DE2698C - Neuerungen an Nähmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Nähmaschinen

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DE2698C
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JUNKER & RUH in Karlsruhe
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/02Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1877.
Klasse 52.
JUNKER & RUH in CARLSRUHE. Neuerungen an Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. November 1877 ab.
Die Neuerung des Erfinders bezieht sich erstens auf einen Stellmechanismus am Stoffschieber zum Zweck der Erlangung eines constanten Ausgangspunktes der Zähne, zweitens auf den Schiffchenbahn-Deckelverschlufs, und drittens auf eine Vorrichtung zur verticalen Verstellung der Axenentfernung der beiden Kettenrollen bei Nähmaschinen, welche statt durch einen Riemen durch eine Kette betrieben werden behufs leichter Auflegung und Anspannung der Kette.
Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf beiliegende Zeichnungen, Fig. 1, 3, Blatt I, und Fig. i, 2, 3 . . 6, Blatt II.
i. Stellmechanismus am Stoffschieber.
Fig. i, 2, 3, Blatt I.
α ist die Schiffchenbahn, an deren Vorderseite der Stoffschieber b mit der Schraube c so angeschraubt ist, dafs er sich hin- und herschieben läfst. d ist die Welle, an deren Ende sich die beiden Excenter dt und d., befinden. Ersteres dient zum Heben und Senken, letzteres zum Vorschieben des Stoffschiebers. Der Stoffschieber ist aus einem Stück Stahlblech gestanzt; die Gleitfläche für das Excenter d, durch Umbiegen verbreitert. An dieser Gleitfläche befindet sich, ebenfalls durch Umbiegen hergestellt, das Anschlagestück für das Verschieberexcenter d1. Das Anschlagstück läuft in der oberen Seite in eine Feder aus, welche durch die Kopfschraube e verstellbar ist. Befindet sich die Schraube in der in der Zeichnung angegebenen Stellung, so wird der kürzeste Stich hergestellt, ist jedoch die Schraube so weit herausgedreht, dafs das Stiftchen e * an dem Anschlagestück anliegt, so wird der längste Stich gebildet. Das Anschlagestück ist an dem unteren Ende nochmals, und zwar aufwärts, gebogen, um die Führung für die Stichstellerschraube e zu verstärken. Die Spiralfeder / zieht den Stoffschieber stets gegen die Excenter bezw. gegen die Anschlagschraube c. In dem Schlitz des Stoffschiebers bei der Schraube c ist ein Lederklötzchen eingesetzt, welches das Geräusch bei dem Rückgang des Stoffschiebers dämpft. Das Zahnstück ist auf- und abwärts verstellbar. Die Schiffchenbahn ist nur im Grundrifs und vorderer Ansicht dargestellt.
2. Schiffchenbahn -Deckelverschlufs.
Fig. i, 2 und 3, Blatt II.
Auf die Schiffchenbahn α ist die Tischplatte b aufgeschraubt. In der Tischplatte b ist eine halbmondförmige Oeffnung, welche durch das ebenfalls auf die Schiffchenbahn aufgeschraubte Stichplättchen c theilweise wieder geschlossen ist. Die nun noch übrige Oeffnung in der Tischplatte dient zum Einlegen und Herausnehmen des Schiffchens und wird durch das Schlufsplättchen e geschlossen. Das Schlufsplättchen hat seine Auflage theils auf der Schiffchenbahn und theils auf den beiden, von unten an die Tischplatte aufgeschraubten Auflageplättchen f. Das Stichplättchen ist nach unten abgeschrägt, das Schlufsplättchen e entsprechend nach oben. ' An der entgegengesetzten Seite hat das Schlufsplättchen einen abwärtsspringenden Haken ^1 (Fig. 2). Wird nun dasselbe an der einen Seite in die Abschrägung des Stichplättchens gesetzt und auf der anderen Seite niedergedrückt, so weicht der Hebel g anfangs seitwärts aus, wird aber schliefslich in den Haken ^1 des Schlufsplättchens wie ein Riegel einspringen. Auf der einen Seite wird letzteres nun von der abgeschrägten Stichplatte und auf der anderen von dem Hebel g festgehalten. Will man die Schlufsplatte wieder öffnen, um das Schiffchen aus der Bahn zu nehmen, so zieht man den Hebel g, welcher sich auf einem Schraubenbolzen h dreht, auf die Seite. Das mit dem Auflageplättchen aufgeschraubte Federchen i schnellt dann den Schlufsdeckel in die Höhe. Die Spiralfeder k, welche an dem einen Ende am Hebel und am anderen an der Tischplatte festsitzt, giebt dem Hebel stets das Bestreben, in die Schlufslage zurückzukehren.
In dem Schnitt A B1 Fig. 3, ist die Feder i und in dem Schnitt CD, Fig. 2, der Hebel g weggelassen, um gröfsere Deutlichkeit zu erzielen.
3. Verticale Verstellung der Axenentfernung der beiden Kettenrollen.
Fig. 4, S. 6, Blatt II.
An dem Gestell α der Maschine, welches den gesammten Mechanismus trägt, befindet sich der Angufs b mit einem verticalen, schwalbenschwanzförmigen Schlitz, in welchem sich der
Schieber c auf- und abschieben läfst (Fig. 6). Letzterer trägt die Handradaxe d und mit dieser das Rad. Der Bolzen e ist in dem Gestelle festgeschraubt und greift in den Schlitz des Schiebers. Die Stellschraube/ hat ihre Führung und ihr Gewinde in dem Schieber und drückt gegen den Bolzen e. Vermittelst dieser Stellschraube kann man nun den Schieber, welcher das Rädchen trägt, auf- oder abschrauben und so die Entfernung zwischen den Axen des Rades und der Triebwelle mit Leichtigkeit vergröfsern oder verkleinern.
Die Stellschraube wird mittelst eines Stiftes gedreht und ist zu diesem Zweck der Kopf derselben kreuzweise durchbohrt.
In Fig. 5, hintere Ansicht, ist nur der Schwungkranz des Rades und der in Betracht kommende Theil des Mechanismus gezeichnet.

Claims (1)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    i. Den Stoffschieber zum Zweck der Erlangung eines constanten Ausgangspunktes der Zähne desselben, bestehend aus dem aus Stahlblech ausgestanzten und lediglich durch Auf- und Umbiegen hergestellten Schieber b mit seinem federnden Anschlag, der durch eine Schraube e verstellbar ist und auf welchen ■ die beiden Excenter dt und d.2 wirken, alles wie oben beschrieben und in der Zeichnung Blatt I, Fig. i, 2, 3 dargestellt ist.
    Den beschriebenen und in den Fig. 1, 2, 3, Blatt II, dargestellten Schiffchenbahn-Verschlufsdeckel, bestehend aus einem Plättchen e mit scharfem Rande, der unter eine entsprechend geformte Kante c der Schiffchenbahn greift und durch eine federnde Falle g, welche in den Haken <?, eingreift, festgehalten wird, mit dem Ansätze f zur Auflage des Deckels e, der Feder i zum Herauswerfen des Deckels, sobald die federnde Falle g zurückgezogen wird.
    Die oben beschriebene Vorrichtung zum Spannen der Kette an Nähmaschinen, bestehend aus einem Schlitten mit Schwalbenschwanzführung, der Schraube e, deren Kopf in einen Schlitz des Schlittens c eingreift und gegen welche die Spitze der Schraube F wirkt, um den Schlitten zu heben bezw. die Kette zu spannen; alles wie beschrieben und in Fig. 4, 5 und 6 des Blattes II dargestellt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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