DE268340C - - Google Patents

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DE268340C
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DE
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allyl
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zinc
gaseous hydrogen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 268340 KLASSE 12 o. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Allylhaloiden. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Dezember 1912 ab.
Die für die Darstellung anderer, technisch verwendbarer Allylverbindungen wichtigen Haloidäther des Allylalkohol lassen sich, wie gefunden wurde, leicht in der Weise gewin-S nen, daß man die Ester des Allyl, wie Allylformiat, Allylacetat, Allyloxalat usw., eventuell unter Zusatz einer konzentrierten Halogenwasserstoffsäure mit gasförmigem Halogenwasserstoff sättigt und erhitzt. Besonders
ίο gute Ausbeuten werden erzielt, wenn das Er-
■ hitzen im Autoklaven stattfindet, oder wenn man den Halogenwasserstoff unter Zusatz gewisser Katalysatoren, z. B. der Zinkhaloidsalze, auf die siedenden oder mäßig erhitzten Allylester einwirken läßt. Eine Addition von Halogenwasserstoff an die doppelte Kohlenstoffbindung, die sonst leicht eintritt, findet unter den erwähnten Bedingungen nicht statt, so daß die Ausbeuten an den Allylhaloidäthern fast quantitativ sind.
Beispiele.
1. 50 Teile Allylformiat werden mit 4 bis 5 Teilen konzentrierter Salzsäure versetzt, mit gasförmigem Chlorwasserstoff unter Eis-Kochsalzkühlung gesättigt und die Mischung 6 Stunden lang im Autoklaven auf 100° erhitzt. Beim nachherigen Destillieren gehen unterhalb 50 ° 38 Teile Allylchlorid über, das nach dem Waschen mit verdünntem Alkali konstant bei 45—46° siedet.
2. 40 Teile Allylformiat werden mit 5 Teilen gepulvertem Zinkchlorid versetzt und beim Siedepunkt der Flüssigkeit mit Chlorwasserstoffgas in einem offenen Gefäß gesättigt, dessen aufsteigender Kühler ein auf 40—50 ° erwärmtes Kühlwasser enthält. Die durch diesen Kühler übergehenden Dämpfe von Allylchlorid werden nachher vermittels eines gut gekühlten Schlangenrohrs völlig verdichtet. Die Ausbeute beträgt 90 Prozent.
3. 100 Teile Allylformiat werden mit 5 Teilen zerkleinertem Zink (ζ. Β. sogenannter Zinkwolle) versetzt und Bromwasserstoff in die siedende Lösung eingeleitet. Das Zink wird sofort zu Zinkbromid gelöst. Wenn der Haloidwasserstoff nicht mehr gelöst wird, läßt man erkalten, schüttelt mehrmals mit Wasser, trocknet das Öl und destilliert es, wobei eine fast theoretische Ausbeute an dem bei 70—72 ° siedenden Allylbromid erhalten wird ~(dls
4· ΐοο Teile Allylformiat werden wie in Beispiel 3 behandelt, nur daß man Jodwasserstoff an Stelle von Bromwasserstoff anwendet. Das Allyljodid entsteht ebenfalls in guter Ausbeute und siedet bei 99—ιοί0 (^16 = 1,79).
5. 100 Teile Allylacetat (Siedepunkt ioi°) werden mit 8 Teilen Zink versetzt und Chlorwasserstoff in die heiße Lösung so lange eingeleitet, bis keine Einwirkung mehr stattfindet. Das Reaktionsprodukt wird destilliert und das zuerst übergehende Allylchlorid wie in Beispiel ι gereinigt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung von Allylhaloiden, dadurch gekennzeichnet, daß man auf Ester des Allylalkohol, gegebenenfalls
    unter Zusatz von wäßrigen Halogenwasser- ; 3. Ausführungsform des Verfahrens ge-
    stoffsäuren, gasförmige Halogenwasserstoffe maß Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn-
    einwirken läßt. ; zeichnet, daß man die Ester des AUyI-
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens ge- : alkohols in Gegenwart von Katalysatoren
    maß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, : mit den gasförmigen Halogenwasserstoffen
    daß man erhöhten Druck anwendet. ■ behandelt.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DIiR RElCHSDRUCKEItEl.
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DE (1) DE268340C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3627849A (en) * 1968-04-19 1971-12-14 Hoechst Ag Process for the manufacture of allyl chloride or methallyl chloride

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3627849A (en) * 1968-04-19 1971-12-14 Hoechst Ag Process for the manufacture of allyl chloride or methallyl chloride

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