DE270691C - - Google Patents

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DE270691C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H11/00Marine propulsion by water jets
    • B63H11/12Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas
    • B63H11/14Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas the gas being produced by combustion

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Special Spraying Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JYi 270691 -KLASSE 65/. GRUPPE
ALFRED BALTZINGER in ZABERN.
Die Erfindung betrifft einen durch Gasexplosionen wirkenden Reaktionsantrieb für Schiffe. Das Neue besteht darin, daß die Explosion in der Kammer in mehreren Druckstufen auf entsprechende Auslaßdüsen wirkt, und daß für die ganze Vorrichtung nur ein in der Explosionskammer drehbar gelagertes Steuerorgan verwandt wird, welches als Rotationskörper ausgebildet ist und mit Hilfe ίο geeigneter Öffnungen abwechselnd oder gleichzeitig Luft, Wasser und Gas zuläßt oder Druckwasser ausläßt und dep Auspuff öffnet.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι bis 9 Querschnitte durch eine Explosionskammer bei den verschiedenen Stellungen des Steuerorgans (die jeweilige OffensteLlung der zum Teil in verschiedenen Ebenen liegenden Schlitze ist durch Pfeile gekennzeichnet),
Fig. io einen Längsschnitt durch die Explosionskammer und das Steuerorgan.
Die Explosionskammer α ist mit den Wassereinlaufstutzen δ1, δ2, δ3, den Kanälen c1, c2 und c3 für Luft, Auspuff und Gas sowie den drei Auslaßkanälen d1, dz, d3 für das Druckwasser versehen. In dem Rotationskörper β sind sechs paarweise einander diametral gegenüberliegende und schraubenförmig über die Fläche verteilte Schlitze 1, 2, 3 und I, II, III angebracht.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Lage des Rotationskörpers ist gerade die nötige Menge Gas und Luft in die Explosionskammer getrieben worden. Die Kammer ist beinahe ganz mit Wasser gefüllt, das durch die nun erfolgende Explosion unter hohen Druck gesetzt wird. Nun gibt der Schlitz I dem Wasser freien Austritt in den Kanal d1, von dem aus es den Hochdruckdüsen zugeführt wird. Durch den teilweisen Austritt des Wassers in die Hochdruckleitung haben nach kurzer Zeit die Wassermenge und der Druck abgenommen. Der Rotationskörper dreht sich weiter und schließt die Hochdruckleitung ab, worauf mit der Öffnung II die Mitteldruckleitung d2 freigegeben wird. Ein weiterer Teil des Druckwassers fließt nun durch die Mitteldruckdüse ab (Fig. 2). Damit hat aber der Druck noch mehr abgenommen, und auch der Rotationskörper hat sich weiter gedreht und die Öffnung der Mitteldruckleitung abgeschlossen. Nun wird durch den Schlitz III die Öffnung zur Niederdruckdüse d3 frei, und das noch übrige Wasser wird durch die Niederdruckdüse ausgetrieben (Fig. 3). Jetzt bleiben die Auslässe zu den Düsen geschlossen, und durch die Weiterdrehung des Rotationskörpers kommt die Öffnung I zum Auspuff, so daß die verbrauchten Gase durch das Auspuffrohr c2 abziehen können (Fig. 4). In der Stellung nach Fig. 5 ist der Auspuff voll geöffnet, und gleichzeitig sind die den Schlitzen I, II, III diametral gegenüberliegenden Schlitze 1, 2, 3 zu den Wassereinlässen δ1, δ2, δ3 geführt, so daß das eindringende Wasser die verbrannten Gase zum
Auspuff hinaustreibt. Die Einströmungsöffnungen für das Wasser in die Explosionskammer sind so angeordnet, daß sie gleichzeitig durch die Öffnung des Rotationskörpers freigegeben werden.
Bei der Stellung des Rotationskörpers nach Fig. 6 wird bereits Luft durch das Rohr c1 eingeleitet und spült die verbrannten Gase vollends durch den Schlitz I und das Rohr c2
ίο aus. Durch die Schlitze i, 2 und 3 strömt ständig Wasser zu. Jetzt schließt sich die Auspufföffnung (Fig. 7), durch c1 tritt immer noch Luft ein, uud die Gaszuleitung c3 beginnt durch den Schlitz I frei zu werden.
Durch die Schlitze 1, 2 und 3 strömt immer noch Wasser zu. Beim Weiterdrehen des Rotationskörpers werden die Wasserzufluß Öffnungen abgeschlossen, und das Gas tritt noch durch Leitung c3 und Schlitz I zu (Fig. 8).
Bei der Stellung nach Fig. 9 sind alle Zu- und Ausflußöffnungen abgeschlossen, das Gas-Luftgemisch wird entzündet, und das Spiel kann von neuem beginnen.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Durch Gasexplosionen wirkende Reaktionsantriebsvorrichtung für Schiffe, dadurch gekennzeichnet, daß während der Expansion der Verbrennungsprodukte eine Verteilung der Arbeit auf mehrere Druckstufen bewirkt wird.
2. Eine Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerorgan für die Verteilung des geförderten Wassers sowie für die Steuerung der ein- und auszulassenden Gase und des einströmenden Wassers einsin der mit Schlitzen versehenen Wandung der Explosionskammer drehbar gelagerter Rotationskörper vorgesehen ist, der mit Hilfe von Schlitzen die an die Kammer angeschlossenen Leitungen öffnet und schließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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