DE26691C - Sicherheitsschlofs mit drehbarer Schlüsselmutter - Google Patents

Sicherheitsschlofs mit drehbarer Schlüsselmutter

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DE26691C
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Germany
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DENDAT26691D
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p. C. martensen sohn in Flensburg
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B35/00Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1883 ab.
Zweck der Erfindung ist, Schlösser aller Art ohne Anordnung von Zuhaltungen oder anderen bekannten Vorrichtungen diebssicher zu machen. Dies wird erreicht durch Anwendung ' einer eigentümlich construirten Schlüsselmutter, eines hierzu passenden Schlüssels und einer Anzahl die Schlüsselmutter sichernder Metallplatten (Sicherungen). Eine weitere Neuerung besteht in der durch einen Mantel hergestellten und gegen Verschleifs schützenden Umschliefsung der Drückermutter, sowie in der Anwendung einer losen Rolle zwischen der Schlofsfeder und dem Riegel, wodurch ein leichter Gang des Riegels und die Schonung der Feder erzielt wird.
Die Schlüsselmutter A besteht aus einem Metallcylinder, an welchem ein Hebel α zur Fortbewegung des Riegels angebracht ist. Für den Schlüssel ist ein Schlitz b mittelst einer Kreissäge eingesägt. Die Mutter erhält ihre Führung in dem Schlofsboden und der Schlofsdecke. In den Umfang der Mutter sind mehrere Abstufungen c eingedreht, mit welchen die Abstufungen des Schlüsselkammes d genau über-, einstimmen müssen. Um dies zu erreichen, wird die Schlüsselmutter zwischen Schlofsboden und Schlofsdecke eingespannt, der flache, den Schlitz b ausfüllende Schlüssel zuerst von der einen Seite, dann von der anderen Seite in die Schlüsselmutter bis an den Ansatz e gesteckt und der Schlüsselkamm so weit heruntergefeilt, dafs er mit den Abstufungen abschneidet.
Die Sicherungen B bestehen aus dünnen Blechstücken, welche bei der Schlüsselmutter spitz und hinten mit einer kleinen Feder q versehen sind. Dieselben bewegen sich um einen runden Stift p. Diese Sicherungen liegen mit ihrer Spitze unweit des Schlitzes in den Abstufungen der Schlüsselmutter.
Wird der zu dem Schlofs gehörige Schlüssel, einerlei von welcher Seite, in die Schlüsselmutter gesteckt und umgedreht, so schlüpfen die Sicherungen über den* Kamm des Schlüssels hinweg, und der Oeffnung des Schlosses durch weiteres Umdrehen steht nichts im Wege. Wird dagegen ein in den Schlitz eingehender fremder Schlüssel benutzt, so gelingt es nicht, das Schlofs zu öffnen, denn der Kamm des Schlüssels tritt in den einzelnen Abstufungen entweder vor oder zurück, und die Sicherungen versenken sich entweder in den Schlitz und halten so die Schlüsselmutter auf, oder sie stofsen gegen den Kamm des Schlüssels, so dafs ein weiteres Umdrehen der Mutter und also auch eine Oefmung des Schlosses unmöglich ist.
Der Riegel wird in bekannter Weise durch den Hebel α der Schlüsselmutter A vor- und rückwärts bewegt und durch eine flache Stahlfeder mittelst der Rolle E gegen einen abgeschrägten Stift gedrückt, welcher den Riegel gegen das Zurückdrücken sichert. Beim Schliefsen hebt sich der Riegel etwas und gelangt so mit seinem Absatz über den Riegelstift. Diese Einrichtung ist bekannt, neu allein die in Anwendung gebrachte Rolle E. Diese besteht aus einem Stück Metallrohr oder auch einem vollen Cylinder.
Die Drückermutter C besteht aus einem mit einem langen Schwanz/ und einem vierkantigen Loch für den Drücker versehenen Metallcylinder. Sie erhält ihre Führung zunächst in üblicher Weise in dem Schlofsboden und der Schlofs-

Claims (3)

decke, alsdann aber hauptsächlich in dem Mantel D. Am Ende des Schwanzes hat sie einen Stift g. Der Mantel D ist ein hülsenartig geformtes Metallstück, welches die Drückermutter zur Hälfte umschliefst. Derselbe ist ausgefräst; dementsprechend ist die Drückermutter C abgedreht, so dafs sie genau in den Mantel pafst. Der Mantel hat zwei Löcher zur Befestigung zwischen dem Schlofsboden und der Schlofsdecke mittelst Schrauben oder Stifte und ein langes Ende h mit dem Gang i für die Falle. Das lange Ende bildet die Widerlage für die Drückermutter. Der Mantel wird bei eingesetzter Mutter an dem Schlofsboden befestigt. Durch diese Einrichtung wird bezweckt, dafs die Ausfräsung des Mantels genau mit den Führungslöchern in dem Schlofsboden und der Schofsdecke übereinstimmt und die Mutter sich beim Drehen nicht klemmt. Die Drückermutter wird durch eine geschlossene Schraubenfeder festgehalten, welche sich an der einen Seite um einen Schlofsstift, an der anderen Seite um den Stift der Drückermutter legt. Drückermutter und Falle wirken in bekannter Weise. Beim Niederdrücken des Thürdrückers drängt der Schwanz der Drückermutter nach hinten, nimmt die Falle mit und dehnt die Schraubenfeder aus. Läfst man den Drücker los, so zieht sich die Schraubenfeder zusammen, die flache Feder drückt gegen die Falle, und Drückermutter und Falle treten in die frühere Lage zurück. Pat en τ-Anspruch: Ein Thürschlofs, bei welchem:
1. die Sicherung durch Anordnung einer mit unregelmäfsigen Abstufungen am Umfange versehenen und in jeder Abstufung mit dem Schlüsselkamm abschneidenden Schlüsselmutter, sowie einer Anzahl von Sicherungsplatten bewirkt wird, welche so angeordnet sind, dafs dieselben unweit vor dem Schlitz der Mutter mit ihren Spitzen auf den einzelnen Abstufungen derselben schleifen, so dafs nur der zum Schlofs gehörige Schlüssel vorbei kann, während jeder nicht genau passende Schlüssel aufgehalten und in solcher Weise die Oeffnung des Schlosses verhindert wird;
2. eine Drückermutter angeordnet ist, deren eine Hälfte abgedreht und von einem an der Schlofsdecke befestigten ausgefrästen Mantel D mit Arm h so umgeben ist, dafs die abgedrehte Hälfte der Mutter ganz uim schlossen wird;
3. die Riegelfeder mittelst einer losen Rolle auf den Riegel drückt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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