DE26951C - Elektrischer Apparat zur Kontrole von Weichen- und Signal-Stellungen - Google Patents

Elektrischer Apparat zur Kontrole von Weichen- und Signal-Stellungen

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DE26951C
DE26951C DENDAT26951D DE26951DA DE26951C DE 26951 C DE26951 C DE 26951C DE NDAT26951 D DENDAT26951 D DE NDAT26951D DE 26951D A DE26951D A DE 26951DA DE 26951 C DE26951 C DE 26951C
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Germany
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lever
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electrical apparatus
contact
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DENDAT26951D
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M. JÜDEL & Co. in Braunschweig
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L7/00Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
    • B61L7/06Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission
    • B61L7/08Circuitry
    • B61L7/10Circuitry for light signals, e.g. for supervision, back-signalling
    • B61L7/103Electric control of the setting of signals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 8. August 1883 ab.
. Die Einrichtung bezweckt die Controle des sicheren Schliefsens der Weichenzungen von einem beliebigen Punkt aus, sowie die Controle der Weichen-undSignalstellungen durch akustische und optische Zeichen mittelst einer Telegraphenleitung durch elektrische Ströme.
Zwei Elektromagnetpaare M' M", Fig. 1 bis 3, deren zugehörige Anker in einem um m in Spitzen schwingenden vierarmigen Hebel W gelagert sind, dienen dazu, durch ihre magnetische Einwirkung eine Links- bezw. Rechtsbewegung der optischen Scheibe S von der Mittellinie hervorzubringen. Zu diesem Zwecke greift der die Scheibe S tragende und um / drehbare doppelarmige Hebel H mittelst des Stiftes K in einen länglichen Ausschnitt des Hebels W und wird hierdurch infolge seitlicher Bewegung von W jeder Ausschlag dieses Hebels durch K auf den Hebel H und die mit ihm verbundene Scheibe .S übertragen.
Die Scheibe S ist entsprechend den drei Stellungen des Hebels W bezw. der Elektromagnetanker in drei Felder getheilt, von denen das mittlere (roth) vor die Schauöffnung des Kastens L tritt, wenn beide Elektromagnetpaare stromlos sind, während das Feld I oder II je nach dem Anzug der Anker wechselseitig vor die Schauöffnung treten können.
Die regelrechte Einstellung des Systems in die Mittelstellung bei stromlosen Magneten wird bedingt durch das verstellbare Gegengewicht C sowohl, als auch durch die Scheibe 5 selbst; die Felder F dienen zur vollkommenen Einregulirung des Systems; durch die Stellschrauben s wird die Hubbegrenzung desselben bewirkt.
Mit den Elektromagnetenpaaren M1 und M2 sind durch Schaltung zwei Relais R1 und Ru derart einregulirt, dafs Relais R1 bei schwachen Strömen, R11 nur bei stärkeren Strömen anspricht; die Ankerzungen beider Relais sind mit Doppelcontacten z1 i2 iz und i* ausgerüstet.
Endlich befindet sich in dem Apparat ein elektrischer Wecker G.
Die Contactvorrichtung, Fig. 4a, 4b und 5, für Weichen besteht in zwei mit einander durch Schaltung verbundene, im gufseisernen Kasten untergebrachte Systeme, deren jedes durch eine Weichenzunge in Thätigkeit gesetzt wird und welche, auf | |-Eisen montirt, mit der Weichenplatte fest verschraübt sind.
Je nach der Stellung der Weichenzungen treten die um b schwingenden Hebel α1 α2 α3 und α4 mit den behufs passender Einstellung sensenförmig ausgebildeten Hebeln β in Contact und stellen den Stromkreis her. Die auf die -Hebel wirkenden Federn φ bringen die Hebel, sobald sie sich selbst überlassen, in die Unterbrechungsstellung.
Der Contactschlufs erfolgt durch je einen an den Weichenzungen befestigten Mitnehmer u, Fig. 5, Sa und 5b, welcher an seinem freien Ende einen Stift trägt, welcher beim festen Anliegen der Weichenzunge an die Mutterschiene sich an die im Hebel α befindliche Isolirrolle γ legt," wodurch die Hebelet mit β verbunden werden. Die Isolirrolle γ dient dazu, die Durchbiegungen und Stöfse der Fahrzeuge beim Passiren der Weiche aufzunehmen.
Der Betrieb _ der Apparate erfolgt mittelst Ruhestromes, und ist die Einstellung der Hebel α und β gegenseitig eine solche, dafs beim gefahrlichen Klaffen der Weichenzungen der Contact unterbrochen und die nach dem Stationsapparat führende Leitung stromlos wird, so dafs also auch, wenn nicht beide Zungen ihre vorschriftsmäfsige Lage einnehmen, wie bei etwaigem
Aufschneiden der Weiche, die zugehörigen Contacte a'ß1 und α3 β3 nicht hergestellt sind und die Leitung stromlos ist.
Die Einschaltung der Weichencontacte ergiebt sich aus Fig. 4a und 4b.
Während in einem der beiden Apparate die Hebel β mit einander kurz verbunden sind, ist zwischen den Hebeln β des anderen Contactapparates ein Widerstand λ eingeschaltet.
Ein Strom bestimmter Stärke geht hiernach aus der Hauptleitung in den Hebel β \ Fig. 4a, über Hebel α1 zum Hebel a3 des anderen Contactapparates uud findet bei Berührung dieses Hebels mit dem zugehörigen Hebel ß3 Schlufs zur Erde.
In den entgegengesetzten Weichenstellungen werden die Contacte a? und α4 mit den zugehörigen Hebeln ß2 und ß4 hergestellt. Der Verlauf dieses Stromes zur Erde kann nur durch den Widerstand λ stattfinden und wird dieser Strom daher eine schwächere Wirkung ausüben.
In der gezeichneten Stellung der Contacte zu eipander geht ein Strom durch die Weichencontacte durch die beiden Relais R1 und Ru des Stationsapparates zur Unterbrechungstaste T zur Erde.
Dieser Strom bringt beide Relaisanker zum Anziehen und stellt dadurch die Contacte z'2 z3 her, wodurch ein Localstrom von der Batterie über die Relais durch den Elektromagnet M2 geschlossen wird und durch Niedergehen des rechts liegenden Ankers das Feld II der Scheibe 5 vor die Schauöffnung tritt. Während des Umstellens der Weiche oder bei nicht richtigem Schlufs der Weichenzungen hört der Strom in Leitung auf. Die Relaisanker fallen ab und es ertönt durch Herstellen des Contactes bei ix, wodurch ein weiterer Stromkreis geschlossen wird, der Wecker G, während gleichzeitig durch ' Aufheben der Contactverbindung bei z2 das Elektromagnetpaar M"1 stromlos wird und die rothe Scheibe vor die Schauöffnung tritt. Nehmen die Weichenzungen die entgegengesetzte Stellung ein, so circulirt ein durch den Widerstand des einen Contactapparates geschwächter Strom die Relais R1 und Ru, welcher nur die Relaisanker R anzieht und den Contact mit P herstellt, während der Contact ζ4 verbleibt.
Hierdurch wird ein Stromkreis durch den Elektromagnet Af1 geschlossen, und es tritt das Feld I durch Anziehen des links liegenden Ankers vor die Schauöffnung des Apparates.
Die Contactfedern d dienen dazu, den Wecker so lange tönen zu lassen, bis selbst nach vollendetem Ankeranzuge des Relais die Scheiben ihre richtige Lage eingenommen haben, um hierdurch eine Controle über die Wirksamkeit der Localbatterie zu haben.
Die Trennung der Federcontacte, wodurch der Wecker zu klingeln aufhört, erfolgt durch den unteren Theil des das Gegengewicht C tragenden Hebelarmes W.
Um dem Weichensteller eine Controle an die Hand zu geben, ob die von ihm bedienten Weichen sicheren Schlufs zeigen, besitzt derselbe ebenfalls ein Relais mit Wecker, welche letztere ihm mit erfolgtem Ankeranzug des Relais, also Herstellen des Stromkreises, die gute Beschaffenheit der Weichenstellung anzeigt.
Damit auch die Station den Wärter avertiren und ihn durch Glockenziehen zur Umstellung der Weiche veranlassen kann, ist in dem Stationsapparat eine Unterbrechungstaste T angebracht, welche einen gabelförmigen Ansatz trägt, der dazu dient, bei Trennung der Hauptleitung, also Abgabe von Weckerzeichen an den Wärter, das System in seiner angenommenen und durch die Weichenstellung bedingten Lage zu belassen, indem die Gabel hinter den mit dem Gegengewicht ausgerüsteten unteren Theil des die Anker tragenden Hebels tritt.
Die gleichen Apparate lassen sich unter Anwendung von Arbeitsstrom auch für die Controle der Signalstellungen anwenden, wie in Fig. 6 bis 8 dargestellt.
Fig. 7 giebt eine Ansicht des Contactapparates, welche mit der je nach der einzunehmenden Stellung der Signale rechts oder links drehenden Mastrolle durch Hebelwerk verbunden ist.
Fig. 8a zeigt die Stellung des Hebelarmes und der Contacte für die Controle des doppelflügeligen Signals unter Einschaltung des Widerstandes W, Fig. 8b diejenige für die Controle des einflügeligen Signals bei directer Erdverbindung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der mit Bezug auf Fig. 1 bis 8 beschriebene elektrische Apparat zur Controle der Weichen- und Signalstellungen, bei welchem:
    a) von den beiden Weichenzungen aus durch Mitnehmer in zwei getrennten Contactkästen zugleich ein Stromkreis geschlossen wird, und zwar in der einen Stellung der Weiche unter Einschaltung eines Widerstandes λ, in der anderen Stellung aber ohne Einschaltung dieses Widerstandes; bei welchem daher
    b) durch die in den beiden Stellungen der Weiche entsendeten Ströme von verschiedener Stärke mittelst zweier Relais R1 und R11 ein Localstrom durch den einen oder den anderen Elektromagnet M1 und M2 geschlossen wird und
    c) nun mittelst M1 und M2 zufolge der Entsendung der beiden verschieden starken Linienströme eine Signalscheibe 61 aus ihrer Ruhelage in zwei verschiedene Lagen gebracht wird.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen. BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT26951D Elektrischer Apparat zur Kontrole von Weichen- und Signal-Stellungen Active DE26951C (de)

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