DE2705723A1 - Zieleinrichtung - Google Patents
ZieleinrichtungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G1/00—Sighting devices
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Description
- Zieleinrichtung
- Die Erfindung betrifft eine Zieleinrichtung, insbesondere eine Nachtzieleinrichtung an der Abschußvorrichtung von Leuchtmunition o. dgl., bei welcher zur Richtorientierung ein Kompaß mit in einem flüssigkeitsgefüllten Gehäuse schwimmend gelagertem, mit einem Richtmagnet versehenen Körper dient, dessen Ausrichtung gegenüber dem Erdmagnetfeld an einer Windrose bzw. Gradeinteilung des Körpers ablesbar ist.
- Ein Kompaß vorgenannter Art ist beispielsweise in der OE-PS 195 662 beschrieben. Bei ihm ist ein den Richtmagneten enthaltender Körper innerhalb eines mit Flüssigkeit gefüllten Gehäuses angeordnet, wobei dieser Körper samt Richtmagnet leichter ist, als das von ihm verdrängte Flüssigkeitsvolumen. Zur Ausrichtung weist dieser Kompaß am Gehäuse eine Marke in Form einer Lupe und auf dem Umfang des den Richtmagneten tragenden Körpers eine Windrose bzw. eine Gradeinteilung auf.
- Mit besagte Kompaß kann 3edoch nur die Verdrehung des Gehäuses bzw. eines mit diesem verbundenen Geräts, z. B. einer Abschußvorrichtung gegenüber dem Erdmagnetfeld abgelesen werden.
- Bei Abschußvorrichtungen der genannten Art ist Jedoch davon auszugehen, daß es im Nachtkampf immer wieder notwendig sein wird, Leuchtmittel o. dgl. in bestimmte Richtung und auf eine gewünschte Entfernung zu schießen. Werden hierzu Handfeuervsffen, z. B. eine rückstoßfrei abfeuerbare Panzerbekämpfungswaffe, oder aber mörser- bzw. werferartige Abschußvorrichtungen benutzt, so hat der Schütze meist keine Möglichkeit, die unterschiedlichen Entfernungen durch entsprechende Wahl der Treibladung festzulegen. Ihm steht vielmehr in den meisten Fällen nur eine einzige, feste Treibladungsgröße zur Verfügung. Unterschiedliche Entfernungen kann er daher nur durch geeignete Wahl der Rohrerhöhung, d. h. des Abschußwinkels erzielen. Richtung und Erhöhung der Waffe bzw. Abschußvorrichtung kann er aber bei Dunkelheit nur schwer bestimmen. Vor allem ist bei aus Handfeuerwaffen abzufeuernder Leuchtmunition nicht gewährleistet, Jeweils, wie es zur Kampffeldbeleuchtung erwünscht ist, stets das gleiche bzw. das nächstanschließende Zielgebiet zu erreichen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Zieleinrichtung für eine Abschußvorrichtung für Leuchtmunition o. dgl. zu schaffen, die bei Nacht, gegebenenfalls bei schwacher Fremdbeleuchtung bzw.
- durch selbstleuchtende Ausführung von Markierungen ermöglicht, eine Abschußvorrichtung sowohl in die gewünschte Zielrichtung, als auch - durch entsprechende Rohrerhöhung - auf die gewünschte Zielentferntuig einzustellen bzw. auszurichten.
- Zur Lösung dieser Aufgabe weist die Abschußvorrichtung gemäß vorliegender Erfindung eine Zieleinrichtung der eingangs beschriebenen Art auf, bei welcher der mit einem Richtmagneten versehene Körper als Kugel ausgebildet ist, die in ihrem unteren Teil eine die Kugel innerhalb des sie umschließenden Gehäuses in senkrechter Lage haltende Gewichtseinlage aufweist und die an ihrer Oberfläche mit einer in Form von Längengraden angebrachten Gradeinteilung sowie mit, den Breitengraden eines Globusses entsprechenden Ringinarkierungen versehen ist, anhand derer mittels einer an dem mit der Abschtivorrichtung verbundenen Gehäuse der Zieleinrichtung angeordneten Visiermarke di c die liorizontalausrichtung der Abschußvorrichtung gegenüber dem Erdmagnetfeld und deren Rohrerhöhung (Winkeleinstellung) gegenüber dem Schwerefeld ablesbar ist.
- Als Visiermarke kann in an sich bekannter Weise eine Lupe dienen, welche mit einem Fadenkreuz versehen ist, das zur Feinablesung bzw. -einstellung gegenüber der Gradeinteilung der Kugeloberfläche mit einer zusätzlichen Feinunterteilung versehen ist.
- Mit dieser Zieleinrichtung kann bei von magnetischen Werkstoffen weitgehend freien Abschußvorrichtungen, z. B. an Abschußrohren aus glasfaserverstärktem Kunstharz bzw. an entsprechend ausgebildeten Raketenwerfern die Zielrichtung und die Rohrerhöhung, somit die Zielentfernung eindeutig bestimmt werden.
- Einzelheiten der Erfindung gehen aus der Beschreibung eines in seinem Prinzipaufbau in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles hervor.
- Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Zieleinrichtung nach der Erfindung von der Seite gesehen, Fig. 2 eine Draufsicht der Zieleinrichtung nach II in Fig. 1, Fig. 3 eine Vorderansicht einer als Ableselupe ausgebildeten Visiermarke der Zieleinrichtung, gemäß III in Fig. 1 und 2.
- Die Zieleinrichtung besteht gemäß Fig. 1 und 2 aus einer Kugel 1 aus thermoplastischem Kunststoff o. dgl., in deren Inncrem ein als Kompaßnadel dienender Stabmagnet 2 angeordnet ist, der bezweckt, daß die Kugel 1 sich Jeweils nach dem Erdmagnetfeld ausrichtet. In der unteren Hälfte der Kugel 1 ist ferner eine Gewichtseinlage 3 vorgesehen, welche der Kugel 1 einen Schwerpunkt verleiht, der die Kugel 1 Jeweils senkrecht zur Erdoberfläche stellt.
- Die Kugel 1 ist innerhalb eines vornehmlich gleichfalls aus einem thermoplastischen Kunststoff gefertigten bzw. mit einem Glaseinsatz versehenen Gehäuses 4, in einer Flüssigkeit 5 schwimmend, gelagert. Das Gehäuse 4 ist in geeigneter Weise an einem nur andeutungsweise veranschaulichten Abschußrohr 6 befestigt. Am bzw. im Gehäuse 4 ist noch eine Visiermarke 7 vorgesehen, mittels der eine Gradeinteilung, nämlich Längengrade 8 ( Fig. 2) und den Breitengraden eines Globusses entsprechende Ringmarkierungen 9 (Fig. 1) der Kugel 1 ablesbar sind. Dabei läßt sich an den Längengraden 8 Jeweils die Himmelsrichtung feststellen, in welche das Abschußrohr 6 gerichtet ist, an den Markierungsringen 9 hingegen die Rohrerhöhung, d. h. ein Winkel a (Fig. 1), den das Abschußrohr 6 gegenüber der Hcrizontalen, d. h. der Erdoberfläche einnimmt.
- Als Visiermarke kann, wie Fig. 3 veranschaulicht, eine Lupe 10 dienen, welche mit einem Fadenkreuz 11 versehen ist, das seinerseits eine Feinunterteilung 12 zum genauen Ablesen bzw. Einstellen der Richtung des Abschußrohres nach den Längengraden 8 sowie der Entfernung nach den Ringmarkierungen 9 der Kugel 1 ermöglicht.
- Als Lichtquelle zum Ablesen der Gradeinteilungen 8, 9 kann in üblicher Weise eine schwache Fremdbeleuchtung dienen. Es können aber auch die Gradlinien 8, 9 und Visierlinien 11 oder -punkte 7 ähnlich den Zahlen und Zeigern einer Uhr mit selbstleuchtenden Stoffen belegt sein.
- Wie die Figuren andeutungsweise veranschaulichen, ist das Gradliniennetz au* der Oberfläche der Kugel 1 noch mit Richtungsangaben wie N, O, S, W sowie mit Ggdzahlen zum Einstellen bzw. Ablesen der Himmelsrichtung sowie der Rohrerhöhung (Zielentfernung) versehen.
Claims (2)
- Patentansprüche : 1 Zieleinrichtung, insbesondere Nachtzieleinrichtung an der Abschußvorrichtung von Leuchtmunition o. dgl., bei welcher zur Richtorientierung ein Kompaß mit in einem flUssigkeitsgefüllten Cehäuse schwimmend gelagertem, mit einem Richtmagnet versehenem Körper dient, dessen Ausrichtung gegenüber dem Erdmagnetfeld an einer Windrose bzw. einer Gradeinteilung des Körpers ablesbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einem Richtmagneten (2) versehene Körper als Kugel (1) ausgebildet ist, die in ihrem unteren Teil eine die Kugel (1) innerhalb des sie umschließenden Gehäuses (4) in senkrechter Lage haltende Gewichtseinlage (3) aufweist und die an ihrer Oberfläche mit einer in Form von Längengraden angebrachten Gradeinteilung (8) sowie mit, den Breitengraden eines Globusses entsprechenden Ringmarkierungen (9) versehen ist, anhand derer mittels eines an dem mit der Abschußvorrichtung (6) verbundenen Gehäuse (4) der Zieleinrichtung angeordneten Visiermarke (7) die Horizontalausrichtung der Abschußvorrichtung (6) gegenüber dem Erdmagnetfeld und deren Rohrerhöhung (Winkeleinstellung) gegenüber dem Schwerefeld ablesbar ist.
- 2. Zieleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenzeichnet, daß als Visiermarke in an sich bekannter Weise eine Lupe (10) dient, welche mit einem Fadenkreuz (11) versehen ist, das zur Feinablesung bzw. -einstellung gegenüber der Gradeinteilung der Kugeloberfläche mit einer zusätzlichen Feinunterteilung (12) versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772705723 DE2705723C2 (de) | 1977-02-11 | 1977-02-11 | Zieleinrichtung |
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|---|---|---|---|
| DE19772705723 DE2705723C2 (de) | 1977-02-11 | 1977-02-11 | Zieleinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2705723A1 true DE2705723A1 (de) | 1978-08-17 |
| DE2705723C2 DE2705723C2 (de) | 1983-12-08 |
Family
ID=6000895
Family Applications (1)
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| DE19772705723 Expired DE2705723C2 (de) | 1977-02-11 | 1977-02-11 | Zieleinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2705723C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2146036C1 (ru) * | 1999-07-21 | 2000-02-27 | Айриян Юрий Аршакович | Прицельное устройство |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT195622B (de) * | 1955-11-29 | 1958-02-25 | Karl Novak | Schiebekipptor |
| DE1875436U (de) * | 1963-04-03 | 1963-07-11 | Friedrich A Woehler Optische F | Visiereinrichtung, insbesondere fuer militaerische zwecke. |
-
1977
- 1977-02-11 DE DE19772705723 patent/DE2705723C2/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT195622B (de) * | 1955-11-29 | 1958-02-25 | Karl Novak | Schiebekipptor |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2146036C1 (ru) * | 1999-07-21 | 2000-02-27 | Айриян Юрий Аршакович | Прицельное устройство |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2705723C2 (de) | 1983-12-08 |
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