertiärer Amine und deren Additionssalze mit Säuren | |
| DD264435A5 (de) | Verfahren zur herstellung von neuen 3-brom-2,6-dimethoxibenzamiden | |
| AT372960B (de) | Verfahren zur herstellung von neuen 5-subst.-10,11-dihydro-5h-dibenzo(a,d)-cyclohep en-5,10-iminen und von deren salzen sowie optischen isomeren | |
| DE3334594A1 (de) | Basisch substituierte 2,4-dimethoxybenzamide, deren saeureadditionssalze, diese enthaltende arzneimittel und verfahren zu ihrer herstellung | |
| AT387964B (de) | Verfahren zur herstellung von neuen piperazinderivaten und von enantiomeren oder diastereomeren davon | |
| DE1470157C (de) | 2 Dimethylsulfat!^ 9 eckige Klammer auf 3 (4 methylpiperazino)-propyliden ecki ge Klammer zu thioxanthen, dessen eis/ trans Isomere, deren Salze und Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen | |
| AT360990B (de) | Verfahren zur herstellung des neuen 1-methyl-4- (3-carboxy-10,11-dihydro-5h-dibenzo-(a,d)- -cyclohepten-5-yliden)-piperidin (10,11-dihydro -3-carboxy-cyproheptadin), seines n-oxids und seiner salze |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: C07D211/70 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |