DE268063C - - Google Patents

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DE268063C
DE268063C DE1913268063D DE268063DD DE268063C DE 268063 C DE268063 C DE 268063C DE 1913268063 D DE1913268063 D DE 1913268063D DE 268063D D DE268063D D DE 268063DD DE 268063 C DE268063 C DE 268063C
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DE
Germany
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tar
boiler
distillation
oil circulation
height
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Expired
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DE1913268063D
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/04Working-up tar by distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die' Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Destillation von Teer, die einen kontinuierlichen Betrieb ge-, stattet. Derartige Vorrichtungen und Verfahren sind bereits bekannt. Gegenüber -diesen bekannten Einrichtungen und Verfahren besteht das Wesen der vorliegenden Erfindung in der Hauptsache- darin, daß in der zur Ausführung des Verfahrens dienenden Destillatiohsvorrich-
IQ tung der zu destillierende Teer durch eine Heißölzirkulationsheizung auf der fixierten Temperatur, bei der Wasser, leichte und schwere öle sieh verflüchtigen, automatisch konstant erhalten wird, wobei aus dem Teerrückstand ·— Weichpech — innerhalb bestimmter Zeiträume Bruchteil^ abgelassen werden, die durch Nachfüllen von Teer beständig wieder ersetzt ■ werden, so daß die Destillation einen kontinuierlichen Betrieb darstellt.
ao Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel. der Vorrichtuiig im Schnitt gezeigt.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus dem Sieder a, der ölzirkulationsheizung b und der Kühlvorrichtung c, Zum Zufluß des Teers .
aus einem Reservoir o. dgl. dient die an der einen Seite des Sieders einmündende Rohrleitung d. Die zu destillierende, in dem Sieder a befindliche Teerfüllung e, die im Verhältnis der Höhe des Sieders nur klein sein darf, wird mit der .ölzirkulationsheizung b erwärmt. Letztere besteht aus dem Heizraum f und dem Füllraum s, von dem die Verbiridungsrohre g,- g1 das beiße öl (beispielsweise AnthracenÖl) der in den Sieder eingebauten Heizrohrleitung h zu-" führen. Diese selbst besteht aus dem an das Verbindungsrohr g angeschlossenen Rohre h1,' das sich an seinem unteren Ende bei h verbreitert und dort in mehrere seitlich angebrachte, horizontal liegende und.zur Aufnahme des heißen Öles hohl ausgebildete Teller k2 ausläuft. An seinem unteren Ende ist diese Heizrohrleitung h, die aus dem Boden des Sieders austritt, an das Verbindungsrohr g1 angeschlossen. Auf dem Verbindungsrohr g wird notwendigerweise ein Expansionsgefäß i angeordnet. ,Der Sieder α ist mit einem Deckel k abgeschlossen, der in der Mitte eine Öffnung I aufweist, die einmal zur Aufnahme des an das Verbindungsrohr g- angesclilossenen Rohres a1 dient, und in die außerdem noch das den Destillationsabzug bildende Rohr m eingesetzt ist, das sich schlangenförmig in der an sich bekannten Kühlvorrichtung c fortsetzt.
Mit der .nach der vorliegenden Erfindung vor-' gesehenen Heißölzirkulationsheizung (beispielsweise Anthracenölheizung) kann die in dem Sieder β befindliche Teerfüllung\ e bis auf eine "Temperatur von 250 ev. 300° C. erwärmt und auf dieser Temperatur konstant erhalten werden. Die Teerfüllung selbst darf, wie schon hervorgehoben, im Verhältnis zur Höhe des Sieders nur klein sein, etwa wie auf der Zeichnung angedeutet, damit ein möglichst starkes Aufwallen des Teers ohne Überfließen stattfinden kann. Damit beim Hochspritzen des Teers nicht Teile davon in den Destillationsabzug m- gelangen können, ist möglichst hoch in dem Teerdampfraüm 0 um das Rohr hr ein trichterförmiger Sammelsehirm η angeordnet, der nach unten zu geöffnet ist, um die sich in ihm ansammelnde Masse wieder nach unten austreten zu las§gn, Das "aus der Teerfüllung e erhaltene Destillat
(S. Auflage, ausgegeben am /2. Januar
(flüchtige öle) wird, nachdem es das Kühlgefäß c passiert hat, in bekannter Weise in dem Behälter p aufgefangen.
Wenn die eingefüllte Teermasse abdestilliert ist, werden in bestimmten Zeiträumen Bruchteile der ersten Füllung, etwa l/20 bis 1Z30, als Weichpech durch den an dem Boden des Sieders angebrachten Abflußstutzen q abgelassen und jeweils die entsprechende Teermasse durch das
ίο Zuflußrohr d nachgefüllt. Es ist ohne weiteres klar, daß die kleine, neu hinzugegebene Teermenge in dem verhältnismäßig großen Dampfraum ο genügend Raum zum Auskochen findet, und daß andererseits das Überdestillieren anstandslos erfolgen kann, ohne daß eine sorg fältige Wartung dabei nötig wäre. Der vorbeschriebene neue Apparat ist aber auch von großer Bedeutung für die Herstellung von Weichpech an sich, die dadurch bedeutend verbilligt und vereinfacht wird und infolgedessen auch bei der Anlegung staubfreier Straßen, wobei das Weichpech die Hauptrolle spielt, der Straßenbautechnik in hohem Maße zugute kommt. '

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur kontinuierlichen Teerdestillation, dadurch gekennzeichnet, daß der in abgemessener Höhe in einen Sieder eingebrachte, zu destillierende Teer durch eine Heißölzirkulationsheizung auf der fixierten Temperatur, bei der Wasser, leichte und schwere öle sich verflüchtigen, automatisch konstant erhalten wird, und daß dabei aus dem Teerrückstand — Weichpech — innerhalb bestimmter Zeiträume Bruchteile abgelassen werden, die durch Nachfüllen von Teer beständig wieder ersetzt werden, so daß die Destillation einen kontinuierlichen Betrieb darstellt. . , . .
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem mit Zu- und Abflußstutzen (d, q) versehenen Sieder (a), an dem die an sich bekannte Destillationskühl-Vorrichtung (c) angeschlossen ist, eine durch die Rohre" /g, g1) mit dem Ölzirkulationsheizungsraum fb) in Verbindung stehende, aus dem sich an seinem unteren Ende (h) verbreiternden und dort mit seitlich angebrachten horizontal liegenden Hohltellern (h2) versehenen Rohr (h1) bestehende Ölheizungsrohrleitung (h) eingesetzt ist, an deren Rohr (h?) in etwa halber Höhe des Sieders ein nach unten offener trichterförmiger Sammelschirm angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1913268063D 1913-02-09 1913-02-09 Expired DE268063C (de)

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